Schwäbische Kehrwoche

KehrwocheOb es diese Art der Gebäudereinigung auch in anderen Bundesländern gibt weiß ich nicht, hier bei de Schwoba jedenfalls wird akriebisch darauf geachtet, dass einmal die Woche das Treppenhaus gereinigt wird und wehe dem, der dies nicht ordentlich durchführt. Hui, da droht ein Donnerwetter :-x .
Wir haben in unserem Haus eine Hausmeisterin und die achtet mit Adlersaugen auf die korrekte Durchführung eben dieser Kehrwoche. Gnade mir, denn als wir letztes Jahr hier eingezogen sind, war ich mit den Gepflogenheiten dieses ehrenwerten Hauses noch nicht vertraut und habe prompt die Kehrwoche falsch durchgeführt. Da hat es aber ordentlich Mecker von Frau Hausmeisterin gegeben :oops: . Als gewissenhafte Mieterin achte ich seither natürlich darauf, den Standards zu entsprechen :mrgreen: .
Was mich in letzter Zeit jedoch etwas grätig stimmt ist die Tatsache, dass unser Nachbar dieser Tradition hier nicht nachzukommen scheint. Er macht nämlich selten bis keine Kehrwoche und keiner sagt was. Da stellt sich mir die Frage: wird das hier nur von Frauen verlangt? Hat der Herr mit der Hausmeisterin einen Deal am Laufen? Sind illegale Machenschaften am Werk?
Die Reinlichkeit dieses ehrenwerten Hauses leidet jedoch nicht unter der mangelnden Putzwut des Nachbarn :lol:

Arme Kreatur

Im Nachbarort gastiert ein Zirkus. Natürlich DIE Attraktion für Hannah wegen den vielen Tieren und dem bunten Zelt und überhaupt weil alles so spannend und bunt ist dort. Allein die Neugierde meiner Tochter hat uns heute zu eben diesem Zirkus getrieben, denn der hat neben den “üblichen Verdächtigen” wie Pferden, Ponys, Ziegen und Esel auch Kamele, Zebus und einen Elefanten dabei. Ja, die Elefantendame Sarah ist Hauptattraktion dieses Zirkus…und mir blutete das Herz beim Anblick dieser armen Kreatur:
alleine in einem Gehege stand Elefantendame Sarah und wackelte monoton mit dem Kopf während zahlreiche Menschen sie angafften und (natürlich) fasziniert waren. Wer sieht in einem Älblerkaff schon hautnah einen Elefanten?! Hannah wollte natürlich auch hin – is ja klar – und der Elefant hat uns seinen Rüssel entgegengestreckt. Ein großartiges Gefühl so einen Elefanten zu berühren und gleichzeitig unendliches Mitleid.
Zirkus hin, Zirkus her…ein Elefant muss nicht sein! Und wenn doch, dann bitte nicht so alleine :-(

Pfui Deifel!!!

Es ist soooo eklig, wenn diese fetten “Fleischmuggen” mir hier die Fensterscheiben verkacken. Da kannste einmal die Woche Fensterputzen und dann kommt so ein Viech und verkackt dir das schön gebohnerte Küchenfenster binnen 10 Minuten :-x . Kann mir mal einer sagen, wo diese Viecher herkommen? Züchtet die jemand, grad zum Bossen? Ein Werbefeldzug der Fensterputzmittelfirmen?
Pfui Deifel, bäh, eklich…wenn ich mich beruhigt habe, stell ich vielleicht noch ein Bild rein. Aber ich weiß nicht, ob der Foto soviel Kacke überlebt :mrgreen:

Übergesnapt

Ich surfe viel durch’s World Wide Web und ich surfe gern durch’s World Wide Web. Gerade deshalb habe ich mir über das ein oder andere Feature auch meine ganz eigene Meinung gebildet. Es mag sein, dass es für den einen oder anderen amüsant zu sein scheint, wenn bei jeder Platzierung des Mauszeigers auf irgendeinem Objekt einer Webseite irgendwas aufpoppt.  Mich nervt es einfach nur! Im Speziellen finde ich diese “Linkvorschau”-Popus einfach nur nervig und unnötig! Vor allem, weil diese Funktion häufig in Blogs Anwendung findet und somit per Automatismus bei nahezu jedem Link eingeblendet wird, könnte ich geradezu an die Decke springen. Ich bin ein mündiger Nutzer des Internets und kann selbst entscheiden, welchen Link ich mir anschauen möchte und welchen nicht. Wenn da ständig etwas aufpoppt und “previewt”, dann werde ich mehr und mehr aggressiv, weil ich das in den allermeisten Fällen gar nicht sehen möchte!

An alle Blogger und Webseitenbetreiber: Überlasst es jedem selbst, zu schauen, was sich hinter einem Link verbirgt. Ein Klick mehr oder weniger macht hier den Kohl sicher nicht fett! Danke… :roll:

Traurig!

Ein kleiner Nachtrag zu meinem Beitrag “Abschied nehmen dürfen“:
gestern hab ich von meiner Schwester die Broschüre der Kreiskliniken Reutlingen über die Bestattung der Frühfehlgeburten bekommen und war schockiert!! Es ist nicht einfach nur ein Zettel mit Ansprechpartnern, sondern eine umfangreiche Infobroschüre. Was mich daran so traurig, böse…keine Ahnung…enttäuscht: ich hätte die Möglichkeit gehabt, bei der Beerdigung meines Kindes teilzunehmen. Wenn ich damals im Dezember gewusst hätte, dass mein Kind im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes beigesetzt wird, dann hätte ich Abschied nehmen können und hätte mich nicht über ein halbes Jahr mit schweren Gedanken tragen müssen. Ich kann mir jetzt vorwerfen nicht eher gehandelt zu haben. Aber das lass ich nicht zählen. Ich war vor der eigentlichen OP 2x im Krankenhaus zu Vorgesprächen und hatte sogar einen Termin beim operierenden Arzt und KEINER hat mir auch nur einen kleinen Wink gegeben. Es gibt in jeder teilnehmenden Klinik Seelsorger oder Pfarrer, die jederzeit zu Gesprächen bereit sind. Es gibt in jeder Klinik Hebammen die von dieser Initiative wissen. Ich bin damals ins KKH gekommen, hab eine LMAA-Tablette bekommen und das war`s! Weder vor der OP noch danach war irgenwer bei mir. Das macht mich echt fertig. Ich fühl mich irgendwie nicht für voll genommen, so nach dem Motto: das Kind war ja eh noch nicht wirklich da. Das tut echt weh!

Urlaubserkenntnisse

Ganz spontan und unverhofft habe ich die letzten drei Tage frei genommen. Das ist auch der Grund dafür, warum es hier eher etwas ruhig war. Neben diversen handwerklichen Aktivitäten rund ums liebe Heim stand auch Familie pur auf dem Programm. Das war auch alles ganz erfolgreich und wunderschön, aber die Erkenntnisse, die allein drei Tage Urlaub zu Hause brachten, werfen abgrundtiefe Zweifel auf. Wenn man werktags zu Hause ist, erlebt man die Nachbarn ganz neu. Natürlich berichtete mir Katrin oft davon, was hier unter der Woche abgeht, aber wenn man es mit eigenen Augen mitbekommt, ist das nochmal was anderes.

Da wird frühmorgens ein romantischer Spaziergang mit dem (arbeitslosen) Liebsten und Hund über die noch taubedeckten Wiesen zelebriert… zu einer Zeit, zu der ich sonst längst schon im Auto oder am Schreibtisch sitze. Die andere Familie, die aus Rentnern und Alleinerziehenden besteht, verbringt tageweise im neu renovierten, aber deshalb leider auch nicht gerade erschwinglichen Freibad. Die kettenrauchende Schwangere von Gegenüber scheißt den ganzen Tag ihre Tochter zusammen und säuft literweise schwarzen Kaffee. Und das alleinerziehende Kind (zumindest verhält sich das Mädel Anfang zwanzig so) fährt mal schnell um 20:44 Uhr zum Supermarkt. “Muss schnell Eier und Salat holen!” Um diese Zeit haben wohlgemerkt alle Discounter hier zu, sodass sie zum etwas teureren Geschäft fährt. Man gönnt sich ja sonst nichts… Doch! Einen Stecher, der (eigentlich) gegenüber wohnt, als Liebesgott und Ersatzvater dient und (natürlich) offiziell nirgends in Erscheinung tritt. Die Ämter würden das angesichts der beiden Kindsväter sicher nicht gern sehen.

Ich sitze hier, starre zum Fenster raus und frage mich ernsthaft, warum ich noch zum Arbeiten gehe. Es scheint ganz offensichtlich auch ganz anders zu gehen. Es möge mir bitte keiner mit dem Argument kommen, dass man das auch können und der Typ dafür sein muss. Nein! Zwölf Monate Urlaub im Jahr, das muss man nicht können! Irgendwas machen wir falsch… :-? Nein! Irgendwas läuft hier in Deutschland falsch! :-x

Abschied nehmen dürfen

© Benjamin Ulrich (Pixelio)

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel überhaupt schreiben soll. Letztendlich bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass er wichtig ist. Geschwiegen wird schon viel zu viel!
Vor einiger Zeit haben wir unser Baby verloren. Diesen Verlust zu verkraften und zu verarbeiten hat so manches Mal meine Kraft überstiegen. Umso dankbarer war ich, als meine Schwester die Initiative ergriffen hat und sich erkundigte, ob fehlgeborene Kinder ein Grab erhalten. Sie bekam die Auskunft, dass JEDES fehlgeborene Kind, egal in welcher Schwangerschaftswoche ein Grab bekommt. Es wird nicht, wie früher, einfach verbrannt, sondern in einem Grab mit anderen Babys beerdigt. Es gibt sogar regelmäßige Gottesdienste, an denen betroffene Eltern teilnehmen können.

Für mich, und sicherlich auch für Micha, war diese Nachricht wie ein Befreiungsschlag! ENDLICH hab ich einen Platz zum Abschiednehmen, zum Traurigsein oder einfach nur zum “Hallo” sagen. Unser Baby wurde nicht einfach verscharrt, sondern ruht mit anderen Babys in einem Grab.

Warum ich diesen Artikel schreibe?
Ganz einfach: damals im Krankenhaus hat mir niemand davon erzählt. Ich habe mich ein halbes Jahr mit dem Gedanken gequält, was wohl aus meinen Kind geworden ist. Niemand hat mir damals einen Zettel mit dem Standort des Grabes gegeben, niemand hat mir gesagt, dass es sogar Gottesdienste gibt…das ist sehr traurig. Und damit es anderen Betroffenen nicht auch so geht, schreib ich das hier. Jedes Kind wird beerdigt! Das ist für die Eltern eine so wichtige Info, dass ich nicht verstehe warum mir damals niemand davon erzählt hat!

Virenwarndienst

Heute Nachmittag flatterte folgende E-Mail in mein Postfach:

Achtung – Wichtige Virenwarnung:

Nach Berichten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist derzeit ein besonders gefährlicher Virus/Trojaner im Umlauf.

Ihr PC ist ungeschützt und damit potentiell gefährdet. Bitte laden Sie unbedingt in Ihrem eigenen Interesse einen aktuellen Virenscanner herunter.

Die aktuellste Version erhalten Sie direkt hier:

http://www.XXXXXXXXXXXXXX.info/

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Virenwarndienst

Entschuldigung! Für wie doof halten die einen eigentlich? Es kann doch nicht wirklich jemanden geben, der auf so einen Link klickt, oder? :roll: Sagt mir bitte, dass das niemand tut… Bitte! :cry:

Achtung - Wichtige Virenwarnung:

Nach Berichten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist derzeit ein besonders gefährlicher Virus/Trojaner im Umlauf.

Ihr PC ist ungeschützt und damit potentiell gefährdet. Bitte laden Sie unbedingt in Ihrem eigenen Interesse einen aktuellen Virenscanner herunter.

Die aktuellste Version erhalten Sie direkt hier:

http://www.sicher-loaden.info/

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Virenwarndienst

An Autobahnbaustellen wird viel zu wenig gearbeitet

Auf Deutschlands Autobahn-Baustellen stehen Bagger und Baumaschinen die meiste Zeit still – und WIR im STAU!

Das schreibt die BILD-Zeitung und beruft sich dabei auf einen Regierungsbericht. Entschuldigung, aber diese Untersuchung hätte man sich sparen und stattdessen einfach mal Leute wie Du und ich fragen können. Jedesmal, wenn ich mich durch eine Autobahnbaustelle quäle, frage ich mich, wie es sein kann, dass von zehn herumstehenden Gerätschaften (wenn überhaupt) nur eine oder zwei benutzt werden und aktiv sind. Ansonsten wirken die Baustellen stets wie ausgestorbene Trockengebiete. :-?

Nun haben wir es also amtlich. Jetzt bleibt die Frage, was daraus resultiert… :roll:

Eklige Schwaden!

Es ist kaum zum Aushalten:
unser lieber Nachbar hat Urlaub. Schön für ihn, schlecht für uns. Er frönt nämlich hingebungsvoll dem Blauen Dunst. Bedeutet: jede Stunde wird auf`m Balkon eine gequalmt und wir haben die ekligen Schwaden in der Bude, wenn ich nicht schnell genug die Balkontür zu kriege. Es ist soooo ätzend!! Jedem seine Sucht, aber es kotzt mich echt an, dass wir darunter leiden müssen. Ich hab sogar schon mit seiner Frau gesprochen und gebeten, er möge doch zu einem anderen Fenster raus rauchen. Aber leider ist der gnädige Herr nicht davon überzeugt. Und daher bleibt mir während dieser (Urlaubs-)Tage nichts anderes als ständige Geruchskontrolle :cry: