Guck amohle!
Manchmal fühlt man sich als Schwabe schon verloren in den Unweiten des World Wide Web. Die vielen Fachausdrücke, aber vor allem dieses unvertraute Hochdeutsch treibt einen in die emotionale Vereinsamung.
Jetzt aber ist endlich eine Lösung da! Der Schwabulator ist die Hilfe, auf die Abermillionen meiner Leidensgenossen gewartet haben. Dieser Service übersetzt jede beliebige Internetseite (auch diese) in mehr oder weniger gutes Schwäbisch. Was da teilweise herauskommt ist nicht immer wirklich korrekt, aber dafür auch mehr als komisch!
Wer iatz richtig Luscht uff Schwäbisch kriagt hott, der sott halt oifach amohle unser scheens Schwabeländle bsuacha. Bei ons ka ma schee Urlaub macha… Wetta? :-)
Trafficklau
Ich bewege mich nun schon seit mehr als zehn Jahren in den Weiten des World Wide Web. In dieser Zeit hat sich schon vieles ereignet und so manche Kuriosität ist mir begegnet. Was ich aber gestern feststellen musste, übertrifft an Dreistigkeit und Unverschämtheit alles bisher Dagewesene!
Eine Dame aus Hamburg, die denselben Nachnamen trägt wie wir, hat Ihre Domain einfach auf unseren Blog hier umgeleitet. Wer also die für uns fremde Adresse im Netz aufgerufen hat, der landete auf dem “Vollmer-Blog”, der ganz offensichtlich ihr gehören muss! Die eigentliche Frechheit liegt an der Form der Umleitung: Ihre Domain bleibt in der Adresszeile stehen, unser Blog wird aber angezeigt. Das nennt man wohl “mit fremden Federn schmücken”.
Leider, leider ist diese Dreistigkeit jetzt beendet. Wer besagte Domain aufruft landet nun hier.
Bitte nicht so stürmisch!
Ein furchtbarer Krach! Ein Blitz schlägt ein!
Der Urahne hört was und sagt: “Herein !”
Was da Heinz Erhardt in seinem herrlichen Gedicht “Das Unwetter” so lustig beschreibt, ist in Wahrheit durchaus ernst zu nehmen!
Gestern Abend standen wir an der (zunächst noch geöffneten) Balkontür und beobachteten voller Andacht das neckische Spiel der aufgebauschten Wolken… bis eben ein zart aufbrausender Sturm aufkam, dass wir uns spontan dazu entschlossen haben, die Tür sachte und sanft zu schließen. Kaum hatten wir dies vollbracht, peitschte auch schon der Regen waagrecht gegen die Scheibe. Das monotone Prasseln wurde nur von Katrins sanften Worten unterbrochen: “Sag mal, das war jetzt aber grad keine blaue Regentonne, die da am Fenster vorbei gezischt ist, oder?” – “Nein Schatz, unmöglich!”, mein beruhigendes und über den Dingen stehendes Urteil.
Wen juckt’s?
Die folgende Geschichte klingt sicher wie eine Story am Lagerfeuer, aber sie ist (leider) wahr! Es fing schon vor etlichen Wochen mit einer eigentlich eher harmlosen Begebenheit an…
Wir haben ja keine Haustiere, weil ich der Allergiker in Reinkultur bin. Schade eigentlich, denn wir lieben Tiere wirklich! Meine Eltern hatten früher eine Katze, die mir damals noch nicht viel ausgemacht hat. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass mich Katrin im Büro anrief als sich eine verwilderte Katze durch’s offene Fenster in unser Schlafzimmer gestohlen und unter dem Bett verschanzt hatte. Sie wollte wissen, wie man das liebe Tier möglichst sanft wieder nach draußen befördert. Ein paar einfache Tipps später waren wir die Gute los.
Erst viele Tage später nahm dann der Horror seinen Lauf: Katrin war morgens übersäht mit roten Pusteln. Zunächst tippten wir auf Stechmücken, aber das schien uns dann im noch jungen und nächtlich sehr kühlen Frühjahr eher unwahrscheinlich. Also sagte ich im Spaß: “Wir werden uns Bettwanzen eingefangen haben!” Ich hatte mich aber wohl nur in der Gattung geirrt, denn am anderen Morgen hatte ich auch diese schrecklich juckenden Pusteln.
Innovativer Rückschritt
Das Wochenende bietet sich ja an für Dinge wie die Einkommensteuererklärung. Jetzt im Juni ist es auch höchste Zeit, den mal fertig zu machen, dachte ich mir. Die gute Steuersoftware in der Hinterhand würde das sicher erleichtern. Gleich zu Beginn fiel mir dann auch etwas sehr Positives auf: Endlich kann man bei unserem Finanzamt nun auch die ausgedruckten Formulare einreichen! Endlich muss man nicht mehr alles mühsam vom Computerschirm in die sehr übsersichtlichen Formulare abschreiben…
Der geneigte Leser ahnt es bereits: Das böse Aber! Die schönen Formulare müssen nämlich…
1. über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren haltbar sein,
2. beidseitig bedruckt und gut lesbar sein,
3. bei getrennt ausgedruckten Blättern vierseitiger Formulare miteinander verbunden sein.
Im Klartext bedeutet dies: Mann kann zwar ruhigen Gewissens seine mit einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker erzeugte Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Man muss jedoch darauf achten, dass die Formulare beidseitig bedruckt sind und der Mantelbogen haltbar zusammengeklebt ist. Neuerdings werden daher sicher die Volkshochschulkurse “Steuererklärung leicht gemacht” zusammen mit “Basteln für Anfänger” abgehalten.
Wer nun vorschnell sagt: Mensch Kerle, dann mach’s halt elektronisch – per ELSTER – dem sei gesagt: Weit gefehlt, wenn man glaubt, dadurch fiele der Formularwust weg! Nein, man schickt quasi seine Daten nur vorab per Internet an das Finanzamt, damit der liebe Mensch dort nichts mehr abtippen muss. Bearbeitet wird die Erklärung aber erst, wenn die Originalunterlagen (und jetzt kommt’s) samt Formulare beim Amt vorliegen.
Willkommen, liebes Finanzamt, im elektronischen Zeitalter! Was für eine Farce!
Teppichterroristen
Ein geflügeltes Wort beschreibt den Urlaub als die schönste Zeit des Jahres. Lediglich ein paar Formalitäten im Vorfeld muss man beachten und schon kann das Urlaubsglück beginnen… dachten wir! Den Südtirolurlaub im Blick machten wir uns also auf, um für unsere kleine (man beachte: gerade mal sieben Monate alte) Hannah Ausweispapiere zu besorgen. Ich wusste aus meiner eigenen Kindheit noch: Ein Kinderausweis ist ein einfacher Papierlappen, den die gute Frau im Amt mit einer alten Triumph Adler-Kugelkopfschreibmaschine befüllt und den man dann gleich mitnehmen kann. Ein Klacks! Eigentlich… Was ich nicht beachtet habe: Die stets präsente und überall lauernde Terrorgefahr! Schäuble sei Dank ist unser lieber Vater Staat nicht ganz so leichtsinnig wie der hinterwäldlerische und leichtgläube Papa von der Alb!







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