Rock Band
In meiner Mittagspause schlenderte ich eben vorhin durch den nahegelegenen Elektromarkt und staunte nicht schlecht, als ich zwei Schüler an einer Xbox 360 spielen sah. Ich war und bin der Meinung, dass ein Computer in erster Linie Arbeitsmittel und nicht Spielzeug ist. Diese Ansicht dränge ich aber niemandem auf, sondern kann einfach nur mit Computerspielen wenig… oder sagen wir: nur bedingt etwas anfangen. Was ich da sah, hat mich aber immerhin amüsiert. In dem Spiel “Rock Band” schlüpft man ganz offensichtlich in die Rolle einer solchen und muss durch besondere Geschicklichkeit an diversen Rockinstrumenten ein Livekonzert bestreiten. Vor Ort hatten sie anstelle von Joysticks oder irgendwelchen Pads, eine Gaming-Gitarre und -Schlagzeug aufgebaut. Was es nicht alles gibt!
Die beiden Jungs klopften und zupften wie die Weltmeister und das virtuelle Publikum tobte.
So kann man auch erfolgreich sein.
Vielleicht wäre das was für all jene, die bei DSDS und anderen Castingshows rausgeflogen sind?
Jedenfalls kam mir dieser Gedanke ganz spontan, als ich beim Weitergehen die neue CD von Dauergrinser Martin Stosch sah. Der Mann Bub kann nur eines konstant: Mit dem immer selben Gesichtsausdruck in die Kamera grinsen – ganz gleich, ob vom Plattencover, in Interviews, während seinem unsäglichen Gesang… und sicher auch auf der Keramik!
“Breakout sessions” und “Wrap ups”
Ich mein, es ist ja nichts Neues, dass sich die IT-Branche sicher mehr als die meisten anderen cool klingender Anglizismen bedient, um denkbar einfache Dinge zu beschreiben. Bei einem “Memory overflow” läuft ganz einfach die Kiste über und ein “Blue screen” ist nichts anderes, als eine gefürchtete, blaue Fehlermeldung. Was aber auf solchen “Kick off”-Veranstaltungen großer IT-Anbieter geboten wird, das ist schon sehr abenteuerlich. Ich hatte gestern das Vergnügen in München einer solchen beizuwohnen und musste mich danach erst mal wieder aklimatisieren. Ja, ich war in München! Das liegt (auch wenn da viele anderer Meinung sind) in Deutschland! Trotzdem gab es dort “Breakout sessions”, “Wrap ups”, eine “Keynote” und inzwischen altbekannte “Workshops”. Während der Präsentationen der dort angebotenen Software war der Gebrauch von englischen Begriffen noch krasser. Es liegt der Verdacht nahe, dass da insgeheim ein Wettbewerb lief – nämlich wer in einen Satz mehr Anglizismen einbauen kann.
Und so ganz nebenbei lernt man, wie man als IT-ler “hip” rüberkommt: Pflicht ist ein cooler Designerrucksack, der (natürlich) ein Laptopfach hat. Trotzdem sollte man im Nadelstreifenanzug und Krawatte auftauchen. Das gilt auch dann, wenn man eigentlich ein “Keller-Admin” ist, also mit langen Haaren und Hundert-Tage-Bart rumrennt. Ein Handheld ist ebenso Pflicht, wie das mit dem Firmenlogo verzierte Namensschlid, das (natürlich!) an einem Laneyard um den Hals hängt.
Zum Glück muss ich nicht allzu oft als “Business man” durch die Gegend reisen.
Aber wenigstens waren die ein oder anderen Infos, vor allem aber die “anderweitigen” und weniger sachbezogenen Einblicke, hochinteressant!
Cyber-Erpressung
Es klingt wie aus einem Science Fiction-Thriller: Cyberkriminelle sperren den Zugriff auf eine wichtige Datei Deines Rechners und Du kannst nichts anderes tun, als den Verbrechern Geld dafür zu bezahlen, dass Du wieder an Deine Daten rankommst. Klingt verrückt, oder? Leider scheint so etwas mehr und mehr Realität zu werden! Ein neuer Trojaner namens “Gpcode.ak” verschlüsselt Textdokumente auf dem infizierten Rechner wahllos mit einem extrem heftigen Algorithmus. Experten haben berechnet, dass rund 15 Millionen leistungsfähige PCs ein Jahr lang ununterbrochen rechnen müssten, um den passenden Schlüssel zu finden und die Dateien wieder zu entschlüsseln. Also erscheint zu Recht die fordernde Meldung: “Ihre Dateien wurden mit dem RSA-1024-Algorithmus verschlüsselt. Zum Entschlüsseln müssen Sie unser Entschlüsselungsprogramm kaufen.” Prost Mahlzeit!
Natürlich ist dieses Vorgehen illegal und natürlich sollte man sich nicht darauf einlassen. Noch selbstverständlicher sollte aber sein, dass man sich effektiv gegen solche Attacken schützt! Ein funktionierendes und vor allem stets aktuelles Virenschutzprogramm ist vor allem dann ein Muss, wenn man sich regelmäßig im Internet aufhält. Außerdem sollte man Betriebssystemupdates umgehend einspielen, auch wenn einem das immer etwas lästig erscheint. Das Wichtigste sind aber gewisse Verhaltensregeln: Keine unbekannten Mailanhänge öffnen, keine dubiosen Webseiten besuchen (denn dort holt man sich sowas schon beim bloßen Betreten!!!) und vor allem regelmäßige Datenbackups machen. Nur eine unversehrte Kopie ist die einzig realistische Chance auf die Wiederherstellung von bösartig verschlüsselten Dateien.
Sony DSC-H10
Wie man hier schon lesen konnte, steht keine leichte Entscheidung bevor. Eine neue Digicam soll’s werden. Aber welche? Weil wir bisher eine Sony CyberShot DSC-V1 hatten, dachte ich, fangen wir mal mit einer weiteren Sony an. Die DSC-H10 sollte als würdiger Nachfolger ins Rennen gehen. Sie ist beinahe baugleich mit der DSC-H3, die lediglich ein kleineres Display hat. Also haben wir die H10 online bestellt, wohl wissend, dass wir 14-tägiges Umtauschrecht haben. Das schöne Stück kam und ich legte los. Ich habe unzählige Testfotos geschossen, zum großen Teil im direkten Vergleich mit unserem alten Gerät. Was soll ich sagen? Ich bin schockiert! Die neue Kamera ist in nahezu allen Belangen deutlich schlechter als die alte! :eek: Zwar ist der optische 10fach Zoom eine tolle Spielerei und auch die Bildqualität von Fotos, die bei diffusem Licht geschossen werden, nimmt bei der neuen deutlich später ab als bei der alten. Aber alles andere… Schrecklich!
Bei großen, einfarbigen Flächen (vor allem bei rot und gelb) sind Details verwaschen (vermutlich durch eine zu hohe JPEG-Komprimierung). Bei Makroaufnahmen mit Blitz ist das Objektiv im Weg und wirft hässliche Schatten. Die Automatik stellt viel zu oft einen viel zu hohen ISO-Wert ein; die Folge: Bildrauschen! Die Menüführung ist total verschachtelt und viel zu praxisfern aufgebaut. Von vorn bis hinten enttäuschend!
Vielleicht wäre ein vom Vorgänger unabhängiger Test besser ausgefallen. Die Fotos an sich sind gut, aber eben deutlich schlechter als wir es gewohnt sind. Klar, die schnellen Verschlusszeiten, der tolle Zoom und vor allem der Bildstabilisator sind Bonbons, die wir bisher mehr oder weniger schmerzlich vermissten. Aber das allein macht keine guten Fotos. :shock:
Jetzt geht also die Suche weiter und wird zwangsläufig andere Alternativen ins Kalkül ziehen. Warum? Bei der Stiftung Warentest las ich einen interessanten Bericht (den Link dazu finde ich im Moment nur nicht
). Dort kommen die Tester durchweg und ohne Ausnahme zu dem Ergebnis, dass die aktuellen Digicam-Modell deutlich überdimensioniert sind. Das bedeutet: Die Bildsensoren sind für die hohe Pixelzahl deutlich zu klein geraten. Das Ergebnis: Fast durchweg hässliches Bildrauschen! Daher konzentriert sich meine Suche mehr und mehr auf eine Kamera mit maximal 5 Megapixeln, einem guten Zoom, schneller Verschlusszeit und möglichst einem Bildstabilistor. Aber selbst wenn ich da eine finde: Woher bekommt man eine zwei bis drei Jahre alte Kamera – fabrikneu?
Au man!
Die Qual der (Kamera-)Wahl
Viele sagen mir zwar nach, dass ich ein “Technikfreak” (oder wie Katrin immer sagt, ein “Computerfuzzi”) bin, aber im Grunde hasse ich die folgende Situation: Die alte Digicam will nicht mehr so recht, tut’s aber noch irgendwie… Natürlich will man sich da jetzt rechtzeitig informieren: Welche Alternativen gäbe es? Man beachte den Konjunktiv!
Nun sollte man glauben, ein “Technikfreak” (oder eben “Computerfuzzi”) stürzt sich auf Testberichte und Meinungsforen, wie ein Löwe auf Frischfleisch. Aber genau da bin ich wohl eher untypisch! Ich hasse das! Ich weiß nicht so recht, woran das liegt. Vermutlich an der nervigen Eigenschaft einer Waage, sich nur sehr zögerlich und dann auch nie so hunderprozentig sicher entscheiden zu können.
Warum also nicht das Wissen nutzen, das nur das Internet (genauer gesagt das mystische Ding namens “Web 2.0“) bieten kann und hier mal eine Umfrage starten? Hat wer Erfahrungen? Wer hat welche Digicam und ist wie zufrieden damit? Kennt jemand jemanden, der selbst auf der Suche war und das Richtige gefunden hat? Hier und da liest man auch von Erfahrungen anderer. Auf solche Leute zähl ich hier natürlich doppelt!
Was soll “die Neue” können oder haben? Naja, sie sollte super Fotos machen, bei Sonne und im Dunkeln und vor allem zum Preis einer Kleinkamera zu haben sein. Aber weil das im Grunde alles einschließt, heißt das im Umkehrschluss: Gäbe es diese Kamera, wäre sie für Jahre vergriffen!
Im ernst: Natürlich will ich vor allem Aufnahmen von unserer Kleinen machen, was voraussetzt, dass die Kamera relativ schnell scharf stellt und auslöst, ohne zu verwackeln. Im Grunde kommt es bei Konzertfotos, die ich auch hin und wieder schießen will und werde, auf dasselbe an. Hier sollte sich das Bildrauschen trotz allem noch in Grenzen halten. Mir ist natürlich klar, dass es die oben genannte “eierlegende Wollmilchsau” nicht gibt – zumindest nicht in dem Preissegment, das mich interessiert. Aber eine ausgewogene Bildqualität zwischen all dem sollte schon drin sein. Kurz gesagt: Ich suche eine universelle Schnappschusskamera. Ganz ähnlich wie das Tinschn bin ich aber auch ein “Spieler” und experimentiere gern mal mit ungewöhnlichen Blickwinkeln, Licht von hier oder da und dergleichen. Natürlich alles im Rahmen eines Hobbyfotografen! Ich will nicht stundenlang Wälzer über Blenden, Belichtungszeiten und dergleichen lesen!
Folgende Modelle habe ich selbst schon mal in die engere Auswahl genommen. Das stellt aber in gar keinem Fall des Weisheits letzter Schluss dar! Ich bin gerne bereit, mich durch eine noch größere Auswahl vollends verwirren zu lassen.
Beschreibbare Platten
In der IT-Welt ist “Amtssprache” englisch. Da braucht man nicht lamentieren und nicht fluchen, das ist halt mal so. Da “zieht man nicht mit der Maus”, sondern man macht “drag and drop”. Man erhält auch keinen blauen Fehlerbildschrim, sondern einen “Blue screen”. Und wer in einem komfortablen Editor arbeitet, benutzt WYSIWYG (“What you see is what you get”) und nicht etwa WDSBDA (“Was du siehst bekommst Du auch”).
Umso amüsierter war ich, als ich eben vorhin einen Pack DVD-Rohlinge entblätterte, weil ich was zu brennen hatte. Da steht doch tatsächlich gleich unter “Recordable Disc” eine ganze Reihe von Übersetzungen hiervon. “Disque inscriptible” klingt noch logisch, aber die deutsche Wortkreation “beschreibbare Platten” entlockte mir dann doch ein Schmunzeln. “Komm, lass uns heut Abend ‘ne Platte gucken.”
Mir passiert das nicht
Erfahrung Nummer 1:
Als sogenannter “IT-ler”, der von Berufs wegen tag-täglich mit den Gefahren aus dem Internet zu tun hat, habe ich mir bisher eingebildet, aufgrund der jahrelangen Erfahrung bestimmte, “dumme” Anwenderfehler wie im Schlaf zu vermeiden. So kann man sich täuschen!
Gestern ereilte mich das Schicksal: Ein Virus hat sich auf einem meiner Rechner breit gemacht. Natürlich lag der Fehler nicht an mangelnden Schutzmechanismen, sondern (wie so häufig) zwischen Bildschirm und Stuhllehne. Ein eben solch “dummer” Fehler ist mir unterlaufen, den ich bisher für mich immer ausgeschlossen habe.
Zum Glück ist das Problem wieder elegant behoben… und zwar dauerhaft – wie ich hoffe!
Erfahrung Nummer 2:
Sowas passiert ja auch immer nur den anderen. Immerhin hat man selbst ein Auto, das man möglichst gut wartet und auf Trab hält. Zwar ist das blecherne Gefährt nicht immer top poliert und lupenrein sauber *hüstel*, aber wenn es technisch was zu richten gibt, hat man das stets sofort (und vom Fachmann!) machen lassen. Was also soll da passieren?
Zum Beispiel, dass die blöde Dreckskiste das Vehikel einfach nicht mehr anspringen will. Keine Ahnung warum! Es ist höchstwahrscheinlich die Batterie, die zugegebenermaßen schon sehr alt ist. Trotzdem: Wie kann ein heutzutage so wichtiger Begleiter wie das Auto so dreist sein und lässt einen einfach stehen? Unverschämtheit! :mad:
Lehre:
Die vorösterlichen Tage und deren beiden einschneidenden Erfahrungen lehren mich also vor allem eines: Demut!
Die Schlussfolgerung daraus lautet: Sag niemals nie!
Kuriose Fehlermeldungen (Teil 10)
Manchmal deutsche Sprache ist very heavy tu händel… Aber English is auch not arg more… äh… dingens, gell?!

Kuriose Fehlermeldungen (Teil 9)
Eine löbliche Charaktereigenschaft ist die Fähigkeit, die eigenen Fehler zu erkennen und diese offen einzugestehen. Dass die elektronische Seele dabei hin und wieder über das Ziel hinauszuschießen scheint, zeigt die folgende Fehlermeldung:










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