Sie fahren…

© josupewo (pixelio.de)

Man fährt verträumt und in Gedanken durch eine Ortschaft, den Blick direkt in Richtung Ziel gerichtet… Plötzlich funzelt es von rechts in einer aufdringlichen Art und Weise, dass man beinahe den nächsten Fußgänger auf dem Geheweg über den Haufen metzelt: “Sie fahren 45 km/h”. Danke auch! Da drängen sich dem aufgeweckten Autofahrer doch gleich drei Fragen auf: Wozu habe ich einen Tacho? Was kostet diese Funzelgaudi und wer bezahlt den Spaß? Warum kauft man so einen Schrott, wenn er alle Nase lang sowieso spinnt?

Bei uns im Ort hängt jetzt auch so ein Flimmerkasten… und funktioniert schon nicht mehr. Vor ein paar Tagen noch blinkte er einem hektisch entgegen: “Sie fahren 88 km/h”. Mit “blinkte” meine ich: Stroposkopmäßig! Inzwischen hat der blöde Kübel seinen Dienst vollends quittiert und lässt einen mit den verheißungsvollen Worten “Sie fahren” in eine schwarze Leere blicken. Dabei ist einem vieles auf dieser Welt unklar, nur das nicht: Natürlich fahre ich!

Nun denn, so bleibt die Hoffnung, dass der teure Spaß irgendwann mal wieder funktioniert. Ob und was das Ganze unterm Strich bringt… Egal! Hauptsache nackter Aktionismus – typisch deutsch eben.

Tag des deutschen Bieres

© Deutscher Brauer-Bund e.V.

Gestern war “Tag des Buches”. Schön und gut. Wirklich wichtig war aber ein anderer Gedenktag, der ebenfalls auf den 23. April fällt: Der “Tag des deutschen Bieres”. Natürlich wäre es nobler, seriöser und würde intellektueller wirken, wenn ich hier jetzt ein Loblied auf die Literatur ansetzen würde. Noch lieber als jede gute Lektüre ist mir aber ein schönes, kühles Bier. Das muss ich unumwunden zugeben. Und so beging ich gestern ganz bewußt vor allem und in erster Linie den “Tag des deutschen Bieres” – auch deshalb, weil’s gestern irgendwie ein echter Sch…tag war, der nach einem versöhnlichen Ausklang verlangte.

Im Allgemeinen haben Biertrinker nicht gerade den Ruf als Gourmets und niveauvolle Feingeister. Ohne mich selbst zu beschönigen, bin ich der allerbeste Gegenbeweis hierfür. Ich wähle die Biere sehr sorgfältig aus, die ich zu mir nehme und vom Öffnen der Flasche bis zum letzten Schluck aus dem Glas ist für mich vielmehr ein wohlarrangiertes, bewusstes Ritual als ein bloßer Akt des Besäufnisses. Die geschmackliche und optische Vielfalt der unterschiedlichen Sorten, vor allem aber der Akt des “Herunterkommens”, des klassischen Feierabendbierchens ist – ganz gleich wie der Tag verlief – auch etwas wie Seelenbalsam, wie Therapie. Der schlechte Ruf von Fans des Gerstensaftes ist ein handfester Irrglaube in sich, denn wer sich bis über den Kragen zusaufen will, der greift in der Regel zu Hochprozentigerem. Und so steht – zumindest für mich – nicht die berauschende Wirkung, sondern vielmehr das Gemütliche, der Genuss im Vordergrund.

Vielleicht sollte der eine oder die andere sich einmal auf die Entdeckungsreise durch die Biersorten machen und die Unterschiede zwischen Mainstream- und Feinschmeckerbier selbst erforschen. Nicht umsonst gibt es inzwischen sogar Biersommeliers, die sich ähnlich wie im weiten Feld der Weine, zu wahren Experten gemausert haben. Getreu dieser Philosophie stehe ich zu meiner Vorliebe… auch wenn viele nun vermuten mögen, mein etwas auffälliger Bauch hätte direkt damit zu tun. Eine Studie aus Großbritannien zeigte jedoch, dass sich Männerbäuche von der Höhe des Bierkonsums unbeeindruckt zeigen. Am Bier kann’s also nicht liegen… Prost! ;-)

Back to life

Es ist schon fast wieder ein Jahr her, als ich vom Blogsterben schrieb – diesem Phänomen, das gehäuft aufzutreten scheint, seit es die sogenannten “Social Networks” gibt. Das Für und Wider liegt für mich seither klar auf der Hand. Und trotzdem ist unser Blog hier doch wieder in eine Art Dornröschenschlaf gefallen. Viel zu schade! Denn es gibt nach wie vor viel zu schreiben. Dem Trend der flotten Lotten folgend, pumpen wir also wieder haufenweise Leben in diesen Blog. Allerdings haben wir uns hier (noch?) nicht die Mühe gemacht, die sich Manja “drüben” gegeben hat. (Dafür an dieser Stelle einen dicken Daumen nach oben! Schön ist’s geworden!) Aber wir sagen uns: Was nicht ist, kann ja noch kommen und außerdem zählen eben auch die Inhalte… Und da soll sich jetzt endlich wieder regelmäßiger etwas tun.

In diesem Sinne: Viel Spaß hier… Natürlich posten wir alles auch in den schnelllebigen Social Networks quer, damit auch ja viele über unser Geschreibsel stolpern. :mrgreen:

Rechnung von der Werkstatt

Mir war nicht bekannt, dass in unserer Werkstatt des Vertrauens Asiaten arbeiten…

Werkstattrechnung

Neujahr 2012

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Einen wunderschönen Neujahrsmorgen Euch allen… und einen möglichst klaren Kopf! :-)

Ein gutes Neues!

Liebe Leser,
liebe Bekannten,
liebe Freunde,

wir wünschen Euch allen ein glückliches, schönes und vor allem anderen ein gesundes neues Jahr. Es wäre schön, Euch auch in den nächsten zwölf Monaten hier immer wieder begrüßen zu dürfen. Wir haben uns fest vorgenommen, wieder öfter hier tätig zu werden.

Liebe Grüße
Eure Vollmers

2011

Heute endet nun also 2011 – unausweichlich. Nicht nur Zeit, wieder einmal zurück zu blicken, sondern auch wieder einmal ein Stöckchen zu veröffentlichen. Passend zum Jahreswechsel habe ich hier bei souli ein schönes gefunden. Das habe ich mir einfach mal geschnappt. Interessanterweise zeigen meine Antworten an mancher Stelle eine gewisse Parallele zu den ihren. Ohne Kommentar! :)

 

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

2011 bekommt eine sehr gute 8. Warum? Nicht zuletzt deshalb, weil dieses Jahr von Moritz’ Geburt geprägt war. Die halbjährige Elternzeit war eine der schönsten Phasen meines Lebens. Leider muss ich gleich zwei Punkte abziehen, weil es im nahen familiären Umfeld ein weniger schönes Ereignis gab. Hoffen wir, dass 2012 hier vieles wieder zum Guten kehrt – auch wenn man in so einem Fall nie zuviel hoffen sollte.

 

2. Zugenommen oder abgenommen?

Ach Du liebe Zeit! Zugenomen… definitiv! *seufz*

 

3. Haare länger oder kürzer?

Kürzer… oder besser gesagt: immer weniger. Gegenwehr unmöglich!

 

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich hoffe doch umsichitger! Ansonsten: Nach wie vor keine Brille nötig.

 

5. Mehr Kohle oder weniger?

Aufgrund der Elternzeit doch deutlich weniger. Aber das war es allemal wert!

 

6. Besseren Job oder schlechteren?

Besser, weil zukunftssicherer und vor allem macht er deutlich mehr Spaß!

 

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Eher weniger.

 

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Sehr, sehr wichtige Erkenntnisse, die mehr wert sind als alle materiellen Gewinne.

 

9. Mehr bewegt oder weniger?

Junge Eltern bewegen sich automatisch mehr. :) Gewichtsmäßig gebracht hat’s (bei mir zumindest) goar nüscht.

 

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Außer den üblichen Rotznasen und Alltagsverleztungen, die man in einer Familie mit kleinen Kindern ertragen muss, nichts Schlimmeres.

 

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die schlimmsten Krankheiten, sind immer die, bei denen man von außen nur wenig oder gar nichts tun kann. Je kleiner die Kids, umso mehr trifft das zu. Leider!

 

12. Der hirnrissigste Plan?

“Dann lass uns mal eben die neuen Büromöbel anliefern und einräumen.” Da werkeln wir bis heute dran.

 

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Die Windel meines Sohnes zu wechseln! Er schafft es jedesmal (ob mit Absicht oder nicht, man weiß es nicht), das gesamte Umfeld einzusauen. :lol:

 

14. Die teuerste Anschaffung?

Unsere neue, gebrauchte Familienkutsche.

 

15. Das leckerste Essen?

Katrins Braten! Überhaupt werden ihre Kochkünste immer noch besser. Ein Grund mehr, warum es eine sehr gute Entscheidung war, sie zu heiraten. ;)

 

16. Das beeindruckendste Buch?

Bücher und Lesen kamen 2011 situationsbedingt viel zu kurz. “Das Eva-Prinzip” von Eva Herman lieferte aber in jedem Fall interessante Einblicke. Und es zeigt, wie schnell die Medien jemanden auf mehr oder weniger unfaire Weise mundtot machen können, der viel Wichtiges zu sagen hat – ob das Gesagte nun einem passt oder nicht.

 

17. Der ergreifendste Film?

Für Filme war irgendwie immer zu wenig Zeit. Für’s Kino sowieso. Trotzdem gab es da einen Film, der mich sehr bewegt hat. Eigentlich ist es ein Tatort schon vom Dezember letzten Jahres. Drüber gestolpert sind wir komischerweise erst vor kurzem: “Nie wieder frei sein” – Schrecklich, erschütternd… beeindruckend.

 

18. Die beste CD?

Laith Al-Deen – “Der letzte deiner Art”

 

19. Das schönste Konzert?

Leider kein einziges. Aber das ändert sich 2012 ganz schnell – das steht heute schon ganz fest.

 

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie.

 

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie.

 

22. Zum ersten Mal getan?

24 Stunden-Kinderbetreuung als in Elternzeit befindlicher Vater. Klingt banal, ist aber eine extrem wichtige und überwiegend auch schöne Erfahrung!

 

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Die alten Walt Disney-Filme angeschaut. Dank Hannah bin ich wieder total auf den Geschmack gekommen. :)

 

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Neben den alltäglichen Ärgernissen, hätte es eine Hiobsbotschaft wirklich nicht gebraucht. Aber das Leben ist kein Ponyhof! :(

 

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dieses Jahr gab es überdurchschnittlich viele “wichtige Sachen”, die naturgemäß meist unsere kleine Familie betreffen. Das Schöne daran ist, dass ich Katrin meist nie überzeugen brauchen, weil wir eh einer Meinung sind.

 

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Es wäre sehr vermessen, wenn ich meine gemachten Geschenke selbst beurteilen würde. Nein, das müssen schon deren Empfänger sagen.

 

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein zweites, gesundes Kind. Wenn das nicht das größte Geschenk überhaupt ist?!

 

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Papi, ich hab Dich ganz doll lieb!”

 

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Den kann und will ich hier nicht preisgeben. ;)

 

30. Dein Wort des Jahres?

Elternzeit

 

31. Dein Unwort des Jahres?

Wutbürger

 

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?

Henryk M. Broders Kolumne bei Welt Online.

 

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!

Das war heuer die Premiere. 2012 wird dann fleißig verlinkt! ;)