Dass man von der katholischen Kirche nicht mehr allzu viel Realitätsnähe erwarten darf, dass ist ja nichts Neues. Diese Tatsache wurde lediglich von diversen Großereignissen vernebelt, die einen wahren Papst-Boom auslösten. Ich konnte das noch nie nachvollziehen!
Was aber jetzt aus Rom durch die Welt erklingt ist entsetzlich, unverschämt und diskriminierend! Zum Glück gibt’s einen Papst, der einem erklärt, dass Protestanten Menschen zweiter Klasse sind. Das wäre mir sonst entgangen! Die haben ja (so der Papst wörtlich) “einen Makel”, weil sie nicht der einzigen, legitimierten Kirche der Christen (selbstverständlich der katholischen!) angehören. Entschuldigung, aber da überkommt mich nicht nur ein krampfartiger Brechreiz, sondern es jagt mir auch einen heftigen Schauer über den Rücken: Solche Äußerungen sind wir in jüngster Zeit doch in zugespitzter Form nur von Fanatikern aus anderen Kulturkreisen gewohnt! Jetzt kommt ein Papst daher und lässt solche Äußerungen vom Stapel… und nein, es ist kein 1. April! Die Krönung: Dieser Mann maßt sich an, islamistischen Fanatikern Friedfertigkeit und Toleranz abzuverlangen. Wie soll das jemals in deren Ohren begreiflich klingen, wenn die Christen untereinander sich schon nicht akzeptieren?
Diese Aktion des großen Pontifex war dann das Tüpfelchen auf dem i. Damit ist die katholische Kirche für mich endgültig gestorben. Nicht genug, dass ich mich mit keiner Sekte identifizieren kann, die ihre ganz eigenen Regeln und Grundsätze und nicht die aus der Heiligen Schrift verfolgt (wie es im übrigen die Protestanten tun ;-) ), sondern vor allem will ich nichts mit einer Sippe zu tun haben, die andere Menschen ausgrenzt und beleidigt!
Nun sollte man ja annehmen, dass die gute, alte T-Com aufgrund der jüngsten Streikwelle geschwächt daherkommt und in ihren Aktionen eher gedämpft ist. Von wegen!
Pünktlich zum Monatswechsel wollten wir auf einen neuen Call & Surf-Tarif umsteigen, der uns jeden Monat deutlich mehr Euros im Portemonaie lässt. Wie bei unserem rosaroten Freund so üblich wurde auch brav der Durchführungszeitpunkt genannt: der 2. Juli 2007. Fein, dachten wir und freuten uns auf den günstigeren Tarif bei gleicher Leistung. Wenn ich “gleiche Leistung” schreibe, dann heißt das faktisch: Technisch ändert sich durch den Tarifwechsel bei uns rein gar nichts! Telefon- und Internet-Zugang bleiben dieselben!
Mehr…
Mitten im Herzen Londons, in einer Straße die wir auch schon entlang geschlendert sind, wurde heute Nachmittag eine extrem gefährliche Bombe gefunden und (zum Glück) entschärft. Gerade eben wurde bekannt, dass eine zweite, sehr ähnliche Bombe in der Nähe des Hyde Park entdeckt wurde. Ich bin regelrecht erschüttert! Meine Liebe zu London und die Tatsache, dass ich nahezu in jedem Jahr einmal dort bin, lässt mich regelrecht schaudern. Dadurch ist mir dieser Terror, diese direkte Bedrohung sehr nah. Ich denke, das wird jedem so gehen, der erst kürzlich genau an jenen Orten war (stimmt’s Sternchen*?).
Das einzigste, was mich an dieser Horrormeldung beruhigt: Die Londoner sind ein ruhiges Völkchen und Scotland Yard aufmerksam und sehr professionell. Ich kann nur inständig hoffen, dass diese Mixtur dem Terror etwas entgegensetzen und ihn wieder zurückdrängen kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Ich bewege mich nun schon seit mehr als zehn Jahren in den Weiten des World Wide Web. In dieser Zeit hat sich schon vieles ereignet und so manche Kuriosität ist mir begegnet. Was ich aber gestern feststellen musste, übertrifft an Dreistigkeit und Unverschämtheit alles bisher Dagewesene!
Eine Dame aus Hamburg, die denselben Nachnamen trägt wie wir, hat Ihre Domain einfach auf unseren Blog hier umgeleitet. Wer also die für uns fremde Adresse im Netz aufgerufen hat, der landete auf dem “Vollmer-Blog”, der ganz offensichtlich ihr gehören muss! Die eigentliche Frechheit liegt an der Form der Umleitung: Ihre Domain bleibt in der Adresszeile stehen, unser Blog wird aber angezeigt. Das nennt man wohl “mit fremden Federn schmücken”.
Leider, leider ist diese Dreistigkeit jetzt beendet. Wer besagte Domain aufruft landet nun hier.
Inzwischen habe ich bezüglich meiner verschollenen Rezension bei Amazon (siehe hier) eine Antwort erhalten:
Guten Tag,
herzlichen Dank für Ihr Schreiben an Amazon.de.
Derzeit sind einige Kundenrezensionen nicht online geschaltet.
Es besteht aber kein Grund zur Beunruhigung: Die Dateien liegen uns
vor. Wir bemühen uns darum, sie wieder zu aktivieren.
Wir bitten um ein wenig Geduld. Unsere Techniker sind bereits
informiert und arbeiten daran.
Freundliche Grüße
Kundenservice Amazon.de
Ganz gleich, ob das nun eine Ausrede ist oder der Wahrheit entspricht: Man darf gespannt sein, was passiert. Ich halte jedenfalls die Augen offen. ;-)
Ich sah mich heute gezwungen folgende Mail an den Kundenservice von Amazon zu schicken:
Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einigen Tagen habe ich eine durchweg positive Rezension zu Laith Al-Deens neuer CD “Die Liebe zum Detail” verfasst. Heute musste ich feststellen, dass diese offensichtlich gelöscht wurde. Zumindest ist sie nirgendwo mehr auffindbar! Ich komme mir offengesagt betrogen und vera***** vor. Zum einen, weil ich mir die Mühe des Verfassens einer gewissenhaften Rezension umsonst gemacht und damit jede Menge Zeit verschwendet habe, vor allem aber, weil ich mich als (wie ich guten Gewissens behaupten kann) sehr, sehr guter Kunde von Amazon immer auf das Meinungsbild anderer Kunden beim Kauf von Artikeln verlassen habe. Die Löschung meines Beitrags drängt den Verdacht von gezielter Zensur nahe, die in meinen Augen nicht nur eine Unverschämtheit ist, sondern auch mein Vertrauen in Ihr Unternehmen erschüttert. Ich werde mir in Zukunft überlegen, ob ich mich auf die bei Ihnen veröffentlichten und wohl bewußt beeinflussten Rezensionen verlasse und überhaupt noch bei Ihnen einkaufe! Unterstrichen wird diese Haltung durch Berichte vieler anderer Amazon-Kunden im Web, denen ähnliches widerfahren ist. Es scheint also kein Ausnahmefall zu sein.
Enttäuschte Grüße
Damit ist für den Moment eigentlich alles gesagt… Ich bin erschüttert und gespannt, was darauf für eine Antwort folgt! :mad:
Die folgende Geschichte klingt sicher wie eine Story am Lagerfeuer, aber sie ist (leider) wahr! Es fing schon vor etlichen Wochen mit einer eigentlich eher harmlosen Begebenheit an…
Wir haben ja keine Haustiere, weil ich der Allergiker in Reinkultur bin. Schade eigentlich, denn wir lieben Tiere wirklich! Meine Eltern hatten früher eine Katze, die mir damals noch nicht viel ausgemacht hat. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass mich Katrin im Büro anrief als sich eine verwilderte Katze durch’s offene Fenster in unser Schlafzimmer gestohlen und unter dem Bett verschanzt hatte. Sie wollte wissen, wie man das liebe Tier möglichst sanft wieder nach draußen befördert. Ein paar einfache Tipps später waren wir die Gute los.
Erst viele Tage später nahm dann der Horror seinen Lauf: Katrin war morgens übersäht mit roten Pusteln. Zunächst tippten wir auf Stechmücken, aber das schien uns dann im noch jungen und nächtlich sehr kühlen Frühjahr eher unwahrscheinlich. Also sagte ich im Spaß: “Wir werden uns Bettwanzen eingefangen haben!” Ich hatte mich aber wohl nur in der Gattung geirrt, denn am anderen Morgen hatte ich auch diese schrecklich juckenden Pusteln.
Mehr…

© Andreas Morlok (Pixelio)
Das Wochenende bietet sich ja an für Dinge wie die Einkommensteuererklärung. Jetzt im Juni ist es auch höchste Zeit, den mal fertig zu machen, dachte ich mir. Die gute Steuersoftware in der Hinterhand würde das sicher erleichtern. Gleich zu Beginn fiel mir dann auch etwas sehr Positives auf: Endlich kann man bei unserem Finanzamt nun auch die ausgedruckten Formulare einreichen! Endlich muss man nicht mehr alles mühsam vom Computerschirm in die sehr übsersichtlichen Formulare abschreiben…
Der geneigte Leser ahnt es bereits: Das böse Aber! Die schönen Formulare müssen nämlich…
1. über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren haltbar sein,
2. beidseitig bedruckt und gut lesbar sein,
3. bei getrennt ausgedruckten Blättern vierseitiger Formulare miteinander verbunden sein.
Im Klartext bedeutet dies: Mann kann zwar ruhigen Gewissens seine mit einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker erzeugte Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Man muss jedoch darauf achten, dass die Formulare beidseitig bedruckt sind und der Mantelbogen haltbar zusammengeklebt ist. Neuerdings werden daher sicher die Volkshochschulkurse “Steuererklärung leicht gemacht” zusammen mit “Basteln für Anfänger” abgehalten.
Wer nun vorschnell sagt: Mensch Kerle, dann mach’s halt elektronisch – per ELSTER – dem sei gesagt: Weit gefehlt, wenn man glaubt, dadurch fiele der Formularwust weg! Nein, man schickt quasi seine Daten nur vorab per Internet an das Finanzamt, damit der liebe Mensch dort nichts mehr abtippen muss. Bearbeitet wird die Erklärung aber erst, wenn die Originalunterlagen (und jetzt kommt’s) samt Formulare beim Amt vorliegen.
Willkommen, liebes Finanzamt, im elektronischen Zeitalter! Was für eine Farce!
Das Chaos rund um den in aller Munde befindlichen G8-Gipfel lässt schon seit Tagen meine Adern pulsieren. Dass dort unsere Steuergelder verpulvert werden, nur damit sich die acht “Größten” sich in trauter Runde zusammensetzen können, entbehrt jedem Verständnis von meiner Seite. Schon viel zu oft kamen große Versprechen bei diesen Treffen heraus; gehalten wurden sie eigentlich nie! Das macht das Ganze für mich zu einem Kasperletheater…
Am heutigen Abend kam aber nun die vermeintlich “gute” Nachricht: Unsere große, geschichtsträchtige Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete den entscheidenden Durchbruch beim Klimaschutz. Selbst US-Präsident Bush erklärte sich offenbar bereit, die Halbierung des Treibhausgasausstoßes bis 2050 in Betracht zu ziehen. Wie so oft in der Politik muss man ganz genau lesen und mir fallen da zwei Punkte ins Auge: “bis 2050″ (hoffen wir, bis dahin gibt’s noch sowas wie ein Klima, das man schützen könnte) und “in Betracht ziehen” (ich ziehe auch in Betracht bis 2050 Multimilliardär zu sein). Sachter hätte es nicht ausfallen können!
Wenn ich hier sitze und auf unsere kleine Hannah schaue, die neben mir mit ihrem Schmusekissen spielt, wird mir Angst und Bange. Jörg Feddern, Klimaschutzexperte von Greenpeace (die am heutigen Tag die hochpotenten Sicherheitskräfte schwer ins Schwitzen brachten – klick hier), spricht mir aus der Seele: “Was wir brauchen, sind verbindliche Vorgaben. Alles andere ist kein Erfolg, sondern ein Aufschieben der Probleme in die Zukunft”. Und die Zukunft, die im Grunde heute schon beginnt, gehört nicht uns, sondern unseren Kindern!
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