Chefsekretärin

Hannah hat in den letzten Wochen mehr und mehr den Computer als eine Art “Spielzeug” entdeckt. Natürlich wäre es für unsere Tochter viel zu “einfach”, wenn sie bloß wild auf die Tasten hauen oder mit der Maus ziellos herumfahren würde. Nein, sie hat zuvor sehr genau beobachtet und imitiert nun täuschend echt. So kommt es, dass man den Eindruck gewinnt, sie sei ihrem Alter weit voraus und könne mit zehn Fingern flüssig Texte verfassen. Sie kann weder mit zehn Fingern tippen, geschweige den Texte verfassen. Aber sie kann es täuschend echt nachahmen. :mrgreen: Nur leider passieren manchmal unvorhergesehene Dinge…

Seht selbst:

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Was Hannah übrigens wirklich schon kann: Sie arbeitet tadellos mit der Maus! Wenn man ihr sagt: “Klick mal da drauf!”, dann kann sie das, wenn auch noch mit etwas Mühe und im Mundwinkel verhakter Zunge. :lol: Jaaa, mit der Maus ist sie ein Naturtalent! :mrgreen:

Sinneswandel

© Markus Hein (Pixelio)

Jahrelang habe ich zu Microsofts Internet Explorer gehalten. Ich habe mir mehrmals eine möglichst neutrale Meinung gebildet und habe mich auch von fanatischen Anhängern der Mozilla- oder Opera-Szene nicht beeinflussen lassen. Es ging dabei nie um bloße Trends oder um möglichst “reinen Quelltext” (so ein Unsinn!), sondern um Qualität und Komfort. Der Internet Explorer samt des überaus bequemen Aufsatzes “Avant Browser” war einfach umgänglicher und das sage ich nicht nur als “einfacher” Nutzer, sondern auch als Webdesigner! Oftmals habe ich mir wegen des großen Lieblings “Firefox” die Haare gerauft und musste mir dann anhören, dass es nicht am Browser, sondern an der Webseite liege. Komisch nur, dass durchweg alle Browser die Webseite unisono abbildeten, nur eben der feurige Fuchs nicht…

Wie auch immer: Nun habe ich wieder einmal versucht mir eine objektive Meinung zu bilden und spätestens jetzt, mit dem Release 3.5 des Firefox habe ich mich überzeugen lassen. Das berühmte Tüpfelchen auf dem noch berühmteren “i” war ein AddOn, das es nur für den Firefox gibt und das mir das Leben so viel erleichtert. Tut mir leid, aber nun ist Microsofts Werk auch samt irgendwelcher Aufsätze abgeschrieben. Abgesehen davon ist der Firefox 3.5 wirklich spürbar schneller und damit verdammt flott. Fast alle liebgewordenen Features finde ich nun auch in der neuen Welt wieder und so wird aus einem Firefox-Kritiker ein Firefox-Nutzer. Ob es zum Firefox-Liebhaber reicht, wird die Zukunft zeigen. Dass Windows 7 ohne Internet Explorer 8 ausgeliefert werden soll, könnte diesen Trend auf wirklich breiter Ebene vorantreiben. Umso mutiger Microsofts Entscheidung…

Es bleibt also spannend, was den “Browserkrieg” anbelangt… Da denkt so mach einer an die Compuserve- und Netscape-Zeiten zurück! :mrgreen:

Real Pac Man

Wie würde das weltberühmte Arcade-Spiel “Pac Man” wohl in der Realität aussehen? Wer sich das schon immer gefragt hat, kann sich jetzt leibhaftig ein Bild davon machen. Ich lache immer wieder Tränen! :lol:

Der vermeintliche Kinderpornografie-Blocker

Stoppschild des BKAKeine Frage: Kinderpornografie zählt zu den widerlichsten, abstoßendsten und schlimmsten Verbrechen, die Menschen verüben können. Es ist die oberste Pflicht von uns allen, gegen derartige Auswüchse vorzugehen. Das schulden wir unseren Kindern, die die Eltern von morgen sind. Insofern klingt der neueste Vorstoß unserer Familienministerin Ursula von der Leyen (wieder einmal) faszinierend: Kinderpornografische Internetseiten sollen bei deren Aufruf schon vom jeweiligen Internetprovider geblockt werden. Dadurch soll schon der Zugang zum illegalen Material versperrt werden. Heute nun wurde ein entsprechender Vertrag mit den fünf größten deutschen Internetprovidern unterzeichnet. Dadurch sollen täglich rund 450.000 derartiger Zugriffe auf illegale Seiten geblockt werden. Die gesetzliche Grundlage hierfür fehlt zwar noch, aber Frau von der Leyens Aktionismus sei Dank wird es diese bald schon geben.

Wie immer, wenn etwas so uneingeschränkt famos und genial klingt, werde ich als politikverdrossener mündiger Bürger hellhörig und hinterfrage die Sache. Wie soll so ein Internetblocker technisch realisiert werden? Wer legt wie fest, was geblockt werden soll und was nicht? Und vor allem: Wie effektiv und sicher ist so ein Blocker? Derartige Eingriffe haben immer auch den faden Beigeschmack von Zensur.

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Supportprofis

Ich benutze privat eine Datenbank für die Archivierung all meiner CDs und DVDs. Damit bin ich eigentlich rundum zufrieden, auch, weil man über online verfügbare Datenbanken Covers, Titel und weitere Informationen abrufen kann, ohne viel händisch einzutippen. Genau diese Funktion hakt in der letzten Zeit immer öfter. Es gab mal ein Update, das den Fehler zeitweise behob. Jetzt ist er wieder da – warum auch immer?!

Zum Glück gibt es einen Produktsupport, der in solchen Fällen für Abhilfe schaffen soll. Dass häufig am Kundenservice gespart wird, zeigt die Reaktion, die ich auf meine Anfrage erhielt:

Sehr geehrter Herr Vollmer,
als bei mir und der Entwicklung funktioniert es auf allen Rechnern, mehr kann ich nicht dazu sagen. Ob dieses speziell an Ihrem System liegt, kann ich nicht sagen.

Ist nicht genau das der Job eines (guten) Supports: Etwas zu sagen und Antworten zu finden? Also habe ich nochmal (rein sachlich) nachgehakt und widerrum folgende Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr Vollmer,
bei Computer und Windows muss man nicht alles verstehen, ich kann es Ihnen jederzeit bei mir und allen meinen Computern zeigen!!!

Klar, wenn der gute Mann von Computern und Windows nichts versteht, kann er mir sicher reihenweise Beispiele für sein Unvermögen zeigen! So ein Verhalten macht mich wütend, einfach weil es dumm und unprofessionell ist. Natürlich gibt es Phänomene, die man nicht erklären kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass es dafür nicht einen sachlichen Grund gibt!

Auf seiner Webseite schmettert der Supporter schließlich:

Nach mittlerweile mehr als 30 Jahre Computer- und 9 Jahre Supporterfahrung kann ich Folgendes sagen: Das 80% aller Probleme auf Ihr eigenes System zurück zuführen sind. (Dies soll nicht heißen, das Ihr System nicht gut ist, das ist halt einfach so. Virenschutz-, Sicherheitsprogramme und andere Software können Konflikte verursachen.) Ach ja, da ist auch noch das Betriebssystem, auch dort sind Fehler vorhanden!

Ich habe inzwischen 15 Jahre Erfahrung im Support und bei solchen Aussagen (noch dazu mit derartigen Schreibfehlern!) dreht sich mir der Magen um. Ich weiß gar nicht, ob und wie ich auf so etwas reagieren soll! :cry:

Virenschleuder

VirenfundeInzwischen müsste es sich doch eigentlich rumgesprochen haben, dass es an virtuellen Selbstmord grenzt, heutzutage ohne irgendeinen Virenschutz online zu gehen. Selbst bisher “virenfreie” Plattformen wie Linux oder MacOS werden immer öfter Ziel von Virenbastlern. Trotzdem bleibt Windows als Betriebssystem mit der wohl größten Verbreitung Angriffsziel Nummer eins. Mit einem solchen hatte ich es heute zu tun und gleichzeitig mit einem Internetnutzer, der einfach davon ausgeht, dass ohne alles (sprich: ohne Virenschutz und Firewall) auch nix passieren kann. Dabei ging er direkt über ein gutes, altes Modem online (also über keinen DSL-Router oder ähnlichem). Dazu vernachlässigte er die regelmäßig erscheinenden Sicherheitsupdates des Betriebssystems und aller installierten Anwendungen. Somit kam ein linuxbasierter Virenscan auf sage und schreibe 4.990 virenbefallene Einzeldateien. :eek: Damit ist das System endgültig hinüber…

Dieses Beispiel zeigt, wie gefährlich das Internet sein kann, wenn man unbedacht darin umhersurft. Wenn das auf einem Produktivsystem passiert, auf das man angewiesen ist, dann grenzt das an den persönlichen Ruin. Zum Glück kann ich im aktuellen Fall das System neu aufsetzen, nachdem ich ein paar private Fotos gesichert habe.

Wie kann sowas passieren? Ganz einfach: Durch sich selbst reproduzierende Schädlinge, die sich meist an ausführbare Dateien (EXE-Dateien) anhängen. Ruft man dann so ein Programm auf, vermehrt sich der Eindringling fleissig weiter, auf alle anderen EXE-Dateien, die er findet. Zusätzlich haben diese Bösewichter oft noch eine Backdoor-Funktion, über die sie menschlichen Bösewichtern Zugang auf den Rechner und somit auf die darauf befindlichen Daten ermöglichen. Prost Mahlzeit! :???:

Menschliche Computer

Es soll ja Leute geben, die nicht gern mit Maschinen sprechen. :mrgreen: Es ist aber auch wirklich merkwürdig. Man möchte einen Menschen aus Fleisch und Blut erreichen und muss sich mit einem Computer unterhalten. Ganz schlimm wird’s, wenn man bei irgendwelchen Hotlines anruft und automatisiert gesteuert wird. Ich kann da als IT-ler ein Liedchen von singen! :roll:

Weil die Entwickler solcher Systeme das auch wahrnehmen, haben sie sich jetzt Gedanken gemacht, um ihre Maschinen zu vermenschlichen. Nicht nur die Stimmen sollen “echter” und “wärmer” wirken, sondern (und jetzt kommt’s!) es sollen auch menschliche “Fehler” eingearbeitet werden wie Räuspern oder hier und da ein grübelndes “Hmm”. Wer dann nicht aufmerksam zuhört bekommt schon mal ein Hüsteln zu hören. :lol: Solange keine Schmatz- oder gar Pfurz- Geräusche zu hören sind, isses mir Wurscht was das Ding an menschlichen Lauten von sich lässt. Amüsanter wird’s dadurch allemal! :mrgreen:

Festplattenabsturz

Ich liebe meine Tochter. Ja, ich liebe dieses Kind wirklich über alles. Und trotzdem wäre ich heute beinahe zum Kindermörder geworden. Hannah weiß genau, dass das Büro Papas (und gelegentlich auch Mamas) “Spielzimmer” ist, in dem es zweifellos hochinteressante, aber vor allem auch kinderuntaugliche Dinge gibt. Trotzdem will sie (natürlich) immer wieder am “Puter dippen” (Computer tippen) oder “Weine gucken” (Schweine, sprich: Piggeldy und Frederick auf YouTube anschauen). Als liebender Vater geht man da hin und wieder Kompromisse ein und weicht von der eigentlich ach so harten Linie geringfügig ab. Dass das nicht immer richtig ist, wurde mir heute schmerzlich bewußt. Gerade hatten wir uns nach ein bisschen “Dippen” dazu entschlossen, das “Niemandsland” (also das Büro) wieder zu verlassen, als es Hannah einfiel urplötzlich rumzublödeln und im Sitzen mit den Beinchen umherzuwirbeln. Schön, wenn das Kind so beweglich ist. Nur leider sollte dann nichts im Weg stehen, was viel Geld gekostet hat. Und so schleuderte Hannah, zwar wirklich ungewollt und versehentlich, aber nicht minder sanft, mit einem gezielten Fußkick meine 1 Terabyte große, externe USB-Festplatte für stolze 150,- Euro in die Ecke. Das laute Krachen ließ nichts Gutes erahnen. Das Gehäuse ist auf einer Seite regelrecht aufgesprungen (siehe Foto) und außer einem leisen, beinahe schon wimmernden Klacken, gibt das gute Stück nichts mehr von sich… auch keinerlei Daten. Zum Glück war die Festplatte NOCH nicht voll in Betrieb, sondern sollte erst in den kommenden Tagen als Backupmedium dienen. Und so bin ich schwuppdich 150,- Euro ärmer… :cry:

Ich liebe mein Kind… trotzdem! :mrgreen:

Hotlines dieser Welt

© Rainer Sturm (Pixelio)

Von Berufs wegen habe ich immer viel mit den unterschiedlichsten IT-Firmen zu tun. In letzter Zeit aber haben sich vor allem auch die Kontaktaufnahmen in eigener Sache sehr gehäuft. Dabei hatte und habe ich vor allem mit Weltfirmen wie Adobe, Microsoft oder Symantec zu tun, von denen man eigentlich glaubt, dass sie sehr professionell arbeiten. Doch man wird da (mit einer Ausnahme) eines besseren belehrt. Teilweise ist der Kundenservice so schlecht, dass man sich wirklich fragt, wofür man eigentlich so ein Schweinegeld bezahlt. Es ist wirklich unglaublich, aber bei meinen Kontakten lief wirklich durchweg ALLES schief! Unwissende und somit unfähige Mitarbeiter, verlorene Bestellungen, Falschlieferungen, griechische, tschechische oder “sonstwasfür” Landsleute an DEUTSCHEN Hotlines, die entsprechende Sprachkenntnisse aufweisen… Die Liste ist endlos! Stunden habe ich damit zugebracht, Probleme zu formulieren und um Lösungen zu bitten, die bis heute nicht bei mir angekommen sind.

Schön, dass es unter all den Supergaus Problemfällen eine erfreuliche Ausnahme gibt. Mag sein, dass andere ganz abweichende Erfahrungen gemacht haben. Ich kann sagen: Der Microsoft-Support ist professionell, schnell, hilfreich und somit absolut verlässlich und zuverlässig. Eine knifflige Anfrage konnte die Dame nicht abschrecken. Sie erklärte mir freundlich, sie kläre das ab und melde sich in Kürze mit der Lösung. Ich hüstelte in mich rein, weil ich dachte: “Na, das wird ja was werden!” Eine halbe Stunde später war mein Problem komplett und zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst! Einfach so! Die Damen und Herren von Adobe und Symantec suchen da immer noch nach Lösungen, die sie mir auch immer wieder mit höflichsten Phrasen und der Bitte um Verständnis für die Verzögerungen in Aussicht stellen. Nur passieren tut nichts… GAR nichts! :???:

Wieder da

“Huch! Da ist noch jemand!”, werdet Ihr jetzt sagen. Ja, wir leben noch! :mrgreen: Die letzten Tage (oder besser gesagt: die letzte Woche) war einfach nur vom Urlaub geprägt, trubulent, mit einem Geburtstag garniert… Es gab einfach vieles, was uns vom Bloggen abhielt. Zwar bleiben auch die kommenden Tage ausgebucht, aber allein durch die Tatsache, dass ich wieder mehr Zeit am Rechner verbringe bzw. verbringen muss, bringt den Umstand mit sich, dass ich auch wieder mehr im Blog schreiben werde. Ich hoffe, wenigstens der ein oder die andere freut sich darüber… :roll: Na? :lol: