Weit, weit weg

Es gibt Lieder, die dringen in den Gehörgang und kaum treffen sie auf das Trommelfell, wecken sie Emotionen, Erinnerungen und Bilder in einem. Plötzlich ist eine Situation, ein Erlebnis oder eine Zeit so präsent, als wäre es keine Vergangenheit sondern Gegenwart. Die Möglichkeiten von Musik sind dabei nahezu grenzenlos. Jedem, dem das bekannt vorkommt, wird nun sicher warm ums Herz. Mir geht es jedenfalls so beim Schreiben dieser Zeilen.

Zur Zeit und vor allem an einem so grauen Montagmorgen wie heute höre ich wahnsinnig gerne einen Mann, der es immer wieder schafft, mich in sekundenschnelle “weit, weit weg” zu bringen. Sofort bin ich mitten in Südtirol. Neben dieser Stadt und der (Halb-)Insel, auf der sie liegt, ist Südtirol wie eine zweite Heimat für uns. Dort hin, in diese sagenhafte Bergwelt, entführt mich Hubert von Goisern immer wieder – obwohl er ja eigentlich Österreicher ist. :wink: Wer ihn nicht kennt und nun glaubt, es ginge dabei um volksmusikalisches Gedudel, der liegt weit daneben! Hubert ist ganz zweifellos ein Rocker, der einfach die Musik seiner Heimat mit seiner Lieblingsmusik vermischt. Das Ergebnis ist berauschend, (ent-)fesselnd und mitreissend. Unbedingt hörenswert! Vor allem Stücke wie “Heast as nit” und vor allem “Weit, weit weg” haben es mir und uns sehr, sehr angetan. *schmelz*

Mei, i wär so gern amoi wieda weit, weit weg… :roll: