Der verirrte Papa
Es ist wieder einmal soweit: Mein Namensvetter verteilt fleißig weiter meine E-Mail-Adresse und so komme ich in den Genuss von Schriftverkehr, der mir nun wirklich nicht gehört:
Liebe Kinder,
leider komme ich erst jetzt dazu, mich bei euch zu melden. Ich habe mit Michael heute im Zug über den nächsten Samstag gesprochen. Klärt doch bitte ab, wer zu mir kommen möchte, und benachrichtigt mich rechtzeitig. Ich würde mich dann auf ein gemeinsames Mittagessen am nächsten Samstag einstellen (gegen 13 Uhr).
Herzlich
euer Papa
Wie rührend. Da der Sohnemann ganz offensichtlich beratungsresistent ist und auch weiterhin fleißig für Irrläufer sorgt, hier meine Antwort an alle Beteiligten:
Hallo Papa,
Dein Sohn gibt falsche Mailadressen raus. Darum habe ich diese Mail erhalten, obwohl sie mich gar nichts angeht.
Viele Grüße
ein ganz anderer Michael Vollmer
Farbenblind?
Heute Abend.
Fußball. Länderspiel.
Deutschland (weiß/schwarz) gegen Finnland (blau/weiß).
Papi: “Was kommt denn da im Fernsehen?”
Hannah: “Fußball!”
Papi: “Und wer gewinnt? Deutschland oder Finnland?”
Hannah: “Die Roten!”
Liebe geht durch den Magen
Wenn man sich verliebt und zusammenkommt, wenn man sich dazu entschließt das Leben mit dem anderen zu teilen, dann ist das in vielen Belangen eine Bereicherung. Es würde hier den Rahmen sprengen (und sicher auch langweilen), wenn ich hier ein Loblied auf unsere Ehe und unsere Liebe singen würde. Was aber einfach mal erwähnt werden muss:
Katrin hat getrocknete Tomaten in mein Leben gebracht und dafür werde ich ihr ewig dankbar sein.
Was in Italien als Antipasti alles andere als unbekannt ist, war mir fremd. Ich kannte das nicht. Und so war meine erste Begegnung damit von Skepsis geprägt. Gut, die zusammengehuzelten und in Öl eingelegten Teile haben mit der ursprünglichen Tomate wenig gemein und wirken nicht unbedingt appetitlich. Aber… Entschuldigt, aber ich musste kurz schlucken!
Es ist ein Genuss – mehr noch! Es ist der Himmel auf Erden in so ein blödes, runzeliges Ding zu beißen.
Danke Spatzel, dass Du mir diese Welt eröffnet hast.
Bei weitem nicht nur deshalb… aber eben auch dadurch, hast Du mein Leben bereichert. ;-)
Thilo Sarrazin hat wieder gepoltert
Der ehemalige Finanzsenator von Berlin, Thilo Sarrazin, war schon immer für kernige, provozierende Sprüche zu haben. So rechnete er einst Hartz IV-Empfängern vor, wie man mit den bestehenden Sozialhilfesätzen gesund und ausgewogen Kochen könne oder empfahl Arbeitslosen, die den ganzen Tag zu Hause säßen, eher einen Pullover mehr anzuziehen und stattdessen die Heizung zu drosseln um deren Kosten zu senken.
Seine letzten Aussagen bezüglich “seiner” Stadt Berlin hat ihn nun mehr oder minder seinen Job gekostet. Als Bundesbankvorstand, sind derartige Aussagen offenbar nicht gewünscht, sodass er jüngst “degradiert” wurde. Zwar reichen die Vorwürfe nicht aus, um ihn tatsächlich zu feuern, aber das Beispiel zeigt, wie man jemanden mit einer Entmachtung denunzieren kann. Prekär dabei ist die Tatsache, dass Sarrazin laut FOCUS vom Bundesbankchef Axel Weber zu diesem Interview ermuntert wurde. Mehr noch: Vier Wochen vor dessen Veröffentlichung lag Weber der exakte Wortlaut vor, den dieser sogar noch aktiv mitbetreute. Sarrazin wurde also klassisch im Regen stehen gelassen.
Dabei hat Sarrazin eigentlich gar nichts Schlimmes gesagt! Er äußerte sich über Dinge, die er als guter Beobachter aus jahrelanger Erfahrung kennt. Hier einige seiner Aussagen und die Fakten, die dahinter stehen:
Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.
Laut einer Statistik des DIW Berlin sind 43,9% aller Arbeitslosen in Berlin türkischer Herkunft. Zum Vergleich: Die Deutschen machen nur 17,3% aus.
Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte und perspektivisch keine Transferleistungen mehr für Einwanderer.
Falsche Motivation
Es spielt eigentlich keine Rolle, ob man bereits Eltern ist, es irgendwann erst noch werden oder lieber kinderlos bleiben möchte. Die furchtbar humorvollen “Motivatoren” gibt es immer und überall. Sie rufen absolut witzige Floskeln durch die Gegend wie:
- Ey, ey, jetzt wird’s dann aber mal Zeit für’s erste Kind!
- Oha! In Deinem Alter hatten wir schon zwei Kinder!
- Aber hallo, jetzt müsst Ihr Euch aber mal anstrengen!
- Und? Wann wird Dein Vater nochmal Opa?
Dem Einfallsreichtum sind da keinerlei Grenzen gesetzt. Aber zwei Konstanten haben diese “Anmachen”: Sie sind unüberhörbar laut und sie sind meist mit vulgären Gesten verbunden wie aufmunterndem Zwinkern oder dämlichem Grinsen.
Derartige Aktionen fanden wir schon immer reichlich albern und peinlich. Vor allen Dingen sind sie insofern unangemessen, weil man ja nie um das Schicksal der potentiellen Eltern weiß. Was, wenn die Aufgezogenen keine Kinder kriegen können oder wollen? Was, wenn einfach auch mal etwas mächtig schief gegangen ist. Angesichsts unseres Schicksals machen diese Sprüche letztlich auch einfach nur wütend. Und so kam es heute zu folgender Unterhaltung zwischen Katrin und einer… ich nenn es mal “Bekannten”, der ich beiwohnen durfte. Ich fand Katrins Reaktion klasse und ich erkannte, dass Katrin und ich ohne Absprache mit derartigen Situationen genau gleich umgehen – nämlich mit der Flucht nach vorne. Wir machen aus unserem Herzen keine Mördergrube. Wir können inzwischen mit dem uns Widerfahrenen umgehen – irgendwie. Aber können das auch die anderen?
Bekannte: Ja, sag mal! Ist die Hannah schon sooo groß?
Katrin: Ja, sie wird bald drei!
Bekannte: Dann geht sie schon in den Kindergarten?
Katrin: Ja, seit ein paar Tagen.
Bekannte: Und wo bleibt dann das Zweite? Hä? *blödzuzwinker*
Katrin: Das ist leider im Himmel…
Die Schweinegrippe-Impfung kommt
In gut zwei Wochen soll der neue Schweinegrippe-Impfstoff verfügbar sein. Worauf viele so lange gewartet haben, wird aber mehr und mehr umstritten. So erhält beispielsweise die Bundeswehr einen anderen Impfstoff als die übrige Bevölkerung. Die Sorge steigt, dass die Injektion aufgrund der viel zu wenig getesteten Zusatzstoffe, erhebliche Nebenwirkungen haben oder sogar Schaden anrichten könnte. Die Tatsache, dass der Nährboden teils aus hoch aktiven Krebszellen tierischer Herkunft besteht, sorgt nicht unbedingt für mehr Akzeptanz seitens der Bevölkerung.
Wie so oft gehen die Einschätzungen und Meinungen von Virologen und Medizinern weit auseinander. Gemäß dem Spruch “Fragt man drei Ärzte, hat man vier verschiedene Meinungen.” weiß eigentlich kaum jemand so recht, wie er sich denn nun verhalten soll. In der Zwischenzeit warnen sogar immer mehr Ärzte vor der Impfung. Auch unser Hausarzt hat uns unumwunden und ohne Wenn und Aber abgeraten.
Solange die Schweinegrippe so harmlos verläuft wie in den allermeisten Fällen, dürfte die Entscheidung pro oder contra Impfung auch nur wenig ins Gewicht fallen. Was aber, wenn das Virus mutiert? Da liegt die folgende Umfrage nahe: Wie wirst Du Dich entscheiden und warum? Wir freuen uns über jede Stimme und über jeden Kommentar! ;)
Lässt Du Dich gegen Schweinegrippe impfen?
- Nein, auf keinen Fall! (83%, 5 Stimmen)
- Weiß ich noch nicht. (17%, 1 Stimmen)
- Ja, natürlich! (0%, 0 Stimmen)
Stimmen: 6
Parallelwelten
Recht häufig kommt es vor, dass ich eine Zeitschrift rückwärts durchblättere. Das ist vor allem dann der Fall, wenn ich sie schon einmal in Händen hielt und nun einfach nochmal querlesen möchte. Im jüngsten “Stern” kommt es dabei zu eine schier unglaublichen Konfrontation zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Zuerst stößt man auf einen ausgedehnten Bericht für angehende Eigenheimbesitzer. Es wird aufgezeigt, wie man sein eigenes Haus finanziert, welche Fallen man meiden muss und man bekommt an verschiedenen Beispielen aufgetischt, wie schön und teils auch luxuriös deutsche Hausbesitzer ihr Heim ausgestattet haben.
Blättert man nur ein paar Seiten weiter, stößt man auf das Unfassbare. Dieser Wechsel ist so paradox, dass er schon beinahe weh tut: Bilder aus dem Erdbebengebiet Indonesien springen dem Leser ins Auge. Eingestürzte Häuserkomplexe, verschüttete und festgeklemmte Kinder, Körperteile von Leichen, die unter Trümmern vage auszumachen sind und unter all dem die erschütternden Worte eines Helfers:
Eine derartige Zerstörung in so einem riesigen Gebiet habe ich noch nie gesehen.
Natürlich ist diese Gegenüberstellung rein zufällig. Natürlich sollte man nicht alles vergleichen und vermischen. Aber diese Zerstörung, diese Not und dieses Elend, das über die Menschen in Indonesien hereingebrochen ist, macht einfach nur fassungsloss… Erst recht, wenn man nur wenige Seiten zuvor liest, mit welchen “Problemen” wir uns herumschlagen.
Mein lieber Freund
Ich frag mich wirklich: Für wie blöd halten die einen?
Eine originale, unveränderte Mail aus meinem Spamordner (lediglich die Links wurden entfernt):
Lieber Freund,
Ich vermute das diese E-Mail eine Ьberraschung fьr Sie
sein wird, aber es ist wahr.
Ich bin bei einer routinen Ьberprьfung in meiner Bank wo ich arbeite,
auf einem Konto gestoЯen, was nicht in anspruch genommen worden ist,
wo derzeit $14.300,000 ((vierzehnmillionendreihundert US
Dollar) gutgeschrieben sind.
Dieses Konto gehцrte Herr Christian Eich, der ein Kunde in unsere Bank
war, der leider verstorben ist. Herr Christian Eich war ein gebьrtiger
Deutscher.
Damit es mir mцglich ist dieses Geld $14.300,000 inanspruch zunehmen,
benцtige ich die zusammenarbeit eines Auslдndischen Partners wie Sie,
den ich als Verwandter und Erbe des verstorbenen Herr Eich vorstellen kann,
damit wir das Geld inanspruch nehmen kцnnen.
Fьr diese Unterstьtzung erhalten Sie 30% der Erbschaftsumme und die
restlichen 70%
teile ich mir mit meinen zwei Arbeitskollegen, die mich bei dieser
Transaktion ebenfalls unterstьtzen.
Wenn Sie interessiert sind, kцnnen Sie mir bitte eine E-Mail schicken,
damit ich Ihnen mehr Details zukommen lassen kann.
Schicken Sie bitte Ihre Antwort auf diese E-Mail Adresse:
♥♥♥@aim.com
Bitte Lesen:http://♥♥♥.stm
Mit freundlichen GrьЯen
Kebele Majavu.
Schlagende Argumente
Wie man Gerede im Büro schnell beendet…
Man muss nicht immer gleich rumbrüllen.
Es geht auch anders:

Aua!
Unsere Zukunft: Ernst-Reinhard Beck
Der CDU-Bundestagskandidat unseres Wahlkreises heißt Ernst-Reinhard Beck. Zugegeben: Der Name klingt etwas umständlich. Er ist 63 Jahre alt, katholisch, seit 39 Jahren verheiratet, war 30 Jahre lang Lehrer, davon 20 Jahre Direktor eines Gymnasiums und seine Arbeit macht ihm “sehr viel Freude”, wie er in seinem Wahlwerbespot selbst sagt. Vielleicht lasse ich mich da von nackten Vorurteilen leiten, aber all das klingt ganz und gar nicht nach Mut zur Veränderung, nach Innovation und Zukunftsgewandtheit. Das alles und vor allem auch sein Auftritt in besagtem Spot wirkt vielmehr altbacken, steif und zurückgeblieben. Der Mann spricht sich, wie übrigens die meisten seiner Parteikollegen, noch immer eisern dafür aus, keine Volksabstimmungen einzuführen. Er begründet das mit den “komplexen Sachverhalten” auf Bundesebene, für die der gemeine Wähler wohl einfach zu doof ist. Getreu Helmut Kohls Motto: Der Wähler weiß nicht immer, was das vermeintlich Beste für ihn ist.
Beim besten Willen: So jemand führt die hiesige CDU-Hochburg an und wird vermutlich wieder recht klar in den Bundestag einziehen. Das spricht nicht unbedingt für unsere Region!






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