Atomkraft adieu

Kernkraftwerk Biblis

© Dirk Schmidt (Pixelio)

Spätestens jetzt sollten die Befürworter von Atomkraftwerken ins Grübeln geraten. Wie man hier nachlesen kann, stehen diese Stromfabriken nämlich im Verdacht, die Leukämieerkrankungen bei Kindern zu vervielfachen! Natürlich muss diese Studie nun geprüft werden, aber neben dieser fatalen “Nebenwirkung” stehen die anderen Nachteile der Kernenergie längst fest. Wie können wir unseren Kindern und Kindeskindern eine Umwelt zumuten, in der hier und da Jahrzehnte lang strahlende Stäbe in der Erde verbuddelt sind? Und auch wenn sie noch so gering sein mag, die Gefahr eines Supergaus besteht ganz zweifellos… und zwar immer und überall dort, wo ein Meiler steht. Man frage sich doch nur mal selbst: Wer würde ein Atomkraftwerk in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung haben wollen?

© Paul-Georg Meister (Pixelio)

Die Alternative sind bekannt: Wasserkraft, Windkraft, Solartechnik… Nicht die mangelnden Alternativen sind das Problem, sondern der Umstiegswille der Großkonzerne. Dieser widerrum wird unmittelbar durch die Käufergunst beeinflusst. Wie hier schon berichtet ist der Wechsel für jeden einzelnen sehr viel einfacher als man glaubt. Um es mit den Worten eines sehr guten, deutschen Musikers zu sagen: Worauf wartest Du? :wink: Vor allem gilt das auch für unsere Politiker: Der Atomausstieg sollte nun kein Thema mehr sein, oder? :roll:

Licht aus für die Umwelt

Licht aus!Die Idee ist einfach: Als Signal und Aufforderung (auch in Richtung Weltklimagipfel auf Bali) schalten morgen um Punkt 20 Uhr alle Haushalte und Firmen für nur fünf Minuten das Licht aus… einfach so! Mal abgesehen von der Aussagekraft die hinter dieser Aktion steckt, wird es sicher auch ein gespenstischer Anblick, wenn auf einmal ganze Straßenzüge mehr oder weniger im Dunkeln liegen. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass möglichst alle mitmachen. Leider hat sich das Ganze wohl doch noch nicht so wirklich herumgesprochen. Wir wußten bis gestern Abend jedenfalls noch nichts davon. :roll: Vielleicht findet die Idee über diesen Weg noch ein paar Teilnehmer mehr… Pro7 berichtet live von der Aktion. Bin mal gespannt, wie das so aussieht… auch wenn es offengesagt widersinnig ist, das Licht auszumachen und den Fernseher laufen zu lassen! :lol:

Weitere Infos gibt’s unter lichtaus.info.

Gute Nacht, Deutschland!

Gestern Abend führte ich mir noch die politische Diskussion bei Anne Will zu Gemüte. Es ging um die Gerechtigkeit und somit um die immer weiter auseinanderklaffende Wohlstandsschere in Deutschland. Somit kamen Hartz IV, Mindestlohn, Managergehälter und so weiter auf den Tisch. Alles Themen, die uns schon seit Wochen, Monaten, ja sogar Jahren beschäftigen. Irgendwann stellte ich mir die Frage: Wer kommt endlich mal über das Reden hinaus? Wer hat mal den Mumm, die Dinge in Angriff zu nehmen? Ich sehe niemanden! Und wenn, dann sind das Leute, die belächelt werden, denen niemand zuhören will oder die ausgebuht werden. Klar! Manche Wahrheiten sind unangenehm, aber sie werden deshalb nicht unwahrer!

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Nichts für Vegetarier

Die eigentliche Meldung war nicht der Auslöser dafür, dass ich wirklich laut lachen musste. Nein, es war ein kleiner Kalauer, der sich in der Nachricht versteckt:

Oswald Metzger gab heute sein grünes Parteibuch ab (Meldung bei heute.de). Das an sich kann man werten wie man will und als so wichtig einschätzen, wie es jeder für sich erachtet. Der eigentliche Klopper: Sein Nachfolger ist Eugen Schlachter. Der Metzger geht, der Schlachter kommt. :lol: Für Damen und Herren wie diese oder jene wäre es sicher besser gewesen, wenn man bei den Grünen eben mehr auf die Vegetarier Rücksicht genommen hätte! Gibt’s da vielleicht einen Hans Tofu oder Peter Käser? :lol:

Streik ohne Ende

Seit Wochen, ja Monaten liest, hört und sieht man immer wieder das Reizthema “Lokführer-Streik”. Pendler bleiben am Bahnsteig sitzen, Schüler kommen nicht in die Schule, Urlauber müssen auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Klar, ein Streik ist ein gesetzlich legitimes Mittel zur Durchsetzung von Arbeitnehmeransprüchen. Und klar, die Lokführer in Deutschland verdienen sicher zu wenig. Das was aber in der letzten Zeit abläuft geht längst über einen fairen und vor allem ergebnisorientierten Streik hinaus. In meinen Augen geht es längst um Erpressung!

Nochmal: Lokführer verdienen zu wenig. Keine Frage! Aber das Problem ist nicht die Höhe der Lokführereinkünfte, sondern die Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag. Lässt sich die Bahn darauf ein, kommen morgen die Schaffner, übermorgen die Weichensteller, nächste Woche die Verwaltungsangestellten usw. und fordern ebenfalls einen eigenen Tarifvertrag. Das Resultat wäre eine Zersplitterung, die dem Unternehmen Bahn AG das Genick brechen würde. Wie soll ein Unternehmen so eine Vielstaaterei unter dem eigenen Dach jemals koordinieren?

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Es ist soweit…

Jetzt scheint es also soweit zu sein. Was alle befürchtet haben, bestätigt sich nun als wahr: Der Terror hat Deutschland endgültig erreicht! Gestern wurden offenbar drei Verdächtige festgenommen, während sie Bomben für den Frankfurter Flughafen und die US-Militärbasis in Ramstein gebastelt haben (siehe Berichte: heute.de, Tagesschau.de). Natürlich spricht es für unsere Sicherheitsbehörden, dass man die Männer schon seit drei Monaten beobachtet und nun im entscheidenden Moment zugegriffen hat. Trotzdem bleibt der Schock: Terror in Deutschland! Daran muss man sich wohl leider erst gewöhnen… Man darf auf die Pressekonferenz am heutigen Morgen gespannt sein! Sicher ist aber schon jetzt: Alle drei Männer sind Konvertiten, die nun dem islamischen Glauben angehören.

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Mehr Mitspracherecht

Heute ist Sonntag. Der klassichse Familientag also. :grin: Außerdem fungiert dieser Wochentag aber auch als Wahltag… wenn auch extrem selten! Meiner Meinung nach viel zu selten und diese Tatsache ist sicher auch der große Haken an unserem System in Deutschland. Auf Bundesebene geben wir alle vier Jahre eine Stimme ab und müssen den Rest der Zeit tatenlos zusehen, was mit uns geschieht. Das ist der optimale Nährboden für Stammtischdiskussionen und Politikfrust, was beides zu nichts führt. Allein schon das Wort “Politik” triebt manch einem Pickel auf die Stirn! Niemand sieht einen Nutzen darin, sich mit politischen Themen zu befassen und wenn man keine Stimme hat, dann braucht man sich auch keine eigene Meinung zulegen. Voilá, da ist unser Problem!

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Die große Milch-Lüge

© Helmut Brunken (Pixelio)

Was momentan in Deutschland wieder abgeht, ist einzigartig und zugleich bezeichnend für unser Land. Da steigt der Preis für ein Lebensmittel und alle schreien laut und protestieren heftig. Niemand schaut genau hin, um sich eine möglichst objektive Meinung zuzulegen. Lasst uns doch mal genau hinschauen…

Der Preis pro Liter Milch steigt um etwa 10 Cent. Gehen wir einmal davon aus, dass eine Person einen halben Liter Milch pro Tag trinkt (mehr ist offenbar auch gar nicht gesund!), dann sind das Mehrausgaben von 1,50 EUR im Monat. Eine fünfköpfige Familie hat somit Mehrkosten von 7,50 EUR pro Monat. Dabei muss man einräumen, dass es viele andere Lebensmittel gibt, die Milch enthalten: Butter, Joghurt, Quark, Sahnebonbons, Schokolade… Doch selbst wenn wir mit einem Liter pro Tag rechnen, was extrem hoch angesetzt ist, landen wir bei 3,- EUR Mehrkosten pro Monat und Person. Ist das so wahnsinnig viel für ein hochwertiges Lebensmittel? :roll:

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Terror und viel Glück

Mitten im Herzen Londons, in einer Straße die wir auch schon entlang geschlendert sind, wurde heute Nachmittag eine extrem gefährliche Bombe gefunden und (zum Glück) entschärft. Gerade eben wurde bekannt, dass eine zweite, sehr ähnliche Bombe in der Nähe des Hyde Park entdeckt wurde. Ich bin regelrecht erschüttert! Meine Liebe zu London und die Tatsache, dass ich nahezu in jedem Jahr einmal dort bin, lässt mich regelrecht schaudern. Dadurch ist mir dieser Terror, diese direkte Bedrohung sehr nah. Ich denke, das wird jedem so gehen, der erst kürzlich genau an jenen Orten war (stimmt’s Sternchen*?).

Das einzigste, was mich an dieser Horrormeldung beruhigt: Die Londoner sind ein ruhiges Völkchen und Scotland Yard aufmerksam und sehr professionell. Ich kann nur inständig hoffen, dass diese Mixtur dem Terror etwas entgegensetzen und ihn wieder zurückdrängen kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Innovativer Rückschritt

© Andreas Morlok (Pixelio)

Das Wochenende bietet sich ja an für Dinge wie die Einkommensteuererklärung. Jetzt im Juni ist es auch höchste Zeit, den mal fertig zu machen, dachte ich mir. Die gute Steuersoftware in der Hinterhand würde das sicher erleichtern. Gleich zu Beginn fiel mir dann auch etwas sehr Positives auf: Endlich kann man bei unserem Finanzamt nun auch die ausgedruckten Formulare einreichen! Endlich muss man nicht mehr alles mühsam vom Computerschirm in die sehr übsersichtlichen Formulare abschreiben…

Der geneigte Leser ahnt es bereits: Das böse Aber! Die schönen Formulare müssen nämlich…

1. über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren haltbar sein,
2. beidseitig bedruckt und gut lesbar sein,
3. bei getrennt ausgedruckten Blättern vierseitiger Formulare miteinander verbunden sein.

Im Klartext bedeutet dies: Mann kann zwar ruhigen Gewissens seine mit einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker erzeugte Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Man muss jedoch darauf achten, dass die Formulare beidseitig bedruckt sind und der Mantelbogen haltbar zusammengeklebt ist. Neuerdings werden daher sicher die Volkshochschulkurse “Steuererklärung leicht gemacht” zusammen mit “Basteln für Anfänger” abgehalten.

Wer nun vorschnell sagt: Mensch Kerle, dann mach’s halt elektronisch – per ELSTER – dem sei gesagt: Weit gefehlt, wenn man glaubt, dadurch fiele der Formularwust weg! Nein, man schickt quasi seine Daten nur vorab per Internet an das Finanzamt, damit der liebe Mensch dort nichts mehr abtippen muss. Bearbeitet wird die Erklärung aber erst, wenn die Originalunterlagen (und jetzt kommt’s) samt Formulare beim Amt vorliegen.

Willkommen, liebes Finanzamt, im elektronischen Zeitalter! Was für eine Farce!