Der Frühling ist da
Woran merkt man, dass der Frühling endlich da ist?
- Die Sonne scheint und wärmt nicht nur die Luft, sondern auch die in den letzten Wochen nicht nur wegen des tristen Wetters geschundene Seele.
- Beim Wegschippen der allerletzten Schneereste kommt man erstmals ins Schwitzen.
- An den Balkongeländern hängen quasi über Nacht plötzlich allerlei Blumenkästen.
- Bei geöffnetem Fenster hört man Autostaubsauger und fegende Besen.
- Der Balkon oder die Terrasse fällt nun definitiv als Kühlschrankersatz für gerstenhaltige Getränke weg.
- “Die” Nachbarn verrichten ab sofort wieder (fast) alles an der frischen Luft. Lediglich Geschäfte aufgrund ihrer Notdurft bilden hier (zum Glück !!!) eine Ausnahme.
Wintereinbruch
In den letzten Wochen traf der Winter fast ganz Deutschland mit ordentlichen Schneefällen und eisigen Temperaturen. In den Nachrichten, in Blogs und von Freunden und Bekannten hört man Wetterberichte wie aus den Alpen – und das teils aus Gebieten, die sonst gar nicht oder kaum mit Schnee “beglückt” werden. Kurioserweise wurde “unsere” Schwäbische Alb bisher ungewöhnlich stark verschont. Zwar gab es hier auch Schnee, aber zum einen lag dessen Höhe weit unter dem, was hier üblich ist; zum anderen war von einem Chaos weit und breit nichts zu spüren.
Diese verkehrte Welt scheint sich nun seit einigen Tagen und ganz besonders extrem seit gestern wieder zu relativieren. Gestern Morgen wurden wir von einer etwa 20 Zentimeter dicken Schneedecke begrüßt. Wo zuvor noch ein bisschen gefegt und gestreut wurde, musste man nun mit Schneefräsen zu Leibe rücken. Die bloße Schneeschippe war ziemlich beschwerlich. Ein Glück, wenn der befreundete Nachbar ein solches, motorisiertes Gefährt sein Eigen nennt.
Doch half das leider bei dem hier vorherrschenden Streusalzmangel nicht wirklich weiter. Die kurze Fahrt zum Getränkemarkt war eine Abenteuerfahrt, die jede “Camel Trophy” in den Schatten stellt.
Kaum wieder in der Garage kam der nächste Schneefall… und so schneit es jetzt eigentlich seit gestern Abend nahezu ununterbrochen weiter. Kurz bevor wir uns zur Ruhe begaben herrschten sibirische Verhältnisse mit fetten Schneeflocken in der Größe einer Zwei-Euro-Münze. Im Moment kommen wieder ordentlich dicke Schneeflocken runter – nicht mehr ganz so fett wie gestern Abend, aber die Intensität ist trotzdem beeindruckend. Die Schneedecke wächst weiter und wir sind heilfroh, dass wir zumindest heute nirgendwo mehr hin müssen.
Spätestens wenn sich die Haustür nicht mehr öffnen lässt, ist ein gutes Buch unerlässlich.
Aprés Schlitten
Wir waren bis eben mit Hannah Schlittenfahren. Weil wir aufgrund diverser Gebrechen nicht wirklich aktiv mitdüsen konnten und uns somit aufs bloße Zusehen beschränken mussten, wurde die ganze Aktion durch das immer längere Herumstehen stetig kälter und kälter. Da half auch Hannahs Begegnung mit einem Weidezaun nichts, die uns kurzfristig den Puls steigen ließ. Sie düste locker fröhlich mit einem Plastikbob den Hang hinunter und erst als sie immer schneller wurde, war uns klar: Sie hatte die Anweisungen zum Bremsen des Gefährts nicht wirklich verstanden. Zwar nahm der Schwung irgendwann ab, reichte aber dennoch, um mit dem Gesicht (genauer gesagt mit der Nase) an der Litze des Zauns zu bremsen. Durch die Wucht wurde sie nach hinten vom Bob gedrückt, was einerseits Spuren im Schnee und andererseits im Gesicht hinterließ. Sie weinte natürlich entsprechend, aber sie wollte mit ihrem “Porutscher” gleich nochmal den Hang hinunterdüsen. Ein tapferes Kind.
Alles in allem drängt sich ein wärmendes und zugleich beruhigendes Getränk nach so einem Nachmittag geradezu auf. Also wärmte ich mir eben kurzerhand einen schönen Glühwein. Herrlich! Die Lebensgeister kehren zurück…
Winterfliege
Unglaublich! Wie machen die Viecher das? Draußen ist es (zumindest hin und wieder) arschkalt verdammt kalt und dieses Ungeziefer lebt immer noch! Unglaublich!
Zugvögel kehren wieder um
Wie ich eben im Radio hörte, waren schon viele Zugvögel auf dem Weg zurück zu uns. Doch offenbar ist ihnen das Wetter noch deutlich zu kalt, weswegen sie wieder umgekehrt sind und nun wieder zurück in den warmen Süden fliegen. Das klingt witzig, ist für die Piepmätze aber ganz offensichtlich lebensgefährlich. Immerhin müssen sie die rund 500 Kilometer ohne notwendige Nahrung zurücklegen, denn wo finden sie hier bitte Insekten?
Höchstens schockgefrostet!
Die aktuelle Winterlandschaft ist sicherlich wunderschön, aber ich muss offen zugeben: Etwas mehr Wärme und Licht wäre Balsam auf die wintergeschundene Seele.
Winterliche Erkenntnisse
- Minus 15°C sind verdammt kalt.
- Dass es heute Nacht noch kälter gewesen sein muss, zeigt die Tatsache, dass heute Morgen nicht nur das Garagentorschloss, sondern das gesamte Garagentor zugefroren war.
- Gefrorener Schnee ist noch ätzender als einfach nur meterhoher.
- Hannah war heute Morgen leicht enttäuscht, dass der Papi trotz Schneemassen zur Arbeit fährt. Gestern war das viel besser!
- Wenn man mit dem Auto durch eine verschneite Winterlandschaft fährt und im Radio was von einem “Schneeballsystem” von irgendwelchen Betrügern hört, dann ist das aberwitzig.
- Blauer Himmel, verschneite Landschaft und der Gedanke an ein schneeschippendes Kind motivieren nicht gerade zu übereifriger Arbeit.
Schwäbisch Sibirien
Hier noch ein paar Eindrücke vom heutigen Schneetag, der übrigens noch lange nicht zu Ende ist… Es schneit nach wie vor und Häufen werden immer größer.
Zum Glück haben wir so einen professionellen Räumdienst.
Hannah schippt sich die Seele aus dem Leib!
Es schneit und schneit und …
Das ist mein Blick aus dem Fenster… bei dem ich mich frage ob und wenn ja wie ich nachher heim kommen soll.
Der Winter ist zurück
Eigentlich hatte ich schon in Erwägung gezogen, den hier im Blog herrschenden Schnee-Effekt wieder auszubauen und optimistisch in Richtung Frühling zu schauen. Gewisse “Eindrücke” haben mich aber dazu bewogen, das Ganze noch ein bisschen weiterschneien zu lassen.
Frohe Weihnachten!

Screenshot: wetteronline.de
Winterimpressionen
Seit geraumer Zeit gab es keine neuen Fotos mehr in unserer Galerie. Da sich (auch wenn es noch nicht wirklich so scheint) der Winter 2008/2009 seinem Ende nähert, haben wir nun ein paar Eindrücke aus dieser Zeit zusammengestellt. Leider waren die Schneefälle heuer nicht so ergiebig wie noch in den letzten Jahren, aber auch so bekommt man einen Eindruck davon, wie schön die Alb im Winter sein kann.
Hier geht’s zu den Winterfotos in der Galerie.













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