Buchtipp: “Das etruskische Lächeln” von Josè Luis Sampedro
Ein wunderbares Buch für warme Sommernächte:
“Das etruskische Lächeln” von Josè Luis Sampedro ist ein wunderbar warmherziges Buch, dass von einem Großvater erzählt, der durch die Liebe zu seinem Enkel das Leben nochmals von Herzen zu genießen beginnt. Sehr rührend und unterhaltsam geschrieben, man sieht den Großvater bildlich neben sich sitzen und seine Geschichte erzählen. Dieses Buch hat mir sehr berührt, zu Tränen gerührt oder auch einfach nur zum Lachen gebracht. Ein echtes Schmankerl!
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
Letzten Sommer habe ich bereits “Die Henkerstochter” lobend hier erwähnt. Es war das Erstlingswerk von Oliver Pötzsch und ich habe es nahzu verschlungen. Jetzt ENDLICH ist die Fortsetzung erschienen und auch hier kann ich nur loben! Tolle Charaktere, spannende Geschichte…SEHR LESENSWERT!!
Ich hoffe auf mehr
Buchtipp: “Die Henkerstochter” von Oliver Pötzsch

An dieser Stelle muss ich einfach ein Lob loswerden über dieses grandiose Buch, ein Erstlingswerk von Oliver Pötzsch: “Die Henkerstochter” heißt es und ist so super spannend und unterhaltsam geschrieben, dass ich es in nicht mal 2 Tagen gelesen habe. Ein absolutes “must” für alle Fans des historischen Romans. Das Buch besticht durch fundiertes Hintergrundwissen (“der Henker” ist ein Urahn des Autors) gepaart mit einer spannenden, nie langweiligen, schlüssigen Geschichte und ich kann diesen Schmöker nur jedem wärmstens ans Herz legen. Sowas Tolles habe ich schon lange nicht mehr gelesen!! Ich schwärme jetzt noch und hoffe sehr auf mehr von Oliver Pötzsch!
“Einem Kindermörder auf der Spur – der Henker ermittelt”
Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.
Der Autor, Oliver Pötzsch ist Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Kultsendung quer. Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren. Oliver Pötzsch lebt in München.
Derzeit im Player
Zuerst prangerte dort das Engstinger Wetter, aber da wir nicht südlich der Alpen leben und es deshalb immer wieder auch längere Strecken mit grauen und kalten Tagen gibt, gibts nun ausschließlich Erfreulicheres an besagter Stelle zu sehen. Die Rede ist von der kleinen Box mit der vielsagenden Überschrift “Derzeit im Player” in der Seitenleiste unsere Blogs. Dort ist immer für jedermann (und jede Frau
) zu sehen, was im Vollmerschen Player gerade läuft. Meist handelt es sich dabei um das, was ich mir jeden Tag während der Fahrt zur Arbeit und wieder heim zu Gemüte führe. Das sind überwiegend Alben oder Sampler von Musikern, die ich sehr mag oder die ich kennenlernen möchte, oftmals aber auch einfach nur ein Hörbuch.
Die Idee zu dieser Box hatte ich schon lange, weswegen es umso kurioser war, dass mir Sternle diesen Einfall “wegschnappte”. Sehr amüsant, dass wir da den gleichen Tick haben: Ich bin auch wahnsinnig neugierig darauf, was andere gerade so hören oder womit sie sich beschäftigen. Im aktuellen Fall hat das sogar dazu geführt, dass sich CDs im Player drehen, die man sonst gar nie gehört hätte. :smile:
In diesem Sinne: Fröhliches Linsen und Probehören!
Dieter Wellershoff – Der Liebeswunsch
Hier kam das Buch schon einmal zur Sprache. Damals hatte ich es noch nicht gelesen. Das hat sich nun seit gestern Abend geändert. Aufmerksam geworden bin ich darauf schon vor Jahren! Ich schaute einst das literarische Quartett mit Marcel Reich-Ranicki, wo der Roman außerordentlich gute Kritiken bekam. Vor allem der kritische Reich-Ranicki schwärmte geradezu von Wellershoffs Stil und Methodik. Also, so dachte ich, muss man sowas gelesen haben. Ich kaufte das Buch und… ließ es zuerst einmal lange liegen.
Wer sich an die oben genannte Sendung erinnert, wird wissen wie lange!
Nun also habe ich es durch und was soll ich sagen? Reich-Ranicki hatte recht: Es ist ein außergewöhnliches Buch, anders und irgendwie auch merkwürdig. Aber der Reihe nach…
Erzählt man die komplette Geschichte in Kurzformat (was ich aus Rücksicht aller potentieller Leser an dieser Stelle nicht tun werde), würde jeder, der das Buch nicht gelesen hat, sagen: “Ja und?” Es ist nicht die Handlung oder das Geschehen allein, das dieses Buch heraushebt. Die ist, wenn man ehrlich ist, alltäglich und (leider) viel zu oft Realität. Arzt Paul führt mit der erfolgreichen Medizinerin Marlene eine liebevolle Ehe. Die beiden fahren für längere Zeit ins Ausland und engagieren deshalb Studentin Anja, um das Haus zu hüten. In dieser Zeit lernt Anja den Freund des Hauses, den Juristen Leonhard, kennen, der ihr zunächst ein gewisses Gefühl von Geborgenheit gibt. Deshalb heiratet sie ihn ziemlich überstürzt, doch der verklemmte Richter kann ihr nicht die Liebe geben, nach der sie sich sehnt. Auch die Geburt ihres Sohnes ändert nichts daran, dass Leonhards und Anjas Beziehung scheitert. Eher zufällig erfährt sie zudem davon, dass Marlene (die ihr inzwischen so etwas wie eine Freundin geworden ist) einst mit Leonhard zusammen war und sie ihn wegen Paul verlassen hat. Um der Realität zu entkommen, flüchtet Anja immer öfter in den Alkohol. Sie beginnt ein Verhältnis mit Paul, von dem sie sich die Erfüllung ihres Liebeswunsches erhofft.
Michas fünf Lieblingsbücher
Hier hat ja mein Spatzel schon vor geraumer Zeit abschließend den Bogen von der Musik zur Literatur gespannt und möchte nun von mir meine fünf Lieblingsbücher wissen. Leichtfertig machte ich mich dran und wollte die “mal eben so runtertippen”. Doch weit gefehlt! Das Ganze gestaltet sich nicht weniger schwierig als die musikalische Auswahl.
Gefragt ist ja nun nach Büchern ganz allgemein, weswegen ich mich hier ganz ausdrücklich nicht nur auf Romane konzentriere.
Here they are… und die Reihenfolge der Auflistung hat nichts mit einer etwaigen Gewichtung zu tun – denn das ändert sich von Mal zu Mal. ;)
Rufus Beck
Lange Zeit hatte ich mich dagegen gewehrt, aber schließlich aufgegeben. Inzwischen bin ich schon seit Jahren begeisteter Hörbuch-Konsument und empfinde dabei nicht (mehr) das Gefühl, das gehörte Buch nicht richtig gelesen zu haben. Im Gegenteil! Je nachdem, wer das Buch zum Besten gibt, erlebe ich den vorgetragenen Stoff weit intensiver als je zuvor. Sicher, selbst zu lesen hat was für sich: Die Stimmung, wenn man ein Buch in die Hand nimmt und es sich mit einer schönen Tasse Tee gemütlich macht, ist einzigartig und kommt bei einem Hörbuch so niemals auf. Das ist auch der Grund dafür, warum ich mir nicht grundsätzlich immer das Hörbuch, sondern hier und da nach wie vor die altherkömmliche, gedruckte Version zulege.
Aber im Alltag hat das Hörbuch einfach gewisse Qualitäten: Ich nutze beim Hören während den täglichen Autofahrten die ansonsten triste, totgeschlagene Zeit sinnvoll und habe so am Abend mehr Zeit für andere Dinge – allem voran für meine beiden Mädels.
Nach und nach entwickelt man dann als Hörer auch gewisse Vorlieben und Lieblingsstimmen. Mein absoluter, unangefochtener Favorit ist inzwischen Rufus Beck geworden. Ich kannte ihn aus dem “bewegten Mann” mit Til Schweiger und fand ihn schon damals in der Rolle von Walter/Waltraud zum Kreischen komisch. Natürlich fiel mir schon damals seine besonders deutliche und klare Sprache auf. Was er aber mit seiner Stimme sonst noch anstellt, das ist atemberaubend und eigentlich nur in einer One-Man-Show wie einem Hörbuch abrufbar. Zuletzt bewies er das im Hörbuch zum finalen Harry Potter-Band, bei dem er wieder alle Charaketere der Zauberersaga selbst sprach und interpretierte – wohlgemerkt in einer ungekürzten Lesung! Dieses Erlebnis ist atemberaubend und kurzweiliger als alles, was man je selbst gelesen hat.
Der Brockhaus ist tot, es lebe der Brockhaus
Da redet man immer über die Zukunft, dass irgendwann dies oder jenes einmal nicht mehr sein wird und man das oder dies nur noch so und nicht mehr wie früher machen wird… Das klingt alles so abstrakt und nicht greifbar! Umso nachdenklicher macht es dann, wenn man in den Nachrichten eine Meldung aufschnappt, die ganz eindeutig und unmissverständlich einen Einschnitt markiert: Den guten, alten Brockhaus wird es bald nicht mehr geben! :shock: … zumindest nicht in der altbekannten Form.
Schon lange ist Wikipedia.de Anlaufstelle Nummer eins für alle Suchenden. Dort bekommt man kostenlos und schnell die Info, nach der man sucht. Wie man vielerorts liest sogar in erstaunlich guter Qualität. Trotzdem ist einem nicht bewußt, dass man während man so nachschlägt das Grab für die herkömmliche Enzyklopädie schaufelt. :???: Ich gebe zu: Es war immer mein Traum, einen schönen, 20-bändigen Brockhaus zu besitzen. Aber wenn man sieht, dass ein Band davon schon knapp hundert Öcken kostet…
Und so kommt es, dass wir nur ein “einfaches” Lexikon besitzen, das über die Jahre natürlich auch schon wieder total veraltet ist.
Das “Seite 123-Ding”
Also gut, also schön, dann mach ich mal *BuchnehmSeite123aufschlagundvorles*
Auf der für die Bären vorteilhaftesten, auf welcher sonst? Doch respektiere ich auch einige von euch Menschen. Zum einen einen Ballonfahrer.
Kommt aus “Das Bernstein-Teleskop” von Philip Pullman. Der 3. Teil der Trilogie (1. Buch: “Der Goldene Kompass”, 2. Buch: “Das Magische Messer”). Leider nicht ganz das was ich erwartet hatte
Ich hab offengesagt den Überblick verloren, wer nun dieses Stöckle schon hatte und wer net. Darum darf es sich jeder schnappen, der grad mag!
Seite 123
Menschenskind! :shock: Hier wird man ja von allen möglichen Seiten mit Literaturstöckchen beworfen. *duck* Schatz, sei mir nicht böse, aber das “Seite 123″-Stöckchen kommt nun zuerst dran. Da fällt die Wahl nicht so schwer!
Und da wir dieses “Seite 123″-Stöckle gleich zweimal eingefangen haben, darfst Du dann nachher auch nochmal Seiten und Sätze zählen!
Ich mach ja (fast) alles, was man mir sagt.
Also los geht’s:
Das helle Morgenlicht beleuchtete die farbigen Buchrücken der bis zur Decke reichenden Bücherwand ihm gegenüber, und wie manchmal verfiel er darauf, die Buchrücken eines Faches durchzuzählen. Waren es 39 oder 40? Er glaubte sich verzählt zu haben und mußte es noch einmal wiederholen, ehe er davon ablassen konnte.
Diese Zeilen stammen aus Dieter Wellershoffs “Der Liebeswunsch”. Ich selbst habe das gute Stück noch nicht gelesen (das wird wohl meine nächste Lektüre), wollte Euch aber einen Auszug aus dem wirklich mir am nächsten liegende Buch ersparen. Oder wer interessiert sich für ein Buch über “Content Management Systeme”?
Ich glaube kaum jemand!
Darum gehe ich nun rasch über zu der Frage? Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Ich habe den Überblick verloren, wer schon zitiert hat und wer noch nicht. Darum lass ich das Stöckchen nun erstmal hier liegen und warte darauf, dass Katrin es sich schnappt.
Allerdings vermute ich schon mal schwer, aus welchem Buch sie uns hier zitieren wird…








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