Finette ist jetzt fast 3 Jahre tot und trotzdem ist sie noch immer fast täglich in meinen Gedanken. Nicht nur weil ich, jedes Mal wenn ich in den Stall gehe ihr “Grab” sehe, sondern weil sie einfach immernoch da ist:
- sie fällt mir ein, wenn ich Karotten kaufe
- sie fällt mir ein, wenn ich Fenchel koche (den hat sie geliebt)
- sie fällt mir ein, wenn draußen ein Schneesturm tobt, denn gerade an solchen Tagen war ich draußen und hab geguckt, ob es ihr gut geht
- sie fällt mir ein, wenn ich an Rufus verzweifel, weil er sich wegen eines vom Baum fallenden Blättchens ins Fell macht
- sie fällt mir ein, wenn es mir nicht gut geht und ich nirgends eine Zuflucht finde (sie konnte so gut trösten)
Diese komische Sehnsucht nach ihr, die hab ich noch immer im Herzen und ich muss dann erkennen, dass sie mir noch genauso fehlt wie am Tag nach ihrem Tod! Finette ist wirklich mehr als ein Pferd, sie ist einfach meine Freundin!
Kinder sind ein nie enden wollender Quell der Freude
Das letzte Mal in diesem Jahr 2009 werde ich
- duschen
- die Betten machen
- meine Blümchen gießen
- Wäsche waschen
- meinen Lieblingssong im Radio hören
- mein Pferd besuchen
- mich über das miese Wetter aufregen
- hier einen Beitrag schreiben
- die Bude staubsaugen
- mit meinen Eltern telefonieren
- Raclette essen
- Schokolade naschen
- das Jahr 2009 Revue passieren lassen
- Dinner for one angucken
- mich betrinken
- und so vieles mehr…
… in diesem Sinne: einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr an alle da draußen!
Wir lieben sie (mal mehr mal weniger), wenn sie geballt auftreten herrscht absolutes Chaos, sie bringen einen zur Verzweiflung und eigentlich sind wir doch froh, dass es sie gibt: die Familie!
An Weihnachten herrscht familientechnisch absoluter Ausnahmezustand: jeder muss besucht werden, damit alle zufrieden sind, nur keinen Streit anfangen und immer schön besinnlich sein.
Jaaaa, so wie im Fernsehen hat es bei uns (vielleicht auch bei Euch??) dieses Jahr mal wieder nicht hingehauen:
- Uromas waren enttäuscht über den viel zu kurzen Besuch der Urenkelin
- der Patenonkel blieb aus Protest der ganzen Weihnachtsfeierei gänzlich fern
- die Tante hat an Heilig Abend, zu aller Unmut, das ganze Programm nochmal kurzfristig umgeschmissen
- Alkohol war reichlich im Spiel
- so manches Geschenk wurde erst gar nicht ausgepackt – in Befürchtung einer Enttäuschung
- andere Geschenke wurden verwechselt
- das Urenkelkind hat irgendwann den Dienst verweigert und gebrüllt
- und überhaupt nahm das besinnliche Chaos seinen Lauf…auf denn, bis zum nächsten Jahr
Vielleicht liegt es daran, dass bald Weihnachten ist oder dass dieses Jahr bald zu Ende geht…vielleicht liegt es auch an den Geschehnissen im letzten Jahr um diese Zeit, oder einfach an so vielen Dingen, die sich im Laufe dieses Jahres ereignet haben. Als ich eben im Radio “Tears in heaven” von Eric Clapton gehört habe, war mir ganz seltsam zumute. Und weil dieses Lied so viel ausdrückt, so viel von meinen Gedanken wiederspiegelt, habe ich hier den Text aufgeschrieben…einfach so, weil bald Weihnachten ist, oder dieses Jahr bald zu Ende geht…oder weil ich dieses Lied seit letztem Jahr mit anderen Ohren höre:
Would you know my name
if I saw you in heaven?
Would it be the same
if I saw you in heaven?
I must be strong and carry on
’cause I know I don’t belong
here in heaven
Would you hold my hand
if I saw you in heaven?
Would you help me stand
if I saw you in heaven?
I’ll find my way through night and day
’cause I know I just can’t stay
here in heaven
Time can bring you down
time can bend your knees
time can break your heart
have your beggin’ please
beggin’ please
Beyond the door there’s peace I’m sure
and I know there’ll be no more
tears in heaven
Would you know my name
if I saw you in heaven?
Would it be the same
if I saw you in heaven?
I must be strong and carry on
’cause I know I don’t belong
here in heaven
’cause I know I don’t belong
here in heaven.
Vielleicht liegt es am bevorstehenden Weihnachtsfest, das ich Dank Hannah (die das Ganze zum ersten mal “so richtig” miterlebt) wieder ganz neu erlebe. Oder es liegt an der langen Krankheit, die hinter uns liegt und deren Ausläufer wir noch immer bewältigen müssen. Wer weiß, welche Einflüsse noch für die Gedanken verantwortlich sind, die mir derzeit durch den Kopf spuken.
Das zu Ende gehende Jahr stand für mich klar unter dem großen Begriff “Selbstbewußtsein”. Dieses Wort wird häufig, ja vermutlich zu oft bemüht und in den Mund genommen. Ich habe es im vergangenen Jahr ganz neu erlebt und vermutlich erst so richtig begriffen. “Selbstbewußtsein” bedeutet dem Wort nach ja nichts anderes, als sich selbst bewußt zu sein. Selbstbewußt ist demnach, wer sich selbst beobachtet, seinen Interessen folgt und sie vor allen Dingen auch nach außen vertritt. Das muss nicht zwangsläufig im Widerspruch zu den Interessen anderer stehen, tut es aber hin und wieder. Gerade wer in schwierigen Zeiten, in denen man mit seiner Meinung eher allein ist, Kurs hält und sich seiner selbst bewußt wird und bleibt, ist “selbstbewußt”. Das ist so wichtig, denn wie sagt der allseits bekannte Spruch: Nur tote Fische schwimmen mit der Strömung. Sich selber treu zu sein und sich mit einem guten Gefühl im Spiegel anschauen zu können, war und ist mein Ziel und bleibt mein Vorsatz… nicht nur für das neue Jahr.
Alle Jahre wieder…kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Familienstress: wer feiert wann und wo mit wem und wieso.
Wie soll man eine Großfamilie inklusive 4 Urgroßeltern glücklich machen, ohne abends schweißgebadet vom Weihnachtsbesuch und total genervt von Weihnachten überhaupt heimzukommen?! Jedes Jahr das gleiche Spektakel und jedes Jahr nervt es mich mehr. Klar wollen alle Omas, Opas, Tanten, Uromas und Uropas, Cousinen und Großnichten einen an Weihnachten sehen, aber wo bleibt man selber dabei? Wäre es nicht viel schöner, am 24. Dezember gegen 16 Uhr die Türe zu verschließen und diese erst am 27. Dezember gegen 9 Uhr morgens vorsichtig wieder zu öffnen?
Eigentlich bin ich hauptberuflich 24-Stunden-Servicekraft in einer 4 Zimmerwohnung in Engstingen. Seit November arbeite ich jedoch wieder stundenweise in meinem alten Job als Verwaltungsangestellte. Diese Woche habe ich meinen ersten Lohnzettel seit 3 Jahren erhalten. Er war natürlich nicht so üppig wie noch vor 3 Jahren, aber doch recht ansehnlich :-) und es ist schon auch ein gutes Gefühl, endlich wieder ein bisschen Geld zu verdienen. Werde es gleich in guter Lektüre verpulvern
Nicht mein Problem…
- wenn die Meere überfischt werden, weil jeder billigen Fisch will
- wenn die Eisberge schmilzen und die Eisbären aussterben
- wenn auf gerodeten Urwaldflächen Rinder gezüchtet werden, für den Fleischkonsum in Europa
- wenn Kinder verhungern und wir tonnenweise Lebensmittel wegschmeißen
- wenn die Laufzeiten maroder Atomreaktoren verlängert werden
- wenn Menschen in der heutigen Zeit immernoch an Aids sterben
- wenn Kinder schon gewalttätig sind
- wenn Tiere gequält werden
- wenn der Nachbar seine Kind verprügelt oder es verhungern lässt
- wenn immer mehr Menschen arm werden
- wenn das Klima langsam kollabiert
- wenn wir in unseren Lebensmitteln Giftstoffe haben
- wenn unsere Bundesregierung weiter Schulden macht, obwohl der Schuldenberg bereits jetzt unüberschaubar ist
- wenn man wegen Zivilcourage selber Opfer von Gewalt wird
- wenn sogenannte Nutztiere unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und geschlachtet werden
- wenn die Taschen der Manager immer voller werden, und die der Bürger immer leerer
- wenn Geld in den Aufbau bankrotter Firmen gesteckt wird und der Kindergarten nebenan zu machen muss
Es ist in der Tat nicht mein Problem. Es ist unser aller Problem und wir sollten endlich anfangen uns unseren Problemen zu stellen, anstatt sie zu ignorieren!
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