Liebe Frau Holle
An
Frau Holle
Himmel 3
12345 Schneehausen
Liebe Frau Holle,
es ist der 23. Januar und – es schneit nicht. Es liegt auch sonst bemerkenswert wenig Schnee auf Feld und Flur. Nicht, dass ich Ihnen Inkompetenz oder gar Faulheit unterstellen möchte – nichts liegt mir ferner – viel eher möchte ich Sie erinnern, an das was früher mal Winter war:
- Schneetreiben und weiße Pracht von November bis März
- Tiefschneespuren am Waldrand
- Schlitten und Rodeln gut
- Wintersonne und Schneegeglitzer
Es wäre sehr, sehr schön wenn Sie sich noch vor Ende März dazu entschließen könnten, hier auf der Schwäbischen Alb das eine oder andere Schneewölkchen vorbeizuschicken.
Vielen Dank schon mal im voraus – auch im Namen meiner Tochter
Katrin Vollmer
Danke, Oskar!
Eigentlich esse ich kein Fleisch. Hin und wieder mal ein Wurstbrot und dann ist es wieder gut. Für Micha und Hannah koche ich aber regelmäßig Fleischiges. Und ehrlich gesagt, hab ich mir nicht so riesig Gedanken gemacht über die Herkunft des Fleisches. Ich hab oft bei Aldi Fleisch gekauft. Wurst hingegen schon seit einer Weile nur bei unserer Zeeb-Filiale in Engstingen. Vor kurzem kam im Fernsehen ein Bericht über einen Schlachthof auf der Schwäbischen Alb, der sogar für Bio-Land schlachtet, und es war schockierend: die Tiere wurden gequält und brutals ermordet. Ich benutze dieses Wort mit Absicht, denn von einem “tiergerechten Töten” waren die Schlachter weit entfernt. Die Tiere wurden bei lebendigem Leib aufgeschnitten und ausgenommen. Also nix mit Betäubung oder so!
Der Schock saß also tief und ich hab mir sehr viele Gedanken gemacht. Schluß endlich habe ich der Firma Zeeb eine Mail geschrieben, und diese will ich hier veröffentlichen. Um zu zeigen, dass man auch mit gutem Gewissen Tiere essen kann, wenn man sie eben in einer Metzgerei kauft und diese Ramschartikel im Supermarkt verweigert. Wir sollten uns also alle mal so unsere Gedanken machen!
Sehr geehrte Damen und Herren,
nicht nur aus Qualitätsgründen kaufe ich Fleisch und Wurst für meine Familie ausschließlich in Ihrer Zeeb-Filiale in Engstingen. Mir ist sehr daran gelegen, dass die Schlachttiere artgerecht gehalten und geschlachtet werden. Die Herkunft Ihrer Schlachttiere konnte ich auf Ihrer Homepage erfahren. Leider steht dort nichts über Ihre Schlachthöfe geschrieben. Heute habe ich mit Entsetzen im Fernsehen ein Video über die Schlachtung von Tieren an einem Bio-Schlachthof in Baden-Württemberg gesehen. Dieser Schlachthof schlachtet unter anderem für die Marke “Bioland”. Aus sicherlich verständlichen Gründe mache ich mir nun Sorgen, wo die Wurst und das Fleisch von Zeeb produziert werden. Ich hoffe sehr, Sie können mir die Sorgen nehmen und mir versichern, dass Ihre Tiere nicht qualvoll geschlachtet werden.
Vielen Dank für Ihre kurze Antwort.
Katrin Vollmer
Sehr geehrte Frau Vollmer,
vielen Dank für Ihre Mail. Ich kann Ihre Sorgen gut verstehen, denn viele Verbraucher machen sich keine Gedanken, wie denn das Schnitzel, das auf dem Teller liegt, überhaupt produziert wurde.
Schon immer legen wir großen Wert auf die Herkunft unserer Tiere sowie möglichst kurze Transportwege zum Schlachthof. Deshalb werden unsere Tiere im Schlachthof in Mengen bei Sigmaringen geschlachtet. Die meisten Bauernhöfe, von denen wir unsere Rinder und Schweine beziehen, sind auf der Schwäbischen Alb, deshalb liegt der Schlachthof in Mengen ideal.
Bei der Schlachtung ist immer ein Veterinär dabei, der alles überwacht. Die Schweine werden vor der Schlachtung schonend mit CO 2 betäubt, bei den Rindern erfolgt die Betäubung mit einem Schußapparat.
Leider ist der Schlachtvorgang kein sehr angenehmer Anblick, denn die Tiere müssen ausbluten und werden anschließend ausgenommen. Das muss aber jedem Verbraucher, der Fleisch und Wurst isst klar sein, dass für diese Produkte ein Tier sein Leben läßt. Deshalb ärgert es mich, dass ein so kostbares Produkt wie Fleisch in den Supermärkten und bei den Discountern zu billigsten Preisen “verramscht” wird.
Da es sich bei dem Schlachthof in Mengen um einen kleineren Regionalschlachthof handelt, werden dort auch nicht so viele Tiere geschlachtet wie in den großen Schlachthöfen wie zB. in Ulm oder Crailsheim. In Mengen wird auf die schonende Schlachtung großer Wert gelegt. Das wird von unserer Qualitätsbeauftragten Frau Fritz ebenfalls überwacht.
Falls Sie hierzu noch Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen.
Freunliche Grüße
Jürgen Zeeb
Geschäftsführer
Immernoch da
Finette ist jetzt fast 3 Jahre tot und trotzdem ist sie noch immer fast täglich in meinen Gedanken. Nicht nur weil ich, jedes Mal wenn ich in den Stall gehe ihr “Grab” sehe, sondern weil sie einfach immernoch da ist:
- sie fällt mir ein, wenn ich Karotten kaufe
- sie fällt mir ein, wenn ich Fenchel koche (den hat sie geliebt)
- sie fällt mir ein, wenn draußen ein Schneesturm tobt, denn gerade an solchen Tagen war ich draußen und hab geguckt, ob es ihr gut geht
- sie fällt mir ein, wenn ich an Rufus verzweifel, weil er sich wegen eines vom Baum fallenden Blättchens ins Fell macht
- sie fällt mir ein, wenn es mir nicht gut geht und ich nirgends eine Zuflucht finde (sie konnte so gut trösten)
Diese komische Sehnsucht nach ihr, die hab ich noch immer im Herzen und ich muss dann erkennen, dass sie mir noch genauso fehlt wie am Tag nach ihrem Tod! Finette ist wirklich mehr als ein Pferd, sie ist einfach meine Freundin!
Kinder
Kinder sind ein nie enden wollender Quell der Freude
Das letzte Mal!
Das letzte Mal in diesem Jahr 2009 werde ich
- duschen
- die Betten machen
- meine Blümchen gießen
- Wäsche waschen
- meinen Lieblingssong im Radio hören
- mein Pferd besuchen
- mich über das miese Wetter aufregen
- hier einen Beitrag schreiben
- die Bude staubsaugen
- mit meinen Eltern telefonieren
- Raclette essen
- Schokolade naschen
- das Jahr 2009 Revue passieren lassen
- Dinner for one angucken
- mich betrinken
- und so vieles mehr…
… in diesem Sinne: einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr an alle da draußen!
Geliebte Mischpoke
Wir lieben sie (mal mehr mal weniger), wenn sie geballt auftreten herrscht absolutes Chaos, sie bringen einen zur Verzweiflung und eigentlich sind wir doch froh, dass es sie gibt: die Familie!
An Weihnachten herrscht familientechnisch absoluter Ausnahmezustand: jeder muss besucht werden, damit alle zufrieden sind, nur keinen Streit anfangen und immer schön besinnlich sein.
Jaaaa, so wie im Fernsehen hat es bei uns (vielleicht auch bei Euch??) dieses Jahr mal wieder nicht hingehauen:
- Uromas waren enttäuscht über den viel zu kurzen Besuch der Urenkelin
- der Patenonkel blieb aus Protest der ganzen Weihnachtsfeierei gänzlich fern
- die Tante hat an Heilig Abend, zu aller Unmut, das ganze Programm nochmal kurzfristig umgeschmissen
- Alkohol war reichlich im Spiel
- so manches Geschenk wurde erst gar nicht ausgepackt – in Befürchtung einer Enttäuschung
- andere Geschenke wurden verwechselt
- das Urenkelkind hat irgendwann den Dienst verweigert und gebrüllt
- und überhaupt nahm das besinnliche Chaos seinen Lauf…auf denn, bis zum nächsten Jahr
Sentimentale Gedanken
Vielleicht liegt es daran, dass bald Weihnachten ist oder dass dieses Jahr bald zu Ende geht…vielleicht liegt es auch an den Geschehnissen im letzten Jahr um diese Zeit, oder einfach an so vielen Dingen, die sich im Laufe dieses Jahres ereignet haben. Als ich eben im Radio “Tears in heaven” von Eric Clapton gehört habe, war mir ganz seltsam zumute. Und weil dieses Lied so viel ausdrückt, so viel von meinen Gedanken wiederspiegelt, habe ich hier den Text aufgeschrieben…einfach so, weil bald Weihnachten ist, oder dieses Jahr bald zu Ende geht…oder weil ich dieses Lied seit letztem Jahr mit anderen Ohren höre:
Would you know my name
if I saw you in heaven?
Would it be the same
if I saw you in heaven?I must be strong and carry on
’cause I know I don’t belong
here in heavenWould you hold my hand
if I saw you in heaven?
Would you help me stand
if I saw you in heaven?I’ll find my way through night and day
’cause I know I just can’t stay
here in heavenTime can bring you down
time can bend your knees
time can break your heart
have your beggin’ please
beggin’ pleaseBeyond the door there’s peace I’m sure
and I know there’ll be no more
tears in heavenWould you know my name
if I saw you in heaven?
Would it be the same
if I saw you in heaven?I must be strong and carry on
’cause I know I don’t belong
here in heaven
’cause I know I don’t belong
here in heaven.
Gedanken zum Weihnachtsfest
Vielleicht liegt es am bevorstehenden Weihnachtsfest, das ich Dank Hannah (die das Ganze zum ersten mal “so richtig” miterlebt) wieder ganz neu erlebe. Oder es liegt an der langen Krankheit, die hinter uns liegt und deren Ausläufer wir noch immer bewältigen müssen. Wer weiß, welche Einflüsse noch für die Gedanken verantwortlich sind, die mir derzeit durch den Kopf spuken.
Das zu Ende gehende Jahr stand für mich klar unter dem großen Begriff “Selbstbewußtsein”. Dieses Wort wird häufig, ja vermutlich zu oft bemüht und in den Mund genommen. Ich habe es im vergangenen Jahr ganz neu erlebt und vermutlich erst so richtig begriffen. “Selbstbewußtsein” bedeutet dem Wort nach ja nichts anderes, als sich selbst bewußt zu sein. Selbstbewußt ist demnach, wer sich selbst beobachtet, seinen Interessen folgt und sie vor allen Dingen auch nach außen vertritt. Das muss nicht zwangsläufig im Widerspruch zu den Interessen anderer stehen, tut es aber hin und wieder. Gerade wer in schwierigen Zeiten, in denen man mit seiner Meinung eher allein ist, Kurs hält und sich seiner selbst bewußt wird und bleibt, ist “selbstbewußt”. Das ist so wichtig, denn wie sagt der allseits bekannte Spruch: Nur tote Fische schwimmen mit der Strömung. Sich selber treu zu sein und sich mit einem guten Gefühl im Spiegel anschauen zu können, war und ist mein Ziel und bleibt mein Vorsatz… nicht nur für das neue Jahr.
Alle Jahre wieder!
Alle Jahre wieder…kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Familienstress: wer feiert wann und wo mit wem und wieso.
Wie soll man eine Großfamilie inklusive 4 Urgroßeltern glücklich machen, ohne abends schweißgebadet vom Weihnachtsbesuch und total genervt von Weihnachten überhaupt heimzukommen?! Jedes Jahr das gleiche Spektakel und jedes Jahr nervt es mich mehr. Klar wollen alle Omas, Opas, Tanten, Uromas und Uropas, Cousinen und Großnichten einen an Weihnachten sehen, aber wo bleibt man selber dabei? Wäre es nicht viel schöner, am 24. Dezember gegen 16 Uhr die Türe zu verschließen und diese erst am 27. Dezember gegen 9 Uhr morgens vorsichtig wieder zu öffnen?
Unendlicher Reichtum
Eigentlich bin ich hauptberuflich 24-Stunden-Servicekraft in einer 4 Zimmerwohnung in Engstingen. Seit November arbeite ich jedoch wieder stundenweise in meinem alten Job als Verwaltungsangestellte. Diese Woche habe ich meinen ersten Lohnzettel seit 3 Jahren erhalten. Er war natürlich nicht so üppig wie noch vor 3 Jahren, aber doch recht ansehnlich :-) und es ist schon auch ein gutes Gefühl, endlich wieder ein bisschen Geld zu verdienen. Werde es gleich in guter Lektüre verpulvern






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