Impressumspflicht
Geschäftlich wie privat ist eine der häufigsten Fragen, die an mich herangetragen wird: “Brauch ich für meine Webseite denn ein Impressum?” Eigentlich ist das keine Frage für einen techniklastigen IT-ler, wie ich es bin, sondern eher für einen versierten Medienrechtler, also einen Juristen. Trotzdem überschneiden sich die Gebiete und natürlich wollte und will ich auch für mich selbst wissen, wie die (gesetzliche) Lage ist.
Die Antwort auf diese oft gestellte Frage lautet ganz klar: “Ja, Du brauchst ein Impressum.” Warum? Ganz einfach: Weil es im Gesetz steht. Punkt! So sieht der Paragraf fünf des Telemediengesetzes seinem Wortlaut nach eine Impressumspflicht für “Diensteanbieter” vor, “die geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien” bereithalten. Wer “Diensteanbieter” ist, dass “geschäftsmäßig” nicht “gewerbsmäßig” bedeutet und dass auch ein privates Weblog ein “Telemedium” ist, wird im Gesetz nicht erläutert – jedenfalls nicht in einer Art und Weise, die auch für den juristischen Laien unmittelbar verständlich ist.
Zum Glück gibt es jetzt einen Leitfaden des Bundesjustizministeriums, der eigentlich alle Zweifel ausräumt. “Im Zweifel sollten Sie davon ausgehen, dass die Anbieterkennzeichnungspflicht besteht”, raten die Juristen aus Zypries’ Ministerium. Zu den Telemedien zählen nämlich auch private Webseiten oder Weblogs. Sie müssen nur “geschäftsmäßig” betrieben werden – für den Laien eine weitere juristische “Fallstrickformulierung”. Denn “geschäftsmäßig” bedeutet nicht “gewerbsmäßig”. Ein Webangebot kann schon dann “geschäftsmäßig” betrieben werden, “wenn es aufgrund einer nachhaltigen (d. h. nicht auf einen Einzelfall beschränkten) Tätigkeit erfolgt”, heißt es im Leitfaden. “Eine Gewinnerzielungsabsicht ist danach nicht erforderlich.” Damit ist alles klar. Ein Blog ohne (vollständiges) Impressum läuft unmittelbar Gefahr, für viel Geld abgemahnt zu werden. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es einen trifft. Wann übrigens ein Impressum vollständig und somit rechtmäßig ist, steht übrigens auch im Leitfaden. Allerdings gibt einem niemand eine Garantie dafür, dass eine (rechtmäßige) Abmahnung im Gegenzug dadurch wirklich ausgeschlossen ist. Letztlich entscheiden die Gerichte – und niemand anderer.
Happy Birthday Google
Früher “suchte” man etwas im Internet, heute “googelt” man. Das ist nicht einfach nur so eine Floskel, sondern inzwischen üblicher Sprachgebrauch! Selbst im Duden wird dieses Verb aufgeführt. Das ist nur ein Indikator für den geradezu explosiven Erfolg eines Unternehmens, wie man es bis dato so nicht kannte. Vor genau zehn Jahren gründeten Larry Page und Sergey Brin die Google Inc. und brachten noch am selben Tag eine Testversion der von ihnen entwickelten Suchmaschine heraus. So simpel das klingt: Das war auch schon alles! Der Rest ist Geschichte.
Heutzutage verwenden weit über die Hälfte aller Internetnutzer die Suchmaschine Google, um Informationen im weltweiten Datennetz zu finden. Alle anderen Anbieter teilen sich die andere Hälfte. Darüber hinaus etabliert sich Google immer mehr mit anderen Onlineangeboten. Vor wenigen Tagen erst erschien der neue Browser “Chrome”, der ad hoc erstaunlich viele gute Kritiken bekam. Er ist minimalistisch, schnell und vor allem greift er kaum in das bestehende System ein. In Kürze soll die Software für alle gängigen Plattformen verfügbar sein. Das Ziel ist klar: Man will übergreifend zum Internetmarktführer werden.
Man kann über Google denken was man will, aber der Erfolg scheint dem Unternehmen recht zu geben. Da stört es auch wenig, dass ihm viele Kritiker Schwächen beim Datenschutz vorwerfen. Niemand weiß so ganz genau, was mit den gesammelten Daten der Suchmaschine, des Browsers oder den anderen Angeboten geschieht. Andererseits ermöglicht diese Datenerhebung ganz offensichtlich die besten Suchergebnisse, denn nach wie vor findet man über Google am ehesten wonach man sucht. Zumindest wird das von vielen ganz subjektiv immer behauptet. Darum ist die google’sche Suchroutine und deren Einstufungskriterien ein streng gehütetes Geheimnis.
Wie auch immer: Google wird zehn und die Suchenden dieser Welt gratulieren!
Papierstau
Wie sagt der IT-Weise?
Papierstau am Morgen bringt Kummer und Sorgen.
Na dann, schönen Tag auch! :???:
Wer kennt mich?
Die Kennenlern- Freundschaftsplattformen sprießen jüngst aus dem Boden wie die Pilze. Da gibt es die eher geschäftlich angehauchte Variante namens “Xing“, den Klassiker namens “MySpace” und den Neuling namens “Wer kennt wen“. Ich gebe zu, gewissen Trends folgend bin ich auf allen drei Websites vertreten. Aber ich gebe auch zu, dass die Zahl an wiedergefundenen Freunden sich im Vergleich zu anderen eher in Grenzen hält. Klar habe ich dort jede Menge eingetragene Freunde, aber die kenne ich zumeist aus dem Netz oder vor allem über diesen Fanclub. Alte Freunde aus Schule oder Ausbildung lassen sich jedoch an einer Hand abzählen. Zunächst ging ich davon aus, dass die einfach nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.
Aber eine Recherche ergab, dass meine Klassenkameraden und Freunde auf besagten Plattformen einfach nicht vertreten sind! Die gibt es dort einfach nicht, also wie sollen sie mich dort finden? Ich habe aus lauter Verzweiflung schon die Namen von Leuten eingegeben, die ich damals gar nicht leiden konnte oder die einfach nur jemanden zufällig kannten, die jemanden kennen, den ich kenne.
Offensichtlich bin ich in einen Jahrgang hineingeboren worden, der mit den “neuen Medien” nichts so recht anzufangen weiß.
Oder wo seid Ihr alle? Hallo? Meldet Euch! Macht mit! Ist doch nix dabei!
Ich warte sehnsüchtig auf Euch!
Der Captcha-Wahn
Captchas sind laut Wikipedia ein Schutzmechanismus zur Überprüfung eines menschlichen Wesens. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht, denn jeder von uns, der wir im Internet surfen, kennt diese kleinen Grafiken. Sie bilden diverse Zeichen ab, die meist vor irgendwelchen Mustern stehen. Das soll die Maschinenlesbarkeit erschweren und durch das Abtippen in ein Formularfeld den “echten” Menschen verifizieren. Inzwischen tauchen die Dinger so oft auf, dass sie mich langsam nur noch nerven. Vor allem bei MySpace hat das Ausmaße angenommen, die einem regelrecht die Lust vermiesen. Dabei sind die Teile längst nicht mehr wirklich zuverlässig. Inzwischen gibt es intelligente Spambots, die Captchas ohne Probleme auslesen können. Deswegen geht jetzt Microsoft einen Schritt weiter und hat die sogenannten Asirras erfunden. Sieht zunächst witzig aus und macht irgendwie auch Sinn…
Aber ich weiß offengesagt nicht, ob mich die Hündchen und Kätzchen in Zukunft nicht noch mehr nerven, als die dämlichen Buchstabengrafiken. :???:
Nicht allein
Offenbar sind wir mit unseren Umzugs- und Technikproblemen bezüglich Telefon und vor allem DSL nicht allein. Wie ich nun heute hier entdeckt habe, ist dieses Theater sogar die Regel. Da ist von einer “Servicewüste” die Rede und genau das beschreibt die Erfahrung, die wir machen durften. Bis heute funktioniert unser DSL-Anschluss nicht richtig. Inzwischen wurde er ja von 16.000 auf 6.000 kbit/s gedrosselt, aber gelegentlich treten immer noch “PPPoE-Fehler” auf. Keiner kann sich erklären warum. Da wird dann schon mal offen gemunkelt, es liege (wieder mal) an uns. Aber dass die genau selbe Hardware zwei Straßen weiter, nämlich in der alten Wohnung, ohne Probleme funktionierte, hat dann auch die Herren in magenta überzeugt.
Dass in der Werbung mehr versprochen wird, als der Kunde letztlich bekommt, das beweisen ganz offensichtlich die neuesten Erhebung der Verbraucherschutzzentralen. Es ist sogar die große Ausnahme, dass jemand, der einen 6.000er Anschluss bestellt auch einen solchen bekommt. Oftmals geben die relativ alten Telefonleitungen solche Geschwindigkeiten gar nicht her. Die Anbieter verstecken sich dann clever hinter der Technik, wohl wissend, dass der Kunde oft nicht genügend Know How hat, um argumentativ dagegen zu halten. Also surft man einfach mal weiter und merkt nur selten, wie schlecht der DSL-Anschluss wirklich ist. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: Bisher hatte ich bei jedem Anschluss, den ich in verschiedenen Wohnungen nutzte, immer irgendwelche Probleme, wenn auch oft nur zu Beginn. Hätte ich aber nicht hartnäckig nachgehakt, wäre das so geblieben.. :???:
Nette Post
Hach, wie freue ich mich über eine mir wohlgesonnene Mail! So ein Betreff lässt mein Herz hüpfen:
Bitte f*** mich im Auto !
Schön, dass es noch Menschen gibt, die Interesse an der Natur und Outdoorunternehmungen zum Hobby haben. Besonders imponiert mir aber die direkte, offene und unverblümte Art, mit der einem die persönliche Interessenlage des Absenders geradezu aufgedrängt wird. Ist das nicht rührend?
Natürlich habe ich gleich mal geantwortet, um mehr über den sensiblen Menschen hinter der Tastatur zu erfahren.
Falls noch jemand Interesse an diesem Angebot hat, bitte einfach melden! Ich hätte da auch noch diverse Anbieter von Brustvergrößerungen, potenzsteigernden Mitteln und irgendwelchen Saugglocken in petto.
Letzter Arbeitstag
Für die meisten von uns ist heute ein ganz normaler Freitag. Für einen der reichsten Männer der Welt ist heute aber der letzte, reguläre Arbeitstag. Die Rede ist von Bill Gates, dem wohl umstrittensten Firmenboss der Welt. Er gründete und leitete lange Zeit den Softwarekonzern “Microsoft“. Nun kann man über diesen Mann und sein Unternehmen denken wie man will, aber eines ist eine unumstößliche Tatsache: Er hat die Welt und ein Stück weit auch den Alltag von den meisten von uns verändert. Er trat einst als kleiner Student in den Siebzigerjahren mit der Vision an, dass irgendwann jeder Haushalt einen Personal Computer besitzt, der idealerweise mit einem weltweiten Datennetz verbunden ist. Damals wurde er durchweg als Visionär, als Spinner und als verrückter Nerd abgestempelt. Immerhin war ein Computer mit der Rechenleistung eines heutigen PCs etwa so groß wie ein komplettes Wohnzimmer! Trotzdem hielt er daran fest und übernahm von einer kleinen Softwarefirma MS-DOS, das er widerrum zusammen mit IBM als Standardbetriebssystem für die ersten Personal Computer etablierte. Der Rest ist Unternehmensgeschichte.
Die Siegerin: Canon PowerShot S5 IS
Wer hier fleißig mitliest, wird sich erinnern, dass ich Anfang / Mitte Mai mit einer schweren Entscheidung zu kämpfen hatte. Eine neue Digicam sollte gefunden werden und zwar eine echte Allrounderin. Mir war klar, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht geben kann. Aber je näher das gute Stück an diese imaginäre Alleskönnerin herankäme, umso besser!
Also, dachte ich mir, muss ich einen Profi fragen, der den lieben, langen Tag nichts anderes tut, als Fotos zu schießen. Von einer Freundin und zugleich Kundin kam dann ein heißer Tipp: Die Canon PowerShot S5 IS sei zwar etwas teurer, dafür aber qualitativ sehr, sehr gut. Nach vielen enttäuschenden Versuchen war ich über so einen Hinweis sehr dankbar. In der Zwischenzeit hatte ich immerhin zwei weitere Digicams übers Internet bestellt, aber wieder zurückgeschickt, weil die Qualität der Fotos einfach zu wünschen übrig ließ. Zumindest das Niveau meiner alten Sony DSC-V1 sollte schon erreicht werden – auch wenn die Latte dadurch recht hoch gelegt wurde, denn dieses “alte” Stück ist drauf und dran zur “Kultkamera” zu werden. Dieses Niveau erreichte aber bis dato keiner der Testkandidaten! Auch nicht die Panasonic Lumix DMC-FZ8 EG-K, von der ich offengesagt so viel erwartet hatte. :shock: Sie disqualifizierte sich allein schon wegen der elend langen Auslösezeit.
Meeres-Rauschen
Leider geht es hier weniger um das Meeres- als um das Leitungsrauschen. :sad: Vereinfacht gesagt: Das Rauschen ist der Wert einer Datenleitung, der den Signalverlust widerspiegelt. Je länger eine Leitung, umso höher ist das Rauschen und umso mehr geht die Stärke des Signals flöten. Man könnte das salopp auch “Signalverlust” nennen, obwohl es das nicht ganz trifft. Bei langsamen Verbindungen fällt das nicht so stark ins Gewicht, wohl aber bei schnellen DSL-Leitungen. Seit unserem Umzug sind diese Rauschwerte bei uns miserabel. Meist liegen sie um oder sogar über 20 db. Das ist alles andere als akzeptabel und selbst laut T-Com absolut grenzwertig. Auf gut Deutsch: Wir werden vermutlich um eine Herabstufung nicht herum kommen. Natürlich ist ein DSL 6.000-Anschluss auch nicht von schlechten Eltern, aber gerade in dem Bereich, in dem ich arbeite, ist vor allem auch die Uploadrate (mit-)entscheidend. Und die ist bei einem 16.000er Anschluss (und damit ADSL2+) doppelt so schnell als bei einem guten 6.000er.
Naja, es hilft alles nix. Der gesamte Umzug stand Telefon- und DSL-technisch ja von Anfang an unter keinem guten Stern. Dafür passt aber alles andere und das ist ja nicht minder wichtig.








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