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Archiv für die Kategorie ‘Ärgernisse’

Von der Enttäuschung

25. Februar 2010 Katrin Keine Kommentare

Es mag sicherlich sein, dass ich ein eher pessimistischer Mensch bin. Vielleicht wurde ich so geboren, vielleicht hat das Leben mich aber auch so gemacht. Die letzten 2 Jahre waren für mich bzw. unsere Familie nicht einfach und Optimismus daher ein Fremdwort. Viel Schmerz und Enttäuschung, viel Kampf und Resignation liegt hinter uns. Die Zeiten wollen auch jetzt nicht wirklich besser werden und umso mehr schmerzt es, wenn man das Gefühl hat, alleine dazustehen. Wenn man Hilfe sucht und diese nicht bekommt, weil Banalitäten wichtiger sind, wenn man immer wieder vertröstet wird, wenn Freunde plötzlich schlecht über einen reden und wenn Kollegen auf einmal gegen einen sind. Dann ist das sehr enttäuschend, zermürbend und es schmerzt sehr. Es hilft auch nicht wirklich die Krisen zu überstehen. Nichts destotrotz haben mich die letzten 2 Jahre eins gelehrt: Ich hab einen, auf den ich mich verlassen kann, und das ist mein Michl!

Kranke Kinder gehören ins Bett!

8. Februar 2010 Katrin 1 Kommentar

Oh wie ist mir heute der Kamm geschwollen – was hab ich mich aufgeregt. Aber, wie so oft, ist es auch dieses Mal völlig sinnlos denn es wird sich nichts ändern. Geschehen ist folgendes:

Hannah hat seit dem Wochenende ihren gefühlten 1000000000078594043. Infekt und kann somit nicht in den Kindi gehen. Sehr zu ihrem und meinem Leidwesen. Heute mittag waren wir eine kleine Runde spazieren und Hannah wollte mal eben schnell im Kindi nach ihren Freunden sehen. Also haben wir einen kurzen Stopp hingelegt um “Hallo” zu sagen. Was ich dort sag, ließ mir (wie oben beschrieben) beinahe den Kragen platzen: hustende, rotzelnde Kinder wohin man sieht. Das Schlimme dabei ist nicht, dass die Eltern ihre kranken Kinder im Kindergarten abliefern, sondern die Tatsache dass diese Eltern zuhause rein gar nix zu tun haben! Die stehen auf der Straße und datschen, oder rauchen auf dem Balkon das eine oder andere Zigarettchen oder machen nen schönen Spaziergang mit dem Hund! Keine der Mütter ist berufstätig, sondern zuhause. Und dennoch landen die Kinder im Kindergarten, wo sie fleissig ihre Bazillen und Viren an andere weitergeben! Wie verantwortungslos muss man denn sein??

Die Odyssee geht weiter

27. Januar 2010 Micha Keine Kommentare

© wrw (Pixelio)

Nicht schon wieder! Hier grassieren neuerdings schon wieder irgendwelche Viren und/oder Bazillen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so oft hintereinander und vor allem so hartnäckig krank gewesen zu sein. Natürlich haben uns Eltern mit etwas mehr Erfahrung vorgewarnt. Das erste Kindergartenjahr sei (bei den meisten?) etwas heftig, aber so haben wir uns das nicht vorgestellt. Meist fängt es harmlos an, mit einem bloßen Schnupfen oder einem “harmlosen” Kratzen im Hals – doch dabei bleibt es nicht. Was früher eine laufende Nase war, ist heute einen Nebenhöhlenvereiterung. Was früher ein nervender Husten war, ist heute eine ausgewachsene Bronchitis. Und was früher ein rauher Hals war, ist aktuell eine eitrige Angina.

Also “speise” ich zum zweiten Mal in diesem noch jungen Jahr Antibiotika und versuche mich mit allerhand Hausmitteln über Wasser zu halten. Der Arzt wollte mich (wieder mal) krankschreiben, aber es ist langsam ja nicht mehr zu glauben, dass hier ständig irgendwelche Infekte am Wüten sind. Ganz gleich, wer was eingeschleppt und wen angesteckt hat… Im Moment hat Hannah Husten und Schnupfen und weil sie so verschleimt ist, hat sie wegen ihren Schluckbeschwerden mal eben schnell das ganze Bett vollgekotzt beschmutzt. Ich habe (natürlich) auch Schnupfen und als Krönung einen entzündeten Hals. Katrin hält (noch) durch. Der letzte Satz gilt als nicht geschrieben, denn sonst ändert sich da sofort was dran. Bloß keine Hoffnung aufkommen lassen! Zum Glück Leider scheint es anderen auch nicht besser zu gehen. So habe ich heute von einem Bekannten erfahren, der wegen einer verschleppten Erkältung jetzt mit einer Herzmuskelentzündung flach liegt. Prost Mahlzeit – und natürlich gute Besserung von hier aus!

Wer immer der Schutzpatron der Kindergartenkinder (und natürlich derer Familien) ist: Möge er endlich seine schützende Hand auf uns legen, denn der “andere” Alltag ist momentan schon anstrengend genug. Danke! :-?

Liebe Frau Holle

23. Januar 2010 Katrin 3 Kommentare

An
Frau Holle
Himmel 3
12345 Schneehausen

Liebe Frau Holle,

es ist der 23. Januar und – es schneit nicht. Es liegt auch sonst bemerkenswert wenig Schnee auf Feld und Flur. Nicht, dass ich Ihnen Inkompetenz oder gar Faulheit unterstellen möchte – nichts liegt mir ferner – viel eher möchte ich Sie erinnern, an das was früher mal Winter war:

  • Schneetreiben und weiße Pracht von November bis März
  • Tiefschneespuren am Waldrand
  • Schlitten und Rodeln gut
  • Wintersonne und Schneegeglitzer

Es wäre sehr, sehr schön wenn Sie sich noch vor Ende März dazu entschließen könnten, hier auf der Schwäbischen Alb das eine oder andere Schneewölkchen vorbeizuschicken.

Vielen Dank schon mal im voraus – auch im Namen meiner Tochter

Katrin Vollmer

Danke, Oskar!

19. Januar 2010 Katrin 3 Kommentare

Eigentlich esse ich kein Fleisch. Hin und wieder mal ein Wurstbrot und dann ist es wieder gut. Für Micha und Hannah koche ich aber regelmäßig Fleischiges. Und ehrlich gesagt, hab ich mir nicht so riesig Gedanken gemacht über die Herkunft des Fleisches. Ich hab oft bei Aldi Fleisch gekauft. Wurst hingegen schon seit einer Weile nur bei unserer Zeeb-Filiale in Engstingen. Vor kurzem kam im Fernsehen ein Bericht über einen Schlachthof auf der Schwäbischen Alb, der sogar für Bio-Land schlachtet, und es war schockierend: die Tiere wurden gequält und brutals ermordet. Ich benutze dieses Wort mit Absicht, denn von einem “tiergerechten Töten” waren die Schlachter weit entfernt. Die Tiere wurden bei lebendigem Leib aufgeschnitten und ausgenommen. Also nix mit Betäubung oder so!
Der Schock saß also tief und ich hab mir sehr viele Gedanken gemacht. Schluß endlich habe ich der Firma Zeeb eine Mail geschrieben, und diese will ich hier veröffentlichen. Um zu zeigen, dass man auch mit gutem Gewissen Tiere essen kann, wenn man sie eben in einer Metzgerei kauft und diese Ramschartikel im Supermarkt verweigert. Wir sollten uns also alle mal so unsere Gedanken machen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur aus Qualitätsgründen kaufe ich Fleisch und Wurst für meine Familie ausschließlich in Ihrer Zeeb-Filiale in Engstingen. Mir ist sehr daran gelegen, dass die Schlachttiere artgerecht gehalten und geschlachtet werden. Die Herkunft Ihrer Schlachttiere konnte ich auf Ihrer Homepage erfahren. Leider steht dort nichts über Ihre Schlachthöfe geschrieben. Heute habe ich mit Entsetzen im Fernsehen ein Video über die Schlachtung von Tieren an einem Bio-Schlachthof in Baden-Württemberg gesehen. Dieser Schlachthof schlachtet unter anderem für die Marke “Bioland”. Aus sicherlich verständlichen Gründe mache ich mir nun Sorgen, wo die Wurst und das Fleisch von Zeeb produziert werden. Ich hoffe sehr, Sie können mir die Sorgen nehmen und mir versichern, dass Ihre Tiere nicht qualvoll geschlachtet werden.

Vielen Dank für Ihre kurze Antwort.

Katrin Vollmer

Sehr geehrte Frau Vollmer,

vielen Dank für Ihre Mail. Ich kann Ihre Sorgen gut verstehen, denn viele Verbraucher machen sich keine Gedanken, wie denn das Schnitzel, das auf dem Teller liegt, überhaupt produziert wurde.

Schon immer legen wir großen Wert auf die Herkunft unserer Tiere sowie möglichst kurze Transportwege zum Schlachthof. Deshalb werden unsere Tiere im Schlachthof in Mengen bei Sigmaringen geschlachtet. Die meisten Bauernhöfe, von denen wir unsere Rinder und Schweine beziehen, sind auf der Schwäbischen Alb, deshalb liegt der Schlachthof in Mengen ideal.

Bei der Schlachtung ist immer ein Veterinär dabei, der alles überwacht. Die Schweine werden vor der Schlachtung schonend mit CO 2 betäubt, bei den Rindern erfolgt die Betäubung mit einem Schußapparat.

Leider ist der Schlachtvorgang kein sehr angenehmer Anblick, denn die Tiere müssen ausbluten und werden anschließend ausgenommen. Das muss aber jedem Verbraucher, der Fleisch und Wurst isst klar sein, dass für diese Produkte ein Tier sein Leben läßt. Deshalb ärgert es mich, dass ein so kostbares Produkt wie Fleisch in den Supermärkten und bei den Discountern zu billigsten Preisen “verramscht” wird.

Da es sich bei dem Schlachthof in Mengen um einen kleineren Regionalschlachthof handelt, werden dort auch nicht so viele Tiere geschlachtet wie in den großen Schlachthöfen wie zB. in Ulm oder Crailsheim. In Mengen wird auf die schonende Schlachtung großer Wert gelegt. Das wird von unserer Qualitätsbeauftragten Frau Fritz ebenfalls überwacht.

Falls Sie hierzu noch Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen.

Freunliche Grüße

Jürgen Zeeb
Geschäftsführer

Alle Jahre wieder!

20. Dezember 2009 Katrin 6 Kommentare

Alle Jahre wieder…kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Familienstress: wer feiert wann und wo mit wem und wieso.
Wie soll man eine Großfamilie inklusive 4 Urgroßeltern glücklich machen, ohne abends schweißgebadet vom Weihnachtsbesuch und total genervt von Weihnachten überhaupt heimzukommen?! Jedes Jahr das gleiche Spektakel und jedes Jahr nervt es mich mehr. Klar wollen alle Omas, Opas, Tanten, Uromas und Uropas, Cousinen und Großnichten einen an Weihnachten sehen, aber wo bleibt man selber dabei? Wäre es nicht viel schöner, am 24. Dezember gegen 16 Uhr die Türe zu verschließen und diese erst am 27. Dezember gegen 9 Uhr morgens vorsichtig wieder zu öffnen?

Eine Flasche für den Umweltschutz

16. Dezember 2009 Katrin Keine Kommentare

Das Thema “Flaschenpfand” ist in Deutschland ein schwieriges: keiner weiß wo, wann und wieviel er für welche Flasche Pfand kriegt. Auch ist wohl den wenigsten bewusst, dass alle (!!) PET-Flaschen geschreddert und eingeschmolzen werden. Obwohl dieses tolle Wiederverwertzeichen auf der Flasche ist. Umweltfreundlicher ist in jedem Fall die gute alte Glasflasche. Nur leider ist diese Flasche am Aussterben! Bei unserem Getränkemarkt in Engstingen sind mittlerweile alle Getränke, außer Bier, auf PET umgestellt. Keine Chance eine umweltfreundliche Glasflasche zu kriegen.
Mich ärgert sowas maßlos!! :-x Da hocken die oberklugen Staatsmänner(-frauen) großartig zusammen und diskutieren sich den Wolf über den Umweltschutz, dabei könnte im Kleinen schon was erreicht werden: Glasflasche statt PET!
Denn neben dem Umweltschutzaspekt spielt hierbei auch die Gesundheit eine Rolle: die Weichmacher in der PET-Flache lösen sich nämlich durch kohlensäurehaltige Getränke auf und wir trinken das Zeug mit! Na denn: Prost!

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Schneeschippen…oder Schneeschippen…oder???

1. Dezember 2009 Katrin Keine Kommentare

DSC03887

Unsere Hausmeisterin ist eine sehr patente Dame: sie sorgt dafür, dass jeder hier eine ordentliche Kehrwoche macht, sie rückt fleissig jedem Fitzelchen Unkraut zu Leibe, sie reinigt die Mülltonnen von Hand und sie entstaubt sogar die Straßenlaterne. Wenn es aber um das Schneeschippen geht, so hat sie eine andere Auffassung als (vielleicht) viele andere: sie schippt nämlich nicht den ganzen Schnee beiseite, sie macht wirre Wegchen, sodaß jeder Bewohner dieses Hauses trockenen Fußes zu den Mülltonnen kommt oder aber das Grundstück verlassen kann. Was jene patente Hausmeisterdame jedoch mit jährlich wiederholender Regelmäßigkeit vergisst ist, dass auch Autos aus den Garagen müssen und das ihre Wegelchen durchaus sehr glatt werden können, wenn sie nur geschippt und nicht gestreut werden. So haben wir auch dieses Jahr wieder etwas zu staunen, wenn der erste Schnee gefallen ist und auch dieses Jahr werden wir uns wieder maßlos darüber ärgern, dass wir trotz monatlicher Hausmeisterkosten wieder selber unsere Garage freischippen und die Wegelchen streuen müssen :-P

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Weihnachtsverunstaltungen

27. November 2009 Katrin Keine Kommentare

Endlich ist es wieder soweit: die alljährliche Weihnachtsverunstaltung der nachbarschaftlichen Balkone hat begonnen. Angefangen mit leuchtend bunten Eiszapfen, über an Brüstungen hängende Nikoläuse bis hin zu schreiend-hässlichen Blickelichtchen ist alles vorhanden. Ein Lob an die gesammelte Nachbarschaft: ich bin schockiert! :-|

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Nicht mein Problem!

17. November 2009 Katrin Keine Kommentare

Nicht mein Problem…

  • wenn die Meere überfischt werden, weil jeder billigen Fisch will
  • wenn die Eisberge schmilzen und die Eisbären aussterben
  • wenn auf gerodeten Urwaldflächen Rinder gezüchtet werden, für den Fleischkonsum in Europa
  • wenn Kinder verhungern und wir tonnenweise Lebensmittel wegschmeißen
  • wenn die Laufzeiten maroder Atomreaktoren verlängert werden
  • wenn Menschen in der heutigen Zeit immernoch an Aids sterben
  • wenn Kinder schon gewalttätig sind
  • wenn Tiere gequält werden
  • wenn der Nachbar seine Kind verprügelt oder es verhungern lässt
  • wenn immer mehr Menschen arm werden
  • wenn das Klima langsam kollabiert
  • wenn wir in unseren Lebensmitteln Giftstoffe haben
  • wenn unsere Bundesregierung weiter Schulden macht, obwohl der Schuldenberg bereits jetzt unüberschaubar ist
  • wenn man wegen Zivilcourage selber Opfer von Gewalt wird
  • wenn sogenannte Nutztiere unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und geschlachtet werden
  • wenn die Taschen der Manager immer voller werden, und die der Bürger immer leerer
  • wenn Geld in den Aufbau bankrotter Firmen gesteckt wird und der Kindergarten nebenan zu machen muss

Es ist in der Tat nicht mein Problem. Es ist unser aller Problem und wir sollten endlich anfangen uns unseren Problemen zu stellen, anstatt sie zu ignorieren!