The King Of Pop
Seien wir ehrlich: Wer hat noch nicht über Michael Jackson gelästert?
Klar, der Mann bietet hier und da auch so manche Angriffsfläche. Seine angebliche (sexuelle) Vorliebe für Kinder, seine Sprechstimme, sein Äußeres, das durch unzählige Schönheitsoperationen mehr verunstaltet als verbessert wurde und schließlich die jahrelange, künstlerische Flaute, die bei ihm zu herrschen scheint. Dabei geht etwas total unter, was selbst die härtesten Kritiker nicht wegdiskutieren können: Er ist und bleibt einer der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Wer in seinem Leben rund 400 Millionen Tonträger verkauft hat, der kann nicht so lächerlich sein, wie er oft dargestellt wird.
Ich sehe Michael Jackson eher als Phänomen, als Genie, das (wie es leider so oft der Fall ist) an dieser Gabe mehr und mehr zerbricht. Trotzdem ist er für mich ein ganz großer Musiker. Da ist es zweitrangig, ob ich seine Musik uneingeschränkt mag oder ob er momentan nichts Neues mehr abliefert. Er hat tolle Songs geschrieben, die auch meine Jugend und die Zeit danach begleitet und vielleicht sogar ein Stück weit geprägt haben. Bei allem Hohn und Spott sollte das zumindest hin und wieder bedacht werden.
Unser Haus- und Hofradiosender SWR3 würdigt diesen Verdienst, indem eine Abstimmung stattfindet, die den größten Michael Jackson-Song ermitteln soll. Hier kann jeder mitmachen und ich muss zugeben: Ich konnte mich noch immer nicht entscheiden!
Welcher ist für Euch der größte Jackson-Song und warum? Das würde mich mal interessieren!
Happy birthday, Robert!
Heute hat eine lebende Legende Geburtstag. Robert Plant wird 60. “Robert wer?” wird die jüngere Generation fragen, zu der (im Verhältnis) auch ich zähle. Trotzdem kenne ich Robert sehr gut, einerseits als grandiose Leadsänger der Hardrockväter “Led Zeppelin”, andererseits als begnadeter Solokünstler mit tiefgängigen und eigenwilligen Kompositionen. Vor allem sein Album “Fate of nations” hat es mir angetan. Im Rahmen der Promotour für dieses Album erlebte ich Robert live im Vorprogramm von Lenny Kravitz. Es war ein absolutes Erlebnis diesen Mann hautnah zu erleben.
Und heute nun wird er 60 und damit kein bisschen müde, denn noch immer kann man Neues von ihm hören. Als kleines Ständchen gibt’s hier ganz bewußt nicht den klassischen Klassiker unter allen Klassikern, “Stairway to heaven” (den hatten wir hier schon), sondern dafür einen seiner schönsten und zugleich nachdenklichsten Songs aus seiner Solokarriere: “I believe”. Soweit ich weiß, hat er diesen Song seinem verstorbenen Sohn gewidmet. In diesem Kontext läuft einem beim Anhören ein kalter Schauer nach dem anderen über den Rücken:
Tears from your Mother, from the pits of her soul
Look at your Father, see his blood run cold[...]
I believe, aye do aye
Say brothers sisters, see your brothers in the sky
Neighbour, neighbour, don’t be so cold
It’s only glory from the story untold
Furchtbar… furchtbar schön! :shock: Und das Video dazu trifft mit seinen Bildern den Nagel auf den Kopf:
Don Henley – Boys Of Summer
Was für ein geiler Song… immer und immer wieder… Vor allem an Sommertagen!
Das Video passt wie Arsch auf Eimer perfekt… Ich stelle mir da immer eine Küstenstraße vor und ein Cabrio, das der Strecke folgt… von Möwen umkreist, dem Sonnenuntergang entgegen… Boys of Summer! *Gänsehautkrieg*
Das Phänomen “Paul Potts”
Die weltberühmte Arie “Nessun dorma” aus Puccinis Oper “Turnadot” ist zweifellos eines der am schwersten zu singenden Stücke, die jemals geschrieben wurden. Kein anderer als Luciano Pavarotti sang und singt dieses Meisterwerk so brilliant und klar, so unbeschwert und mitreißend. Immer wieder bekomme ich Gänsehaut, wenn ich “den Meister” diese Arie singen höre.
Umso erstaunter war die Jury der englischen Sendung “Britain’s Got Talent”, als ein gewisser Paul Potts ankündigte, er wolle nun “Oper” vorsingen. Damit meinte er eben jene Arie “Nessun dorma”! Nicht genug, dass er rein äußerlich überhaupt nicht aussah, als könne er auch nur ansatzweise einen dieser schweren Töne treffen. Nein, die Tatsache, dass er ein Handyverkäufer aus Südwales ist, ließ die Erwartung auf eine furchtbare Darbietung eines bisher aus gutem Grund unentdeckten Laien wachsen. Und dann legte Paul los… einfach so:
Natürlich ist diese Darbietung meiner Meinung nach noch immer nicht zu vergleichen mit Pavarottis Brillianz. Im direkten Vergleich zu beispielsweise diesem Auftritt (atemberaubend!!!) wird klar ein Unterschied deutlich. Aber man muss auf jeden Fall sehr deutlich hervorheben, dass es sich hierbei um keinen Profi wie Pavarotti, sondern “eigentlich” um einen blutigen Laien handelt! Gerade deshalb ist es einfach umwerfend, wie dieser unscheinbare Mann mit seiner Stimme überzeugt und reihenweise Gänsehaut fabriziert. Allein schon die Mimik der Jury und zuletzt sogar das eine oder andere vergossene Tränchen zeugen davon, dass hier ein neuer Star entdeckt wurde. Unglaublich, dass so jemand bisher nirgendwo in Erscheinung getreten ist.
Go West – King of wishful thinking
Ein tolles Lied, das ich immer wieder gerne höre! Und ja: Ich find auch den Film (nach wie vor) kultig und deutlich besser als sein oftmals kitschiger Ruf.
Gestöhne aus Mannheim

Seit einigen Tagen hört man in vielen Radiosendern den neuen Song der Söhne Mannheims. Der Titel ist noch nicht mal auf Single erschienen, da geht er mir auch schon wieder tierisch auf die Nerven.
Ich war einst flammender Anhänger von Xavier Naidoos Musik. Sein Debüt “Nicht Von Dieser Welt” hat mich damals echt aus den Socken gerissen. Rückblickend muss ich wohl einsehen: Das war in erster Linie Moses Pelhams Verdienst, denn alles was danach kam (inklusive der meisten Söhne-Machwerke) langweilt mich nicht nur maßlos, sondern fabriziert wellenförmige Krämpfe in meiner Speiseröhre. Ich weiß wohl, dass ich damit überwiegend allein stehe, aber was soll ich machen? Vor allem der erwähnte, neue Wurf “Das hat die Welt noch nicht gesehen” ist so platt, so langweilig und so vorhersehbar, dass selbst Hannahs “La le lu”-Spieluhr mehr Hitpotential hat. Und dann dieser Text:
Manche Wesen sind so schön.
Innen wie aussen. Sie verwöhnen
deine Sinne und gewöhnen
dich wieder an Liebe, die du kennst,
zu der du immer wieder rennst.
Coldplay – Violet Hill
Anfangs, als Coldplay zum ersten mal die musikalische Bühne betrat, konnte ich nicht so recht viel mit ihrer Musik anfangen. Warum das so war, weiß ich nicht, denn inzwischen finde ich deren Songs einfach nur grandios! Ich habe alle ihre Alben, auch das zuletzt veröffentlichte “Violet Hill” (dazu an dieser Stelle vielleicht später mehr). Die aktuelle Singleauskopplung gefällt mir ganz besonders gut. Deshalb läuft die auch immer wieder und ich summe zufrieden mit. Und dann verfolgt mich der Titel noch auf ganz merkwürdige Art und Weise. Immer und überall höre ich ihn: Im Autoradio, beim Einkaufen, vorhin im Verkaufsraum der Tankstelle…
Und jetzt auch hier:
Happy birthday, Don!
Lieber Don,
zu Deinem 61. Geburtstag wünsche ich Dir von Herzen alles Liebe und Gute. Auch wenn ich weiß, dass Du das hier (allein schon aus Mangel an Deutschkenntnissen) niemals lesen wirst, so möchte ich Dir trotzdem danken… für all die vielen schönen Momente, die Du uns… die Du mir bereitet hast. Momente, in denen ich zu Deinen Klängen in Gedanken schwelgte, mich wie auf einem langen, kerzengeraden Highway in einem Cabrio sitzend gen Sonnenuntergang fahren fühlte. Mir fallen spontan Songs wie “Hotel California” oder “Boys of summer” ein. Grandios! Großartig! Fabelhaft! Besser und schöner geht es nicht! Dafür ein herzliches Dankeschön und weiterhin gutes Gelingen.
Dein großer Fan
Micha
Fankrieg
Ich habe mit meinem Beitrag “Vorab-Rezensionen” offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Jedenfalls gab es heftige Reaktionen von Fans beider Seiten. Im Kern geht es um einen offensichtlichen “Fankrieg” zwischen den Anhängern der beiden Finalisten aus der letzten “Deutschland sucht den Superstar”-Staffel. Der Sieger Thomas Godoj hat vor kurzem sein neues Album auf den Markt geworfen und ist damit auch ziemlich erfolgreich. Fady Maalouf zieht nun in Kürze nach und veröffentlicht ebenfalls einen Silberling. Diese eng aufeinander folgende Veröffentlichungsorgie sorgt für einen ungewollten Konkurrenzkampf beim Onlineversandhaus Amazon.de. Godoj-Fans versuchen angeblich ihren Star durch Abgabe entsprechend positiver Rezensionen zu begüstigen, während sie Maaloufs CD den Gerüchten nach mit deutlich negativen Bewertungen verunflimpfen. Andersherum soll es ganz genau so laufen: Maalouf-Fans würgen angeblich Godoj eine rein, während sie “ihren” Fady mit Lob überschütten.
In meinem oben genannten Beitrag ging es um Vorab-Rezensionen ganz allgemein und um deren Unsinnigkeit an sich. Dabei waren die genannten Beispiele zu Fady Maaloufs neuem Album rein zufällig. Ich hätte mich ebenso über Vorab-Bewertungen zu einem DVD-Player aufregen können. Ungeachtet dieser Tatsache wurde ich mit Kommentaren und vor allem Mails angeblicher Godoj- und Maalouf-Fans bombardiert. Mir wurde vorgeworfen, ich würde Thomas Godoj bevorzugen und den armen Fady Maalouf runterputzen. Sogar Beleidigungen gab es – natürlich anonym und ohne Farbe zu bekennen.
Jordin Sparks – No air
Ich kenne den Song eigentlich nur aus dem Radio. Und eigentlich ist diese Art von Musik nicht unbedingt meins. Aber der Titel hier ist wirklich gut. Gefällt mir… und geht mir nicht mehr aus dem Ohr.






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