Antriebslos

Mit dem CD-Player ist es, wie mit dem ersten Auto. Man erinnert sich noch genau daran, wann man das gute Stück erworben hat, was man damit zuerst getan hat und irgendwie ist einem das Ganze über all die Jahre doch ziemlich ans Herz gewachsen. Umso schlimmer dann der Moment, in dem der treue Begleiter den Geist auf- und den Löffel abgibt. Das ist jetzt mit meinem ersten CD-Player geschehen. Lange Zeit war er mein Unterhalter und dödelte mal leise im Hintergrund, mal laut und unüberhörbar vor sich hin. Nun will er seine Schublade nicht mehr öffnen. Eine “alte Sony-Krankheit”, wie man im Netz lesen kann. Zwar sei nur ein Riemen am Antrieb ausgehängt, aber nun stellt sich natürlich die Frage, wer einem diesen wieder einhängt. Ich werde die Kiste sicher mal öffnen, aber ob ich’s auch repariert bekomme? Man wird sehen! In Zeiten von Multimedia- und/oder MP3-Playern spielen die altbackenen CD-Player ohnehin eine immer unwichtigere Rolle. Offengesagt bräuchten wir ihn gar nicht mehr zwingend – eben weil die junge Konkurrenz ohnehin alles abspielt, was auch nur im Entferntesten nach Datenträger aussieht.

Und so wird er also, nach all den Jahren, den Weg allen Irdischen gehen. Er, dessen erste Amtshandlung das Absipielen von Dusty Springfields Album und meiner allerersten CD namens “Reputation” war. Lang ist’s her… Leb denn wohl, Du treuer Freund! ;)

Die Sache mit der Dankbarkeit, oder warum Geiz nicht immer geil ist

Moritz ist ein Bub. Soviel ist klar. Was auch klar ist: er kann Hannahs Klamotten nur bis zu einem gewissen Grad auftragen, denn Blümchen und Glitzer sind für Jungs nicht so schick.
Jedenfalls dachte ich mir, dass es in diesem schönen Lande mit Sicherheit viele Eltern gibt, die sich über sehr gut erhaltene Kinderklamotten freuen. Ich machte mich also frohen Mutes ans Werk und hab einige von Hannahs Klamotten über ebay versteigert. Manches lief gut, ich hab aber auch einige Sachen für 1 Euro versteigert. Soweit so gut. Ärgerlich für mich, gut für den Ersteigerer. Dachte ich jedenfalls! Es kam aber anders: eine Frau, die zwei Espritpullover, 3 Langarmshirts und eine Jeansbluse für 1 Euro ersteigert hatte, meldete sich erbost. Von wegen “die Sachen seien ja gebraucht und selbst für 1 Euro will sie doch neuwertiges erwarten”. Genau – wunderbar! Ich hab das Zeugs mit “gebraucht” beschrieben und dass die Klamotten keine Löcher o.ä. haben ist ein Selbstgänger. Aber die “Geiz-ist-geil”-Mentalität hat hier wohl voll zugeschlagen. Schade drum!

Was aber noch viel ärgerlicher ist, ist folgendes Geschehen:
wir haben unseren Wickeltisch an eine Kindertagesstätte verschenkt. Nein, ich muss mich korrigieren: wir versuchen diesen Wickeltisch zu verschenken. Anfang Oktober habe ich in der Zeitung gelesen, dass hier in der Nähe eine Kindertagesstätte eröffnet wird und diese noch händeringend einen Wickeltisch für die Kleinen sucht. Ich hab also angerufen und unseren angeboten. Witzigerweise war die Frau an der anderen Leitung eine Bekannte, die damals zur gleichen Zeit schwanger wie ich schwanger war, und die ich noch aus dem Geburtsvorbeitungskurs kenne. Wir haben also ausgemacht, dass sie den Wickeltisch Anfang November abholt. Ja, und wo steht das gute Stück: bei uns in der Garage! Das Kinderzimmer sieht aus wie Sau, weil ich noch keinen anderen Schrank aufbauen konnte, solange der Wickeltisch nicht abgeholt wurde und nachdem der Termin für die gestrige Abholung wieder mal geplatzt ist, steht er jetzt in der Garage und das Auto friert draußen bedächtig zu.

Liebe Leute: wenn ihr schon für umsonst was haben wollt, dann bitte kümmert Euch auch drum, dass ihr es wie versprochen abholt. Ist sonst sehr ärgerlich für diejenigen, die es verschenken. Und die stellen es vielleicht in Zukunft zum Grobmüll auf die Straße und haben damit deutlich weniger Scherereien!

Nachgegeben

Heute Nacht, kurz nach vier Uhr. Ein ohrenbetäubender Lärm. Kurz, aber beeindruckend. Im ersten Schreck schien es aus dem Büro zu kommen. Mein erster halbschlafener Gedanke (Achtung!!! Wortwitz!!!): Der Rechner ist abgestürzt! Doch im Büro ist alles ruhig und in Ordnung. Vielleicht hat sich unser Erste Hilfe-Schränkchen im Flur davor selbstständig gemacht? Nein, alles hängt wo es soll. Dann plötzlich wieder: Ein weiterer, noch gewaltigerer Rumms. Jetzt ist klar: Es kommt aus unserer Speisekammer.

Jahrelang hielt das dort an der Wand angebrachte Regal den Lasten stand. Ausgerechnet heute Nacht entschied es sich dazu nachzugeben – und das in beeindruckender und vor allem folgenschwerer Weise. Honig, Marmelade und andere sich bei Putzattacken eher hartnäckig verhaltenden Stoffe ergossen sich übereinander. Die Folge: Eine nicht definierbare Pampe aus allem, was unser Lebensmittelvorrat hergibt hergab. Und so wurden kurzerhand alle Sonntagsplanungen verworfen und wir machen nun wider Erwarten Großputz. Ganz großes Kino – und das, wo wir ohnehin genug zu tun haben. Morgen kommt der Handwerker und nimmt die vom letzten Hagelschauer demolierten Rollläden in Augenschein. Darum heißt es hier auch noch: Fenster frei räumen und vor allem den Schreibtisch im Büro verrücken.

Wenigstens Euch wünsche ich einen gemütlichen, entspannten Sonntag! :lol:

Sadisten

© R. B. / pixelio.de

Kfz-Konstrukteure müssen Sadisten sein – da gibt es überhaupt keinen Zweifel! Ich habe schon mehrere Autos besessen, aber bei keinem war der Austausch einer defekten Abblendlicht-Birne so zu bewerkstelligen, dass man danach noch all seine Finger beisammen hatte. Heute war es wieder einmal soweit: Mein rechtes Abblendlicht war tot. An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an den Nachbarn, der Katrin darauf aufmerksam machte. Die moderne Technik meldet zwar alles (wenn das Birnchen der Nummernschildbeleuchtung ausfällt zum Beispiel). Wenn aber die eher nebensächliche Straßenbeleuchtung am Fahrzeug die Grätsche macht, dann kommt da rein gar nüscht. Egal! Jedenfalls dokterte ich heute volle 30 Minuten an der scheiß Funzel rum. Zwar war ich danach heilfroh, weil ich beim Durchzählen wirklich auf zehn kam und auch der Scheinwerfer nachher wirklich leuchtete wie er soll (sogar die Birne ist richtig rum drin, was auch nicht immer so ohne Weiteres der Fall ist). Gekrönt wurde diese Aktion dann aber von einem himmelschreienden Wolkenguss. Könnte es sein, dass die Dreistigkeit gewisser Ingenieure (die vermutlich jeden Tag mehrmals herzhaft lachen, weil sie uns Autofahrern so ein Ei gelegt haben) sogar einer höheren Macht auf die Nüsse geht? Die Frage bleibt wohl – zum Glück – unbeantwortet.

Einen guten Start in die Woche Euch allen! ;-)

Du kommst hier net rein!

In Hannahs Kindergarten grassieren die Kopfläuse! Bisher hat es drei Kinder erwischt. Das ist eine noch überschaubare Zahl, zumal alle inzwischen “aus dem Verkehr” sind. Aber was ist mit der Dunkelziffer? Und was tun, wenn wir die uns fangen? Mir wäre es ja Wurscht. Mein Kopfschmuck hält sich mit fortschreitendem Alter so und so immer mehr in Grenzen. Aber bei Hannahs wallender Haarpracht gibt das eine mords Sauerei! Da seh ich schwarz! Also: Nein, wir wollen keine Läuse! Bleibt wo ihr seid, ihr Biester! Grrrr… :-x

Pollenalarm

Boah! Wenn das hier so weitergeht platzt mir zuerst der Riechkolben und dann der Glotzböbbel! :-o

Mein blaues Wunder

Wenn Ärzte Blut abnehmen, kann das durchaus auch mal so enden:  :lol:

Unmoralische Anrufe

© Bea23 (Pixelio)

In ihrer Funktion als Mitglied des Elternbeirates von Hannahs Kindergarten machte sich Katrin und ihre “Ratskollegen” Anfang des Jahres daran, die Kontaktdaten aller einverstandenen Eltern zu sammeln, um diese in einer Telefonliste zusammenzufassen. Wir alle fanden die Idee toll, allein schon deshalb, weil sich so der ein oder andere Wunsch nach freundschaftlichem Kontakt sowohl für Kinder als auch für Eltern deutlich leichter nachkommen lässt. Also wurden Zettel verteilt, auf denen man seine Kontaktdaten eintragen und der bestimmungsgemäßen Verwendung dieser Angaben zustimmen konnte. Mit Ausnahme von einem Elternpaar machten alle begeistert mit.

Heute nun bekamen wir einen Anruf von einer Kindergartenmutter, die uns zu einer “Informationsveranstaltung” einladen wollte. Als wir nachhakten, worum es ginge und vor allem, woher sie unsere Nummer habe (denn wir stehen in keinem Telefonbuch!) wurde sie pampig und drängte auf ein Ende des Gesprächs. Nach einem kurzen Rundruf später wissen wir nun, dass die Dame und ihr Mann in der Finanzberatung tätig sind und die Telefonliste des Kindergartens zum Kundenfang missbrauchten – in gleich mehreren Fällen.

Wie dreist und unverschämt können Menschen sein, wenn es ums nackte Geldverdienen geht? Natürlich geben uns alle juristischen Regeln recht. Was aber viel schlimmer wiegt, ist der unverschämte Missbrauch von Vertrauen. Es ist beschämend, dass eine gute Absicht so ins Gegenteil verkehrt wird. Wir sind wütend und wir schämen uns! … und wir hoffen, dass all die anderen Eltern, die die Telefonliste mit guten Absichten verwendet haben, auch in Zukunft noch Vertrauen aufbringen können. Unglaublich! :evil:

Zu heiß

© Andrea Kusajda (Pixelio)

Heute sollte es laut Wetterbericht etwas kühler werden. Alles ist relativ! Es ist kühler, dafür die Luft feuchter und somit nicht gerade erträglicher. Da müssen wir wohl durch… mit der absolut passenden Musik! :mrgreen:

Die Euphorie fällt wohl ins Wasser

Amtliche UNWETTERWARNUNG vor ERGIEBIGEM DAUERREGEN

für den Kreis Reutlingen 

gültig von: Donnerstag, 17.06.2010 19:14 Uhr
       bis: Freitag, 18.06.2010 12:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
        am: Donnerstag, 17.06.2010 19:14 Uhr

In der Nacht zu Freitag und Freitagvormittag kommt es zu
ergiebigen Regenfällen. Bis Freitagmittag sind Regenmengen von
mehr als 40 Liter pro Quadratmeter, lokal auch bis 60 Liter pro
Quadratmeter möglich. 

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren:
Infolge des Dauerregens ist Hochwasser an Bächen und kleineren
Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. Es können
Erdrutsche auftreten.
Schließen Sie alle Fenster und Türen!

DWD / RZ Stuttgart

Ich glaube, unsere WM-Beflaggung am Balkon wird da lieber mal eingeholt… bevor die Wassermassen sie gen Boden reißen. :idea: