Abendliche Weisheiten
Das Leben ist eines der schwersten,
eines der schönsten…
und eines, das am seidenen Faden hängt.
Blogsterben
Es ist jetzt schon etwas mehr als vier Jahre her, dass ich hier unseren Blog ins Leben gerufen habe. Seither haben wir über tausend Beiträge verfasst, zweieinhalbtausend Kommentare erhalten und mehr als 140.000 Besucher angelockt. Mehrfach schon hat die Seite ihr Gesicht verändert – mal mehr, mal weniger. Und immer noch macht es Spaß hier zu schreiben, zu werkeln, zu testen und einfach “online” zu sein.
Ob wir wie damals noch genauso “hipp” sind, das frage ich mich allerdings immer öfter. Viele der Blogs, die ich früher regelmäßig besuchte und die hier auch noch im Blogroll prangern, sind inzwischen verwaist. Mit viel Glück stammen die letzten Beiträge schon von diesem Jahr. Bei manchen liegt der letzte gar zwei Jahre schon zurück. Ein allgemeines Blogsterben scheint sich breit zu machen. Warum auf einer eigenen Webseite Beiträge verfassen und sich ins Zeug legen müssen, damit auch wirklich jemand die URL aufruft, wenn man in Facebook & Co. ohnehin seine Botschaft in die Welt proleten kann?! Das finde ich so schade… Und daher bleibe ich eisern dabei: Facebook, Twitter und wie sie alle heißen sind die Plattform für Wegwerfprodukte. Was ich vor einer Stunde geschrieben habe, liest jetzt schon keiner mehr, weil unzählige neuer Beiträge von anderen nachgekommen sind. Keine Frage: Social Networks machen Spaß, sind kurzweilig, informativ und witzig. Aber sie sind auch schnelllebig und unpersönlich. Daher halten wir unserem Blog die Stange – wenn auch vielleicht nicht mehr so intensiv wie früher. Das hier ist “unser Ding”, das wir nach unserem Gusto gestalten können und bei dem wir uns nicht nach der Strategie eines mächtigen Unternehmens richten müssen.
Wir hoffen, dass Ihr trotzdem immer mal wieder gerne herkommt. Vielleicht schaffen wir es ja sogar, wieder etwas interessanter und stetiger zu werden. Der Vollmer-Blog als Webseite hätte das in meinen Augen verdient…
Bis in Kürze! ;)
Alte Bekannte: Trauermücken
Bereits Ende 2008 hatten wir das zweifelhafte Vergnügen: Trauermücken suchten uns heim – besser gesagt unsere Pflanzen hier in der Wohnung. Und nun sind die kleinen, schwarzen Biester wieder da. Damals kamen sogenannte SF Nematoden zum Einsatz. Das sind kleine, für das bloße Auge kaum sichtbare Würmchen, die die Larven der Mücken in der Erde auffressen und somit den Nachwuchs ausrotten. Dann heißt es: Noch eine Weile abwarten… und weg ist das Ungeziefer. Leider relativ bald auch die Nematoden, denn die verhungern mangels Beute. Um diesem Umstand entgegen zu wirken, schießen wir heuer gleich dreifach: Einmal mit den altbekannten Nematoden, um schnellen Erfolg zu haben. Dann noch mit Raubmilben, die im Gegensatz zu den Nematoden aktiver umherwandern und Jagd auf die Schädlinge machen – und die im übrigen auch dann noch sehr lange überleben, wenn es schon gar keine Feinde mehr gibt. Und last but not least kontrollieren wir das Ganze mit Gelbtafeln, an denen auch die erwachsenen Viecher der Mücken hängen bleiben. Dezimierung auf der ganzen Linie ist angesagt. Was uns ganz wichtig dabei ist: Wir verzichten auf jedwede Chemie. Das dauert oftmals zwar etwas länger, ist aber dafür umwelt- und auch menschenfreundlicher.
Für alle, die es uns gleichtun wollen: Hier bei uns in der Nähe gibt es die Firma Sautter & Stepper. Die können wir jedem nur ans Herz legen! Man bestellt die Nützlinge einfach per Onlineshop und erhält sie mit der Post. Es ist unglaublich wogegen es auch für den Hausgebrauch alles natürliche Helferlein gibt. Selbst gegen Schnecken! Also ruhig mal vorbeischauen, auch wenn’s bei Euch was anderes als Trauermücken sind.
Der Frühling ist da
Woran merkt man, dass der Frühling endlich da ist?
- Die Sonne scheint und wärmt nicht nur die Luft, sondern auch die in den letzten Wochen nicht nur wegen des tristen Wetters geschundene Seele.
- Beim Wegschippen der allerletzten Schneereste kommt man erstmals ins Schwitzen.
- An den Balkongeländern hängen quasi über Nacht plötzlich allerlei Blumenkästen.
- Bei geöffnetem Fenster hört man Autostaubsauger und fegende Besen.
- Der Balkon oder die Terrasse fällt nun definitiv als Kühlschrankersatz für gerstenhaltige Getränke weg.
- “Die” Nachbarn verrichten ab sofort wieder (fast) alles an der frischen Luft. Lediglich Geschäfte aufgrund ihrer Notdurft bilden hier (zum Glück !!!) eine Ausnahme.
Glücksmomente
Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die das Leben so schön machen:
- ein überraschender Anruf
- ein unerwartetes Geschenk per Post ;-)
- ein selbstgemaltes Bild vom Tochterkind
- eine heiße Tasse Tee von der Lieblingssorte
- eine gute Nachricht, die wieder Mut macht
- Menschen, die einem zur Seite stehen
- einige ruhige Minuten am Tag
- beschwingte Musik im Radio
- ein gutes Buch
Danke an alle Anrufer, Geschenkeverteiler, Bildermaler, Teekocher, Nachrichtenüberbringer, Mutmacher, Buchschreiber und an so viele andere
Auge in Auge
Jeder kennt dieses Gefühl. Jeder weiß, wie es sich anfühlt. Es gibt Ereignisse im Leben, die man regelmäßig ausblendet, die man bestmöglich ignoriert wie verflossene Liebschaften, denen man am liebsten niemals wieder begegnen würde. Manchmal aber, da passiert es einfach. Da kann man nicht ausweichen und zur Seite schauen. Da muss man sich stellen und schließlich kapitulieren vor der Übermacht des Schicksals. Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch diese Welt verlassen muss. Aber letztlich gehört es dazu wie das Geborenwerden, wie Schatten zum Licht. Angesichts dessen, wird einem die tatsächliche Hilflosigkeit gegenüber dem Lauf des Lebens bewußt und man lernt (wenn auch oftmals leider nur für den Moment) die wirklich wichtigen Dinge schätzen.
Lieber Jürgen, wo immer Du jetzt bist: Danke dafür, dass wir uns kenngelernt und so manchen, vor lauter Lachen tränenreichen Moment erleben durften. An diesem Tag heute wissen alle, die Dich kannten und mochten: Es waren viel zu wenige. Mach’s gut! Man sieht sich…
Von der Enttäuschung
Es mag sicherlich sein, dass ich ein eher pessimistischer Mensch bin. Vielleicht wurde ich so geboren, vielleicht hat das Leben mich aber auch so gemacht. Die letzten 2 Jahre waren für mich bzw. unsere Familie nicht einfach und Optimismus daher ein Fremdwort. Viel Schmerz und Enttäuschung, viel Kampf und Resignation liegt hinter uns. Die Zeiten wollen auch jetzt nicht wirklich besser werden und umso mehr schmerzt es, wenn man das Gefühl hat, alleine dazustehen. Wenn man Hilfe sucht und diese nicht bekommt, weil Banalitäten wichtiger sind, wenn man immer wieder vertröstet wird, wenn Freunde plötzlich schlecht über einen reden und wenn Kollegen auf einmal gegen einen sind. Dann ist das sehr enttäuschend, zermürbend und es schmerzt sehr. Es hilft auch nicht wirklich die Krisen zu überstehen. Nichts destotrotz haben mich die letzten 2 Jahre eins gelehrt: Ich hab einen, auf den ich mich verlassen kann, und das ist mein Michl!
Kleine Schätze
Steine beherbergen in sich die Energien von Jahrtausenden und ich glaube fest daran, dass jeder Stein eine Heilkraft in sich trägt, die er an uns weitergibt oder uns hilft negative Energien auszugleichen. Seit frühester Zeit wurden Edelsteine als heilig verehrt und zum Schutz vor negativen Einflüssen getragen. Die Kreuzritter z.B. sollen zum Schutz vor Gefahren und falschen Freunden stets ein Tigerauge bei sich getragen haben. In der Offenbarung des Johannes wird z.B. der Saphir als zweiter Grundstein des neuen Jerusalem genannt und Hildegard von Bingen, eine der mittelalterlichen Heilerinnen, beschreibt in ihrem umfassenden Werk “Physica” von 1154 u.a. die Entstehung von zwölf Edelsteinen und erläutert deren Anwendungsmöglichkeiten.Vielleicht ist es also das Mythische das mich so an den Heil- und Edelsteinen fasziniert. Vielleicht hat auch meine Oma daran etwas Schuld. Ich erinne mich nämlich noch sehr gut an ihren Setzkasten, in dem sie die unterschiedlichsten Steine aufbewahrt hat bzw. bis heute aufbewahrt. Dort findet man z.B. einen Bernstein mit einer versteinerten Fliege oder einen Lavastein aus Sizilien.
Meine eigene Sammlung an Heilsteinen wächst stetig und so habe ich für jede Gelegenheit meinen persönlichen Stein zur Hand:
- meinen grünen Jadestein trage ich, wenn ich ruhiger werden will oder wenn eine Entscheidung ansteht. Er verhilft auch zu Harmonie und Liebe
- der Karneol gilt als “Widderstein” und ich habe ihn bei mir, wenn ich Mut brauche oder Dinge optimistischer sehen möchte
- mein Mondstein fördert die weiblichen Intuitionen und gibt Feinfühligkeit
- aus den Bergkristallen lässt sich prima Kristallwasser herstellen, welches klarsichtig macht
- in unserer Wohnung sind Rosenquarze verteilt. Diese machen empfindsamer für die Wünsche und Sorgen anderer Menschen
- im Schlafzimmer liegen Amethyste, diese vertreiben Alpträume und verhelfen somit zu einem ruhigen Schlaf
So kann ich zu jedem meiner kleinen Schätze eine eigene Geschichte erzählen und sagen, wann und wie ich sie gebrauche. Lacht mich aus und haltet mich für verrückt – ich glaube fest an meine Steine und hab immer einen bei mir, der mich beschützt und mir durch die Probleme des Lebens hilft.
Das Glück anderer Leute
Wenn so alles schief geht im Leben und ich kurz davor bin, den ganzen Mist einfach hinzuschmeißen, dann guck ich aus dem Fenster und mach mir so meine Gedanken:
- ist die alleinerziehende Mutter von nebenan glücklich mit ihren 2 Kindern, oder beneide ich sie nur um ihr Mutterglück?
- ist der Nachbar, zwei Häuser weiter, wirklich zufrieden mit seinem arbeitslosen Leben oder beneide ich ihn nur, weil er den ganzen Tag zuhause ist und scheinbar trotzdem genug Geld hat für ein großes Auto und eine Videokamera?
- läuft bei der Großfamilie, eine Straße weiter, wirklich alles so rund wie es den Anschein hat, oder sehe ich nur das, was ich sehen soll?
Glück ist relativ. Wann ist man glücklich? Die einen sind glücklich, wenn sie gesund sind, andere wenn sie Geld gewonnen haben, wieder andere wenn sie anderen Menschen helfen konnten. Vielleicht sehen diese Leute auch durch unsere Fenster und denken: ach, die sind bestimmt glücklich und ich hab so nen Mist am Hals!
Für´s Spatzel
Man muss nicht das Gescheitere tun,
sondern das Bessere.
Jakob Boßhart








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