Eingekeilt
Es gibt Menschen, die mögen keine Gewitter… Die haben regelrecht Angst davor. Ich gehöre nicht dazu. Nein, ich muss sogar gestehen, ich kann dem ganzen Naturschauspiel einen gewissen Reiz und Nervenkitzel abgewinnen. Trotzdem ist es natürlich kein Spaß, wenn einem Gartenmöbel und anderes loses Zeug waagerecht um die Ohren fliegen.
So geschehen ist das vor etwas mehr als einer Stunde. Da zog in Windeseile ein ordentliches Unwetter auf. Ich frage mich wirklich ernsthaft, wo denn all die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes waren, die in den letzten Wochen stets dann eintrudelten… wenn hier alles ruhig blieb und kein Tröpfchen vom Himmel fiel. Um kurz vor halb sechs ging hier die Welt unter. Und um 17:27 Uhr kam dann die Unwetterwarnung. Bei aller Liebe: Wenn mir hier schon das Wasser bis zum Halse steht, brauche ich auch keine wohlfeile Warnung mehr. Insofern: Herzlichen Glückwünsch lieber Wetterdienst!
Und so habe ich zwischen Babytütteln und Balkonevakuieren das Unwetter vollbracht. Im übrigen geben sich die Gewitter inzwischen die Klinke in die Hand. “Man” hätte es also wohl erkennen können… ;-)
Hüpfkrieg
Alles fing ziemlich mysteriös an. Ich stand, tief ins Tütteln des neuen Familienmitgliedes versunken, an unserem Schlafzimmerfenster. Und wie das so ist beim Tütteln, fällt man durch die meist monotonen Beruhigungsbewegungen irgendwann in eine Art “Sinnesstarre” – man nimmt also nur noch verschwommen wahr, was um einen herum passiert. Aus diesem Zustand wurde ich jäh herausgerissen, als plötzlich das Gesicht und der gestählte Körper unseres Nachbarn vor unserem Fenster auftauchte, um kurz darauf wieder zu verschwinden. Verwundert glotze ich aus dem Fenster. Nichts! Und da: Wieder segelte der Herr Nachbar freudestrahlend und winkend vor mir auf und nieder. Wie Burt Lancaster in “Der rote Korsar” über die Planken glitt, so schwebte unser Gegenüber mit geschwollener Brust und durchgestrecktem Leib vor meinen Augen auf und nieder. Hätte ich die Arme freigehabt, so hätte ich mir ausgiebig die Augen gerieben.
Ein anonymes Geschenk
Natürlich hat unser neues Familienmitglied Moritz bisher schon das eine oder andere Geschenk erhalten. Wir freuen uns wirklich über jedes Präsent und auch an dieser Stelle sei allen noch einmal recht herzlich gedankt. Für ein Geschenk allerdings haben wir uns noch immer nicht bedankt und das, obwohl es nur ziemlich kurz nach Moritz’ Geburt hier eintrudelte. Warum wir so unhöflich sind? Ganz einfach, weil es sich um ein recht mystisches, weil anonymes Geschenk handelt!
Es ist zweifelsohne ein ziemlich hochwertiges Schnuffeltuch. Katrin glaubt auch zu wissen, wer das hergestellt hat. Vor gar nicht allzu langer Zeit hat sie sich in Facebook noch recht löblich über die Produkte von dort geäußert, als sich einige andere eben darüber unterhielten. Nun stellt sich also die Frage, wer sich das entweder gemerkt hat oder wer da so ein glückliches Händchen hatte. Weder der Absender, noch sonst irgendein Hinweis lassen auf den Spender schließen. Keine Karte, kein Zettelchen, keine Botschaft nichts. Nur dieses knuffige, weiche Schnuffeltuch.
Wer immer das “verbrochen” hat, der möge sich doch zu erkennen geben. Micha Holmes und Doktor Katrinsen kommen beim besten Willen nicht hinter das Rätsel.
Und ein Dankeschön gibt’s erst, wenn sich der oder die Schenkende zu erkennen gibt. So!
Sad Meal
Wir gehören nicht zu der Sorte Familien, die regelmäßig bei McDonald’s sitzen. Nicht, dass wir diese Art von Ernährung ablehnen oder nicht gut finden… Nein, wir essen nur meist deshalb zu Hause, weil sich das anbietet, weil es günstiger ist und weil Katrin einfach sehr gut kocht.
Deshalb ist es etwas ganz Besonderes, wenn wir dann doch mal zum Fastfood-Tempel fahren. Natürlich hat es Hannah auch auf die Spielzeuggeschenke abgesehen, die es im Rahmen eines “Happy Meals” (früher schlicht und ergreifend: “Junior Tüte”) mit dazu gibt. Das müssen nicht unbedingt Figuren oder Dinge sein, die sie kennt. Sie profitiert dabei vielmehr vom Überraschungsei-Effekt. Heute gab es Patrick, den Seestern und besten Freund von Spongebob Schwammkopf. Wir alle kannten die beiden nicht wirklich, doch das tat der Gaudi keinen Abbruch, dass Patrick, auf einem Strohhalm aufgespießt, lustig los quatschte, sobald man Flüssigkeit durch das Röhrchen zog. Hannah, die ohnehin eher zu wenig als zu viel trinkt, saugte literweise Flüssigkeit in sich rein – einfach, weil es wahnsinnig viel Spaß machte. Plötzlich gab Patrick keinen Laut mehr von sich und die Enttäuschung war entsprechend groß.
Getreu dem Motto “Frechheit siegt” ging eben vorhin folgende Mail an McDonald’s raus.
Sehr geehrte Damen und Herren,
am heutigen Nachmittag besuchten wir Ihr Restaurant in Münsingen. Unsere dreijährige Tochter bekam mal wieder “ihr” beliebtes Happy Meal und mit diesem als Spielzeug den zur Zeit angebotenen Strohhalm in Form von SpongeBob-Freund Patrick. Wir fanden die Idee einer an einem Strohhalm hängenden Figur, die bei jedem Zug etwas von sich gibt genial. Prompt trank unsere Tochter deutlich mehr als sonst, was gerade im Sommer bei Kindern sehr wichtig ist.
Leider dauerte der Spaß nicht lange. Heute Abend nun hat Patrick seinen Geist aufgegeben und funktioniert schon nicht mehr. Die Enttäuschung war so groß, dass unsere Tochter prompt festlegte: “Ich will nie wieder zu McDonald’s!”
Da wir als Eltern viel zu gern Ihre Restaurants besuchen, möchten wir natürlich versuchen, die gekippte Stimmung wieder umzukehren.
Schon vor kurzem gab es eine kleine Enttäuschung für unsere Tochter, als der damals erworbene Shrek-Esel nicht mehr so funktionierte, wie er sollte. Damals wie heute ist das Problem, das wir aufgrund der Entfernungen nicht zwangsläufig und auf die Schnelle bei einem Ihrer Restaurants vorbeikommen können. Wenn es dann mal soweit ist, dass wir in der Nähe sind, gibt es die jeweiligen Figuren oder Spielzeuge nicht mehr.
Wir würden uns freuen, in dieser Sache von Ihnen zu hören… im Interesse unserer McDonald’s-Vorliebe, vor allem aber auch, wegen der enttäuschten Hannah, die nun wieder nur widerwillig etwas trinken mag.
Freundliche Grüße
Wir sind sehr gespannt, was da zurückkommt. Natürlich werden wir an dieser Stelle davon berichten.
Die Größe ist eben doch entscheidend
Frei nach “Crocodile Dundee”:
Das ist doch keine Fahne!
Das ist eine Fahne!
Rückspiegelkondome
Es tut mir leid, aber diese Rückspiegelkondome sind einfach nur furchtbar peinlich und (man möge mir verzeihen) schwul. Sieht irgendwie aus wie Männerballet… Das geht gar nicht! :D
Typisch Heinz!
Heinz Becker in einzelnen Dosen ist schon heftig und anstrengend (im positiven Sinne!). Aber eine Art “Best of” von Heinz’ peinlichsten Szenen über eine Länge von rund zehn Minuten ist fast nicht auszuhalten! Spätestens bei Laufzeit 1:41 Minuten (wenn nicht schon vorher bei den Einkaufswagen) haut’s bei mir alle Sicherungen raus und ich ergieße mich in einem tränenreichen Lachkrampf. Herrlich, köstlich, absolut erfrischend und erheiternd. Klasse einfach!
Gesucht!
Wer kennt diesen Mann? Er raubt seit einigen Tagen immer und immer wieder die Aufmerksamkeit unserer Tochter. Er ist klein, rot, kann die Scheinwerfer bewegen und hupt hin und wieder verdächtig. Meist wird er in Begleitung eines Mannes namens Jan gesehen. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an die verzweifelten Eltern oder Hannahs Kindergarten.
Wenn Uhren rückwärts laufen
Manchmal erhofft und wünscht man sich, die Zeit zurück drehen zu können. Manchmal wäre es interessant, was passieren würde, wenn die Uhren rückwärts liefen. Was sich jetzt furchtbar philosophisch anhört, ist mir heute mehr oder minder “einfach so” vor die Füße gefallen. Meine Bürouhr dachte sich: “Konsequent gegen den Trend!” und lief aus heiterem Himmel einfach rückwärts. Das ist kaum zu glauben, aber wahr:
Inzwischen läuft alles wieder seinen gewohnten Gang. Das, was zunächst so mystisch erschien, war einfach nur einer leeren Batterie zu verdanken… das ist alles. Leider!
Kleine Schätze
Steine beherbergen in sich die Energien von Jahrtausenden und ich glaube fest daran, dass jeder Stein eine Heilkraft in sich trägt, die er an uns weitergibt oder uns hilft negative Energien auszugleichen. Seit frühester Zeit wurden Edelsteine als heilig verehrt und zum Schutz vor negativen Einflüssen getragen. Die Kreuzritter z.B. sollen zum Schutz vor Gefahren und falschen Freunden stets ein Tigerauge bei sich getragen haben. In der Offenbarung des Johannes wird z.B. der Saphir als zweiter Grundstein des neuen Jerusalem genannt und Hildegard von Bingen, eine der mittelalterlichen Heilerinnen, beschreibt in ihrem umfassenden Werk “Physica” von 1154 u.a. die Entstehung von zwölf Edelsteinen und erläutert deren Anwendungsmöglichkeiten.Vielleicht ist es also das Mythische das mich so an den Heil- und Edelsteinen fasziniert. Vielleicht hat auch meine Oma daran etwas Schuld. Ich erinne mich nämlich noch sehr gut an ihren Setzkasten, in dem sie die unterschiedlichsten Steine aufbewahrt hat bzw. bis heute aufbewahrt. Dort findet man z.B. einen Bernstein mit einer versteinerten Fliege oder einen Lavastein aus Sizilien.
Meine eigene Sammlung an Heilsteinen wächst stetig und so habe ich für jede Gelegenheit meinen persönlichen Stein zur Hand:
- meinen grünen Jadestein trage ich, wenn ich ruhiger werden will oder wenn eine Entscheidung ansteht. Er verhilft auch zu Harmonie und Liebe
- der Karneol gilt als “Widderstein” und ich habe ihn bei mir, wenn ich Mut brauche oder Dinge optimistischer sehen möchte
- mein Mondstein fördert die weiblichen Intuitionen und gibt Feinfühligkeit
- aus den Bergkristallen lässt sich prima Kristallwasser herstellen, welches klarsichtig macht
- in unserer Wohnung sind Rosenquarze verteilt. Diese machen empfindsamer für die Wünsche und Sorgen anderer Menschen
- im Schlafzimmer liegen Amethyste, diese vertreiben Alpträume und verhelfen somit zu einem ruhigen Schlaf
So kann ich zu jedem meiner kleinen Schätze eine eigene Geschichte erzählen und sagen, wann und wie ich sie gebrauche. Lacht mich aus und haltet mich für verrückt – ich glaube fest an meine Steine und hab immer einen bei mir, der mich beschützt und mir durch die Probleme des Lebens hilft.












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