Hüpfkrieg

Alles fing ziemlich mysteriös an. Ich stand, tief ins Tütteln des neuen Familienmitgliedes versunken, an unserem Schlafzimmerfenster. Und wie das so ist beim Tütteln, fällt man durch die meist monotonen Beruhigungsbewegungen irgendwann in eine Art “Sinnesstarre” – man nimmt also nur noch verschwommen wahr, was um einen herum passiert. Aus diesem Zustand wurde ich jäh herausgerissen, als plötzlich das Gesicht und der gestählte Körper unseres Nachbarn vor unserem Fenster auftauchte, um kurz darauf wieder zu verschwinden. Verwundert glotze ich aus dem Fenster. Nichts! Und da: Wieder segelte der Herr Nachbar freudestrahlend und winkend vor mir auf und nieder. Wie Burt Lancaster in “Der rote Korsar” über die Planken glitt, so schwebte unser Gegenüber mit geschwollener Brust und durchgestrecktem Leib vor meinen Augen auf und nieder. Hätte ich die Arme freigehabt, so hätte ich mir ausgiebig die Augen gerieben.

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Blumenkind

Hannahs jüngstes Hobby ist das Blumenpflücken. Und da unsere Tochter – wenn sie denn mal etwas für sich entdeckt hat – ziemlich exzessiv sein kann, wird unsere Wohnung allerorts langsam überwuchert von allerlei Wiesenblumen. Butterblumen, Schlüsselblumen, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht… Wir haben alles im Angebot, was die reichhaltige Flora der Schwäbischen Alb so zu bieten hat.

Hier nun ein paar Blumengrüße – direkt aus unseren vier Wänden – und Euch allen da draußen frohe Ostern!

Ein anonymes Geschenk

Natürlich hat unser neues Familienmitglied Moritz bisher schon das eine oder andere Geschenk erhalten. Wir freuen uns wirklich über jedes Präsent und auch an dieser Stelle sei allen noch einmal recht herzlich gedankt. Für ein Geschenk allerdings haben wir uns noch immer nicht bedankt und das, obwohl es nur ziemlich kurz nach Moritz’ Geburt hier eintrudelte. Warum wir so unhöflich sind? Ganz einfach, weil es sich um ein recht mystisches, weil anonymes Geschenk handelt!

Es ist zweifelsohne ein ziemlich hochwertiges Schnuffeltuch. Katrin glaubt auch zu wissen, wer das hergestellt hat. Vor gar nicht allzu langer Zeit hat sie sich in Facebook noch recht löblich über die Produkte von dort geäußert, als sich einige andere eben darüber unterhielten. Nun stellt sich also die Frage, wer sich das entweder gemerkt hat oder wer da so ein glückliches Händchen hatte. Weder der Absender, noch sonst irgendein Hinweis lassen auf den Spender schließen. Keine Karte, kein Zettelchen, keine Botschaft nichts. Nur dieses knuffige, weiche Schnuffeltuch.

Wer immer das “verbrochen” hat, der möge sich doch zu erkennen geben. Micha Holmes und Doktor Katrinsen kommen beim besten Willen nicht hinter das Rätsel. :?: Und ein Dankeschön gibt’s erst, wenn sich der oder die Schenkende zu erkennen gibt. So! :twisted:

Moigitz

Wer ein Kind erwartet, macht sich irgendwann zwangsläufig Gedanken darüber, wie der neue Erdenbürger denn heissen soll. Diese Namenssuche kann – wie es bei Hannah der Fall war – ganz einfach und stimmig sein. Wir waren uns sofort einig und “Hannah” fühlte sich einfach nur gut an. Das Ganze kann aber auch ganz schön schwierig und kompliziert sein – so wie es nun bei Moritz der Fall war.

“Moritz” war eigentlich immer schon in der engeren Auswahl. Der Name gefiel und gefällt uns wirklich gut, nur wie das leider oft so der Fall ist, war er in gewisser Weise “vorbelastet”. Zum einen trägt der Bruder von Hannahs Kindergartenfreundin denselben Namen – das jedoch wäre noch lange kein Grund sein eigenes Kind nicht so zu nennen. Zum anderen aber heisst der Stallhund so, der unter anderem auch “unseren” Rufus, sprich: Katrins Pferd, bewacht.

Der Gedanke, dass unser Sohn auf denselben Namen hört, wie ein ausgewachsener Bernhardiner war zunächst gewöhnungsbedürftig. Das war vor allem deshalb so, weil Hannah diesen Hund heiß und innig liebt. Schon als sie noch kaum sprechen konnte fand sie den “Moigitz” (sprich: Moritz, den Hund) superklasse. Wir waren uns nicht sicher, wie sie daher unsere letztliche Namenswahl bezüglich ihres Bruders finden würde.

Was soll ich sagen? Der Name gefällt auch ihr für das Bruderherz so gut, dass sie ihn heuer als ihre Wahl verkauft. Dass sie in Wirklichkeit zunächst für “Max(imilian)”, später dann für Rixi war, verschweigt sie dabei gern. :mrgreen:

Hannahs Kompliment

Gestern Abend. Katrin sagte nochmal gute Nacht zu Hannah, nachdem wir sie schon ins Bett gebracht hatten. Hannah zu Katrin:

Sag dem Babi nochmal einen lieben Gruß und dass er so schön ist wie ein Schmetterling.

Hach, das ist Balsam auf die alternde Seele. :lol:

10.04.2011

Mei, ist das lange her, dass hier im Blog ein Stöckchen gewütet hat. Höchste Zeit, so eins mal wieder aufzugreifen. In diesem Falle habe ich es bei souli geklaut. ;)

Das Foto des Tages:

Das Zitat des Tages:
“Igitt! Zum Glück bin ich durch den Bauch gekommen!”
(Reaktion des einst per Kaiserschnitt zur Welt gekommenen Nachbarkindes auf die Tatsache, wie Kinder zur Welt kommen)

Das Wetter des Tages:
Sonne, strahlend blauer Himmel und angenehme 17 Grad (in der Sonne satte 28 Grad)

Die Hauptaktivität des Tages:
Endlich mal Büro aufräumen (hoffentlich schaffe ich heute wenigstens mal den Anfang)

Der Film des Tages:
Derzeit ist wenig Luft für Filme, daher läuft hier (wenn er denn mal an ist) überwiegend “Pumuckl” im Fernseher :lol:

Die Musik des Tages:
Laith Al-Deen, natürlich! Wer sonst kommt in diesen Tagen in Frage?

Das Essen des Tages:
Gulasch mit selbstgemachten Spätzle und Salat

Das Buch des Tages:
Aktuell reicht die Zeit nur für den ein oder anderen Zeitschriftenartikel. :)

Unser neuer Babysitter

Wer das zweite Kind erwartet, macht sich zwangsläufig früher oder später auch Gedanken darüber, wie der Erstling diesen Einschnitt aufnimmt und verarbeitet. Immerhin heißt es dann: Alles geteilt durch zwei. Am Anfang ist vor allem die Mami gar zum überwiegenden Großteil mit Nummero zwei beschäftigt. Insofern waren und sind auch wir gespannt, wie Hannah diesen kleinen Neuankömmling auf- und annimmt. Bisher klappt das erstaunlich gut. Das mag daran liegen, dass sie nun endlich nicht mehr die Kleinste, sondern vielmehr die “große Schwester” ist, die auch mal nach dem Rechten sieht. Hannah beobachtet und tüttelt schließlich wo sie nur kann. Vor allem die Schnulli-Überwachung ist die in ihren Augen wichtigste Aufgabe. Immerhin hat sie nun endlich die Rechtfertigung, warum auch sie nachts noch ganz dringend einen Schnulli braucht: Sie muss ja quasi für den Bruder “vorkosten” und ihm zeigen, wie man richtig schnullert. Aber auch beim Umziehen, beim Windelwechseln, beim Stillen, beim Bettchenmachen… Hannah ist immer präsent und will helfen. Sobald der kleine Bruder niest, quäkt, schmatzt, weint oder brüllt – Hannah ist zur Stelle. Da lässt sie schon auch mal ihren Pumuckl im Fernsehen links liegen – und das will schon was heißen. Wenn sich dann doch mal so etwas wie Eifersucht rührt (und das ist natürlich auch mal der Fall), dann richtet sich das – eigentlich auch richtigerweise – nur gegen uns Eltern. Wir kriegen dann “Motze” ab. Moritz ist Hannah – bisher zumindest – heilig.

Wir sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Natürlich ist uns klar, dass es nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen bleiben wird. Natürlich wird es früher oder später auch Spannungen, Eifesüchteleien und Streit geben. Aber wir sind guter Dinge, das irgendwie geregelt zu bekommen. Vielleicht hilft uns auch die Tatsache, dass Hannah und Moritz dann doch altersmäßig relativ weit auseinander sind. Diese uns vom Schicksal hingeworfene Tatsache, die uns anfangs den ein oder anderen Gedanken abverlangte, scheint jetzt ganz hilfreich zu sein. Hannah ist “die Große”, die vorausgehen kann, die alles erklären und zeigen kann. Wir werden sehen, wohin die Reise führt… :)