Komische Sachen
Eben vorhin beim Anziehen empfand Hannah ihr T-Shirt als etwas zu eng. Ich hingegen fand es ganz okay, versuchte aber elegant die Hintertür zu nehmen und sagte voller Leichtsinn: “Frag mal die Mami!” Daraufhin offenbarte mir Hannah ihr Weltbild:
“Babi, stimmt! Ich und die Mama wir sind für die Wäsche zuständig und für’s Essen.”
Natürlich wollte ich wissen wofür dann “wir Männer”, also Moritz und ich, zuständig seien.
“Ach, das kann ich Dir net so genau erklären. Für so komische Sachen…”
Nachgegeben
Heute Nacht, kurz nach vier Uhr. Ein ohrenbetäubender Lärm. Kurz, aber beeindruckend. Im ersten Schreck schien es aus dem Büro zu kommen. Mein erster halbschlafener Gedanke (Achtung!!! Wortwitz!!!): Der Rechner ist abgestürzt! Doch im Büro ist alles ruhig und in Ordnung. Vielleicht hat sich unser Erste Hilfe-Schränkchen im Flur davor selbstständig gemacht? Nein, alles hängt wo es soll. Dann plötzlich wieder: Ein weiterer, noch gewaltigerer Rumms. Jetzt ist klar: Es kommt aus unserer Speisekammer.
Jahrelang hielt das dort an der Wand angebrachte Regal den Lasten stand. Ausgerechnet heute Nacht entschied es sich dazu nachzugeben – und das in beeindruckender und vor allem folgenschwerer Weise. Honig, Marmelade und andere sich bei Putzattacken eher hartnäckig verhaltenden Stoffe ergossen sich übereinander. Die Folge: Eine nicht definierbare Pampe aus allem, was unser Lebensmittelvorrat hergibt hergab. Und so wurden kurzerhand alle Sonntagsplanungen verworfen und wir machen nun wider Erwarten Großputz. Ganz großes Kino – und das, wo wir ohnehin genug zu tun haben. Morgen kommt der Handwerker und nimmt die vom letzten Hagelschauer demolierten Rollläden in Augenschein. Darum heißt es hier auch noch: Fenster frei räumen und vor allem den Schreibtisch im Büro verrücken.
Wenigstens Euch wünsche ich einen gemütlichen, entspannten Sonntag!
Abendliche Weisheiten
Das Leben ist eines der schwersten,
eines der schönsten…
und eines, das am seidenen Faden hängt.
Sadisten
Kfz-Konstrukteure müssen Sadisten sein – da gibt es überhaupt keinen Zweifel! Ich habe schon mehrere Autos besessen, aber bei keinem war der Austausch einer defekten Abblendlicht-Birne so zu bewerkstelligen, dass man danach noch all seine Finger beisammen hatte. Heute war es wieder einmal soweit: Mein rechtes Abblendlicht war tot. An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an den Nachbarn, der Katrin darauf aufmerksam machte. Die moderne Technik meldet zwar alles (wenn das Birnchen der Nummernschildbeleuchtung ausfällt zum Beispiel). Wenn aber die eher nebensächliche Straßenbeleuchtung am Fahrzeug die Grätsche macht, dann kommt da rein gar nüscht. Egal! Jedenfalls dokterte ich heute volle 30 Minuten an der scheiß Funzel rum. Zwar war ich danach heilfroh, weil ich beim Durchzählen wirklich auf zehn kam und auch der Scheinwerfer nachher wirklich leuchtete wie er soll (sogar die Birne ist richtig rum drin, was auch nicht immer so ohne Weiteres der Fall ist). Gekrönt wurde diese Aktion dann aber von einem himmelschreienden Wolkenguss. Könnte es sein, dass die Dreistigkeit gewisser Ingenieure (die vermutlich jeden Tag mehrmals herzhaft lachen, weil sie uns Autofahrern so ein Ei gelegt haben) sogar einer höheren Macht auf die Nüsse geht? Die Frage bleibt wohl – zum Glück – unbeantwortet.
Einen guten Start in die Woche Euch allen! ;-)
Blogsterben
Es ist jetzt schon etwas mehr als vier Jahre her, dass ich hier unseren Blog ins Leben gerufen habe. Seither haben wir über tausend Beiträge verfasst, zweieinhalbtausend Kommentare erhalten und mehr als 140.000 Besucher angelockt. Mehrfach schon hat die Seite ihr Gesicht verändert – mal mehr, mal weniger. Und immer noch macht es Spaß hier zu schreiben, zu werkeln, zu testen und einfach “online” zu sein.
Ob wir wie damals noch genauso “hipp” sind, das frage ich mich allerdings immer öfter. Viele der Blogs, die ich früher regelmäßig besuchte und die hier auch noch im Blogroll prangern, sind inzwischen verwaist. Mit viel Glück stammen die letzten Beiträge schon von diesem Jahr. Bei manchen liegt der letzte gar zwei Jahre schon zurück. Ein allgemeines Blogsterben scheint sich breit zu machen. Warum auf einer eigenen Webseite Beiträge verfassen und sich ins Zeug legen müssen, damit auch wirklich jemand die URL aufruft, wenn man in Facebook & Co. ohnehin seine Botschaft in die Welt proleten kann?! Das finde ich so schade… Und daher bleibe ich eisern dabei: Facebook, Twitter und wie sie alle heißen sind die Plattform für Wegwerfprodukte. Was ich vor einer Stunde geschrieben habe, liest jetzt schon keiner mehr, weil unzählige neuer Beiträge von anderen nachgekommen sind. Keine Frage: Social Networks machen Spaß, sind kurzweilig, informativ und witzig. Aber sie sind auch schnelllebig und unpersönlich. Daher halten wir unserem Blog die Stange – wenn auch vielleicht nicht mehr so intensiv wie früher. Das hier ist “unser Ding”, das wir nach unserem Gusto gestalten können und bei dem wir uns nicht nach der Strategie eines mächtigen Unternehmens richten müssen.
Wir hoffen, dass Ihr trotzdem immer mal wieder gerne herkommt. Vielleicht schaffen wir es ja sogar, wieder etwas interessanter und stetiger zu werden. Der Vollmer-Blog als Webseite hätte das in meinen Augen verdient…
Bis in Kürze! ;)
Eingekeilt
Es gibt Menschen, die mögen keine Gewitter… Die haben regelrecht Angst davor. Ich gehöre nicht dazu. Nein, ich muss sogar gestehen, ich kann dem ganzen Naturschauspiel einen gewissen Reiz und Nervenkitzel abgewinnen. Trotzdem ist es natürlich kein Spaß, wenn einem Gartenmöbel und anderes loses Zeug waagerecht um die Ohren fliegen.
So geschehen ist das vor etwas mehr als einer Stunde. Da zog in Windeseile ein ordentliches Unwetter auf. Ich frage mich wirklich ernsthaft, wo denn all die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes waren, die in den letzten Wochen stets dann eintrudelten… wenn hier alles ruhig blieb und kein Tröpfchen vom Himmel fiel. Um kurz vor halb sechs ging hier die Welt unter. Und um 17:27 Uhr kam dann die Unwetterwarnung. Bei aller Liebe: Wenn mir hier schon das Wasser bis zum Halse steht, brauche ich auch keine wohlfeile Warnung mehr. Insofern: Herzlichen Glückwünsch lieber Wetterdienst!
Und so habe ich zwischen Babytütteln und Balkonevakuieren das Unwetter vollbracht. Im übrigen geben sich die Gewitter inzwischen die Klinke in die Hand. “Man” hätte es also wohl erkennen können… ;-)








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