Zeichen und Wunder
Gestern, kurz nach 18 Uhr. Das Telefon klingelt… Ja, inzwischen funktioniert es!
Ein sehr freundlicher Herr von der T-Com-Technik meldet sich und stellt die verhängnisvolle Frage: “Herr Vollmer, waren Sie mit der Erledigung Ihres Umzugsauftrags zufrieden? Funktioniert alles?” Nun, ich brauche hier nicht ausführen, wie meine Antwort aussah. Zu meiner Überraschung hörte er mir aufmerksam zu, entschuldigte sich aufrichtig und versuchte mir zu erklären, wie es zu diesem Chaos überhaupt kommen konnte. Dies sei nun keine Ausrede dafür, sondern vielmehr ein Erklärungsversuch. Trotzdem oder gerade deshalb müssen wir die Umzugsgebühr in Höhe von immerhin rund 60,- EUR nicht bezahlen. Außerdem hat er unsere DSL-Leitung durchgemessen und eher miese Werte ermittelt. Deshalb gab er sofort eine Störmeldung auf, um die sich innerhalb der nächsten 24 Stunden ein Techniker vor Ort kümmert. Schon rund eine Stunde nach dem Telefonat mit dem überaus eifrigen und zum ersten Mal “normal tickenden” Herren, meldete sich die Störstelle bei uns.
Was soll ich sagen? Es geht auch anders… Leider erst viel zu spät! Ich konnte mir natürlich die Frage nicht verkneifen, warum er mich nun angerufen hat. Er erklärte mir, dass das momentan ganz grundsätzlich so gehandhabt wird und sich diese Vorgehensweise in Fällen wie dem unseren wirklich mehr als richtig erweist. Dem ist nichts hinzuzufügen…
Gemein!
Irgendwie ist es schon gemein: Die vergangene Woche über war das Wetter eher durchwachsen. Gut, wir sind umgezogen und außerdem stehen spätestens ab Donnerstag auch wieder kühlere Tage an. Aber im Moment ist es hier sonnig und warm… und ich sitz hier im Büro und muss arbeiten. Wie gemein! Letzte Woche war ich bei meinen beiden Mädels, habe (vor allem auch körperlich) gearbeitet und habe am Abend leibhaftig gesehen, was wir geleistet haben. Das klingt jetzt nicht nach “im Job aufgehen” und “das Richtige machen”, aber das kam mir im Moment sehr viel sinnvoller und befriedigender vor, als das Hocken in dieser Bude hier.
Irgendwie fehlt mir das seit gestern sehr.
Soll ich womöglich einen auf Hausmann machen?
Aber dann müsste ja Katrin (oder Hannah?!?! :???: ) stattdessen für das tägliche Brot sorgen. :neutral: Nä, das wäre dann ja wieder nix, weil dann ja nur der Spieß umgedreht werden würde… Also muss ein Millionengewinn her!
Hat jemand grad was übrig?
Au man, warum ist das Leben so ungerecht?
Protokoll einer Odyssee
Es ist unglaublich: Bereits Anfang April informierte ich die T-Com darüber, dass wir zum 01.06.2008 umziehen. Dementsprechend beauftragte ich den parallelen Umzug unserer Telefonnummer samt Internetzugang in die neue Wohnung. Bis zum heutigen Tag haben wir weder Telefon noch DSL zu Hause!
Aber beginnen wir – ganz sachlich – von vorn:
Mittwoch, 9. April 2008:
Über das Internet-Kundenportal “T-Home” beauftrage ich die T-Com mit dem Umzug unseres Telefon- und DSL-Anschlusses zum 01.06.2008. Per E-Mail wird mir der Eingang dieses Auftrags bestätigt.
Mittwoch, 16. April 2008:
Da ich eine Woche später noch keine schriftliche Auftragsbestätigung und einen definitiven Schalttermin erhalten habeund ich den pinkfarbenen Eierladen inzwischen kenne, schreibe ich eine E-Mail an den Kundenservice. Daraufhin wird mir mitgeteilt, dass das “Kundensystem” umgestellt würde und es deshalb zu Verzögerungen käme. Ob mein Auftrag ordnungsgemäß abgearbeitet wird, sagt mir keiner.
Freitag, 25. April 2008:
Auf Anfrage erhalte ich endlich eine Auftragsbestätigung und -nummer per E-Mail. Ein entsprechendes und in solchen Fällen sonst übliches Schreiben bleibt dennoch aus.
Donnerstag, 8. Mai 2008:
Weil ich Anfang Mai im Onlineportal der T-Com unter “Aufträge” unseren Umzugsauftrag noch immer nicht sehe und daher weiterhin skeptisch bleibe, frage ich telefonisch bei der T-Com-Hotline nach. Dort wird mir hoch und heilig versichert, dass wir zum 02.06.2008 Telefon und DSL in der neuen Wohnung haben werden.
Montag, 2. Juni 2008:
Nach dem Umzug. Neue Wohnung. 18 Uhr abends. Telefon tot. DSL tot. Ich rufe bei der T-Com an und frage nach, wo unser Anschluss abgeblieben ist. Mir wird verkündet, dass es gar keinen Umzugsauftrag gäbe! Ich fahre aus der Haut und fordere schnellstmöglich den Umzug der Leistung, für die wir durchweg bezahlen. Mir wird erklärt, dass die Schaltung eines Anschlusses zwischen vier und zehn (!!!) Werktage benötigt. Ich hätte mich halt rechtzeitig darum kümmern sollen. :eek: Daraufhin fühle ich mich dazu geneigt, beleidigend zu werden, bleibe aber sachlich. Nach exzessiverAuskotzereiDiskussion wird mir die Schaltung bis “Ende der Woche” zugesagt. O-Ton: “Zum Wochenende haben Sie ganz sicher Telefon und Internet.”
Freitag, 6. Juni 2008:
In unsrem Briefkasten befindet sich ein Schreiben der T-Com. Dieses ist adressiert an die alte Anschrift und kommt nur Dank des Nachsendeauftrags der Deutschen Post im neuen Domizil an. Der Telekommunikationsriese gibt uns bekannt, dass der Anschluss am Montag, den 09.06.2008 geschalten wird. Ich bekomme einen Wutanfall, danach Herzrasen und schließlich beinahe einen Kreislaufkollaps. Kunden, Überweisungen, die neuen und die alten Vermieter warten! Alle Telefonate werden kostspielig über Handys abgewickelt. Ich rufe wutentbrannt die T-Com-Hotline an. Dort wird mir erklärt, dass nichts zu machen sei und ich dann halt auf Schadenersatz klagen müsse. Als ich sage, dass ich vor allem mal kündigen sollte, wird mir geraten, dies zu tun! :eek:
Montag, 9. Juni 2008:
Im Moment kann man von unserem Anschluss aus woanders anrufen. Eingehende Anrufe und der DSL-Zugang funktioniert nach wie vor nicht. Ich hoffe für die T-Com, dass es an den noch laufenden Umschaltarbeiten liegt.
Wir dürfen gespannt sein, was heute noch so alles passiert!
Vielleicht gibt es hier dann auch bald wieder regelmäßige Beiträge und Berichte zu Umzug, neuer Wohnung…
Pietät
Heute Morgen, als ich zur Arbeit fuhr und zwar durch einen Wald und in einer Kolonne, hinter einem Lastwagen her, kam der ganze Tross plötzlich zum Stocken. Ich sah zwar schon vorher etwas auf der Straße liegen, konnte aber nicht genau erkennen was es war. Der LKW, der den Bremsvorgang einleitete, schaltete die Warnblinkanlage ein und kam schließlich zum Stehen. Der Fahrer stieg aus und zog seine Arbeitshanschuhe an. Dann zog er einen toten Dachs von der Fahrbahn. Ein wunderschönes, mächtiges Tier, mindestens so groß wie ein mittelgroßer Hund, mit beeindruckendem Fell und herrlicher Zeichnung. Natürlich kam eine gewisse Traurigkeit in mir hoch. Ja, es tat mir schrecklich leid um dieses einzigartige Wildtier, das da einfach zum falschen Zeitpunkt die Fahrbahn überqueren wollte. Vor allem aber spürte ich eine echte Wut in mir hochkommen. Klar, es ist einfacher und vor allem bequemer, sich vom Acker zu machen, wenn man ein Tier totfährt. Ich verstehe auch, dass man Angst vor Polizei, Jägern oder sonst was hat, denn immerhin ist das An- oder Totfahren von Wildtieren “Sachbeschädigung”.
Wer sich nach so einem Wildunfall davonschleicht begeht Fahrerflucht! Das ist mir alles klar. Deswegen rege ich mich aber nicht auf. Es ist einfach geschmacklos ein totgefahrenes Tier so achtlos und dazu noch mitten auf der Straße liegen zu lassen. Auch wenn es “nur” ein Tier ist, es hat eine Würde und ich bekomme jedesmal Gänsehaut, wenn ich total plattgefahrene Lebewesen irgendwo auf der Straße liegen sehe. Mir täte es ja schon leid, wenn ich “nur” eine kleine Kröte überrollen würde.
Bisher habe ich in meiner Autofahrerkarriere nur mal einen Fuchs gestreift, der des nachts aus einem Gebüsch gesprungen kam. Ich bremste voll, aber es reichte nicht mehr. Unmittelbar nachdem ich mich vom Schrecken erholt und kapiert hatte, was da eben passiert war, fuhr ich das Fahrzeug an den Straßenrand und suchte nach dem Tier. Es war nirgendwo mehr zu finden. Ich hoffe bis heute, dass es der Fuchs überlebt hat und nirgendwo elend und allein verenden musste. Ich hätte, selbst unter Zwang, nicht weiterfahren können. Ich hab deshalb auch eine halbe Ewigkeit nach ihm gesucht.
Insofern war der Lastwagenfahrer heute Morgen mein Held. Er hatte Mitleid mit dem Dachs und zog das schwere Tier von der Fahrbahn und legte es wenigstens am Seitenstreifen ins höhere Gras. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön, im Namen des Dachses… sozusagen.
Übersteuert?
Alle Jahre wieder beschäftigt einen die liebe Steuererklärung. In diesem Jahr will einfach gar nichts zusammenpassen. :???: Ich blick vieles nicht (mehr), was ich beim letzten Mal ohne Probleme abhaken konnte. Dann verrechne ich mich wieder und Summen stimmen nicht. Zu guter letzt scheint es auch noch so, als ob wir Steuern nachzahlen müssen. Und warum? Stark verkürzt könnte man sagen: Weil wir Hannah haben! :shock:
Der Clou: Das Mutterschaftsgeld, das Katrin bekommen hat, muss zwar nicht versteuert werden, aber es wird zur Berechnung des Steuersatzes mit herangezogen. Mag sein, dass das steuerrechtlich irgendeinen Sinn macht. Für mich als “Normalo” macht das überhaupt gar keinen Unterschied. Wir müssen draufzahlen – so oder so.
Hinzu kommt noch, dass Katrin ja im Moment nicht arbeitet. Deshalb fährt sie nicht zur Arbeitsstätte und folglich werden keine Fahrkosten berücksichtigt. Logisch! Darüber beschweren wir uns auch nicht; erst recht nicht, weil durch die aktuell (noch) gültige Kürzung der Kilometerpauschale sowieso fast nichts mehr rausgeschaut hätte.
Es gibt noch einige Punkte mehr, die mich nerven. Unterm Strich stelle ich fest: Von einem Aufschwung ist hier tag-täglich gar nichts zu spüren! Ich frage mich also, wo unsere Damen und Herren Politiker den “bei den kleinen Leuten” ankommen sehen.
Im Gegenteil! Ich hab den Eindruck, man zahlt immer noch mehr obendrauf. Ich hab in meinem Leben noch nie Steuern nachzahlen müssen! :shock:
Möbelsuche
Ich glaub, bei souli hab ich mal gelesen, dass sie liebend gern in (überwiegend schwedische
) Möbelhäuser fährt, um dort zu bummeln und einzukaufen. Ich muss offen gestehen: Ich bin da überhaupt nicht für zu haben! Nein, ich muss es anders ausdrücken: Wenn man in Einrichtungshäusern etwas finden muss, weil ein Umzug in eine größere Wohnung ansteht, dann bläht mich so ein Bummel einfach nur an. Folglich ist die Ausbeute dann auch entsprechend gering. So geschehen gestern! Wir tingelten durch drei Möbelhäuser, kauften jede Menge Kleinzeugs wie Teppiche, Klobürsten… Aber das, wonach wir eigentlich suchten, nämlich ein Funktionssofa für Hannahs Kinderzimmer (das beispielsweise im Krankheitsfall zum nächtlichen Ausweichquartier werden kann), eine passende Garderobe und Tisch samt Stühle für die neue Wohnküche, das fehlt noch immer.
Der nächste Kampftag wird vermutlich der Freitag… oder auch schon der morgige Donnerstag. Wir werden sehen. Dann greifen wir in verstärkter Besetzung an: Meine Eltern kommen mit und passen auf Hannah auf. Möööbäääl! Wir kommeeen!
Herr Knolle: Pfingstbesuch
Die Einleitung zum vergangenen Pfingstwochenende war alles andere als gelungen. Dementsprechend “fröhlich” verliefen dann auch die beiden Feiertage. Aber ich will hier und jetzt nicht näher darauf eingehen… Es gibt Dinge, über die man besser nicht mehr spricht. :???:
Allerdings gibt es andere Dinge, die man durchaus erwähnen sollte. Gerade auch dann, wenn sie höchst amüsant und aufschlussreich sind. Unser lieber Herr Nachbar (wir nennen ihn hier ja nur Herr Knolle) bekam an eben jenem verhängnisvollen Samstag vor Pfingsten Besuch! Ja, man glaubt es kaum: Dieser Herr hat offenbar nicht nur selbst Kinder (sogar zwei Stück an der Zahl! :eek: ), sondern auch noch Enkel! :neutral: Einer dieser Enkel, ein Mädchen etwa in Hannahs Alter, trudelte also mit der Mama ein – mit einem Kinderklappbett und Kissen unter den Armen. Über die Pfingstfeiertage beehrten sie das Haus mit ihrer Anwesenheit. Soweit, so gut… und eigentlich auch nicht weiter erwähnenswert. Ja, wäre da nicht die eine oder andere Anekdote zu erzählen, die während dieses Kurzurlaubs bei Opa Knolle vorgefallen ist. So vernahmen wir einmal nachmittags, mitten in Herr Knolles wichtiger Mittagsruhe, ein lautes Klappern. Uns war sofort klar: Das stammt von einem spielenden Kind. Also ignorierten wir das kurzerhand. Erst später stellte sich heraus, dass Herr Knolles Enkelchen laut vernehmlich mit den Briefkastendeckeln klapperte. Interessant!
Bewegt die verhältnismäßig ruhige und artige Hannah ihren kleinen Minifinger außerhalb der Mittagsruhe auch nur ansatzweise in Richtung “Gemeinschaftseigentum”, wird sie von nahezu tödlichen Knolle-Blicken getroffen. Gut, aber Hannah ist ja auch unser Kind! Das sind Unterschiede wie Welten… nein, Universümer!
Oder als ich rückwärts aus der Garage fahren wollte, sprang deren Kleine mehrmals hinter meinem Auto rum. Natürlich bremste ich und wartete in Ruhe und mit einem Lächeln ab, bis das Kind aus der Gefahrenzone war. Wer Kinder hat, der weiß, dass sowas einfach mal passieren kann. Umso interessanter, dass im umgekehrten Fall ein Herr Knolle, Hannah beinahe über den Haufen fährt. Die olle Göre kann ja auch woanders spielen!
(Geistige) Tiefflieger
Ich hab ja nichts gegen unsere Bundeswehr. Ich seh ja ein, dass die Übungen machen müssen. Ich bin auch kulant, wenn es um damit verbundene Belästigungen geht. Aber muss es wirklich sein, dass man abends um kurz vor neun Tiefflugübungen in Düsenjets in Überschallgeschwindigkeit direkt über unserem Örtchen durchführt? Reicht es nicht, dass wir Mitbewohner unter uns haben, deren Türen keine Klinken zu haben scheinen und über eine Feinmotorik verfügen, die einem hochschwangeren Elefanten gleichkommt? Naja, die knallenden Türen und trampelnden Füße sind wir bald los. Die Flieger hört man aber ganz sicher auch in der neuen Wohnung. :shock:
Och nööö!
Heute Abend wird in unserem schönen Städtchen Dörfchen der Maibaum aufgestellt. Das wird nach altem Brauch und mit viel Bier von der ortsansässigen Feuerwehr durchgeführt und läutet den morgigen Vatertag ein. Jaaa, ich weiß! Eigentlich ist das schlicht und ergreifend Christi Himmelfahrt bzw. in diesem Jahr zeitgleich der Tag der Arbeit. Egal! Es ist einfach ein schöner Tag, um sich in der freien Natur zu bewegen.
“Von wegen!!!”, kann man da nur sagen, wenn man die Wettervorhersage anguckt. Ist ja klar, dass es pünktlich zum heutigen Feierabend anfängt zu pissen regnen, um dann morgen hin und wieder immer mal wieder ein Tröpfchen abzuwerfen. Da krieg ich echt Plaque! Vor allem, weil es dann am Freitag wieder trocken wird.
Das sind Headlines!
“Endlich 18! Emmas erster Schlüpferblitzer”
Das ist nicht etwa die Titelstory eines aktuellen Schmuddelblättchens oder einer Pornoillustrierten. Nein, sowas stammt aus der BILD-Zeitung. Mal abgesehen davon, dass es mich nicht die Bohne interessiert, was die Hermine-Darstellerin aus den “Harry Potter”-Filmen drunter trägt, so frage ich mich ganz grundsätzlich, ob wir sonst keine Probleme auf der Welt haben. So einen Fauxpas, der halt mal leider passiert, sollte eigentlich im Papierkorb und nicht auf irgendwelchen Titelseiten landen. Das ist nicht nur für Emma Watson selbst, sondern auch für die Macher von BILD sehr sehr peinlich… Das Problem ist nämlich nicht, dass irgendwo eine Unterhose rausblitzt, sondern dass es geldgeile Idioten Paparazzi gibt, die ohne Scham überall rein blitzknipsen, wo sich auch nur irgendwas bewegt.








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