Irgendwie finden wir auf unserem Balkon und rund ums Haus immer merkwürdigere oder zumindest uns gänzlich unbekannte Insekten. Heute war es dieser grün-schwarze Käfer… sofern es denn ein Käfer ist, dachten wir uns.
Wir hatten keine Ahnung, was für ein Tier das ist und hatten so eins noch nie zuvor gesehen. Vielleicht ist es eine tropische Art, die sich bei dieser brutalen Hitze plötzlich heimisch fühlt? Eine heiße Spur ging schließlich in Richtung “Grüne Stinkwanze”, aber das schien uns zunächst ob der mangelnden Ähnlichkeit dann auch wieder nicht richtig zu sein. Erst auf Umwegen kamen wir schließlich darauf, dass es zwar keine ausgewachsene “Grüne Stinkwanze”, sehr wohl aber eine ihrer Larven ist.
Hier findet man Fotos von denselben Larven, die dort auch weiter unten als solche betitelt werden.
Und wieder haben wir was gelernt… Hannah kannte die Stinkwanze vom Namen her übrigens schon – das ist kein Witz! … und zwar von der Biene Maja – wie hätte es auch anders sein können.
Es ist Mai. Eindeutig! Einen besseren Beleg dafür könnten wir hier gar nicht kriegen: Hier wimmelt es geradzu vor lauter Maikäfern. Wenn man spazieren geht, dann surrt es von links, rechts sitzen die Tiere traubenartig an Ästen von Büschen und vor einem krabbelt etwas Braunes auf dem Boden. Sie sind einfach überall! Sitzt man abends auf dem Balkon, dann klatscht es hin und wieder – wenn nämlich einer der trotteligen Käfer im Flug vor lauter Dunkelheit gegen die Hauswand rast. Merke: Wer kein Nachsichtgerät hat, sollte nachts nicht starten! ;) Gestern Abend krabbelte eins der Frühlingsgetiere sogar in einem Karton, der in meinem Büro stand. Die relativ großen und schweren Tiere machen dabei ordentlich Geräusche, sodass man durchaus einen ordentlichen Schreck bekommen kann.
Uns ist wohl bewußt, dass es sich bei Maikäfern eigentlich um Schädlinge handelt. Hannah findet sie trotzdem klasse und wunderschön – wohl deshalb, weil sie durch ihre Größe bedingt viele Details leicht erkennbar machen. Da ist dem Forscherdrang Tür und Tor geöffnet. :D Vieles wußte ich so auch nicht, was mir Wikipedia nun näher brachte: Zum Beispiel, dass die Käfer nur alle vier Jahre verstärkt auftreten. Darüber gelagert gibt es sogar einen 30-Jahre-Zyklus. Hochinteressant und lesenswert! Das ekligste war aber ganz eindeutig ein Artikel über (man halte sich fest) “Maikäfersuppe“! Es gibt tatsächlich Irre, die das Krabbelviechzeugs verspeisen! Naja, wenn’s schee macht…
Kennt Ihr schon Anneliese aus Monnem… äh, Mannheim? Anneliese ist eines jener Stereotypen, wie wir sie alle schon mal kennengelernt haben und die der Comedian Bülent Ceylan in absoluter Perfektion nachahmen kann. Anneliese möchte – wie der Monnemer… äh, Mannheimer so schön sagt – mit den großen Hunden “brunzen”, kriegt aber das Bein nicht so weit hoch. Anders ausgedrückt: Sie wäre gern was Besonderes, eine von der gehobenen Klasse. Den entsprechenden Lebensstil ermöglicht ihr der Ehemann, der Besitzer eines Pelzgeschäfts ist. Das ist auch schon alles… Viel mehr hat Anneliese nicht zu beiten und entsprechend fällt ihre Weltanschauung aus. Diese explosive Mischung ist zum schreien komisch, aber auch sehr gesellschaftskritisch und zynisch. Einfach herrlich! Das muss man gesehen haben:
Katrin wird das sicher ad hoc wissen. Ich kann nur vermuten, dass dieser etwas andere, sehr reale Vorspann bei irgendeiner Simpsonsfolge zu sehen war. Wie auch immer… Er ist jedenfalls genial gemacht!
Wer mal den direkten Vergleich haben will, der kann ihn hier bekommen.
Heinz Becker in einzelnen Dosen ist schon heftig und anstrengend (im positiven Sinne!). Aber eine Art “Best of” von Heinz’ peinlichsten Szenen über eine Länge von rund zehn Minuten ist fast nicht auszuhalten! Spätestens bei Laufzeit 1:41 Minuten (wenn nicht schon vorher bei den Einkaufswagen) haut’s bei mir alle Sicherungen raus und ich ergieße mich in einem tränenreichen Lachkrampf. Herrlich, köstlich, absolut erfrischend und erheiternd. Klasse einfach!
Ich weiß nicht warum, aber bisher blieben mir die Songs von “Unheilig” verborgen. Das ist umso erstaunlicher, weil mir diese Mischung von Musik wirklich sehr, sehr gut gefällt. Ich bin regelrecht begeistert – auch von dem neu erschienenen Album “Große Freiheit”. Geradezu erschüttert und aus den Füßen gehauen hat mich ein Song vom älteren Werk namens “Puppenspiel”. “An deiner Seite” berührt zutiefst, ist der Hammer und hat wohlbekannte Gefühle in mir geweckt, für die ich seit langer Zeit keine Worte finde. Ein grandioser Song, ein erschütternder Text und ein fassungslos-machender Hintergrund, den der Sänger “der Graf” wie folgt umreißt:
Ich habe mich damals mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt, weil es mein Herzenswunsch war, dieses Lied als Single für einen sterbenden Freund zu veröffentlichen.
Ich wollte ihm so zeigen, dass ich ihn niemals vergessen werde, egal wo er ist.
Durch mein Handeln hatte ich das Gefühl, etwas in dieser aussichtslosen Situation für ihn und seine Familie zu tun und ich konnte ebenso der Hilflosigkeit, die mich in dieser Zeit übermannte, entfliehen. Es war ein schönes Gefühl für ihn zu spüren, dass man eine gewisse Unsterblichkeit auch im Hinblick auf ein kommendes Ende erreichen kann und nicht in Vergessenheit gerät, wenn man letztendlich doch gehen muss.
Schließlich war er trotz seines Schicksals durch die vielen lieben Gedanken tausender Menschen bei den Konzerten in den letzten Monaten niemals alleine.
Ich habe dieses doch sehr private Kapitel seiner Geschichte geöffnet und in die Welt getragen und seine Geschichte durch das Singen seines Liedes erzählt. Allerdings ist es nun an der Zeit dieses Kapitel wieder zu schließen, damit alles einen Abschluss findet, so wie sein Gehen selbst.
„An deiner Seite“ erzählt mittlerweile nicht nur seine Geschichte, sondern steht für so viele Menschen, die ihre eigene Geschichte damit in Verbindung gebracht haben und das ist wunderschön. Jedoch gehören gerade diese wundervollen Momente der letzten Monate, die dieses Lied ausgelöst hat, ebenso zu diesem Lied, wie mein ursprünglicher Grundgedanke.
Aus einem Lied ist mittlerweile ein kleines Denkmal geworden, so wie ich es mir gewünscht habe. Allerdings nicht nur für meinen guten Freund, sondern es steht mittlerweile für so viele. Somit wird es „An deiner Seite“ auch nur noch mit gerade diesen schönen Erinnerungen und Momenten als Neuveröffentlichung geben, denn sie gehören zu diesem Lied genauso wie jede einzelne Note.
Und genauso wie jener gedankliche Besitz soll diese Neuveröffentlichung ein Beispiel dafür sein, was eine doch so unscheinbar kleine Geschichte bei so vielen Menschen bewegen kann und wie wichtig jede noch so kleine Erinnerung für uns Menschen ist. Denn diese bleibt für immer und ewig.
Wer kennt sie nicht aus Kindertagen: die Poesiealben. Kleine Büchlein, in denen sich die Tanten und Onkel, Omas und Opas, Schulfreunde und sonstige Leutchen mit kleinen fröhlichen Sprüchen verewigt haben. Einen dieser Sprüche habe ich in letzter Zeit wieder öfters gelesen. Weil er so wahr war und ist und wohl auch bleiben wird. Mein Großvater hat ihn mir in mein Poesiealbum geschrieben – selber ausgedacht und liebevoll verewigt:
S´Leaba ischt a Karussell
mol dreht´s sich langsam, ond mol schnell
oimol bischt oba, oimol bischt onda
s´geit lustige, doch au traurige Stonda.
Sei Optimischt, doch mit Verstand,
no hoscht ällaweil a glücklicha Hand.
Steine beherbergen in sich die Energien von Jahrtausenden und ich glaube fest daran, dass jeder Stein eine Heilkraft in sich trägt, die er an uns weitergibt oder uns hilft negative Energien auszugleichen. Seit frühester Zeit wurden Edelsteine als heilig verehrt und zum Schutz vor negativen Einflüssen getragen. Die Kreuzritter z.B. sollen zum Schutz vor Gefahren und falschen Freunden stets ein Tigerauge bei sich getragen haben. In der Offenbarung des Johannes wird z.B. der Saphir als zweiter Grundstein des neuen Jerusalem genannt und Hildegard von Bingen, eine der mittelalterlichen Heilerinnen, beschreibt in ihrem umfassenden Werk “Physica” von 1154 u.a. die Entstehung von zwölf Edelsteinen und erläutert deren Anwendungsmöglichkeiten.Vielleicht ist es also das Mythische das mich so an den Heil- und Edelsteinen fasziniert. Vielleicht hat auch meine Oma daran etwas Schuld. Ich erinne mich nämlich noch sehr gut an ihren Setzkasten, in dem sie die unterschiedlichsten Steine aufbewahrt hat bzw. bis heute aufbewahrt. Dort findet man z.B. einen Bernstein mit einer versteinerten Fliege oder einen Lavastein aus Sizilien.
Meine eigene Sammlung an Heilsteinen wächst stetig und so habe ich für jede Gelegenheit meinen persönlichen Stein zur Hand:
meinen grünen Jadestein trage ich, wenn ich ruhiger werden will oder wenn eine Entscheidung ansteht. Er verhilft auch zu Harmonie und Liebe
der Karneol gilt als “Widderstein” und ich habe ihn bei mir, wenn ich Mut brauche oder Dinge optimistischer sehen möchte
mein Mondstein fördert die weiblichen Intuitionen und gibt Feinfühligkeit
aus den Bergkristallen lässt sich prima Kristallwasser herstellen, welches klarsichtig macht
in unserer Wohnung sind Rosenquarze verteilt. Diese machen empfindsamer für die Wünsche und Sorgen anderer Menschen
im Schlafzimmer liegen Amethyste, diese vertreiben Alpträume und verhelfen somit zu einem ruhigen Schlaf
So kann ich zu jedem meiner kleinen Schätze eine eigene Geschichte erzählen und sagen, wann und wie ich sie gebrauche. Lacht mich aus und haltet mich für verrückt – ich glaube fest an meine Steine und hab immer einen bei mir, der mich beschützt und mir durch die Probleme des Lebens hilft.
Was ich nicht wußte: Lukas Podolski macht neuerdings Werbung für DeBeukelars “Prinzenrolle”. Da gehst du nichts ahnend einkaufen und da grinst dir Prinz Poldi entgegen und will Dir Kekse unterjubeln. Das ist insofern sehr amüsant, weil er eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Strumpfhosen tragenden Prinzen auf der Verpackung hat. Und außerdem kann man jetzt getrost sagen: Poldi hat die Rolle seines Lebens gefunden!
Letzte Kommentare