Alte Bekannte: Trauermücken
Bereits Ende 2008 hatten wir das zweifelhafte Vergnügen: Trauermücken suchten uns heim – besser gesagt unsere Pflanzen hier in der Wohnung. Und nun sind die kleinen, schwarzen Biester wieder da. Damals kamen sogenannte SF Nematoden zum Einsatz. Das sind kleine, für das bloße Auge kaum sichtbare Würmchen, die die Larven der Mücken in der Erde auffressen und somit den Nachwuchs ausrotten. Dann heißt es: Noch eine Weile abwarten… und weg ist das Ungeziefer. Leider relativ bald auch die Nematoden, denn die verhungern mangels Beute. Um diesem Umstand entgegen zu wirken, schießen wir heuer gleich dreifach: Einmal mit den altbekannten Nematoden, um schnellen Erfolg zu haben. Dann noch mit Raubmilben, die im Gegensatz zu den Nematoden aktiver umherwandern und Jagd auf die Schädlinge machen – und die im übrigen auch dann noch sehr lange überleben, wenn es schon gar keine Feinde mehr gibt. Und last but not least kontrollieren wir das Ganze mit Gelbtafeln, an denen auch die erwachsenen Viecher der Mücken hängen bleiben. Dezimierung auf der ganzen Linie ist angesagt. Was uns ganz wichtig dabei ist: Wir verzichten auf jedwede Chemie. Das dauert oftmals zwar etwas länger, ist aber dafür umwelt- und auch menschenfreundlicher.
Für alle, die es uns gleichtun wollen: Hier bei uns in der Nähe gibt es die Firma Sautter & Stepper. Die können wir jedem nur ans Herz legen! Man bestellt die Nützlinge einfach per Onlineshop und erhält sie mit der Post. Es ist unglaublich wogegen es auch für den Hausgebrauch alles natürliche Helferlein gibt. Selbst gegen Schnecken! Also ruhig mal vorbeischauen, auch wenn’s bei Euch was anderes als Trauermücken sind.
Und lustig dreht sich das Krankheitsrad
Es klinkt unglaubwürdig, fast schon sarkastisch, aber es ist leider wahr: vorhin haben wir die Ergebnisse von Hannahs Abstrich erhalten und es ist jetzt klar, dass sie eine hochgradig ansteckende Streptokokken-A-Infektion hat. Also Angina. Und natürlich gehen die Erreger auf´s Herz und natürlich bin ich herzmäßig vorbelastet. Weil ich als Kind sehr oft Scharlach mit eben diesem Erregertyp hatte und mir die wilden Bazillen sozusagen die Herzklappe zerfressen haben. So heißt es also für Familie Vollmer (mal wieder): Peniccillinsaft nehmen und Hausarrest.
Ach Frühling – du könntest so schön sein
Frühlingsgefühle mal ganz anders
Ach, was haben wir uns auf den Frühling gefreut! Nach diesem langen, kalten und vorallem sonnenarmen Winter waren wir geradezu glückseelig, als die Temperatur stieg und der Schnee schmolz. Doch die Freude hatte kurz vor Ostern ein jähes Ende: hurra, hurra – der Heuschnupfen ist da! Was für uns Erwachsene ja schon übelst ist, ist für Kinder noch anstrengender. Hannah ist dieses Jahr voll mit eingestiegen: sie hat vereiterte Augen, eine Schniefenase und vorallem einen trockenen fast asthmatischen Husten. Abends hat das arme Fräulein manchmal noch Fieber. Und entsprechend ist die Stimmung: grätig bis unerträglich!
Ich geh jetzt nicht soweit, mir den Winter zurückzuwünschen. Ich wünsch mir viel eher einen Regentag – damit wir alle mal kurz durchschnaufen können.
Hebamme – jeder braucht mal eine!
Hannahs Geburt liegt nun schon über 3 Jahre zurück, aber dennoch werde ich diese Zeit niemals vergessen: dieses kleine Wesen, die plötzliche Vertrautheit, das Glück, die unbeschreibliche Liebe zu diesem Kind. Und ich werde auch die Hilfe meiner Hebamme nicht vergessen. Wie sie 2 Tage lang an meiner Seite war, wie sie mich unterstützt hat – mit Worten und Taten, wie sie mir Mut gemacht hat, wie sie für Micha da war, wie sie meinem Kind auf die Welt geholfen hat! Erst durch meine Hebamme war es uns möglich, Hannah zuhause zur Welt zu bringen und dadurch das schönste Erlebnis meines Lebens in vertrauter Umgebung erleben zu dürfen!
Eine Hebamme braucht jede Frau früher oder später mal! Nicht nur bei einer Geburt ist sie an deiner Seite. Auch bei der Vor- oder Nachsorge ist sie stets eine hilfreiche und vorallem nichtärztliche Ansprechpartnerin. Meine Hebamme war auch vor gut einem Jahr bei mir und mit mir, als ich unser Kind verlor. Kurzum: eine Hebamme ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Und darum rufe ich hiermit zum Kampf für die Rechte der Hebammen auf. Helft mir kämpfen auf euren Blogs, in Twitter, bei Facebook usw. Weitere Infos findet ihr unter:
Von der Enttäuschung
Es mag sicherlich sein, dass ich ein eher pessimistischer Mensch bin. Vielleicht wurde ich so geboren, vielleicht hat das Leben mich aber auch so gemacht. Die letzten 2 Jahre waren für mich bzw. unsere Familie nicht einfach und Optimismus daher ein Fremdwort. Viel Schmerz und Enttäuschung, viel Kampf und Resignation liegt hinter uns. Die Zeiten wollen auch jetzt nicht wirklich besser werden und umso mehr schmerzt es, wenn man das Gefühl hat, alleine dazustehen. Wenn man Hilfe sucht und diese nicht bekommt, weil Banalitäten wichtiger sind, wenn man immer wieder vertröstet wird, wenn Freunde plötzlich schlecht über einen reden und wenn Kollegen auf einmal gegen einen sind. Dann ist das sehr enttäuschend, zermürbend und es schmerzt sehr. Es hilft auch nicht wirklich die Krisen zu überstehen. Nichts destotrotz haben mich die letzten 2 Jahre eins gelehrt: Ich hab einen, auf den ich mich verlassen kann, und das ist mein Michl!
Kranke Kinder gehören ins Bett!
Oh wie ist mir heute der Kamm geschwollen – was hab ich mich aufgeregt. Aber, wie so oft, ist es auch dieses Mal völlig sinnlos denn es wird sich nichts ändern. Geschehen ist folgendes:
Hannah hat seit dem Wochenende ihren gefühlten 1000000000078594043. Infekt und kann somit nicht in den Kindi gehen. Sehr zu ihrem und meinem Leidwesen. Heute mittag waren wir eine kleine Runde spazieren und Hannah wollte mal eben schnell im Kindi nach ihren Freunden sehen. Also haben wir einen kurzen Stopp hingelegt um “Hallo” zu sagen. Was ich dort sag, ließ mir (wie oben beschrieben) beinahe den Kragen platzen: hustende, rotzelnde Kinder wohin man sieht. Das Schlimme dabei ist nicht, dass die Eltern ihre kranken Kinder im Kindergarten abliefern, sondern die Tatsache dass diese Eltern zuhause rein gar nix zu tun haben! Die stehen auf der Straße und datschen, oder rauchen auf dem Balkon das eine oder andere Zigarettchen oder machen nen schönen Spaziergang mit dem Hund! Keine der Mütter ist berufstätig, sondern zuhause. Und dennoch landen die Kinder im Kindergarten, wo sie fleissig ihre Bazillen und Viren an andere weitergeben! Wie verantwortungslos muss man denn sein??
Die Odyssee geht weiter
Nicht schon wieder! Hier grassieren neuerdings schon wieder irgendwelche Viren und/oder Bazillen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so oft hintereinander und vor allem so hartnäckig krank gewesen zu sein. Natürlich haben uns Eltern mit etwas mehr Erfahrung vorgewarnt. Das erste Kindergartenjahr sei (bei den meisten?) etwas heftig, aber so haben wir uns das nicht vorgestellt. Meist fängt es harmlos an, mit einem bloßen Schnupfen oder einem “harmlosen” Kratzen im Hals – doch dabei bleibt es nicht. Was früher eine laufende Nase war, ist heute einen Nebenhöhlenvereiterung. Was früher ein nervender Husten war, ist heute eine ausgewachsene Bronchitis. Und was früher ein rauher Hals war, ist aktuell eine eitrige Angina.
Also “speise” ich zum zweiten Mal in diesem noch jungen Jahr Antibiotika und versuche mich mit allerhand Hausmitteln über Wasser zu halten. Der Arzt wollte mich (wieder mal) krankschreiben, aber es ist langsam ja nicht mehr zu glauben, dass hier ständig irgendwelche Infekte am Wüten sind. Ganz gleich, wer was eingeschleppt und wen angesteckt hat… Im Moment hat Hannah Husten und Schnupfen und weil sie so verschleimt ist, hat sie wegen ihren Schluckbeschwerden mal eben schnell das ganze Bett vollgekotzt beschmutzt. Ich habe (natürlich) auch Schnupfen und als Krönung einen entzündeten Hals. Katrin hält (noch) durch. Der letzte Satz gilt als nicht geschrieben, denn sonst ändert sich da sofort was dran. Bloß keine Hoffnung aufkommen lassen! Zum Glück Leider scheint es anderen auch nicht besser zu gehen. So habe ich heute von einem Bekannten erfahren, der wegen einer verschleppten Erkältung jetzt mit einer Herzmuskelentzündung flach liegt. Prost Mahlzeit – und natürlich gute Besserung von hier aus!
Wer immer der Schutzpatron der Kindergartenkinder (und natürlich derer Familien) ist: Möge er endlich seine schützende Hand auf uns legen, denn der “andere” Alltag ist momentan schon anstrengend genug. Danke!
Liebe Frau Holle
An
Frau Holle
Himmel 3
12345 Schneehausen
Liebe Frau Holle,
es ist der 23. Januar und – es schneit nicht. Es liegt auch sonst bemerkenswert wenig Schnee auf Feld und Flur. Nicht, dass ich Ihnen Inkompetenz oder gar Faulheit unterstellen möchte – nichts liegt mir ferner – viel eher möchte ich Sie erinnern, an das was früher mal Winter war:
- Schneetreiben und weiße Pracht von November bis März
- Tiefschneespuren am Waldrand
- Schlitten und Rodeln gut
- Wintersonne und Schneegeglitzer
Es wäre sehr, sehr schön wenn Sie sich noch vor Ende März dazu entschließen könnten, hier auf der Schwäbischen Alb das eine oder andere Schneewölkchen vorbeizuschicken.
Vielen Dank schon mal im voraus – auch im Namen meiner Tochter
Katrin Vollmer
Danke, Oskar!
Eigentlich esse ich kein Fleisch. Hin und wieder mal ein Wurstbrot und dann ist es wieder gut. Für Micha und Hannah koche ich aber regelmäßig Fleischiges. Und ehrlich gesagt, hab ich mir nicht so riesig Gedanken gemacht über die Herkunft des Fleisches. Ich hab oft bei Aldi Fleisch gekauft. Wurst hingegen schon seit einer Weile nur bei unserer Zeeb-Filiale in Engstingen. Vor kurzem kam im Fernsehen ein Bericht über einen Schlachthof auf der Schwäbischen Alb, der sogar für Bio-Land schlachtet, und es war schockierend: die Tiere wurden gequält und brutals ermordet. Ich benutze dieses Wort mit Absicht, denn von einem “tiergerechten Töten” waren die Schlachter weit entfernt. Die Tiere wurden bei lebendigem Leib aufgeschnitten und ausgenommen. Also nix mit Betäubung oder so!
Der Schock saß also tief und ich hab mir sehr viele Gedanken gemacht. Schluß endlich habe ich der Firma Zeeb eine Mail geschrieben, und diese will ich hier veröffentlichen. Um zu zeigen, dass man auch mit gutem Gewissen Tiere essen kann, wenn man sie eben in einer Metzgerei kauft und diese Ramschartikel im Supermarkt verweigert. Wir sollten uns also alle mal so unsere Gedanken machen!
Sehr geehrte Damen und Herren,
nicht nur aus Qualitätsgründen kaufe ich Fleisch und Wurst für meine Familie ausschließlich in Ihrer Zeeb-Filiale in Engstingen. Mir ist sehr daran gelegen, dass die Schlachttiere artgerecht gehalten und geschlachtet werden. Die Herkunft Ihrer Schlachttiere konnte ich auf Ihrer Homepage erfahren. Leider steht dort nichts über Ihre Schlachthöfe geschrieben. Heute habe ich mit Entsetzen im Fernsehen ein Video über die Schlachtung von Tieren an einem Bio-Schlachthof in Baden-Württemberg gesehen. Dieser Schlachthof schlachtet unter anderem für die Marke “Bioland”. Aus sicherlich verständlichen Gründe mache ich mir nun Sorgen, wo die Wurst und das Fleisch von Zeeb produziert werden. Ich hoffe sehr, Sie können mir die Sorgen nehmen und mir versichern, dass Ihre Tiere nicht qualvoll geschlachtet werden.
Vielen Dank für Ihre kurze Antwort.
Katrin Vollmer
Sehr geehrte Frau Vollmer,
vielen Dank für Ihre Mail. Ich kann Ihre Sorgen gut verstehen, denn viele Verbraucher machen sich keine Gedanken, wie denn das Schnitzel, das auf dem Teller liegt, überhaupt produziert wurde.
Schon immer legen wir großen Wert auf die Herkunft unserer Tiere sowie möglichst kurze Transportwege zum Schlachthof. Deshalb werden unsere Tiere im Schlachthof in Mengen bei Sigmaringen geschlachtet. Die meisten Bauernhöfe, von denen wir unsere Rinder und Schweine beziehen, sind auf der Schwäbischen Alb, deshalb liegt der Schlachthof in Mengen ideal.
Bei der Schlachtung ist immer ein Veterinär dabei, der alles überwacht. Die Schweine werden vor der Schlachtung schonend mit CO 2 betäubt, bei den Rindern erfolgt die Betäubung mit einem Schußapparat.
Leider ist der Schlachtvorgang kein sehr angenehmer Anblick, denn die Tiere müssen ausbluten und werden anschließend ausgenommen. Das muss aber jedem Verbraucher, der Fleisch und Wurst isst klar sein, dass für diese Produkte ein Tier sein Leben läßt. Deshalb ärgert es mich, dass ein so kostbares Produkt wie Fleisch in den Supermärkten und bei den Discountern zu billigsten Preisen “verramscht” wird.
Da es sich bei dem Schlachthof in Mengen um einen kleineren Regionalschlachthof handelt, werden dort auch nicht so viele Tiere geschlachtet wie in den großen Schlachthöfen wie zB. in Ulm oder Crailsheim. In Mengen wird auf die schonende Schlachtung großer Wert gelegt. Das wird von unserer Qualitätsbeauftragten Frau Fritz ebenfalls überwacht.
Falls Sie hierzu noch Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen.
Freunliche Grüße
Jürgen Zeeb
Geschäftsführer








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