In den letzten Wochen traf der Winter fast ganz Deutschland mit ordentlichen Schneefällen und eisigen Temperaturen. In den Nachrichten, in Blogs und von Freunden und Bekannten hört man Wetterberichte wie aus den Alpen – und das teils aus Gebieten, die sonst gar nicht oder kaum mit Schnee “beglückt” werden. Kurioserweise wurde “unsere” Schwäbische Alb bisher ungewöhnlich stark verschont. Zwar gab es hier auch Schnee, aber zum einen lag dessen Höhe weit unter dem, was hier üblich ist; zum anderen war von einem Chaos weit und breit nichts zu spüren.
Diese verkehrte Welt scheint sich nun seit einigen Tagen und ganz besonders extrem seit gestern wieder zu relativieren. Gestern Morgen wurden wir von einer etwa 20 Zentimeter dicken Schneedecke begrüßt. Wo zuvor noch ein bisschen gefegt und gestreut wurde, musste man nun mit Schneefräsen zu Leibe rücken. Die bloße Schneeschippe war ziemlich beschwerlich. Ein Glück, wenn der befreundete Nachbar ein solches, motorisiertes Gefährt sein Eigen nennt. Doch half das leider bei dem hier vorherrschenden Streusalzmangel nicht wirklich weiter. Die kurze Fahrt zum Getränkemarkt war eine Abenteuerfahrt, die jede “Camel Trophy” in den Schatten stellt. Kaum wieder in der Garage kam der nächste Schneefall… und so schneit es jetzt eigentlich seit gestern Abend nahezu ununterbrochen weiter. Kurz bevor wir uns zur Ruhe begaben herrschten sibirische Verhältnisse mit fetten Schneeflocken in der Größe einer Zwei-Euro-Münze. Im Moment kommen wieder ordentlich dicke Schneeflocken runter – nicht mehr ganz so fett wie gestern Abend, aber die Intensität ist trotzdem beeindruckend. Die Schneedecke wächst weiter und wir sind heilfroh, dass wir zumindest heute nirgendwo mehr hin müssen. Spätestens wenn sich die Haustür nicht mehr öffnen lässt, ist ein gutes Buch unerlässlich.
Hier noch ein paar Eindrücke vom heutigen Schneetag, der übrigens noch lange nicht zu Ende ist… Es schneit nach wie vor und Häufen werden immer größer. Zum Glück haben wir so einen professionellen Räumdienst. Hannah schippt sich die Seele aus dem Leib!
Die Schwäbische Alb liegt relativ hoch, weswegen es im Winter alles andere als ungewöhnlich ist, wenn auch relativ viel Schnee fällt. Die Leute hier sind das gewohnt und gehen entsprechend gelassen damit um. Die meisten zumindest! Sobald man aber, wie ich auf meinem Weg zur Arbeit beispielsweise, die Steige runter muss und somit entscheidende Höhenmeter hinter sich lässt, bricht das Chaos aus. Eigentlich sollte es andersrum sein, denn “unten” liegt meist natürlich deutlich weniger Schnee. Aber das ist keineswegs der Fall! Sobald ein Schneeflöckchen vom Himmel fällt, geht (fast) nichts mehr. Das ist der Grund dafür, warum ich heute erst um halb zehn angekommen bin und so richtig loslegen kann. Von mir aus könnte das (rein zeitlich gesehen) immer so sein!
Seit geraumer Zeit gab es keine neuen Fotos mehr in unserer Galerie. Da sich (auch wenn es noch nicht wirklich so scheint) der Winter 2008/2009 seinem Ende nähert, haben wir nun ein paar Eindrücke aus dieser Zeit zusammengestellt. Leider waren die Schneefälle heuer nicht so ergiebig wie noch in den letzten Jahren, aber auch so bekommt man einen Eindruck davon, wie schön die Alb im Winter sein kann.
Seit Tagen und Wochen hat uns nun schon die klirrende Kälte fest im Griff. Die Alb an sich ist ja nicht gerade der wärmste Ort in Deutschland. Aber selbst für uns ist die aktuelle Phase ziemlich kalt. Wobei die Inversionswetterlage dafür sorgt, dass es “unten” in den Tälern meist nochmal einige Grad kälter ist als bei uns. Normalerweise ist es umgekehrt.
Wie auch immer… Am Wochenende haben wir den Winter pur genossen, denn blauer Himmel, glitzender Schnee und qualmende Schornsteine locken einen selbst bei deutlichen Minusgraden vor die Tür. Warum ich nicht, wie andere Winterfotos gemacht habe (noch dazu so schöne), kann ich mir selbst nicht erklären. Vor allem, weil die Kamera mit dabei war! Vermutlich war ich zu feige, die Hände aus den Handschuhen zu ziehen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal?! Es soll ja noch ein bisschen so bleiben – hoffe ich! Dafür würde ich es auch in Kauf nehmen, bei morgendlichen Temperaturen von um die -15°C in ein entsprechend temperiertes Auto zu sitzen. *bibber*
Ich weiß nicht, wie stark der Brauchtum in der Mainacht im großen, weiten Deutschland gepflegt wird. Im verlinkten Wikipedia-Artikel ist überwiegend vom Rheinland die Rede, aber auch hier werden Maibäume gestellt oder kleine Birken den verehrten Mädels auf dem Dach platziert. Ob die daneben auch stattfindenden Streiche, die die Jugend so veranstalten, auch auf diesen Brauch zurückzuführen ist oder nicht doch eher was mit der Walpurgisnacht zu tun hat, weiß ich nicht. Jedenfalls spuken bei uns die Jüngeren in der Nacht auf den 1. Mai durch die Straßen und hängen Gartentürchen aus, füllen Briefkästen mit Klopapier, schmieren Autos mit Zahnpasta voll… Dem Einfallsreichtum sind hier meist keine Grenzen gesetzt. Deshalb haben wir Katrins Auto wohlweislich im nahegelegenen Pferdestall und nicht wie sonst vor der Haustür geparkt. Das hätten wir uns aber sparen können! Heuer war wirklich absolut tote Hose! Nicht mal ein Blättchen Klopapier wurde gesichtet und auch die Mülltonnen waren noch an ihrem angestammten Platz. *gääähn* Folglich hatte auch Herr Knolle nichts, worüber er sich ereifern konnte. Schade, schade! :???: Naja, offenbar war es anderswo nicht anders.
Einzig und allein ein Maibäumchen am Schornstein eines Nachbarhauses führte uns vor Augen, dass wir uns ganz offensichtlich doch nicht im Datum geirrt haben. Hach, da werden Erinnerungen an die Jugend wach… Aber lassen wir das! Das Foto wurde übrigens von unserem Balkon aus geschossen und ist deshalb nun nicht unbedingt das Beste. Mal schaun, vielleicht kommen wir nochmal direkt an dem Haus vorbei, solange der Baum noch oben steht. Dann knipsen wir das in Großaufnahme, quasi direkt am Geschehen.
Eigentlich sollten jetzt die Blütenknospen aufplatzen, Vögel zwitschern und die Sonne scheinen. Stattdessen herrscht hier für die Jahreszeit tiefster Winter! Vor allem das Osterwochenende war ein Wechselbad der Witterungen, wie das folgende Video zeigt:
Vor allem aber die Wettervorhersagen lagen sehr, sehr oft total daneben. Als “wechselhaftes Wetter” vorausgesagt war, schneite es ununterbrochen. Als “heftiger Wintereinbruch” angekündigt wurde, scheinte die Sonne… Wir handhaben es inzwischen wie die Bauern oder die Leute vor tausenden von Jahren: Wir kriechen morgens unter der Felldecke hervor, blicken aus der Höhle und entscheiden erst dann, was wir tun… oder lieber lassen.
Da lebt man nun schon seit einigen Jahren in einem beschaulichen Örtchen auf der Schwäbischen Alb, einer grünen, naturbelassenen Idylle und wähnt sich gerade deshalb sicher und geborgen. Heute erst erfahre ich so ganz nebenbei, dass dieser unberührte Ort ohne Übertreibung im Blick des ganzen Landes, wenn nicht sogar der Weltöffentlichkeit stand! :eek: Nun fragt man sich: Was um Himmels Willen kann so aufsehenerregend gewesen sein? Leider war es nicht die Landschaft oder die Stimmung der schönen Alb, sondern ein eher politisches, ja militärisches Thema.
Dass es in Engstingen einst eine Kaserne und somit Militär gab, davon zeugen noch etliche Zäune, Fahrzeughallen und Bunker in der näheren Umgebung. Das Kasernengelände selbst ist später zum heutigen Industriegebiet “Haid” umgemodelt worden. Das war mir bekannt und auch nicht weiter schlimm. Ich dachte dabei aber eher an arme, geplagte Wehrpflichtige, die dort ihre Grundausbildung über sich ergehen lassen mussten.
Nachdem uns Hannah in den letzten Nächten aufgrund eines dicken Schnupfens, den sie sich eingefangen hatte, gut unterhalten hat :shock: war der Schlaf zum heutigen Sonntag hin ruhig und tief… Wohl etwas zu tief, denn wie sich herausstellte, war dies der Vorbote für eine fette Erkältung unsererseits. Kurz gesagt: Hannah ist (fast) wieder fit und wir beiden Eltern haben nun die Rotznasen. Danke auch! :???:
Da Katrin heute Nachmittag erst mal unter eine heiße Dusche und einfach mal eine kurze Auszeit brauchte, haben Hannah und ich (eigentlich nur ich, denn Hannah zappelte schon vor Vorfreude) uns mühsam aufgerafft, um den “väterlichen” Spaziergang nachzuholen und die Landschaft um Engstingen herum etwas unsicher zu machen. Deshalb gibt es hier nun auch die hier versprochenen Fotos – auch wenn leider kaum mehr Schnee liegt.
Inzwischen sind die Mädels längst schon im Bett und auch der Papa wird jetzt zum Matratzenhorchdienst abtreten. Ja, ich geb’s zu: Neidvoll blicken wir zum Beispiel dort hin, wo Kranke noch liebevoll umsorgt und nicht von wieder gesundeten “Plagegeistern” auf Trab gehalten werden.
War er je wirklich da in diesem Jahr? Wie auch immer: Heute morgen präsentierten sich uns beim Blick vom Balkon folgende Bilder.
Lange haben wir darauf gewartet, allein schon, weil Hannah mal wieder Schlittenfahren mag. Gut, man muss ehrlicherweise sagen, dass die Schneemenge für unsere Verhältnisse der Oberwitz ist weit unterm Durchschnitt liegt. Aber das tut der Freude keinen Abbruch! (Man wird ja mit der Zeit genügsam! :shock: )
Mal sehen, ob wir nachher auf unserem Spaziergang noch weitere Winterfotos machen und hier dann zum Besten geben können… ;)
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