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Archiv für die Kategorie ‘London’

Gruselpub

20. August 2008 Micha Keine Kommentare

Unser Stammpub: The GrenadierWer ins schöne London reist, der sollte eines nicht verpassen: Das städtische Nachtleben! Es gibt viele Empfehlungen und Geheimtipps. Einen echten Leckerbissen haben wir aber auf unserer Hochzeitsreise im Jahre 2004 entdeckt: Den mysteriösen und sagenumwobenen Pub “The Grenadier”. Durch Zufall haben wir uns dorthin verirrt. Das ist eigentlich unmöglich und allein schon deshalb recht gruselig: Die Wilton Row in Belgravia ist eine gut versteckte Seitenstraße, die dazu noch mit einem irreführenden Schild “Privatstraße” versehen ist. Traut man sich, wie wir, trotzdem weiter, landet man direkt vor dem Pub. Eigentlich ist es eine wirklich schnuckelige Kneipe. Verwinkelt und ein bisschen düster, irgendwie alt, aber nicht heruntergekommen. Ausgeschmückt sind die Räume mit allerhand Krimskrams aus alter Zeit: Säbel, Geldscheine aus aller Welt, Helme, Hüte, Zeitungsausschnitte, Bilder… Gasse zu unserem StammpubMan spürt regelrecht, dass man in einem besonderen Haus ist. So wirklich besonders wird dieser Pub aber durch Beobachtungen, die im Lauf der Jahre gemacht wurden. Wer der Urheber dieser merkwürdigen Geschehnisse zu sein scheint, ist schnell erklärt: Das Pub war einst Messe für die Offiziere des Duke of Wellington und es ist der Geist eines der Offiziere der Guards, der heute dort umgeht. Dieser wurde von seinen Kameraden beim Falschspielen erwischt und die folgende Tracht Prügel fiel wohl etwas zu heftig aus, da sie zum Tode des Soldaten führte. Die Anwesenheit seines Geistes manifestiert sich durch unheimliche Schemen und Schatten, die sowohl von den Gästen wie auch von den jeweiligen Besitzern wahrgenommen wurden, und durch eine ganze Reihe unerklärlicher Geschehnisse, wie zum Beispiel der Tatsache, dass der Bierhahn im Keller plötzlich zugedreht war, obwohl niemand den Raum betreten hatte. Und in der Tat: Wenn man da so in einer Ecke vor seinem kühlen Bierchen sitzt, dann wird einem hier und da ziemlich mulmig zumute. Wir spürten (so verrückt das klingen mag) wirklich die Anwesenheit von irgendetwas oder irgendwem. Sehr merkwürdig, sehr gruselig, sehr schön! :mrgreen:

Übrigens: “The Grenadier” kann mit der besten Bloody Mary in London aufwarten – wenn man also das Glück oder das Unglück hatte, dem toten Offizier zu begegnen, ist für schnelle Hilfe gesorgt. :twisted:

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Tower of London

28. Februar 2008 Micha 2 Kommentare

Tower of LondonDer weltberühmte Tower of London ist natürlich eines der absoluten Wahrzeichen Londons und somit in jedem Fall Pflicht für jeden Touristen. Er ist eigentlich nichts anderes, als eine mittelalterliche Festung am östlichen Rand der City, allerdings mit einer langen Geschichte, um die sich jede Menge Mythen ranken. So ist der im Mittelpunkt des Komplexes gelegene White Tower das älteste Gebäude Londons. Er stammt aus dem Jahre 1078 und wurde von keinem geringeren als Wilhelm dem Eroberer erbaut. Er sollte die Normannen vor den Menschen der City of London aber auch London überhaupt schützen. Seine strategisch exzellente Lage direkt an der Themse und den Toren zur City ist also kein Zufall, sondern hat sich über die Jahrhunderte hinweg bestens bewährt. Die Festung wurde seit ihrem Bestehen niemals eingenommen!

TowerrabenDer Tower hatte neben seiner Bestimmung als Festung noch viele andere Funktionen. So war er nicht nur Festung, sondern auch Verlies und Hinrichtungsstätte, in dem teils echte Berühmtheiten inhaftiert waren oder auf dem Schafott ihr Leben ließen. Zeitweise war sogar eine Menagerie darin untergebracht, von der nur noch sechs Kolkraben übrig sind, die als “Tower Ravens” weltberühmt sind. Karl II. wollte die lieben Tierchen einst ermorden lassen, weil sie sein teures Teleskop vollgeschissen beschmutzt hatten. Als man ihm allerdings von der Legende erzählte, dass der White Tower, die Monarchie und das gesamte Königreich zugrunde gehen würden, falls die Raben jemals den Tower verließen, ließ er sich davon abbringen. Um solch einem Unglück vorzubeugen, werden heutzutage den Vögeln vom Ravenmaster die Flügel gestutzt.

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Einkaufen in London

25. Februar 2008 Micha 7 Kommentare

Picadilly CircusEin Grund nach London zu reisen, sind sicherlich die unzähligen Shoppingmeilen, die (wenn man nur genug Zeit und Geld hat) alles bieten, was das Herz begehrt. In aller Munde ist dabei das Shoppingdreieck zwischen Oxford Street, Oxford Circus, Regent Street, Picadilly Circus und Charing Cross Road. So gibt es zum Beispiel für Musikfreaks in der Oxford Street (Ecke Tottenham Court Road) einen gigantischen Virgin Megastore oder am Picadilly Circus die “Tower Records”.

Nachtleben in SohoIch muss allerdings zugeben, dass mich diese gigantischen “Prachtstraßen” zwar beeindruckt, aber nie wirklich begeistert haben. So avanciert zum Beispiel die Regent Street oder King’s Road zu einer Einkaufsmeile für Snobs Reiche. Schön mal zu sehen, aber nichts für uns! :mrgreen: Das Schöne an London ist doch in der Regel das Verrückte, Außergewöhnliche! Nirgendwo auf der Welt gibt es so viel davon. :twisted: Deshalb hat mir das Einkaufen immer auf den Märkten im East End am meisten Spaß gemacht. Zwar ist der Stadtteil Soho (der zum Teil inmitten des oben genannten Dreiecks liegt) verschrien, doch gilt das nur stellenweise und auch nur für das Nachtleben. Es reihen sich unzählige Theater und Musicalhäuser aneinander. Dazwischen Restaurants und Imbisse aller Art, Discos, Clubs, Pubs… und schließlich in abgelegenen Straßen auch diverse Etablissements, über deren Qualität ich nicht wirklich Auskunft geben kann. :lol:

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Covent Garden

22. Februar 2008 Micha 4 Kommentare

Nachdem hier ja fleißig für einen London-Kurztrip geplant und zusammengestellt wird, habe ich mich bereiterklärt den “präventiven Reiseleiter” zu spielen. Will heißen: Ich tu das, was ich in letzter Zeit sehr vernachlässigt habe und schreibe über meine Lieblingsstadt, über London. Sternchen* hatte sich als nächstes Covent Garden ausgesucht und schon geht’s los… :mrgreen:

Covent Garden, außenWer gern bummelt, der fühlt sich in London sowieso zu Hause, denn in dieser riesengroßen Stadt bekommt man wirklich alles… irgendwo. Ein besonderes Einkaufserlebnis ist aber ganz zweifellos Covent Garden. In der City of Westminster gelegen bieten die ehemaligen Markthallen die optimale Kulisse für Straßenmusikanten, Schauspielschüler und Hobbyartisten. So kommt es nicht selten vor, dass man während seinem Einkauf wirklich atemberaubende Darbietungen wie virtuose, klassische Opernarien samt Begleitung, mittelalterliche Fechtszenen aus einem Stück von Shakespeare oder halsbrecherische Vorstellungen von Zirkusartisten zu sehen bekommt. Ursprünglich war Covent Garden in der Tat ein vom Konvent Sankt Peter gepflegter Garten – daher der heutige Name. Dieser sollte als natürliche Speisekammer für den täglichen Lebensmittelbedarf des Klosters dienen. Natürlich war es eine Tat des allseits als grausam bekannten Heinrich VIII., die Abtei zu enteignen und den Garten selbst unter den Nagel zu reissen. So ging das Grundstück in weltliche Hände über.

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London Underground

21. Februar 2008 Micha 9 Kommentare

Viel zu lange schon habe ich nichts mehr zu London geschrieben. Dabei ist diese Stadt in aller Munde! Hier entstand zum Beispiel eine sagenhafte (Schnaps-)Idee, der ich versucht war nachzugeben. :mrgreen: Aber nein, für einen Kurztrip ist mir die Stadt der Städte dann doch “zu schade”. :twisted:

Londoner U-Bahn “Underground”Wer nach London reist, der kommt um eine Sache nicht herum: Die U-Bahn “London Underground” oder wie sie die Einheimischen liebevoll nennen: “The tube”. Sie ist sicher nicht die Schönste, aber in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes: Als ältestes und bis heute größtes U-Bahnnetz befördert sie mit rund 500 Zügen jeden Tag drei Millionen Menschen von A nach B und gilt trotzdem als sicherstes Verkehrsmittel in ganz England. Elf Linien verteilen sich auf 401 Kilometer Gesamtstrecke und fahren 268 Stationen an. Diese Dimensionen jagen zunächst jedem Touristen Angst ein, doch diese ist unbegründet: Das Liniensystem ist so einfach aufgebaut, dass selbst der London-Neuling ohne Probleme zurecht kommt. Jede Linie hat ihre eigene Farbe und in jeder Station sind die Bahnsteige getrennt nach West / Ost bzw. Nord / Süd. Je nachdem in welche Richtung man will, folgt man dem Wegweiser: “Westbound”, “Eastbound”, “Northbound” oder “Soutbound”. Das ist schon alles! So reicht ein kurzer Blick auf die Streckennetzkarte und schon weiß man, wo man hin muss.

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Heute vor zehn Jahren

31. August 2007 Micha 3 Kommentare

Wer erinnert sich schon daran, was genau vor zehn Jahren war? Ich glaube, gerade am heutigen Tag tun das verdächtig viele Leute. Warum? Weil der 31. August 1997 einer dieser Tage ist, über den die Menschen noch in Jahrzehnten sagen werden: “Wo und wie hast Du damals davon erfahren?”. Die Ermordung Kennedys, der 11. September und eben auch der Unfall Lady Dianas sind Ereignisse, die einen schlagartig immer wieder an den einen, betreffenden Tag zurückversetzen – ganz gleich, wie lange dieser schon her ist.

Heute vor genau zehn Jahren ist also Lady Diana gestorben. Für mich als London-Fan natürlich eine wichtige Persönlichkeit, nicht nur, weil wir bei unserem letzten Besuch im Londoner Hyde Park am Princess Diana Memorial von einer ganz eigenartigen Stimmung erfasst wurden. Ich erinnere mich noch genau an jenen Sonntagmorgen, als ich schlaftrunken dem Radio lauschte und das Unglaubliche hört: Lady Di ist tot! Ich schaltete sofort den Fernseher ein und sah das, was ich nicht fassen konnte.

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KategorienLondon, Umfragen

Trafalgar Square

21. August 2007 Micha Keine Kommentare

TrafalgarEngland und Frankreich verband in der Jahrunderte alten Geschichte beider Länder selten eine innige Freundschaft. Im Gegenteil: Anfang des 19. Jahrhunderts bekriegten sich die beiden Staaten sogar massiv. Damals wurden Kriege noch hauptsächlich auf hoher See gewonnen oder verloren und so ist es kaum verwundertlich, dass die entscheidende Schlacht zwischen England und Frankreich am Kap Trafalgar bei der Straße von Gibraltar stattfand. Damals siegte der dadurch weltberühmte Admiral Horatio Nelson und somit die Engländer über die Franzosen. Nelson selbst kam dabei ums Leben und so erfuhr er nicht wirklich von seinem glorreichen Sieg.

Schiffsmodell auf LaterneNatürlich sind die Engländer bis heute stolz auf ihren Nationalhelden und widmeten diesem geschichtsträchtigen Ereignis den größten Platz mitten im Herzen Londons: Trafalgar Square. In dessen Mittelpunkt befindet sich die weltberühmte Nelson Column, 56,34 Meter und damit exakt so hoch, wie Nelsons Flaggschiff HMS Victory vom Kiel bis zur Mastspitze. Der würfelförmige Sockel des Denkmals zeigt auf jeder der vier Seiten prachtvolle, aus französischen Kanonen gegossene Bronzereliefs, die Szenen aus den vier großen Siegen des Admirals darstellen.

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Der große Brand

17. August 2007 Micha 14 Kommentare

Wer London, so wie es sich uns bis heute zeigt, verstehen möchte, der kommt um ein Großereignis nicht herum: “The Great Fire” – Der große Brand von 1666. Schon wenige Monate zuvor wurde die Stadt von einer Katastrophe heimgesucht: Die letzte Große Pest. Der Sommer 1666 war sehr warm und trocken, was zunächst die Angst vor einer noch weiteren Ausbreitung der tödlichen Krankheit anheizte. Eine sehr viel größere und alltägliche Gefahr wurde hingegen total unterschätzt. Es gab damals weder Streichhölzer noch Feuerzeuge und so war das Feuermachen ein ziemlich umständlicher Prozess. Mit Zunder oder glühenden Kohlen wurde Feuer entflammt und aus Bequemlichkeit oftmals tagelang im Ofen oder Herd glimmen gelassen. So tat es wohl auch ein Bäcker in der Pudding Lane nahe der Themse oder er hatte einfach die Glut übersehen. Jedenfalls entfachte sein Ofen ein Feuer in der Backstube, das sich rasend schnell ausweitete. Die Häuser bestanden damals nicht nur aus hölzernem Fachwerk, sondern hingen aufgrund des akuten Platzmangels in der City in den oberen Stockwerken über, d.h. die Häuser waren oben breiter als unten und boten so dem Feuer den optimalen Nährboden.

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Big Ben schweigt

13. August 2007 Micha 10 Kommentare

Es ist das erste Mal seit mehr als 50 Jahren, dass Big Ben schweigt, zuletzt war das 1956 der Fall. Für alle London-Fans (und ich bin zweifellos einer davon) ist das ganz gewiss ungewohnt. Die Stadt an der Themse ohne das berühmte Geläut ist wie Eis ohne Sahne! Zwar ist der Verkehr an der Westminster Bridge oftmals so belebt, dass man das Glockenspiel nur leise wahrnimmt, aber doch gehört es ganz zweifellos dazu.

Aber warum schweigt Big Ben? Wegen dringender Wartungsarbeiten verstummt das Londoner Wahrzeichen für rund einen Monat. Die berühmte Glocke des Turms am Londoner Parlamentsgebäude “Houses of Parliament” hat zum vorerst letzten Mal am Samstag seine Glocken schlagen lassen. Nun herrscht für vier bis sechs Wochen Stille. Die Uhr wird während der Arbeiten jedoch nicht still stehen, ein elektronisches Sicherheitssystem soll sie am Laufen halten.

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