Moritz ist da!

Darf ich vorstellen? Das ist Moritz, geboren am 6. April 2011 um kurz nach halb vier nachts hier nebenan auf dem Sofa. Plopp, da war er! Mutter und Kind geht es bestens. Beide sind gesund und unversehrt. Wir alle vier haben dieses dämliche Dauergrinsen im Gesicht und beschnuppern uns lange und ausgiebig.

Hannah fühlt sich schon voll und ganz als “große Schwester” und versorgt ihren kleinen Bruder so gut sie nur kann. Von Eifersucht ist bisher nur wenig zu sehen. Im Gegenteil! Schon heute hat sie sich fest vorgenommen ihm alles zu zeigen, zu erklären und ihn (natürlich) zu beschützen. Moritz scheint sehr angetan von so viel weiblicher Tatenkraft. :mrgreen:

Wir Eltern sind irgendwie… wie soll ich sagen? Wir sind gelassen, überwiegend ruhig, entspannt, zwar oft erschöpft, aber immer überglücklich. Vielleicht ist es die Erfahrung mit Hannah und das daraus resultierende Wissen, was alles hinter uns liegt und was uns noch erwartet?! Jedenfalls läuft alles sehr gut und wir genießen jede Sekunde.

Moritz ist da! Und eine neue alte Geschichte nimmt ihren Lauf… In diesem Sinne: Bis bald an dieser Stelle! ;)

In Kürze mehr

Technischer Support von Hannah

Neulich streikte der DVD-Player. Während Hannah, dafür dass sie eigentlich fernsehen wollte, erstaunlich gelassen blieb, wurde ich langsam zornig, weil die Technik meinte, sie müsse das tun was sie für richtig hält – nur nicht das, was ich von ihr wollte. Ich versuchte, bis aufs Äußerste genervt, die abgestürzte Maschine wieder zum Laufen zu bringen, als Hannah gelassen feststellte:

“Da hat sich der Gashebel verklemmt. Ich glaub wir rufen lieber die Polizei!”

Eliza Doolittle – Pack Up

Ich kriegs nicht mehr aus dem Ohr… es ist einfach nur zuuu geil!

Warum man heiratet

Hannah galoppiert mit ihrem Steckenpferd durch die Wohnung, hält direkt neben mir an.

Hannah: “Ich bin jetzt mit meinem Pferd verheiratet!”

Ich: “Das ist ja toll! Warum heiratet man denn?”

Hannah: “Man heiratet, weil man muss!”

Vorfreude & Angst

Es ist schon erstaunlich, was in einem Kinderköpfchen alles vor sich geht, von dem man selbst als Eltern oft überhaupt rein gar nichts mitbekommt und dann – von jetzt auf gleich – knallhart damit konfrontiert wird. Es ist kaum verwunderlich, dass sich derartige Hirnspiele bei Hannah zur Zeit meist um ein Thema drehen. Natürlich macht auch sie sich so ihre Gedanken, wie es wohl sein wird, wenn sie plötzlich “große Schwester” ist. Wie “tief” und wie konkret diese Vorstellungen sind, haben mich eben vorhin wieder beeindruckt, als ich Hannah zu Bett brachte.

“Papa, ich hab Angst, dass es der Mama sehr sehr weh tut, wenn sie das Baby kriegt.”

Von ihrer Freundin aus dem Kindi weiß Hannah neuerdings, wie – also auf welchem Weg – der Nachwuchs ans Tageslicht dringt. Ihr ist offenbar sonnenklar, dass ein Kind durch’s “Bisi” gepresst nicht unbedingt Spaß und Freude bringt.

“Darf ich Pumuckl-Kassetten hören, wenn das Baby schläft?”

Wer weiß, wie laut Hannah oftmals ihre Kassetten hört, der wird diese Frage leicht nachvollziehen können. :lol:

“Du, ich helf Euch dann beim Baby-Wickeln und beim Putzen!”

Dein Wort in Gottes Ohr, Hannah! :lol: Aber wenn wir den Faktor Eifersucht mal ausblenden, trau ich es ihr sogar zu, dass sie wirklich ordentlich mit anpackt.

“Papi, Mama darf nicht ins Krankenhaus! Ich will net, dass sie ins Krankenhaus geht!”

Driftige Gründe für eine Hausgeburt! :mrgreen:

Es ist schön, zu sehen, wie sich alles zusammenfügt und sich jeder auf seine Weise mit der nahenden Zukunft auseinandersetzt. Es fühlt sich gut an und ich weiß, dass wir die beste Familie der Welt werden. :lol: Ich freue mich darauf – auch wenn es oftmals anstrengend sein wird… Egal! Dafür sind wir da – deswegen gibt es uns!

Sicherheitskonzept

© Christoph Droste (pixelio.de)

Hannah hat zur Zeit mal wieder eine “Angstphase”. Das heißt, sie hat (vor allem kurz vorm Einschlafen) den ein oder anderen eher düsteren Gedanken. Was bisher jedoch Gespenster oder Monster waren (also eher irrrational) sind heuer Einbrecher. Woher sie diesen Begriff kennt, geschweige denn weiß, was so einer genau treibt, das können wir nicht mal ahnen. Jedenfalls weiß sie es und wollte eben vorhin beim Zu-Bett-Gehen ganz genau wissen, was wir in welcher Situation genau zu tun gedenken. Was, wenn der Einbrecher durch’s Fenster will? Oder wenn er ein scharfes Messer hat und die Haustür aufschneidet? Ich nahm diese Chance zum Anlass sie über unser ausgeklügeltes Sicherheitskonzept zu informieren.  :lol: Und so ganz nebenbei bekommt man es dann fast noch selbst mit der Angst zu tun. Was ist, wenn wirklich einer hier einbricht? Da man Angst am besten mit einem herzhaften Lachen besiegen kann, habe ich spontan geantwortet: “Wenn’s doch einer hier rein schafft, dann kriegt der mit dem Staubsaugerrohr den Hintern voll!” Das hat Hannah beruhigt… und mich auch. :wink: