Blumenkind

Hannahs jüngstes Hobby ist das Blumenpflücken. Und da unsere Tochter – wenn sie denn mal etwas für sich entdeckt hat – ziemlich exzessiv sein kann, wird unsere Wohnung allerorts langsam überwuchert von allerlei Wiesenblumen. Butterblumen, Schlüsselblumen, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht… Wir haben alles im Angebot, was die reichhaltige Flora der Schwäbischen Alb so zu bieten hat.

Hier nun ein paar Blumengrüße – direkt aus unseren vier Wänden – und Euch allen da draußen frohe Ostern!

Präsidiale Stimmung

Heute haben wir hier in der Region höchsten Besuch: Bundespräsident Horst Köhler besucht zusammen mit seiner Gattin zunächst Reutlingen (also ganz hier in der Nähe meines Arbeitsplatzes) und anschließend Marbach und Trochtelfingen. Beides liegt in unmittelbarer Nähe unseres Wohnorts Engstingen. Dementsprechend “präsidial” fühlen wir uns heute. :mrgreen:

Herzlich willkommen, Bundeshorst! :lol:

Das letzte Aufbäumen?

Jo, da isser dann wieder… Der olle Winter. Zehn Zentimeter Neuschnee und die altbekannte Kälte. Hab ja nix dagegen. Von mir aus. Nur die Autofahrerei wie auf Eiern, die geht mir langsam wirklich auf die Nerven. Gestern hab ich heimwärts wieder mal über eine Stunde gebraucht. Da hilft es auch nicht wirklich, wenn man tags darauf erfährt warum. :roll: Ich hatte Hannah fest verpsrochen noch eine Folge “Michel aus Lönneberga” anzuschauen. Wenn man dann erst so spät heimkommt, gerät so ein Versprechen ganz schön ins Wanken. Aber wir haben alles noch unter einen Hut bekommen. :mrgreen:

Hunde-Ötzis

Der Winter weicht mit jedem Tag, dessen Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen. Mit ihm weicht mehr und mehr der Schnee, der hier immer noch in Massen herumliegt. Irgendwie geht das heuer langsamer als in den letzten Jahren (oder aber es scheint nur so). Und so gibt das “ewige Eis” nur langsam frei, was es einst eingeschlossen hat. Neben jede Menge Streugut fällt mir dabei vor allem eines auf: Hundescheissehäufchen! Die genaue Konsistenz und das Aussehen dieser Exkremente möchte ich dem werten Leser hier ersparen. Nur soviel: Das Tauwasser tut sein Bestes um eine mords Sauerei daraus zu machen. Vor allem wenn dann das liebe Kind im Restschnee spielt und nur haarscharf an dem eindeutig als “Kaka” identifizierten Haufen vorbeifasst, hört der Spaß auf.

Liebe Hundebesitzer! Auch wenn die Schneemassen der Alb so einiges kaschieren, irgendwann kommt alles wieder zum Vorschein. Dann ist es keine kleinere Sauerei als wie wenn man das liebe Hundelein direkt auf den Gehweg scheissen lässt! :mad: Ich hab nichts gegen Hundebesitzer (kenne ja einige sehr liebenswerte! :lol: ) und erst recht habe ich nichts gegen Hunde. Aber Hundehaufen auf Gehwegen oder Rasenflächen die ganz offensichtlich von Kindern genutzt werden sind einfach nur eklig und widerlich – erst recht wenn sie (wie jüngst) in rauhen Massen vorkommen. Ich fühle mich dazu genötigt, Hannahs Windeln in Zukunft auch durch die Gegend zu schmeißen… und zwar geöffnet! :twisted:

Eingeschneit

Tiefster WinterInnerhalb der letzten 12 Stunden hat es hier am Albtrauf rund 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee hingeworfen. Die Niederschläge halten an und hinzu kommt ein kräftiger Wind, der die Stellen, die eigentlich geschützt liegen, gleichmäßig mit Schneeverwehungen bedeckt. Der erste Blick aus dem Fenster brachte schon die erste böse Vorahnung. Dort, wo gestern Abend noch Katrins Auto stand, war nun einfach nur eine Art Schneehaufen (siehe Foto). So verwunderte es mich kaum, dass ich heute Morgen aufgrund der Verwehungen (ohne Übertreibung) rund einen halben Meter Schnee vor dem Garagentor wegschippen durfte. :roll: Die Fahrt in Richtung Büro verlief ähnlich chaotisch: Schlitternde Sattelschlepper und Autos im Straßengraben waren die Regel. Blut und Wasser schwitzend schaffte ich es bis an den ersten Albabstieg, der (natürlich) schon dicht war. Also versuchte ich mein Glück an der zweiten Steige, aber als dort schon von weitem blau blinkende Lichter zu sehen waren, beschloss ich kurzerhand wieder umzukehren und einen Tag zu Hause zu verbringen. Der Weg zurück war dann nochmal ein Abenteuer. Zum Glück fuhr auf dem letzten Stück ein Räumfahrzeug direkt drei Autos vor mir, sodass die Straße weitegehend frei war. Zuhause wurde mir dann einiges klar: Der Deutsche Wetterdienst gab für unseren Landkreis (und vor allem für unsere Höhenlage) eine aktue Wetterwarnung heraus. Im Radio wurden die LKW-Fahrer aufgefordert Schneeketten aufzuziehen.

Wir leben nun schon seit einigen Jahren auf der Alb, aber ein solches Chaos habe ich selten erlebt. Der Schnee selbst ist nicht das Problem, aber die Mengen in Verbindung mit diesem Wind… :???: Schön, wenn man mit seiner schneebedingten Absage dann auf Verständnis stößt. :wink: Was für ein Tag! :roll:

Arschglatt

Man möge mir die derbe Ausdrucksweise bei der Wahl der hiesigen Überschrift verzeihen, aber anders war und ist meine gestrige Heimfahrt nicht zu umschreiben. Leider hat auch Hannah dieses Wort aufgeschnappt und gibt das nun immer mal wieder zum Besten. :oops:

AlbaufstiegWie auch immer… Nach fast eineinhalb Stunden Fahrt (für eine Strecke, die ich normalerweise in einer halben Stunde fahre), war ich dann zu Hause. Nassgeschwitzt und heilfroh. Was war so schlimm? Ganz einfach: Der Albaufstieg war vereist. Das klingt, für jemanden der sich so eine Steige nicht vorstellen kann, halb so wild. Aber wenn man auf einer Strecke von etwa vier Kilometern mehr als 300 Höhenmeter überwindet, dann kann man sich ausrechnen, welche Steigung dazwischen liegt. Bleibt ein Lastwagen oder Lieferwagen hängen, weil er zu schwer ist, wird das Wiederanfahren und erst recht das Überholen Vorbeifahren zum reinsten Abenteuer, zumal es auf der einen Seite der Straße steil bergauf, auf der anderen Seite steil bergab geht.

Der heutige Freitag, der 13. ist für mich insofern ein echter Glückstag, weil ich unversehrt und heile hier sitzen und tippen kann. Direkt am Fuße des besagten Albaufstiegs und unmittelbar vor meiner Nase ereigneten sich nämlich gleich zwei zeitgleiche Unfälle, bei denen ein Auto in einen Graben stürzte, das andere wild drehend gleich zweimal die Leitplanke touchierte. :roll: Es war wirklich arschglatt! :mrgreen:

Winterlicher Berufsverkehr

WinterfahrtDie Schwäbische Alb liegt relativ hoch, weswegen es im Winter alles andere als ungewöhnlich ist, wenn auch relativ viel Schnee fällt. Die Leute hier sind das gewohnt und gehen entsprechend gelassen damit um. Die meisten zumindest! :mrgreen: Sobald man aber, wie ich auf meinem Weg zur Arbeit beispielsweise, die Steige runter muss und somit entscheidende Höhenmeter hinter sich lässt, bricht das Chaos aus. Eigentlich sollte es andersrum sein, denn “unten” liegt meist natürlich deutlich weniger Schnee. Aber das ist keineswegs der Fall! Sobald ein Schneeflöckchen vom Himmel fällt, geht (fast) nichts mehr. Das ist der Grund dafür, warum ich heute erst um halb zehn angekommen bin und so richtig loslegen kann. Von mir aus könnte das (rein zeitlich gesehen) immer so sein! :mrgreen:

Erkenntnisse zum Jahresbeginn

  • Silvesterknallzeug macht roten Schnee. Eklig! :???:
  • Hannah findet Feuerwerk klasse, auch wenn es den Schnee rot macht.
  • Hannah ist das beste Kind auf der Welt, denn trotz mitternächtlichem Feuerwerk (das sie natürlich aufgeweckt hat) schlief sie nach Betrachtung der ganzen Angelegenheit ohne Probleme ein und weiter wie ein Engelchen… ohne Murren, Weinen, Meckern.
  • Die Alb kann manchmal arschpopokalt sein. :roll:
  • “Popokalt” heißt: Schnee, der fällt, friert sofort am Boden fest. :shock:
  • Anders ausgedrückt: In den letzten Tagen hatten wir morgens -7°C, nachts sogar bis zu -14°C :eek:
  • Inzwischen wird’s wieder wärmer. :mrgreen:
  • Gehören wir zum “alten Eisen”, wenn wir beide (also Katrin und ich !!!) an Silvester um kurz nach zehn auf dem Sofa einschlafen und erst fünf vor zwölf wieder zu uns kommen? :???:

Das Unheil naht

© qayyaq (Pixelio)

Es scheint wohl ziemlich sicher zu sein und es scheint ziemlich heftig zu werden: Der Winter kommt mit voller Wucht. Die Frage ist nur: Wann trifft es uns? Das hängt natürlich davon ab, wo wir wohnen. Wir im Süden werden (zum Glück) wohl erst am Abend vom Wintereinbruch heimgesucht. Wer die Schwäbische Alb kennt, der weiß, dass es da schon ziemlich heftig werden kann, wenn Schneefälle angekündigt sind. Zwar ist das nicht zu vergleichen mit dem Schwarzwald oder gar den Alpen, aber wir liegen immerhin auf rund über 700 Metern Höhe. Dementsprechend haben wir uns eingedeckt. Gestern hab ich noch kistenweise Getränke heimgeschleppt, die Tiefkühltruhe ist randvoll und Tee haben wir in rauhen Mengen vorrätig. Das heißt: Wenn wir für die nächsten Wochen eingeschneit werden, dann könnten wir (mit etwas Glück) überleben. :mrgreen:

Winter? Komm! Trau Dich! :lol:

Und Ihr? Seid Ihr auch schon winterfest? :roll:

Nicht schon wieder Fluglärm!

Wie man heute Morgen im Radio hören konnte, finden ab heute in den nächsten beiden Wochen wieder Tiefflugübungen über der Schwäbischen Alb statt. Das hatten wir ja vor kurzem schon mal. :roll: Ich mein, mir ist klar, dass es sowas geben muss. Und mir ist auch klar, dass das irgendwo stattfinden muss. Grundsätzlich geht das auch okay, denn es gibt ja auch Leute, die in der Nähe eines Flughafens wohnen und damit auch klarkommen (müssen). Aber warum müssen diese dämlichen Düsenjets immer gerade dann über unser Haus donnern, wenn Hannah gerade eingeschlafen ist? :cry: