Startschwierigkeiten
Manchmal kann ein Morgen so richtig fies sein. Heute ist so ein Morgen:
- Hannah hat die ganze Nacht gespuckt. Vermutlich kriegt sie “bloß” wieder Zähne, denn seit heute Morgen ist der Spu(c)k wieder nahezu vorbei und Madame ist eigentlich lebensfroh wie immer.
- Ich bin hundemüde… *Kaffeeschlürf*
- An meiner Zunge hat sich eine “leckere” Aphte breit gemacht, die üüüberhaupt nicht zäpft, dass man Bäume hochkrabbeln könnte… beim Sprechen, beim Trinken, beim Essen,
beim Knutschen - Mein Rücken ist verspannt wie ein Gummi am Einmachglas. :shock:
- Meine Motivation, den heutigen Tag aktiv anzugehen, liegt weit unter null.
Ich will heim ins Bett!!!
Meeres-Rauschen
Leider geht es hier weniger um das Meeres- als um das Leitungsrauschen. :sad: Vereinfacht gesagt: Das Rauschen ist der Wert einer Datenleitung, der den Signalverlust widerspiegelt. Je länger eine Leitung, umso höher ist das Rauschen und umso mehr geht die Stärke des Signals flöten. Man könnte das salopp auch “Signalverlust” nennen, obwohl es das nicht ganz trifft. Bei langsamen Verbindungen fällt das nicht so stark ins Gewicht, wohl aber bei schnellen DSL-Leitungen. Seit unserem Umzug sind diese Rauschwerte bei uns miserabel. Meist liegen sie um oder sogar über 20 db. Das ist alles andere als akzeptabel und selbst laut T-Com absolut grenzwertig. Auf gut Deutsch: Wir werden vermutlich um eine Herabstufung nicht herum kommen. Natürlich ist ein DSL 6.000-Anschluss auch nicht von schlechten Eltern, aber gerade in dem Bereich, in dem ich arbeite, ist vor allem auch die Uploadrate (mit-)entscheidend. Und die ist bei einem 16.000er Anschluss (und damit ADSL2+) doppelt so schnell als bei einem guten 6.000er.
Naja, es hilft alles nix. Der gesamte Umzug stand Telefon- und DSL-technisch ja von Anfang an unter keinem guten Stern. Dafür passt aber alles andere und das ist ja nicht minder wichtig.
Rock Band
In meiner Mittagspause schlenderte ich eben vorhin durch den nahegelegenen Elektromarkt und staunte nicht schlecht, als ich zwei Schüler an einer Xbox 360 spielen sah. Ich war und bin der Meinung, dass ein Computer in erster Linie Arbeitsmittel und nicht Spielzeug ist. Diese Ansicht dränge ich aber niemandem auf, sondern kann einfach nur mit Computerspielen wenig… oder sagen wir: nur bedingt etwas anfangen. Was ich da sah, hat mich aber immerhin amüsiert. In dem Spiel “Rock Band” schlüpft man ganz offensichtlich in die Rolle einer solchen und muss durch besondere Geschicklichkeit an diversen Rockinstrumenten ein Livekonzert bestreiten. Vor Ort hatten sie anstelle von Joysticks oder irgendwelchen Pads, eine Gaming-Gitarre und -Schlagzeug aufgebaut. Was es nicht alles gibt!
Die beiden Jungs klopften und zupften wie die Weltmeister und das virtuelle Publikum tobte.
So kann man auch erfolgreich sein.
Vielleicht wäre das was für all jene, die bei DSDS und anderen Castingshows rausgeflogen sind?
Jedenfalls kam mir dieser Gedanke ganz spontan, als ich beim Weitergehen die neue CD von Dauergrinser Martin Stosch sah. Der Mann Bub kann nur eines konstant: Mit dem immer selben Gesichtsausdruck in die Kamera grinsen – ganz gleich, ob vom Plattencover, in Interviews, während seinem unsäglichen Gesang… und sicher auch auf der Keramik!
“Breakout sessions” und “Wrap ups”
Ich mein, es ist ja nichts Neues, dass sich die IT-Branche sicher mehr als die meisten anderen cool klingender Anglizismen bedient, um denkbar einfache Dinge zu beschreiben. Bei einem “Memory overflow” läuft ganz einfach die Kiste über und ein “Blue screen” ist nichts anderes, als eine gefürchtete, blaue Fehlermeldung. Was aber auf solchen “Kick off”-Veranstaltungen großer IT-Anbieter geboten wird, das ist schon sehr abenteuerlich. Ich hatte gestern das Vergnügen in München einer solchen beizuwohnen und musste mich danach erst mal wieder aklimatisieren. Ja, ich war in München! Das liegt (auch wenn da viele anderer Meinung sind) in Deutschland! Trotzdem gab es dort “Breakout sessions”, “Wrap ups”, eine “Keynote” und inzwischen altbekannte “Workshops”. Während der Präsentationen der dort angebotenen Software war der Gebrauch von englischen Begriffen noch krasser. Es liegt der Verdacht nahe, dass da insgeheim ein Wettbewerb lief – nämlich wer in einen Satz mehr Anglizismen einbauen kann.
Und so ganz nebenbei lernt man, wie man als IT-ler “hip” rüberkommt: Pflicht ist ein cooler Designerrucksack, der (natürlich) ein Laptopfach hat. Trotzdem sollte man im Nadelstreifenanzug und Krawatte auftauchen. Das gilt auch dann, wenn man eigentlich ein “Keller-Admin” ist, also mit langen Haaren und Hundert-Tage-Bart rumrennt. Ein Handheld ist ebenso Pflicht, wie das mit dem Firmenlogo verzierte Namensschlid, das (natürlich!) an einem Laneyard um den Hals hängt.
Zum Glück muss ich nicht allzu oft als “Business man” durch die Gegend reisen.
Aber wenigstens waren die ein oder anderen Infos, vor allem aber die “anderweitigen” und weniger sachbezogenen Einblicke, hochinteressant!
Cyber-Erpressung
Es klingt wie aus einem Science Fiction-Thriller: Cyberkriminelle sperren den Zugriff auf eine wichtige Datei Deines Rechners und Du kannst nichts anderes tun, als den Verbrechern Geld dafür zu bezahlen, dass Du wieder an Deine Daten rankommst. Klingt verrückt, oder? Leider scheint so etwas mehr und mehr Realität zu werden! Ein neuer Trojaner namens “Gpcode.ak” verschlüsselt Textdokumente auf dem infizierten Rechner wahllos mit einem extrem heftigen Algorithmus. Experten haben berechnet, dass rund 15 Millionen leistungsfähige PCs ein Jahr lang ununterbrochen rechnen müssten, um den passenden Schlüssel zu finden und die Dateien wieder zu entschlüsseln. Also erscheint zu Recht die fordernde Meldung: “Ihre Dateien wurden mit dem RSA-1024-Algorithmus verschlüsselt. Zum Entschlüsseln müssen Sie unser Entschlüsselungsprogramm kaufen.” Prost Mahlzeit!
Natürlich ist dieses Vorgehen illegal und natürlich sollte man sich nicht darauf einlassen. Noch selbstverständlicher sollte aber sein, dass man sich effektiv gegen solche Attacken schützt! Ein funktionierendes und vor allem stets aktuelles Virenschutzprogramm ist vor allem dann ein Muss, wenn man sich regelmäßig im Internet aufhält. Außerdem sollte man Betriebssystemupdates umgehend einspielen, auch wenn einem das immer etwas lästig erscheint. Das Wichtigste sind aber gewisse Verhaltensregeln: Keine unbekannten Mailanhänge öffnen, keine dubiosen Webseiten besuchen (denn dort holt man sich sowas schon beim bloßen Betreten!!!) und vor allem regelmäßige Datenbackups machen. Nur eine unversehrte Kopie ist die einzig realistische Chance auf die Wiederherstellung von bösartig verschlüsselten Dateien.
Eine Ära geht zu Ende
Heute war es also soweit: Wir haben unsere alte Wohnung an unsere Vermieter übergeben und waren somit zum letzten Mal in den einst eigenen vier Wänden. Nicht nur, weil Hannah dort zur Welt gekommen ist, war das ein einschneidendes Ereignis. Wir haben viele schöne, aber auch viele traurige Momente dort und irgendwie hat dort die Geschichte unserer kleinen Familie erst so richtig begonnen. Viele Erinnerungen haben wir an diese sechs Jahre und insofern ging heute ohne Übertreibung eine Ära zu Ende. Natürlich freuen wir uns sehr über die neue Wohnung, die für uns heute sehr viel schöner und komfortabler ist als die alte (sonst wären wir nie umgezogen). Natürlich haben Leute wie Herr Knolle und der ein oder andere, sehr laute Untermieter dazu beigetragen, dass wir auch irgendwo liebend gern ins neue Domizil “geflüchtet” sind. Trotzdem: Ein wenig Wehmut war schon dabei. Irgendwann werden wir am bisherigen Haus vorbeispazieren und Hannah erklären: “Schau, hier hast Du das Licht der Welt erblickt.” Irgendwie komisch…
Freitag, der 13.
Na, sind wir abergläubisch? Ich bin es “eigentlich” nicht. “Eigentlich” deshalb, weil ich schon immer irgendwie ein mulmiges Gefühl habe, an Tagen wie heute.
Ich weiß nicht wieso, denn mein rationaler Teil des Hirns sagt mir, dass das Mumpiz sein muss. Aber es ist halt nun mal Freitag, der 13. Gut, das könnte auch ein Glückstag sein, aber…
Schwarze Katzen und dergleichen lösen da ähnliche Emotionen bei mir aus.
Interessant ist, woher der Aberglaube über den Freitag der auf einen Dreizehnten fällt kommt. Wikipedia weiß da mal wieder Bescheid: Die Zahl 13 überschreitet das geschlossene Zwölfersystem und ist zudem eine Primzahl (also nur durch sich selbst und 1 teilbar). Das verleiht der Zahl einen ganz besonderen Status. In der Bibel übersteigt die Zahl 13 die Zahl der Jünger Jesu um eins. Jesus selbst wurde an einem Freitag (heute Karfreitag) gekreuzigt. Folglich ist der Zusammenhang zwischen Freitag und der Dreizehn sonnenklar.
Aber ist ein Freitag, der 13. wirklich so ein rabenschwarzer Tag? Nein! Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Laut “Was ist was” ereigneten sich 1995 an Freitagen zwar generell etwa 20 Prozent mehr Unfälle. Der 13. Januar und der 13. Oktober, die damals auf Freitage fielen, lagen jedoch mit 37 und 52 Unfällen unter dem ermittelten Durchschnitt von 55.








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