Weihnachtszeit (Teil 2)
Hier habe ich ja meine persönliche Weihnachtsbestenliste eingeläutet, die ich nun hier fortführen möchte. Ich weiß, der Song, den ich nun hier anführe spaltet die Nation. Neulich wurde im Radio bei SWR3 darüber abgestimmt, ob dieser Titel nun eher nervig oder doch ein immer wieder kehrender Leckerbissen ist. Da ich George Michael als Sänger und Songwriter nach wie vor grandios finde und seine Platten auch nach Jahren immer wieder gerne höre, trifft für mich eindeutig letzteres zu: “Last Christmas” ist für mich Weihnachten pur! Wenn ich dieses Lied höre, sehe ich einen Pferdeschlitten und eine schneebedeckte Winterlandschaft vor mir… fast so wie im Video, das jetzt folgt.
Für mich ein Muss – nicht nur aber vor allem an Weihnachten!
Weihnachtszeit (Teil 1)
Irgendwie ist es in jedem Jahr dasselbe: Der November geht zu Ende, der Dezember platzt zur Tür herein… und da ist sie wieder die Vorweihnachtszeit. In der jüngsten Vergangenheit hat diese Zeit und deren eigentliche Stimmung für mich immer mehr an Bedeutung verloren; das muss ich ganz offen zugeben. Jetzt, seit Hannah da ist, sehe ich Weihnachten wieder mit den funkelnden Augen eines Kindes. Irgendwie kommt wieder so ein wohlig, wärmendes Kribbeln in mir auf, wenn ich an den Heiligen Abend und die Weihnachtsfeiertage denke. Ein warmes, mit Kerzen beleuchtetes Zimmer, ein geschmückter Weihnachtsbaum, draußen qualmende Kamine und Schneeflocken, die langsam und leise vom Himmel tanzen. Herrlich!
Was für mich als Musikjunkie aber über all die Jahre immer konstant geblieben ist, das sind die typischen Songs, die immer wieder zu Weihnachten durch die Radios dudeln. Einige davon nerven, andere sind so sehr klassichse Klassiker, dass sie schon nicht mehr ganz so meinem Musikgeschmack entsprechen.
Eine handvoll Titel gehören für mich aber unbedingt zu Weihnachten dazu. Läuft einer von ihnen irgendwo im Radio oder Kaufhaus, kommt in mir sofort ein vorweihnachtliches Gefühl auf – auch wenn’s mitten im Hochsommer ist.
Ja, und diese Songs möchte ich Euch nicht vorenthalten, auch um herauszufinden, was Eure ganz persönlichen Weihnachtslieder sind.
Meine fünf Liebsten
Wir hatten ja schon mal die Frage nach den Top 10. Dabei ging es um die zehn liebsten Lieblingssongs, die man so hat. Das Stöckchen schleuderte wild durch die Gegend und förderte (wie ich finde) hochinteressante Ergebnisse zutage. Was mich aber mal interessieren würde: Was sind Eure fünf liebsten Lieblingsinterpreten, die Euch immer wieder begleiten und von denen Ihr blind ein neues Album kauft? Ich frage deshalb nur nach den ersten fünf, weil es meist ganz individuelle Gründe gibt, warum man musikalisch jemanden gut findet. Die will ich natürlich auch wissen!
Und damit man keine Romane schreiben muss: fünf und nicht zehn!
Natürlich will ich mich da nicht ausnehmen und fange gleich mal an…
Meine erste Vinylplatte
Ich hab mir hier ein Stöckchen eingefangen, das ganz nach meinem Geschmack ist: Es geht dabei nämlich um Musik!
Ich muss zugeben, dass ich schon sehr genau überlegen musste, denn es ist zum einen schon verdammt lang her, zum anderen hab ich damals schon recht häufig und viele Platten gekauft. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass meine Erinnerungen mich nicht trügen.
Die Frage ist, welche meine erste Vinyl-Schallplatte war. Nach allem, was mein Gedächtnis widergibt, war das “Der blaue Planet” von “Karat”. Wer mit dieser Band nichts anfangen kann, der wird spätestens beim Titel “Über sieben Brücken” ein Aha-Erlebnis haben.
Recht häufig kommt da der Einwand: “Ja, aber das war doch vom Peter Maffay!” Weit gefehlt! Das Original ist von der ostdeutschen Band “Karat” und als solches aber nicht auf dem hier genannten Album vertreten. Trotzdem ist die Scheibe bis heute ein echtes Schmankerl in meiner Sammlung. Inzwischen habe ich sie natürlich auch auf CD und habe sie eigens aufgrund dieses Stöckchens mal wieder rausgekramt. Insbesondere der Titelsong selbst hat heute noch eine erschreckende Aktualität. Es geht nämlich darum, dass unser Planet immer mehr zerstört wird… und zwar von uns Menschen selbst. :shock:
Das Maß aller Dinge
Man kann sie mögen oder auch nicht, nur eines muss man ihnen in jedem Falle zugestehen: Sie machen absolut perfekte Musik! Die Rede ist von den Eagles, der Kultband, die seit sage und schreibe 28 Jahren keine Platte mit durchweg neuem Material mehr veröffentlicht haben. Und nun also, im glorreichen Jahr 2007, legen die alten Herren gleich ein Doppelalbum vor. Hier und da wird kritisiert, es seien zu wenige “Aha-Effekte” enthalten oder vieles sei viel zu sehr “Eagles-typisch”. Meine Meinung ist: Das Doppelalbum “Long Road Out Of Eden” enthält vielleicht weniger “Aha-Effekte” als man es von den Eagles erwartet, aber immer noch überdurchschnittlich mehr, als manch eine Platte von “gängigen” Interpreten. Und sorry: Wer eine Eagles-Platte kauft, der darf sich nicht wundern, dass man Eagles pur bekommt – und das ist bei der aktuellen Platte der Fall. Vor allem die Opener der zweiten CD sind für mich echte Highlights und der lange erwartete Paukenschlag einer Band, die schon so oft totgeglaubt war.
The real music
Anke hat in ihrem Bollenhut-Blog von Gänsehaut-Feeling berichtet. Auslöser dieser Gefühlsregung ist der allseits bekannte und in der Tat immer wieder überwältigende John Miles-Titel “Music” gewesen… allderings in der Live-Version im Duett (ausgerechnet) mit Hartmut Engler! Sorry Anke, wenn ich nochmal drauf rumreite, aber da hat’s mich wirklich geschüttelt!
Darum jetzt hier der unengeschränkte und authentische Genuss ohne Wenn und Aber: Music was my first love and it will be my last… *Gänsehaut*
Goodbye Fury!
Die Nachricht traf uns wie ein Blitz: Die allseits bekannte und in unseren Ohren geniale Band mit dem merkwürdig klingenden Namen “Fury In The Slaughterhouse” gehen im kommenden Frühjahr auf Abschiedstournee! Vor allem Katrin liebt diese rockige und trotzdem andersartige Musik. Schon viele Konzerte haben wir gemeinsam erlebt und waren stets begeistert. Nun also soll Schluss sein.
Der Bruder eines Kollegen und Freundes von uns ist zufälligerweise Manager der Band und so haben wir schon in der Vergangenheit immer wieder erfahren, dass es bei den Jungs so gar keine “kreative Phase” mehr gab. Schon des öfteren mutmaßten wir deshalb: Kein neues Album, verdächtige Ruhe… das Ende von Fury? Jetzt scheint es sich also zu bewahrheiten. :shock:
Meine aktuelle Top Ten
Von Anke hab ich mir das Top Ten-Stöckchen eingefangen. Danke dafür!
Dass es dabei um Musik geht, trifft natürlich voll und ganz meinen Geschmack!
Well, here are the votes…
1. Ich & Ich – Stark
2. Laith Al-Deen – Alles unter diesem Himmel
3. Ich & Ich – Vom selben Stern
4. James Blunt – 1973
5. Laith Al-Deen – Die Liebe zum Detail
6. Joe Cocker – Just pass it on
7. Laith Al-Deen – Stille
8. Elvis & Lisa Marie Presley – In The Ghetto
9. Bruce Springsteen – Radio Nowhere
10. Plain White T’s – Hey there Delilah
Weit, weit weg
Es gibt Lieder, die dringen in den Gehörgang und kaum treffen sie auf das Trommelfell, wecken sie Emotionen, Erinnerungen und Bilder in einem. Plötzlich ist eine Situation, ein Erlebnis oder eine Zeit so präsent, als wäre es keine Vergangenheit sondern Gegenwart. Die Möglichkeiten von Musik sind dabei nahezu grenzenlos. Jedem, dem das bekannt vorkommt, wird nun sicher warm ums Herz. Mir geht es jedenfalls so beim Schreiben dieser Zeilen.
Zur Zeit und vor allem an einem so grauen Montagmorgen wie heute höre ich wahnsinnig gerne einen Mann, der es immer wieder schafft, mich in sekundenschnelle “weit, weit weg” zu bringen. Sofort bin ich mitten in Südtirol. Neben dieser Stadt und der (Halb-)Insel, auf der sie liegt, ist Südtirol wie eine zweite Heimat für uns. Dort hin, in diese sagenhafte Bergwelt, entführt mich Hubert von Goisern immer wieder – obwohl er ja eigentlich Österreicher ist.
Wer ihn nicht kennt und nun glaubt, es ginge dabei um volksmusikalisches Gedudel, der liegt weit daneben! Hubert ist ganz zweifellos ein Rocker, der einfach die Musik seiner Heimat mit seiner Lieblingsmusik vermischt. Das Ergebnis ist berauschend, (ent-)fesselnd und mitreissend. Unbedingt hörenswert! Vor allem Stücke wie “Heast as nit” und vor allem “Weit, weit weg” haben es mir und uns sehr, sehr angetan. *schmelz*
Mei, i wär so gern amoi wieda weit, weit weg…
Ich und die
Schon der erste Streich des ungleichen und doch so passenden Paares namens “Ich und ich” hat mich durchweg überzeugt. Um wen es sich dabei handelt, ist inzwischen ausreichen bekannt, oder?
Jetzt ist das neue Album da (siehe Cover links) und was soll ich sagen? Es hat mich wieder komplett erwischt! Die Platte läuft in meinem Player im Endlosmodus und bis jetzt ist noch kein Ende in Sicht. Ich kann die CD nur jedem wärmstens empfehlen, vor allem dann, wenn man auf kluge (deutsche) Texte und eingängliche, nicht auf einen Stil festgelegte Musik steht. Man merkt: Da tut jemand was, von dem er Ahnung hat.
Das Tüpfelchen auf dem i ist dann noch ganz zweifellos das Video zur aktuellen Single mit demselben Namen wie das Album: “Vom selben Stern”. Mal sehn, wen Ihr so alles wiedererkennt.






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