Es weihnachtet sehr
So, die Weihnachtskarten sind verfasst, von Hannah heuer erstmals eigenhändig unterschrieben und im Briefkasten, ein Weihnachtsbaum steht parat und wartet auf seinen Einsatz und alle jüngst verpackten Geschenke sind (hoffentlich) gut versteckt und werden zwei Kinderaugen am Heiligen Abend ganz bestimmt zum Funkeln bringen. Es kann losgehen: Weihnachten 2010.
Wir wünschen allen regelmäßigen Bloglesern, zufälligen Besuchern und allen Freunden und Bekannten ein besinnliches Weichnachtsfest. Wer weiß, vielleicht werden wir den ganz normalen Feiertagswahnsinn durch ein paar Zeilen hier ausgleichen müssen. Insofern: Bis in Kürze!
Kindergartenfreundinnen
Hannahs beste Freundin heißt Jule, und immer wenn eine der beiden krank ist, oder aus sonst einem Grund nicht in den Kindi gehen kann, dann schreiben sich die Zwei Briefe und malen Bilder oder basteln was für einander. Hannah konnte am Montag nicht in den Kindi, weil sie verschnupft war. Prompt hat Jule ihr einen Brief geschrieben und eine “Lichtertüte” gebastelt. Als mir Hannah beides gezeigt hat, hab ich ein Tränchen verdrückt, weil so entzückend:
So stolz auf dich!!
Ach, kleine Hannah, wie doch die Zeit verfliegt. Gestern noch hast du mich mit rotem Schreigesicht um den Schlaf gebracht und heute erzählst du dem Nikolaus, dass der Opa dir das Skifahren beibringt. Ich bin so stolz auf dich, meine süße Maus, dass du so selbständig geworden bist, dass du so viele tolle Freunde im Kindi gefunden hast und das du auch vor dem Nikolaus keine Angst hast :-) Jetzt bist du gerade auf dem Kindergeburtstag deiner Freundin Jule. Das erste Mal alleine bei “fremden” Menschen und du warst so aufgeregt und hast dich so gefreut und ich bin so stolz auf dich!!
Eine neue Freundin
Hannahs “Fernsehkarriere” begann mit der allseits bekannten “Biene Maja”. Zusammen mit Maja, Willi und Flip verbrachte sie so manch verregneten Nachmittag auf der Klatschmohnwiese. Danach folgte “Der kleine rote Traktor”, der sich allein schon wegen der kurzen Episoden für Zwischendurch super eignet, ohne gleich stundenlang vor der Glotze zu hocken. Etwas tragischer wurde es dann mit “Heidi”, die von ihrem geliebten Großvater aus den Bergen weg nach Frankfurt ziehen musste. Zuletzt kam nun “Nils Holgersson” dazu, der – zugegebenermaßen – für Hannah noch nicht so ganz altersgerecht ist. Trotzdem liebt sie ihn heiß und innig und überstand ihn bisher ohne psychische Beeinträchtigungen. Ganz im Gegenteil: Wie dieser Nils zu anfangs die Tiere auf dem Bauernhof seiner Eltern quält, das war ihr stets ein Dorn im Auge und entlockte so manche Gardinenpredigt ihrerseits. Für uns Eltern war stets beruhigend, dass Hannahs Interesse an den Figuren und Handlungen dieser Serien nicht am Ausschaltknopf des Fernsehers Halt machte. Eben auch und vor allem interessierte und interessiert sie sich auch für Bücher, die von ihren Helden erzählen. So zieren Hannahs Bücherschrank Werke wie “Biene Maja”, “Heidi” und “Nils Holgersson”. Selbst vom “Kleinen roten Traktor” hat sie ein Bilderbuch!
Neuerdings nun hält eine ganz neue Freundin Einzug in Hannahs Herz und die Wucht des “Einschlags” ist beeindruckend.
Bis dato kannten auch wir Eltern diese Freundin nicht und wäre daher auch nie im Leben auf die Idee gekommen, sie Hannah bekannt zu machen. Irgendwie ging die Kleine komplett an uns vorrüber. Zu verdanken haben wir die neue Bekanntschaft der Manja, die uns nicht nur reich beschenkte, sondern die vor allem auch von der Begeisterung ihrer Kleinen berichtete, wenn es um die “Kleine Prinzessin” geht. Heimtückisch, über ein wunderschönes Buch und dazu noch über ein Malbuch, pflanzte uns die liebe Manja den neuen Floh in Hannahs Ohr. Und das ist auch gut so!
Hannah liebt die “Kleine Prinzessin” , vermutlich weil sie häufig das durchlebt, was auch Hannah durchlebte oder noch immer durchlebt: Haare kämmen ist genauso doof wie den Schnulli für immer abgeben. Man wird selbst wieder zum Kind, wenn man die Geschichten der Prinzessin mitverfolgt und spätestens wenn man ihre Stimme in der Zeichentrickserie zum ersten Mal hört, muss man sich selbst als Mutter oder Vater ein verzücktes Quietschen verkneifen:
Liebe Manja, vielen Dank für diesen Floh! Nicht nur Hannah ist restlos davon begeistert.
Dauerkrank im Kindergarten: Wir sind nicht allein
Wir haben hier im Blog immer und immer wieder davon berichtet (sodass es oftmals sicher schon lästig wurde): Seit Hannah in den Kindergarten geht, jagt ein Infekt den nächsten. Wir haben inzwischen alles durch, was die Palette an Viren und Bakterien hergibt. Das härtet mit der Zeit natürlich ab – vor allem die Befindlichkeiten. Natürlich haben wir dieses Thema auch mehrfach schon mit Ärtzen besprochen und alle geben uns furchtbar gelassen zu verstehen, dass das alles ganz normal sei und auch die Häufigkeit unserer Erkrankungen locker im Durschnitt liege. Angesichts der Tatsache, dass wir dieses Jahr gefühlt schon dreihundert Mal krank waren, ist das ein schwacher Trost.
Ich weiß nicht was schlimmer ist: Die körperlichen Unannehmlichkeiten, die mit ständigen Infekten einhergehen? Oder das Problem, dass man als berufstätiger Erwachsener dem Arbeitgeber gegenüber irgendwann in Erklärungsnot gerät? Dann gibt es noch die liebe Familie, die einem zu verstehen gibt, dass da was nicht stimmen kann! Oder ist es am Ende doch die Enttäuschung darüber, dass die “heile Welt” des Kindseins in der Kindergartenzeit ständig unterbrochen und dadurch getrübt wird?
Keine wirkliche Linderung, doch aber ein etwas stärkerer Trost sind dann Berichte von Eltern, denen es ganz genauso geht. Es klingt schadenfreudig, ist aber wirklich nur gut gemeint, wenn wir sagen, dass entsprechende Themen in Foren wie Balsam auf unsere geschundenen Elternseelen sind:
- Cyberdoktor.de: “Kind ständig / häufig krank”
- Adeba.de: “Meine Kleine ist ständig krank”
- Netdoktor.de: “Seit einem halben Jahr ständig krank”
- Rund ums Baby.de: “Seit Kindergarten-ständig krank”
Wir haben uns inzwischen damit abgefunden, dass die Kindergärten und -tagesstätten (wie las ich es vor kurzem so trefflich in einem Blog) “die Virenschleudern der Nation” sind. Das gehört wohl einfach mit dazu und wir hatten das in unserer “heilen Welt” einfach nicht eingeplant
– daher wohl die Enttäuschung. Die einen trifft es einfach härter, die anderen weniger hart. Die Allerwenigsten kommen aber ganz ohne Blessuren davon und das beruhigt. Immerhin hat das Ganze auch Vorteile: Beim Arzt werden wir schon an der Tür mit Handschlag begrüßt, das Töchterlein behandelt den Doktor inzwischen wie ein Familienmitglied, in der Apotheke war schon die Rede von einer Medikamenten-Flatrate und die Krankenkasse schickt uns inzwischen palettenweise Freiumschläge für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.
Das hier soll junge Eltern aber keinesfalls entmutigen! Die Kindergartenzeit ist trotz allem eine schöne Zeit. Die erfahreneren Eltern wissen das: Nahezu täglich kommt was Neues mit nach Hause – und damit sind weniger die Erreger, sondern vielmehr schöne Überraschungen gemeint. Basteleien, Erfahrungen, Freundschaften, Feindschaften, Lieder, Wörter (leider auch mal Ausdrücke
)… Es ist spannend – trotz allem! Und das bleibt es (hoffentlich) wohl auch noch eine Weile… ;)
Die Sache mit dem Strohhalm
Vielleicht erinnert sich noch jemand an unser “Sad Meal“, das uns einst mit McDonald’s widerfuhr. Inzwischen haben schon einige (gell Nicole?!
) nachgefragt, was denn draus geworden sei. Hier die nachgereichte Auflösung – nämlich ein Schreiben von McDonald’s höchstpersönlich:
Sehr geehrter Herr Vollmer,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
McDonald’s ist stets bemüht seine Gäste hundertprozentig zufrieden zu stellen und Ihnen attraktive Aktionen anzubieten.
Daher freuen wir uns, unseren kleinen Gästen auch in dieser Aktion attraktive Spielwaren im Happy Meal anbieten zu können.
Wir haben den Sachverhalt bezüglich des defekten Spielzeuges an unseren Lieferanten weitergeleitet und mit den zuständigen Mitarbeitern besprochen. Die von Ihnen geschilderte Problematik ist bisher nur durch Sie an uns herangetragen worden, obwohl viele tausend dieser Premiums an unsere Gäste herausgegeben haben. Wir sind uns daher sicher, dass es sich hierbei nicht um ein grundsätzliches Qualitätsproblem handelt.
Gerne senden wir Ihrer Tochter mit diesem Schreiben ein neu es Spielzeug zu. Haben Sie hierzu noch weitere Fragen? Schreiben Sie einfach eine E-Mail an [...]. Wir sind gerne für Sie da.
Beste Grüße aus München
[...]
Unmoralische Anrufe
In ihrer Funktion als Mitglied des Elternbeirates von Hannahs Kindergarten machte sich Katrin und ihre “Ratskollegen” Anfang des Jahres daran, die Kontaktdaten aller einverstandenen Eltern zu sammeln, um diese in einer Telefonliste zusammenzufassen. Wir alle fanden die Idee toll, allein schon deshalb, weil sich so der ein oder andere Wunsch nach freundschaftlichem Kontakt sowohl für Kinder als auch für Eltern deutlich leichter nachkommen lässt. Also wurden Zettel verteilt, auf denen man seine Kontaktdaten eintragen und der bestimmungsgemäßen Verwendung dieser Angaben zustimmen konnte. Mit Ausnahme von einem Elternpaar machten alle begeistert mit.
Heute nun bekamen wir einen Anruf von einer Kindergartenmutter, die uns zu einer “Informationsveranstaltung” einladen wollte. Als wir nachhakten, worum es ginge und vor allem, woher sie unsere Nummer habe (denn wir stehen in keinem Telefonbuch!) wurde sie pampig und drängte auf ein Ende des Gesprächs. Nach einem kurzen Rundruf später wissen wir nun, dass die Dame und ihr Mann in der Finanzberatung tätig sind und die Telefonliste des Kindergartens zum Kundenfang missbrauchten – in gleich mehreren Fällen.
Wie dreist und unverschämt können Menschen sein, wenn es ums nackte Geldverdienen geht? Natürlich geben uns alle juristischen Regeln recht. Was aber viel schlimmer wiegt, ist der unverschämte Missbrauch von Vertrauen. Es ist beschämend, dass eine gute Absicht so ins Gegenteil verkehrt wird. Wir sind wütend und wir schämen uns! … und wir hoffen, dass all die anderen Eltern, die die Telefonliste mit guten Absichten verwendet haben, auch in Zukunft noch Vertrauen aufbringen können. Unglaublich!
Sad Meal
Wir gehören nicht zu der Sorte Familien, die regelmäßig bei McDonald’s sitzen. Nicht, dass wir diese Art von Ernährung ablehnen oder nicht gut finden… Nein, wir essen nur meist deshalb zu Hause, weil sich das anbietet, weil es günstiger ist und weil Katrin einfach sehr gut kocht.
Deshalb ist es etwas ganz Besonderes, wenn wir dann doch mal zum Fastfood-Tempel fahren. Natürlich hat es Hannah auch auf die Spielzeuggeschenke abgesehen, die es im Rahmen eines “Happy Meals” (früher schlicht und ergreifend: “Junior Tüte”) mit dazu gibt. Das müssen nicht unbedingt Figuren oder Dinge sein, die sie kennt. Sie profitiert dabei vielmehr vom Überraschungsei-Effekt. Heute gab es Patrick, den Seestern und besten Freund von Spongebob Schwammkopf. Wir alle kannten die beiden nicht wirklich, doch das tat der Gaudi keinen Abbruch, dass Patrick, auf einem Strohhalm aufgespießt, lustig los quatschte, sobald man Flüssigkeit durch das Röhrchen zog. Hannah, die ohnehin eher zu wenig als zu viel trinkt, saugte literweise Flüssigkeit in sich rein – einfach, weil es wahnsinnig viel Spaß machte. Plötzlich gab Patrick keinen Laut mehr von sich und die Enttäuschung war entsprechend groß.
Getreu dem Motto “Frechheit siegt” ging eben vorhin folgende Mail an McDonald’s raus.
Sehr geehrte Damen und Herren,
am heutigen Nachmittag besuchten wir Ihr Restaurant in Münsingen. Unsere dreijährige Tochter bekam mal wieder “ihr” beliebtes Happy Meal und mit diesem als Spielzeug den zur Zeit angebotenen Strohhalm in Form von SpongeBob-Freund Patrick. Wir fanden die Idee einer an einem Strohhalm hängenden Figur, die bei jedem Zug etwas von sich gibt genial. Prompt trank unsere Tochter deutlich mehr als sonst, was gerade im Sommer bei Kindern sehr wichtig ist.
Leider dauerte der Spaß nicht lange. Heute Abend nun hat Patrick seinen Geist aufgegeben und funktioniert schon nicht mehr. Die Enttäuschung war so groß, dass unsere Tochter prompt festlegte: “Ich will nie wieder zu McDonald’s!”
Da wir als Eltern viel zu gern Ihre Restaurants besuchen, möchten wir natürlich versuchen, die gekippte Stimmung wieder umzukehren.
Schon vor kurzem gab es eine kleine Enttäuschung für unsere Tochter, als der damals erworbene Shrek-Esel nicht mehr so funktionierte, wie er sollte. Damals wie heute ist das Problem, das wir aufgrund der Entfernungen nicht zwangsläufig und auf die Schnelle bei einem Ihrer Restaurants vorbeikommen können. Wenn es dann mal soweit ist, dass wir in der Nähe sind, gibt es die jeweiligen Figuren oder Spielzeuge nicht mehr.
Wir würden uns freuen, in dieser Sache von Ihnen zu hören… im Interesse unserer McDonald’s-Vorliebe, vor allem aber auch, wegen der enttäuschten Hannah, die nun wieder nur widerwillig etwas trinken mag.
Freundliche Grüße
Wir sind sehr gespannt, was da zurückkommt. Natürlich werden wir an dieser Stelle davon berichten.
Dauerkrank im ersten Kindergartenjahr
Wer hier mitliest, der bekommt zwangsläufig mit, dass wir in den letzten Monaten immer wieder krank waren. Entweder alle zusammen oder aber wenigstens Hannah. Wir waren vorgewanrt, denn vielerorts hört man, dass dies für das erste Kindergartenjahr ganz normal sei. Aber, dass wir sozusagen mit Abstand von nur zwei, drei, manchmal auch vier Wochen alle Leiden durchmachen, die das weite Feld der Infektionskrankheiten zu bieten hat, erwischte uns dann doch mehr oder weniger unvorbereitet – zumal Hannah in den ersten drei Jahren ihres Lebens nahezu nie krank war. Ich für mich kann jedenfalls sagen, dass ich noch nie zuvor am Stück so häufig krank war wie zuletzt.
Wie war das bei Euch? Kommt Euch das bekannt vor? War es zwar auch gehäuft, aber dann doch mit Unterbrechungen? Oder könnt Ihr das gar nicht nachvollziehen und scheinen wir nur äußerst schlechte Abwehrkräfte zu besitzen? Wir sind sehr auf das Ergebnis der Umfrage gespannt!











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