Dauerkrank im Kindergarten: Wir sind nicht allein

© hofschlaeger (Pixelio)

Wir haben hier im Blog immer und immer wieder davon berichtet (sodass es oftmals sicher schon lästig wurde): Seit Hannah in den Kindergarten geht, jagt ein Infekt den nächsten. Wir haben inzwischen alles durch, was die Palette an Viren und Bakterien hergibt. Das härtet mit der Zeit natürlich ab – vor allem die Befindlichkeiten. Natürlich haben wir dieses Thema auch mehrfach schon mit Ärtzen besprochen und alle geben uns furchtbar gelassen zu verstehen, dass das alles ganz normal sei und auch die Häufigkeit unserer Erkrankungen locker im Durschnitt liege. Angesichts der Tatsache, dass wir dieses Jahr gefühlt schon dreihundert Mal krank waren, ist das ein schwacher Trost.

Ich weiß nicht was schlimmer ist: Die körperlichen Unannehmlichkeiten, die mit ständigen Infekten einhergehen? Oder das Problem, dass man als berufstätiger Erwachsener dem Arbeitgeber gegenüber irgendwann in Erklärungsnot gerät? Dann gibt es noch die liebe Familie, die einem zu verstehen gibt, dass da was nicht stimmen kann! Oder ist es am Ende doch die Enttäuschung darüber, dass die “heile Welt” des Kindseins in der Kindergartenzeit ständig unterbrochen und dadurch getrübt wird?

Keine wirkliche Linderung, doch aber ein etwas stärkerer Trost sind dann Berichte von Eltern, denen es ganz genauso geht. Es klingt schadenfreudig, ist aber wirklich nur gut gemeint, wenn wir sagen, dass entsprechende Themen in Foren wie Balsam auf unsere geschundenen Elternseelen sind:

Wir haben uns inzwischen damit abgefunden, dass die Kindergärten und -tagesstätten (wie las ich es vor kurzem so trefflich in einem Blog) “die Virenschleudern der Nation” sind. Das gehört wohl einfach mit dazu und wir hatten das in unserer “heilen Welt” einfach nicht eingeplant  :mrgreen: – daher wohl die Enttäuschung. Die einen trifft es einfach härter, die anderen weniger hart. Die Allerwenigsten kommen aber ganz ohne Blessuren davon und das beruhigt. Immerhin hat das Ganze auch Vorteile: Beim Arzt werden wir schon an der Tür mit Handschlag begrüßt, das Töchterlein behandelt den Doktor inzwischen wie ein Familienmitglied, in der Apotheke war schon die Rede von einer Medikamenten-Flatrate und die Krankenkasse schickt uns inzwischen palettenweise Freiumschläge für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. :lol:

Das hier soll junge Eltern aber keinesfalls entmutigen! Die Kindergartenzeit ist trotz allem eine schöne Zeit. Die erfahreneren Eltern wissen das: Nahezu täglich kommt was Neues mit nach Hause – und damit sind weniger die Erreger, sondern vielmehr schöne Überraschungen gemeint. Basteleien, Erfahrungen, Freundschaften, Feindschaften, Lieder, Wörter (leider auch mal Ausdrücke :twisted: )… Es ist spannend – trotz allem! Und das bleibt es (hoffentlich) wohl auch noch eine Weile… ;)

Gedicht eines ewig Kranken

Wenn die Mandeln[1. Hab seit meinem zweiten Lebensjahr keine mehr] Stränge fleißig eitern,
und der Hals ist rötlich wund,
kann dich nichts so schnell aufheitern,
außer du wirst flugs gesund.

:lol:

Kranke Kinder gehören ins Bett!

Oh wie ist mir heute der Kamm geschwollen – was hab ich mich aufgeregt. Aber, wie so oft, ist es auch dieses Mal völlig sinnlos denn es wird sich nichts ändern. Geschehen ist folgendes:

Hannah hat seit dem Wochenende ihren gefühlten 1000000000078594043. Infekt und kann somit nicht in den Kindi gehen. Sehr zu ihrem und meinem Leidwesen. Heute mittag waren wir eine kleine Runde spazieren und Hannah wollte mal eben schnell im Kindi nach ihren Freunden sehen. Also haben wir einen kurzen Stopp hingelegt um “Hallo” zu sagen. Was ich dort sag, ließ mir (wie oben beschrieben) beinahe den Kragen platzen: hustende, rotzelnde Kinder wohin man sieht. Das Schlimme dabei ist nicht, dass die Eltern ihre kranken Kinder im Kindergarten abliefern, sondern die Tatsache dass diese Eltern zuhause rein gar nix zu tun haben! Die stehen auf der Straße und datschen, oder rauchen auf dem Balkon das eine oder andere Zigarettchen oder machen nen schönen Spaziergang mit dem Hund! Keine der Mütter ist berufstätig, sondern zuhause. Und dennoch landen die Kinder im Kindergarten, wo sie fleissig ihre Bazillen und Viren an andere weitergeben! Wie verantwortungslos muss man denn sein??

Argumentativer Notstand

Sonntagmorgen am Frühstückstisch. Hannahs entwaffnende, kindliche Logik:

Hannah: Darf ich morgen wieder in den Kindi?

Mama: Hm, schau mer mal. Du hustest immer noch und bist immer noch net wieder ganz gesund.

Hannah: Gut, dann bleibt der Babi morgen auch daheim! Der hustet auch noch…

Mama:

Papa:

Erkenntnisse einer Nacht

  • Gesundheit ist das höchste Gut
  • man kann auch im Sitzen prima schlafen
  • Tee, der nach Lakritze schmeckt, kann die Stimmung retten
  • es ist mehr als vorteilhaft, wenn der eigene Vater Rettungssanitäter ist
  • Kinder sind nur nachts krank
  • nach der 3. Nacht ohne wirklichen Schlaf hat man leider noch keine Halluzinationen
  • morgens ist alles nur noch halb so schlimm

Ungerechtigkeit?!

Ist es nicht ungerecht, dass

  • Hannah schon wieder einen Schnupfen hat (nach einer erst im November überstandenen Grippe und eines erst vor einer Woche ausgeheilten Magen-Darm-Virus)
  • man hierzulande für ein verschrottetes Auto 2.500 EUR bekommt, für ein Kind aber nur 100 EUR (wo is´n überhaupt das versprochene Geld für unser Kind? Muss ich das auch erst verschrotten lassen?)
  • andere immer zufriedener sind als man selber (zumindest glaubt man das)
  • hier schon wieder Nebelsuppe ist, und anderswo die Sonne scheint
  • ich unglaubliche Augenringe und graue Haarsträhnen habe und damit glatt 5 Jahre älter aussehe :cry:
  • ein Teil der Wohnung immer verwüstet ist, obwohl ich gerade aufgeräumt habe :razz:
  • der Wäscheberg nicht kleiner wird
  • manches eben doch nicht durch die Zeit geheilt wird :sad:

Erkenntnisse nach einer Woche Auszeit

Nachdem wir drei nun über eine Woche lang außer Gefecht waren, zieht man unwillkürlich Bilanz:

  • So eine Gastroenteritis kann irgendwo sehr reinigend und leerend wirken.
  • So eine Gastroenteritis schlaucht tierisch – das hält man nicht für möglich.
  • Es ist unglaublich, wieviel Flüssigkeit ein Mensch verlieren kann.
  • Zum ersten Mal habe ich (aufgrund des Drängens unseres Arztes) erlebt, wie wichtig und entscheidend es ist, sich “richtig” auszukurieren und sich nicht gleich wieder nach dem ersten Anzeichen von Leben in die Arbeit zu stürzen.
  • Man gewöhnt sich (gerade auch in einer Genesungsphase) viel zu schnell ans Nichtstun und das Daheimsein bei den Lieben. :roll:

Jetzt hat uns aber der Alltag wieder und in diesem Zusammenhang wünsche ich Euch allen einen guten Start in die neue Woche! ;-)

Unter Quarantäne

Wir haben hier derzeit aufgrund fröhlicher Weitergabe mit einer fetten Magen-Darm-Epidemie absolut gestörten Verdauungsmechanismen zu kämpfen. Daher sind wir erst mal außer Gefecht… Bis in Kürze!

Vollmers Tee

Es mag mit unserer Vorliebe für Großbritannien und Irland zu tun haben, dass wir (vor allem aber Katrin) gerne Tee trinken. Natürlich passiert das aus oben genannten Gründen überwiegend zum Zwecke des Genusses und weniger um die Atemwege zu therapieren oder gar die Harnwege zu spülen. Umso erstaunter waren wir, als wir neulich “Vollmers-Tee” entdeckten. Dabei handelt es sich um allerlei “Heiltees”. Vom Entwässerungstee über Bronchialtee bekommt man da alles was das Reformerherz höher schlagen lässt. Nur um Missverständissen vorzubeugen: Wir haben damit rein gar nichts zu tun… NOCH nicht! :lol:

Vollmers Tee

Nicht schon wieder!

Schnupfen

© Templermeister (Pixelio)

… bitte nicht schon wieder! :cry: