Premiere
Nachdem ich meine Gesundheit wiederhabe und ich die ersten, während der Krankheit aufgehäuften Berge abgearbeitet habe (leider noch lange nicht alle, gell drea?
), freue ich mich nun auf ein ruhiges und hoffentlich erholsames Wochenende. Danach ist sicher wieder genügend Kraft da für eine neue Woche und viele neue Blogbeiträge hier.
Das Wochenende wird aber ganz zweifellos auch eine Premiere. Am Samstagabend findet (wieder einmal) das Finale des “Eurovision Song Contest” statt. Ich gebe zu: Bisher war das eher eine belustigende Sache für uns, der wir eher beiläufig und (wenn überhaupt) nur streckenweise folgten. Diesmal werde ich es aber mit einem gewissen Interesse anschauen, denn zum ersten Mal ist ein Song mit von der Partie, der es mir wirklich sehr, sehr, sehr angetan hat. Nein, die Rede ist nicht vom deutschen Titel. Dieser hat ganz zweifellos ein gewisses Potential, allein schon deshalb weil Alex C. der Rädelsführer ist. Dieser Mann hat einen Riecher für Trends und musikalische Stimmungen. So hat er ganz gezielt einen Titel gewählt, der hierzulande eher “unter ferner liefen” Beachtung findet, im europäischen Ausland (vor allem im Osten) gewissen Chancen haben könnte. Mal sehen…
Wirklich angetan hat es mir aber ein anderer Song: “Is it true?” von der Isländerin Yohanna hat sich geradewegs in mein Ohr und in mein Herz geträllert. So viel Qualität und so viel Gefühl ist selten beim “Eurovision Song Contest”. Gehe ich von den letzten Jahren aus, ist das Grund genug, warum der Titel nicht weit vorn landet.
Mir ist das letztlich egal! Das Lied ist klasse und ich höre es zur Zeit sehr, sehr oft. *lausch* … und wer weiß? Vielleicht rufe ich heuer zum ersten Mal für einen “ESC”-Titel an?!
Musikdownloads bei Amazon
War das nun eine wirkliche Überraschung oder ging da nur was an mir vorrüber. Wie ich heute erfahren habe, gibt’s ab sofort jede Menge Musik in Form von downloadbaren MP3-Dateien bei Amazon käuflich und somit legal zu erwerben. Natürlich habe ich davon gehört, dass das Unternehmen diesen Schritt plant und in den USA auch schon längst getan hat, aber dass es hierzulande nun doch so flott geht, war mir unbekannt. Jedenfalls ist die Auswahl für einen Neuling beachtlich. Vor allem aber die Preise sind umwerfend! Teilweise gibt es ganze Alben für gerade mal rund 5,- EUR. Die meisten Songs kosten unter 1,- EUR. Das ist eine harte Konkurrenz für alle anderen Anbieter in dieser Sparte. Noch dazu ist der Download denkbar einfach, nicht zuletzt auch deshalb, weil Amazon gleich ganz ohne Kopierschutzmechanismen an den Start geht.
Ich bin zwar nach wie vor ein eiserner Verfechter und Liebhaber von “guten, alten” CDs (mit Cover, Booklet usw.), werde aber sicher hier und da mal Einzeltitel dort kaufen. Vielleicht auch mal das ein oder andere Album, das es mir dann doch nicht wert ist, in Form einer CD gekauft zu werden.
Wer sich mal umschauen möchte: Hier geht’s zu Amazon MP3. Zur Begrüßung gibt’s dann gleich mal Amy McDonald’s “This much is true” als Gratisdownload für alle!
Deutschland sucht den Superchauvi
Die letzten Staffeln von RTLs Talentsuche “Deutschland sucht den Superstar” haben wir mehr oder weniger regelmäßig verfolgt. Allerdings erst ab den Mottoshows, denn (ohne überheblich wirken zu wollen) das ganze teils unterirdische Auswahlverfahren ist kaum zu ertragen. Es hat sicher einen gewissen Unterhaltungswert, aber musikalisch ist es einfach nur Folter pur!
Und so hatten wir bisher auch immer unsere Favoriten, für die wir zwar fieberten aber nur mal ganz selten anriefen. Bisher waren wir auch (fast) immer mit dem neuen “Superstar” zufrieden… oder konnten zumindest damit leben. Ausnahmen wie der Medlock bestätigen die Regel.
Die aktuelle Staffel ging diesmal komplett an uns vorrüber. Bei der Vorrunde ist das, wie erwähnt, kein Wunder, aber dass wir die Mottoshows beinahe schon komplett verpasst hätten, das ist neu. Manchmal scheint man eine gewisse, unterbewußte Vorahnung zu haben. Täuscht uns der Eindruck, oder ist das (musikalische!) Niveau heuer niedriger denn je? Ein “Superstar” sollte in unseren Augen ein Allrounder sein, einer, der immer wieder überrascht und in vielen Rollen überzeugt. Was aber sehen wir da? Eine Schlager trällernde Tanzmarie, eine vollbusige Blondine, die mehr mit ihren äußeren als mit ihren stimmlichen Reizen überzeugen will, ein harfezupfendes Dirndl, einen schwulen Frisör (wenn das kein Klischee ist!
), ein zappelnder Psychopath… Hab ich was falsch verstanden oder geht es diesmal nicht mehr um die musikalische Leistung? Ich verstehe sowieso nicht, warum man die einzelnen “Disziplinen” in den Mottoshows (z.B. Big Band etc.) abgeschafft hat. Das war eine schöne Möglichkeit alle Facetten der Kandidaten zu beleuchten.
Die aktuelle Jury bestätigt aber die zweifelhafte Auswahl. Musikmanager Volker Neumüller mag ein netter Kerl sein, aber er scheint eher ein Auge auf (vor allem weibliche) Äußerlichkeiten zu werfen, als auf die künstlerischen Leistungen zu schauen. Nina Eichinger ist bestimmt ein süßes Mädel (mit einem bekannten Vater) und dumm ist sie sicher auch nicht, aber ob sie die Richtige für eine Musik-Jury ist, nur weil sie mal auf MTV durchs Bild gelaufen ist?!
Und der liebe Dieter Bohlen mag für jede Menge Unterhaltung in Form von flotten und teils beleidigenden Äußerungen sorgen, aber sein musikalischer Sachverstand ist… naja, mindestens umstritten.
Alles in allem geht es diesmal mehr denn je um plumpen, leicht durchschaubaren Kommerz. Daher sind Eklats, Sexbekundungen und Nacktfotos wichtiger als alles andere. Und insofern passen dann nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Jury. Weiterhin viel Spaß damit… Wir klinken uns an dieser Stelle aus! :cool:
Coldplay – Life in technicolor II
Der Colplay-Longplayer “Viva La Vida” ist ein Glanzstück – keine Frage! Jetzt schieben die Jungs eine EP namens “Prospekt’s March” nach. Vor allem “Life in technicolor II” gefällt mir daraus besonders gut:
Offenbar haben auch andere Gefallen daran gefunden, denn die limitierte EP scheint bereits ausverkauft zu sein. Nun kann man Coldplay natürlich vorwerfen, dass diese Verkaufsstrategie ziemlich kommerziell ausgelegt ist. Zuerst wirft man ein Album auf den Markt, das trotz mehrerer echter Hits relativ “kurz” geraten ist (immerhin nur zehn Titel) und schiebt dann Wochen später eine EP nach, deren Songs sowohl platzmäßig als auch stilistisch locker auf das Album gepasst hätten. Das mag nicht “nobel” sein, aber ganz offensichtlich geht die Strategie auf.
Seal – Prayer for the dying
Ein absolut genialer Song, der mir (aus bestimmten Gründen) derzeit wieder mal nicht mehr aus dem Ohr krabbeln möchte.
U2 – Still haven’t found what I’m looking for
Dieser Song lief heute Morgen im Radio und ich hatte (wie immer) Gänsehaut pur.
Da fällt mir ein, dass der neue U2-Longplayer immer noch zu Hause liegt und auf seinen Einsatz wartet. Au man… Was ein Stress!
Rosenstolz
Ich bin eigentlich für nahezu alle Musikrichtungen offen. Wenn mir mal etwas nicht ganz so gut gefällt, dann höre ich trotzdem zwei-, dreimal hin, denn es könnte ja sein, dass ich meine Meinung ändere. So mochte ich zum Beispiel Coldplay anfangs überhaupt nicht. Inzwischen liebe ich deren Musik.
Ganz anders ist das mit Rosenstolz. Ich mochte die noch nie und ich werde sie wohl auch nie mögen. Immer wieder hörte ich mir die jeweils neuste Single an und immer wieder schüttelt es mich. Ich kann nicht genau sagen warum, aber diese Songs sprechen mich überhaupt nicht an und sind mir – offengesagt – zuwider. Sorry, aber das ist so! “Ich geh in Flammen auf” macht mich aggressiv. Bei “Gib mir Sonne” hör ich immer nur “Gib mir Sahne” und kann nur den Kopf schütteln. Jetzt gibt es den neuesten Wurf der Bande: “Blaue Flecken”. Und wieder einmal stößt mich diese quäkend röhrende Stimme und diese viel zu pathetisch klingenden Texte ab. Das ist mir alles zu steif und zu gefühllos. Ich kann nicht sagen, warum das so ist. Es wirkt einfach so auf mich! Wenn es sowas wie eine Wellenlänge gibt, dann ist Rosenstolz das absolute Gegenteil von der meinen.
Nur damit da keine Missverständnisse entstehen: Ich habe nichts gegen diese Künstler und ihr Erfolg gibt ihnen ja auch voll und ganz recht in dem, was sie tun. Es ist nur überhaupt nicht meins. Das ist einfach so. Sorry!
Phil Collins – Do you remember
Phil Collins hat meinen Musikgeschmack nachhaltig geprägt. Sowohl als Mitglied von Genesis als auch “solo” hat er tiefe Spuren in meinem Gehörgang hinterlassen – und das ist auch gut so. Eines meiner absoluten Lieblingslieder ist und bleibt “Do you remember” von seinem herausragenden, genialen Longplayer “But seroiusly”. In dem Song erinnert sich Phil an seine erste große Liebe, der leider kein Happy End vergönnt war. Das ist Gänsehaut pur – immer wieder! Sein dazu gehörender Videoclip stetzt dem Ganzen die Krone auf und entlockt mir stets wieder einen kleinen Seufzer mit anschließendem Lächeln… Euch auch?
Hannahs neues Lieblingslied
Hannah hat ein neues Lieblingslied, das sie bei jedem Spielen im Radio mit einem gaaanz breiten Grinsen gutiert. Sasha angelt weibliche Fans schon unter den ganz jungen.
Hannahs Wiegenlied
“Fields of gold” von Sting ist von jeher ein emotionaler Song – nicht nur für mich. Mit Hannah bekam er aber eine noch emotionalere Bedeutung. Damals, vor rund zwei Jahren, als sie abends ihre regelmäßigen Schreikrämpfe hatte, war das Spielen dieses Liedes die einzige Möglichkeit, sie zu beruhigen und in den Schlaf zu wiegen. Es funktionierte (fast) immer! Bis heute denke ich bei den bekannten Klängen an diese Momente zurück – teils froh, dass diese haarsträubende Zeit hinter uns liegt, teils traurig, weil sie hinter uns liegt. Noch sentimentaler wird man, wenn man weiß, dass diese Liveversion von “Fields of gold” am 11. September 2001 in der Toscana aufgenommen wurde. Eigentlich wollte Sting aufgrund der schlimmen Anschläge von New York das gesamte Konzert abblasen. Aber schließlich entschied sich die gesamte Truppe um und baute kurzerhand den Gig von “fetzig-beschwingt” in “melancholisch-ruhig” um. Im Nachhinein eine weise Entscheidung… nicht nur wegen der damaligen Ereignisse.






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