Lena – Mr. Curiosity

Mit diesem Auftritt hat mich Lena Meyer-Landruth einst vollends überzeugt. Natürlich ist sie nicht die perfekteste, begnadetste Sängerin! Aber sie bringt unglaublich viel Emotion und Ausstrahlung auf die Bühne, sodass von den Fünf- bis Neunzigjährigen (fast) alle begeistert sind. Ich bin gespannt, wo sie in Oslo landet. Aber das ist im Grunde genommen zweitrangig. Da ist ein neues Gesicht, ein wenig verrückt, vor allem aber eigenwillig und zielstrebig. Das ist erfrischend und gut die deutsche Musiklandschaft.

Heute ist übrigens auch Lenas Debutalbum “My Cassette Player” erschienen. Mir gefällt es ganz gut… Klar, man kann auch hier geteilter Meinung sein, aber besser als die stets gleich klingenden Bohlen-Produktionen der DSDS-Gewinner ist das hier allemal!

Robbie Williams is back!

Eine ganze Weile hat man nichts mehr von ihm gehört – zu meinem Bedauern! Die Rede ist von Robbie Williams. Seit einigen Tagen ist der nun zurück und seine neue Single “Bodies” läuft in vielen Radiosendern rauf und runter. Das Echo ist gemischt. Viele empfinden den neuen Song als langweilig und untypisch. Das kann ich in keinster Weise nachvollziehen! Der Titel ist einfach nur klasse und einzigartig. Mit einem verrückten Mix aus unzähligen Stilrichtungen beweist Robbie einmal mehr, dass er zusammen mit seinen Songwritern und Produzenten stets das richtige Gespür hat, um neue Wege zu beschreiten, ohne sich selbst und seinen Stil zurückzulassen.

“Bodies” ist anders, neu, ideenreich, mutig, kraftvoll, abwechslungsreich, genial, klasse… einfach spitze! Ich könnte mich dran tothören! Man kann nur hoffen, dass das Album ähnlich grandios wird… Ich freu mich drauf.

Und wer ihn noch nicht kennt – hier ist Bodies:

[stream provider=youtube flv=http%3A//www.youtube.com/watch%3Fv%3DUS8cgUq_XBY img=x:/img.youtube.com/vi/US8cgUq_XBY/0.jpg embed=false share=false width=450 height=253 dock=true controlbar=over bandwidth=high autostart=false /]

Laith Al-Deen – Session

Laith Al-Deen - SessionSeit heute ist es nun also da: Laiths neues Album “Session”. Selten war das Lager seiner Fans so gespalten wie diesmal. Bisher stand er mit seiner Musik für eingängigen Schmusepop (dank seiner Stimme) mit hohem Wiedererkennungswert. Nicht selten hörte man von den begeisterten Hörern seiner Songs: “Hach, woher weiß er nur immer, wie ich fühle?” Bei so viel Emotion verwundern die theatralischen Beschriftungen seiner musikalischen Schublade nicht: “Schmusepapst”, “Knopfaugenprinz” oder “Liebesbarde”. Dass dieses musikalische Korsett sich mit jeder Neuveröffentlichung im alten Stil weiter zuzog, diente sicher nicht der Entfaltung seines schier unfassbaren Könnens. Insofern erkannten die allermeisten, die heute flammende Verehrer seiner Musik sind, erst nach einem Besuch seiner Livekonzerte, welches Potential wirklich in ihm steckt. Manchmal hatte man den Eindruck, dass Laith ganz bewußt seinem angedichteten Klischee widersprechen wollte – verbal wie musikalisch.

Und nun liegt also “Session” auf dem Plattenteller, das in gewisser Weise all denen vor den Kopf stößt, die um jeden Preis “ihren alten Laith” behalten möchten. Im Rahmen meiner Tätigkeit innerhalb dieses Haufens hatte ich die einmalige Gelgenheit, im Studio einigen Aufnahmen des neuen Werks beizuwohnen. Selten habe ich Laith so gelöst und fröhlich erlebt. Selbst als Nicht-direkt-Beteiligter spürte ich den Spaß an der Sache, der nach Laiths eindringlichen Aussagen ganz klar im Vordergrund stand. Vor diesem Hintergrund ist “Session” sogar etwas trotzig, weil die Platte ohne Beachtung jedweder Trends, Stilrichtungen oder gar Schubladen entstand. Das ganze Projekt scheint ein Austoben, ein “Rauslassen” und vielleicht auch ein Beweis zu sein. Hier kommen erstmals Facetten von Laiths Können zum Vorschein, die das Genre “Pop” niemals hätte zutage fördern können. Wer beispielsweise Laiths Version von Roachfords ”Lay your love on me” zum ersten Mal hört, wird sich fragen, ob das wirklich Laith ist! Nur wer sein bisheriges Schaffen intensiv verfolgt hat, kannte schon vorher diese immense Wandlungsfähigkeit. Manche mag das irritieren, andere widerrum werden begeistert sein. Dass alle Songs in kürzester Zeit und (entgegen den heutzutage gebräuchlichen Verfahren) in einer gemeinsamen Bandsession ”in Echtzeit” aufgenommen wurden, spricht für die außerordentliche Qualität aller Beteiligten.

Ganz gleich, wie sein weiterer Weg aussehen mag. “Session” wird dazu beitragen, dass viele Laith mit anderen Augen sehen. Mit dem selbst geschriebenen “Der Sturm” zeigt Laith schon auf “Session” in eine bestimmte songwriterische Richtung. Bleibt abzuwarten, ob er diesen Weg weiterverfolgt. Es bleibt spannend…

Yohanna aus Island

Hier habe ich schon über meine ganz neuen “Eurovision Song Contest”-Ambitionen berichtet. Tatsächlich haben wir uns den Wettkampf angetan und ihn (fast) in voller Länge “genossen”. Zum überwiegenden Großteil grauste es uns regelrecht. Aber man muss einfach der Tatsache Respekt zollen, dass Europa zum überwiegenden Großteil aus Ländern besteht, die mit der internationalen Musikszene ganz wenig zu tun haben. Vor allem die östlichen Staaten haben doch sehr viel Folklore in der “Pop”-Musik, was bei uns so gar nicht ankommt. Umgekehrt kommt die bei uns beliebte “eingängige” Popmusik im Osten wenig an. Insofern ging auch die deutsche Swing-Nummer total unter (Platz 20). Wen wundert es da, dass ausgerechnet ein in Weißrussland geborener Harry Potter-Verschnitt gewinnt? :mrgreen:

Zum Glück galten die Gesetzmäßigkeiten für “meine” Yohanna nur bedingt. Mit ihrer klassischen Popballade “Is it true?” erfüllte sie eigentlich alle Aspekte, um kaum Beachtung zu finden. Aber Qualität wird belohnt und so landete sie auf einem sehr guten zweiten Platz. Dass die Isländerin kein “One Hit Wonder” zu sein scheint, das nur aufgrund des europäischen Contests mit einem “netten” Song ausgestattet wurde, zeigt der folgende Titel “I miss you”. Er macht Lust auf mehr… Und mehr gibt es derzeit schon auf ihrer Myspace-Seite zu hören. Leider gibt es ihr Album noch nirgendwo zu kaufen. :cry: Oder weiß von Euch irgendjemand mehr? :roll:

Coldplay – Life in technicolor II

Der Colplay-Longplayer “Viva La Vida” ist ein Glanzstück – keine Frage! Jetzt schieben die Jungs eine EP namens “Prospekt’s March” nach. Vor allem “Life in technicolor II” gefällt mir daraus besonders gut:

Coldplay EPOffenbar haben auch andere Gefallen daran gefunden, denn die limitierte EP scheint bereits ausverkauft zu sein. Nun kann man Coldplay natürlich vorwerfen, dass diese Verkaufsstrategie ziemlich kommerziell ausgelegt ist. Zuerst wirft man ein Album auf den Markt, das trotz mehrerer echter Hits relativ “kurz” geraten ist (immerhin nur zehn Titel) und schiebt dann Wochen später eine EP nach, deren Songs sowohl platzmäßig als auch stilistisch locker auf das Album gepasst hätten. Das mag nicht “nobel” sein, aber ganz offensichtlich geht die Strategie auf.

U2 – Still haven’t found what I’m looking for

Dieser Song lief heute Morgen im Radio und ich hatte (wie immer) Gänsehaut pur.

Da fällt mir ein, dass der neue U2-Longplayer immer noch zu Hause liegt und auf seinen Einsatz wartet. Au man… Was ein Stress! :lol:

Rosenstolz

Ich bin eigentlich für nahezu alle Musikrichtungen offen. Wenn mir mal etwas nicht ganz so gut gefällt, dann höre ich trotzdem zwei-, dreimal hin, denn es könnte ja sein, dass ich meine Meinung ändere. So mochte ich zum Beispiel Coldplay anfangs überhaupt nicht. Inzwischen liebe ich deren Musik.

Ganz anders ist das mit Rosenstolz. Ich mochte die noch nie und ich werde sie wohl auch nie mögen. Immer wieder hörte ich mir die jeweils neuste Single an und immer wieder schüttelt es mich. Ich kann nicht genau sagen warum, aber diese Songs sprechen mich überhaupt nicht an und sind mir – offengesagt – zuwider. Sorry, aber das ist so! “Ich geh in Flammen auf” macht mich aggressiv. Bei “Gib mir Sonne” hör ich immer nur “Gib mir Sahne” und kann nur den Kopf schütteln. Jetzt gibt es den neuesten Wurf der Bande: “Blaue Flecken”. Und wieder einmal stößt mich diese quäkend röhrende Stimme und diese viel zu pathetisch klingenden Texte ab. Das ist mir alles zu steif und zu gefühllos. Ich kann nicht sagen, warum das so ist. Es wirkt einfach so auf mich! Wenn es sowas wie eine Wellenlänge gibt, dann ist Rosenstolz das absolute Gegenteil von der meinen.

Nur damit da keine Missverständnisse entstehen: Ich habe nichts gegen diese Künstler und ihr Erfolg gibt ihnen ja auch voll und ganz recht in dem, was sie tun. Es ist nur überhaupt nicht meins. Das ist einfach so. Sorry!

Phil Collins – Do you remember

Phil Collins hat meinen Musikgeschmack nachhaltig geprägt. Sowohl als Mitglied von Genesis als auch “solo” hat er tiefe Spuren in meinem Gehörgang hinterlassen – und das ist auch gut so. Eines meiner absoluten Lieblingslieder ist und bleibt “Do you remember” von seinem herausragenden, genialen Longplayer “But seroiusly”. In dem Song erinnert sich Phil an seine erste große Liebe, der leider kein Happy End vergönnt war. Das ist Gänsehaut pur – immer wieder! Sein dazu gehörender Videoclip stetzt dem Ganzen die Krone auf und entlockt mir stets wieder einen kleinen Seufzer mit anschließendem Lächeln… Euch auch? :mrgreen:

Leona Lewis im Duett mit The Script

The Script-DebütalbumIm Radio hörte ich in der letzten Zeit schon öfter diverse Singleauskopplungen aus dem Debütalbum von “The Script”. Mehr und mehr war ich davon angetan und nahm mir schon lange fest vor, mal ausgiebiger in das Gesamtwerk reinzuhören. Was soll ich sagen? Es ist eine echte Entdeckung! Neben den “Gassenhauern” namens “We Cry”, “The Man Who Can’t Be Moved” und “Break Even” sind noch jede Menge weitere kleine Kostbarkeiten darauf enthalten.

Dass die Jungs aus Irland stammen mag bemerkenswert sein, aber das hört man der CD nicht unbedingt an. Das Ganze klingt nach einer Mischung aus Pop und Soul, was von den Machern selbst als “Celtic Soul” bezeichnet wird und den Nagel erstaunlich gut auf den Kopf trifft. Insgesamt krabbelt diese Art von Musik ganz hartnäckig in mein Gehör… und da dudelt es jetzt schon geraume Zeit. :mrgreen:

Aufgrund der Tatsache, dass Leona Lewis ähnlich “ohrwurmig” bei mir wirkt, habe ich heute erstaunt aufgehorcht. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, wird ihr neues Album (welches noch in diesem Jahr erscheinen soll) deutlich rockiger und damit weniger “divenhaft” als noch das letzte. Doch dem nicht genug! Sie wünscht sich ganz offensichtlich, mit eben jenen Iren zusammenzuarbeiten, deren Longplayer derzeit kaum noch meinen CD-Spieler verlassen möchte: The Script! Mischt man diese beiden Interpreten im Geiste, so bekommt man einen interessanten Mix, der sicher Potential für einen waschechten Hit hat. Ich bin sehr gespannt, ob einerseits die Gerüchte wahr sind und andererseits, wie deren Ergebnis letztlich aussieht.

Mêlée – Devils & Angels

An anderer Stelle fragte mich das Sternchen* danach, wie mir denn nun das neue Album von Mêlée gefällt, das bis vor kurzem noch in meinem Player prangerte. Die US-Amerikaner sind derzeit wegen ihres Ohrwurms “Built to last” in aller Munde. Auch ich höre diesen Song sehr, sehr gerne und war natürlich extrem neugierig, wie denn wohl der zugehörige Longplayer ausfallen würde.

Das Werk beginnt mit bekannten Klängen. “Built to last” holt einen dort ab, wo man gerade ist und irgendwie fühlt man sich dadurch gleich Zuhause. Danach – das muss ich ganz unumwunden zugeben – tritt aber etwas Ernüchterung ein. Die Songs sind zwar handwerklich schön gemacht und irgendwie sind sie auch etwas Besonderes, aber sie reißen mich nicht vom Hocker. Manchmal erscheint mir die eine oder andere Note zuviel, das eine oder andere Arrangement zu pathetisch. Was in meinen Ohren fehlt sind eingängige Melodien, die sofort ins Ohr gehen… so wie “Built to last” eben! Die eine oder andere Rezension bei Amazon spricht davon, dass man das Album öfter hören muss, damit es “richtig” wirkt. Das mag sein. Im Moment spricht es mich aber (noch) nicht wirklich an. Ich werde sicher noch öfter mal reinhören und versuchen den “richtigen” Zugang zu finden. Ich hoffe nur, dass diese Suche nicht zu lange dauert, denn sonst verschwindet die CD wieder aus meinem Sammelsurium. :mrgreen:

Gegenfrage: Wie hat’s denn Dir gefallen, Sternle? Oder hast Du noch gar nicht reinhören können? :roll: