Abnormal
Ich bin ja sehr vorsichtig, wenn es darum geht, jemanden oder etwas als “abnormal” zu betiteln. Heute ist mir aber etwas widerfahren, was mich nicht nur im eigentlichen Moment dazu gebracht hat, jemanden als “abnormal” zu bezeichnen, sondern mir auch ein globales Urteil über eine bestimmten Typ Mensch zu fällen. Aber ich fang vorne an…
Als junger Vater (und sicher auch als Mutter – nur leider bin ich ausschließlich ersteres und kann zweiteres nicht beurteilen
) wird man recht häufig angesprochen und gefragt, wie es denn dem Nachwuchs geht und was man so alles aktuell erlebt. Das passiert in meinem Fall (als IT-ler wird man halt überall ge- und erkannt) so oft, dass es beinahe schon nervt. :???: Trotzdem versuche ich das widerzugeben, was ich erlebe und erlebt habe. Meiner Meinung nach haben Kinder heutzutage solch einen schlechten Ruf, dass man nicht genug Werbung dafür machen kann. Jeder, der das bestreitet, schaut nicht genau hin! Da hört man Storys von “Schreibabys” oder von durchwachten Nächten oder von vollgekotzten Bettchen und und und… Wie oft beschweren sich Leute über Kinderlärm (allein schon dieses Wort ist “abnormal”)? Wie oft werden Kinder vernachlässigt und verwahrlosen? Und der Knaller: Es gibt in Großstädten nun schon “kinderfreie” Lokale! :eek: Da frage ich mich: Wo ist Deutschland kinderfreundlich? Von der (mangelnden) Unterstützung des Staates will ich nun gar nicht erst anfangen…
Wie die Zeit vergeht
Meine Oma pflegte immer zu sagen: “An den Kindern erkennt man, wie die Zeit vergeht.” Meine Reaktion darauf war immer ein genervtes gepflegtes: “Jaaa Oma!” Inzwischen weiß ich, dass sie recht hatte! Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit rast, sobald da jemand ist, dem man beim Großwerden zusehen kann. Eine Woche ist wie ein Tag, ein Monat ist wie eine Woche und ein Jahr ist wie ein Monat. Genau ein Jahr ist es her, dass Hannah nun (fast ohne Ausnahme) alles bei uns hier auf den Kopf gestellt hat. Wir wussten natürlich, was auf uns zukommt, aber wenn man es dann selbst er- und durchlebt, fühlt es sich doch wieder ganz anders an. Vor allem überwiegt etwas, das man mit reiner Vorstellungskraft niemals nachfühlen kann: Die Liebe zu einem Menschen, den es ohne einen selbst gar nicht gäbe. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und wiegt auch die zweifellos “schwereren” Momente leicht auf. Ich möchte unsere kleine Hannah auf keinen Fall mehr missen! Sie ist unser Sonnenschein und nerrrrrvt so dermaßen süß, dass man ihr das eigentlich nie übel nehmen kann.
Auch an dieser Stelle möchte ich ihr alles Glück der Erde wünschen, Gesundheit und ein langes Leben und dass sie immer so glücklich und unbeschwert bleibt, wie sie es momentan ist. Ich hab Dich lieb, kleine Maus!
Ein Unglück kommt selten allein
Es ist still geworden hier im Blog. Das liegt weder an fehlender Lust, noch an akutem Zeitmangel. Vielmehr sind gleich mehrere Umstände zusammen gekommen, die uns alle durchweg lahm gelegt haben. Zunächst fing es damit an, dass aller Honig nix half (siehe hier) und mich eine Erkältung niederstreckte. Tags darauf hat es dann auch Katrin erwischt und – alles andere wäre auch ein Wunder gewesen – last but not least auch Hannah. Bei allen dreien dasselbe Spiel: Zuerst ekelhafte Halsschmerzen, dann eine laufende Nase und schließlich die volle Dröhnung mit Gliederschmerzen, dicker Nase und einem Kopf so groß wie ein Heißluftballon.
Ungerechtigkeit!
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sind einfach ungerecht! Warum nur muss Hannah ausgerechnet am Sonntagmorgen Wert darauf legen, schon um 6:15 Uhr (in Worten: Viertel nach sechs!!!) “spielen spielen” zu wollen?
Unser Neid ist mit all denen, die heute bis halb zehn, halb elf oder länger schlafen können und dürfen… :shock: Ich kann Euch verischern: Am Wollen hapert’s bei uns nicht! :???:
Peinlich! Peinlich!
Ich selbst verfüge noch nicht über ganz so viel Praxis als Vater und stürze mich daher begierig auf alle Geschichten von Profis der “Branche”, die schon längst Routine mit den alltäglichen Anforderungen und Widrigkeiten haben. So erfahre ich nicht nur, wie ich mich wann zu verhalten habe, sondern vor allem auch – wie im jüngsten Fall – was ich zu vermeiden habe!
Wohlgemerkt der Koch unserer Kantine erzählte mir heute von einem Besuch mit seinen beiden Zwillingen bei McDonald’s. Da man als moderner Vater eben nicht das Klischee des vermeintlichen Familienoberhaupts und des bloßen Geldgebers erfüllen, sondern eben auch “cool” und “hip” sein möchte (da ist wieder dieses böse Wort), stolzierte der Gute mit seinen Jungs im Schlepptau zielsicher auf die Theke zu und bestellte eifrig:
Vorher & nachher
Anscheinend grasiert grad sowas wie ein Virus! Zumindest hat er meine “Sternzeichenschwester” und deren Schatz voll erwischt. Die beiden renovieren grad ihr Wohnzimmer und präsentieren das Ergebnis in einem “vorher/nachher”-Vergleich. Und auch uns hat dieser Virus erfasst:
Ich weiß jetzt nicht, ob bei uns dieses “vorher/nachher” auch so interessant ausfällt wie bei Grollas, aber zumindest amüsant dürfte es sein. Es geht (bitte nicht lachen!!! Hallo!!!
) um Hannahs “Knopf”. Das ist nun nix anderes als ein bäriges Stofftier, das sie seit der Geburt ihr Eigen nennt. Dementprechend mitgenommen sieht der arme Kerl nun aus. Muss er doch tag-täglich mehreren Bissen, Speichelfluten, Knuffelattacken, und Bodenwürfen standhalten. Ja, er wurde auch schon versehentlich bepinkelt! :???: Das liegt daran, dass Hannah auch in den wenigen Augenblicken ohne Windel sehr schnell ist.
Der arme Kerl!!!
Da versteht sich von selbst, dass er eine Auszeit braucht. Er muss einfach mal raus und was anderes sehen… nämlich die Trommel unserer Waschmaschine. Jaaa, ich weiß: Das soll man nicht, von wegen Eigengeruch und Vertrautheit und so weiter und so fort. Aber Entschuldigung!!! Das Ding riecht wie der Lappen einer Putzfrau von der nächsten Autobahnraststätte. Nein danke! Er muss dringend gereinigt werden!
Gewusst wie
Hannahs Gedanken: “Kann mir mal irgendeiner erklären, wie dieses komische Krabbeln funktionieren soll???”
Wir arbeiten noch immer dran und lassen es Euch wissen, sobald es klappt! ;-)
Teppichterroristen
Ein geflügeltes Wort beschreibt den Urlaub als die schönste Zeit des Jahres. Lediglich ein paar Formalitäten im Vorfeld muss man beachten und schon kann das Urlaubsglück beginnen… dachten wir! Den Südtirolurlaub im Blick machten wir uns also auf, um für unsere kleine (man beachte: gerade mal sieben Monate alte) Hannah Ausweispapiere zu besorgen. Ich wusste aus meiner eigenen Kindheit noch: Ein Kinderausweis ist ein einfacher Papierlappen, den die gute Frau im Amt mit einer alten Triumph Adler-Kugelkopfschreibmaschine befüllt und den man dann gleich mitnehmen kann. Ein Klacks! Eigentlich… Was ich nicht beachtet habe: Die stets präsente und überall lauernde Terrorgefahr! Schäuble sei Dank ist unser lieber Vater Staat nicht ganz so leichtsinnig wie der hinterwäldlerische und leichtgläube Papa von der Alb!






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