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Archiv für die Kategorie ‘Elterngeschichten’

Unmoralische Anrufe

9. August 2010 Micha 1 Kommentar

© Bea23 (Pixelio)

In ihrer Funktion als Mitglied des Elternbeirates von Hannahs Kindergarten machte sich Katrin und ihre “Ratskollegen” Anfang des Jahres daran, die Kontaktdaten aller einverstandenen Eltern zu sammeln, um diese in einer Telefonliste zusammenzufassen. Wir alle fanden die Idee toll, allein schon deshalb, weil sich so der ein oder andere Wunsch nach freundschaftlichem Kontakt sowohl für Kinder als auch für Eltern deutlich leichter nachkommen lässt. Also wurden Zettel verteilt, auf denen man seine Kontaktdaten eintragen und der bestimmungsgemäßen Verwendung dieser Angaben zustimmen konnte. Mit Ausnahme von einem Elternpaar machten alle begeistert mit.

Heute nun bekamen wir einen Anruf von einer Kindergartenmutter, die uns zu einer “Informationsveranstaltung” einladen wollte. Als wir nachhakten, worum es ginge und vor allem, woher sie unsere Nummer habe (denn wir stehen in keinem Telefonbuch!) wurde sie pampig und drängte auf ein Ende des Gesprächs. Nach einem kurzen Rundruf später wissen wir nun, dass die Dame und ihr Mann in der Finanzberatung tätig sind und die Telefonliste des Kindergartens zum Kundenfang missbrauchten – in gleich mehreren Fällen.

Wie dreist und unverschämt können Menschen sein, wenn es ums nackte Geldverdienen geht? Natürlich geben uns alle juristischen Regeln recht. Was aber viel schlimmer wiegt, ist der unverschämte Missbrauch von Vertrauen. Es ist beschämend, dass eine gute Absicht so ins Gegenteil verkehrt wird. Wir sind wütend und wir schämen uns! … und wir hoffen, dass all die anderen Eltern, die die Telefonliste mit guten Absichten verwendet haben, auch in Zukunft noch Vertrauen aufbringen können. Unglaublich! :evil:

Brieffreundschaft

2. August 2010 Micha 1 Kommentar

Hannahs beste Freundin heißt Jule. Sie wohnt auf der gegenüberliegenden Straßenseite und geht mit Hannah in den Kindergarten. Eigentlich wurde uns schon nach Hannahs ersten Kindergartentagen von der Erzieherin prophezeiht, dass diese beiden mal dicke Kumpels werden. Warum? Weil die zwei einfach zusammenpassen wie Ar… auf Eimer.

Schon seit geraumer Zeit möchte Hannah mit “ihrer” Jule baden gehen. Sie plantschten zwar schon im nachbarlichen Garten in einem aufblasbaren Plantschbecken, aber das ist natürlich nicht dasselbe wie im Freibad! Leider hat nun das Wetter einen ordentlichen Strich durch Hannahs Rechnung gemacht. Weil es in den nächsten Tagen wenigstens ein, zwei Tage schön werden soll, hat Hannah schließlich eine Einladung an Jule verfasst:

Liebe Jule,

ich möchte Dich in der ersten Kindi-Ferienwoche ins Freibad einladen. Es wäre schön, wenn Du Zeit und Lust dazu hast. Meine Mama macht mit Deiner Mama alles Weitere aus. Bitte sag ja!

Deine Hannah

Heute nun kam prompt Jules eigenhändig verfasste Antwort. Hut ab! Natürlich sagte Jule zu und merkte noch an, dass das Wetter ja noch besser werden müsse. Die wenigen Zeilen mussten wir der vor Freude überbordenden Hannah sicher zwanzig mal vorlesen. Als uns schließlich die Lust verließ, dichtete Hannah ihre ganz eigene Antwort zusammen und “las” diese kurzerhand selbst vor:

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KategorienElterngeschichten

Sad Meal

24. Juli 2010 Micha Keine Kommentare

Wir gehören nicht zu der Sorte Familien, die regelmäßig bei McDonald’s sitzen. Nicht, dass wir diese Art von Ernährung ablehnen oder nicht gut finden… Nein, wir essen nur meist deshalb zu Hause, weil sich das anbietet, weil es günstiger ist und weil Katrin einfach sehr gut kocht. :wink: Deshalb ist es etwas ganz Besonderes, wenn wir dann doch mal zum Fastfood-Tempel fahren. Natürlich hat es Hannah auch auf die Spielzeuggeschenke abgesehen, die es im Rahmen eines “Happy Meals” (früher schlicht und ergreifend: “Junior Tüte”) mit dazu gibt. Das müssen nicht unbedingt Figuren oder Dinge sein, die sie kennt. Sie profitiert dabei vielmehr vom Überraschungsei-Effekt. Heute gab es Patrick, den Seestern und besten Freund von Spongebob Schwammkopf. Wir alle kannten die beiden nicht wirklich, doch das tat der Gaudi keinen Abbruch, dass Patrick, auf einem Strohhalm aufgespießt, lustig los quatschte, sobald man Flüssigkeit durch das Röhrchen zog. Hannah, die ohnehin eher zu wenig als zu viel trinkt, saugte literweise Flüssigkeit in sich rein – einfach, weil es wahnsinnig viel Spaß machte. Plötzlich gab Patrick keinen Laut mehr von sich und die Enttäuschung war entsprechend groß.

Getreu dem Motto “Frechheit siegt” ging eben vorhin folgende Mail an McDonald’s raus.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Nachmittag besuchten wir Ihr Restaurant in Münsingen. Unsere dreijährige Tochter bekam mal wieder “ihr” beliebtes Happy Meal und mit diesem als Spielzeug den zur Zeit angebotenen Strohhalm in Form von SpongeBob-Freund Patrick. Wir fanden die Idee einer an einem Strohhalm hängenden Figur, die bei jedem Zug etwas von sich gibt genial. Prompt trank unsere Tochter deutlich mehr als sonst, was gerade im Sommer bei Kindern sehr wichtig ist.

Leider dauerte der Spaß nicht lange. Heute Abend nun hat Patrick seinen Geist aufgegeben und funktioniert schon nicht mehr. Die Enttäuschung war so groß, dass unsere Tochter prompt festlegte: “Ich will nie wieder zu McDonald’s!” :) Da wir als Eltern viel zu gern Ihre Restaurants besuchen, möchten wir natürlich versuchen, die gekippte Stimmung wieder umzukehren.

Schon vor kurzem gab es eine kleine Enttäuschung für unsere Tochter, als der damals erworbene Shrek-Esel nicht mehr so funktionierte, wie er sollte. Damals wie heute ist das Problem, das wir aufgrund der Entfernungen nicht zwangsläufig und auf die Schnelle bei einem Ihrer Restaurants vorbeikommen können. Wenn es dann mal soweit ist, dass wir in der Nähe sind, gibt es die jeweiligen Figuren oder Spielzeuge nicht mehr.

Wir würden uns freuen, in dieser Sache von Ihnen zu hören… im Interesse unserer McDonald’s-Vorliebe, vor allem aber auch, wegen der enttäuschten Hannah, die nun wieder nur widerwillig etwas trinken mag.

Freundliche Grüße

Wir sind sehr gespannt, was da zurückkommt. Natürlich werden wir an dieser Stelle davon berichten. :wink:

Kindermund tut Wahrheit kund

22. Juli 2010 Micha Keine Kommentare

© Florentine (Pixelio)

Seit geraumer Zeit wünscht Hannah jedem, der uns mit dem Auto besucht und schließlich wieder verlässt:

“Tschüühüüß! Und fahr in kein Loch!”

Angesichts der Straßenzustände hier in (West-)Deutschland hat sie damit mehr recht als sie vermutlich ahnt! :twisted:

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Dauerkrank im ersten Kindergartenjahr

20. Juli 2010 Micha Keine Kommentare

Wer hier mitliest, der bekommt zwangsläufig mit, dass wir in den letzten Monaten immer wieder krank waren. Entweder alle zusammen oder aber wenigstens Hannah. Wir waren vorgewanrt, denn vielerorts hört man, dass dies für das erste Kindergartenjahr ganz normal sei. Aber, dass wir sozusagen mit Abstand von nur zwei, drei, manchmal auch vier Wochen alle Leiden durchmachen, die das weite Feld der Infektionskrankheiten zu bieten hat, erwischte uns dann doch mehr oder weniger unvorbereitet – zumal Hannah in den ersten drei Jahren ihres Lebens nahezu nie krank war. Ich für mich kann jedenfalls sagen, dass ich noch nie zuvor am Stück so häufig krank war wie zuletzt.

Wie war das bei Euch? Kommt Euch das bekannt vor? War es zwar auch gehäuft, aber dann doch mit Unterbrechungen? Oder könnt Ihr das gar nicht nachvollziehen und scheinen wir nur äußerst schlechte Abwehrkräfte zu besitzen? Wir sind sehr auf das Ergebnis der Umfrage gespannt! :wink:

Dauerkrank im ersten Kindergartenjahr. Wie war das bei Euch?

Ergebnisse

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Die neue Oma!

6. Juli 2010 Katrin Keine Kommentare

Hannahs Kindergärtnerin hat mir heute eine sehr süße Geschichte erzählt:
am Montag, als die Kindergartenkinder auf dem Rückweg vom Wald in den Kindi waren, haben einige Kinder die Erzieherinnen gefragt, ob sie denn nachher auch von der Mutter abgeholt werden. “Nein”, war die Antwort, “wir werden nicht von unseren Müttern abgeholt.” Ein Mädchen hat dann gefragt, ob denn wenigstens die Oma käme. Daraufhin antwortete eine Erzieherin, dass ihre Oma leider schon gestorben sei, weil sie so alt war. Hannahs Kommentar dazu: “meine Oma ist ganz neu!” :-)

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Von Kindern und Fernsehern

19. Juni 2010 Katrin Keine Kommentare

Unser Fernseher ist dabei den Jordan zu überschreiten. Sprich: er flimmert wie der Teufel und man kriegt schlicht Kopfschmerzen wenn man längere Zeit glotzen will. Hannah hat das sehr wohl auch bemerkt, ist doch ihre heißgeliebte “Heidi” irgendwie ein bissle anders als sonst. Jedenfalls kam sie heute angesaust und hatte einen Zettel in der Hand, von dem sie folgende Worte “abgelesen” hat: “…wenn das nächste Mal die Post klingelt kriegen wir einen neuen Fernseher im Paket. Und der flimmert dann nimmer wenn man auf den Knopf drückt!”. Soweit so logisch. Auf meine Frage, ob denn auf dem Zettel auch steht wer die neue Glotzkiste bezahlt antwortete sie prompt und ohne Umschweife:” auf dem Zettel steht, dass das der Papi ist!”
Na denn… :)

Der Beutelhalter

7. Juni 2010 Katrin 2 Kommentare

Manchmal hat Hannah komische Worterfindungen auf Lager: anstatt Laufbecher sagt sie “Schuhstöckler” oder die Stadt Pfullingen heißt bei ihr “Pfullining”.
Jetzt hat uns Hannah mit einer neuen Wortkreation zum Lachen gebracht. Vor Kurzem hat sie angemerkt, dass sie wenn sie einmal groß ist, auch so “Beutel” haben will wie ich. Was mich sehr ehrt, denn anscheinend findet sie meine Brüste ganz ansehnlich :-)
Jedenfalls hat sie erkannt, dass die Beutel meistens verhüllt sind und dass der Papa keine Beutel hat, so wie sie – sondern Stippeln. Die hannahsche Schlußfolgerung also lautet: der Papa hat Stippeln, sie hat auch mal Beutel und die Beutel werden dann von Beutelhaltern getragen.
Kindermund eben :-)

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Die Einladung!

4. Juni 2010 Katrin 2 Kommentare

Heute kam Hannah ganz besonders aufgeregt aus dem Kindergarten gestürmt:
sie hatte einen Glitzerkäfer gefunden und vorallem die Einladung zu ihrem ersten Kindergeburtstag in der Hand.

Etwas schockiert ob des Kartenmotivs :-) werde ich mich aber selbstverständlich baldmöglichst auf die Suche nach einem geeigneten Kindergeburtstagsgeschenk machen.

Der Glitzerkäfer

4. Juni 2010 Katrin 2 Kommentare

Zu Beginn der Geschichte eins vorneweg: nein – wir haben kein Bild gemacht :-)

Hannah hatte heute morgen im Sandkasten des Kindergartens einen grünen Glitzerkäfer (wie sie ihn nennt) gefunden. Wie zu erahnen, weilte dieser Käfer nicht mehr unter den Lebenden. Diese Tatsache jedoch störte Hannah nicht im Geringsten: sie hat mir nach Kindergartenende diesen sandigen und leicht lädierten Käferkörper mit den Worten in die Hand gedrückt:” guck mal Mami – mein Glitzerkäfer!” Darauhin habe ich behutsam versucht dem Kind zu erklären, dass eben jener Käfer tot sei. Die Antwort kam rasch und entwaffnend:” Ich weiß! Aber ich nehm ihn mit heim und dann kann er wieder fliegen!”
So!
Mit einiger Überredungskunst habe ich Hannah dazu gebracht, den Käfer wenigstens auf dem Balkon zu platzieren bis er wieder fliegen kann. Den ganzen Mittag hat sie sich um ihren Glitzerkäfer gekümmert: ihn gestreichelt und ihm eine Suppe gekocht. Ja! Als es endlich Abend wurde – und Hannah im Bettchen süß träumte – erhob sich jener Glitzerkäfer und flog davon…welch Wunder!
(Muss gestehen: ich hab ihn den Balkon runtergeworfen).
Rührend finde ich diese Geschichte dennoch :-)

P.S.: der Glitzerkäfer ist auch bekannt als “Gemeiner Rosenkäfer” – falls jemand nachschauen möchte

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