McGedudel

© McDonald's Deutschland Inc.

Ab und zu gehen wir zu McDonald’s. Das ist – so denke ich – wie für die meisten Kinder auch für Hannah ein Freudentag. Mit den Fingern essen, schön salzig mit viel Ketchup und dazu noch ein Geschenk bekommen. So könnte das immer sein. Weil wir aber versuchen, dass die Ausnahme sein zu lassen – auch deshalb, damit es etwas Besonderes bleibt – ist die Spannung umso größer, wenn wir wieder mal ein “Happy Meal” kaufen. Was ist diesmal dabei? Beim letzten Mal war es eine kleiner, roter Musikplayer in Form einer iPod-Dockingstation. Hannah entschied sich spontan für rot, einfach der Farbe wegen. Und so zogen aus purem Zufall die “Pussycat Dolls” bei uns ein. Seither dudelt deren Songschnipsel in stetiger Regelmäßigkeit durch die heiligen Hallen hier.

Im Rahmen von Hannahs letzter Übernachtung bei Oma und Opa, kam sie wieder in Genuss des Fastfoods und konnte so – ohne unser Zutun – auch den blauen Player einsacken. Diesmal waren es “Mando Diao” – das geht ja noch, wenn man bedenkt, dass daneben noch musikalische Größen wie “2 Unlimited”, deren beste Zeiten auch längst passé sind oder “Cascada” von der ich im Leben noch nie was gehört habe. Gut, “Beyoncé” und die “Black Eyed Peas” sind auch noch mit von der Partie.

Die Tage verstrichen und je mehr Zeit zwischen dem letzten McDonald’s-Besuch lag, desto weniger Beachtung fanden die beiden Musikplayer. Als wir das Thema innerlich schon voller Glück abgeschlossen hatten, kam uns ein Kindergeburtstag in die Quere, zu dem Hannah eingeladen war. Dort kam es ganz offenbar zu Gesprächen unter Schutzbefohlenen und damit zum Wunsch am besten alle Farben von den blöden Dudelkästen zu besorgen. Seither versuchen wir mit allen Tricks, dieses Ziel wieder aus den Augen zu verlieren – einerseits, weil wir uns fortan nicht ausschließlich von Pommes und Burgern ernähren wollen. Andererseits, weil die Musikauswahl dieser “Giveaways” zumindest nicht durchweg unseren Musikgeschmack trifft.

So, heute versuchen wir mit leckerem Nudelsalat den Fastfoodgedanken zu verdrängen. :lol:

Eliza Doolittle – Pack Up

Ich kriegs nicht mehr aus dem Ohr… es ist einfach nur zuuu geil!

Houston, wir haben ein Problem

Zugegeben: Es mag eine schlechte Aufnahme sein. Zugegeben: Nach dem, was sie durchmachen musste, muss man mit Einbußen rechnen. Vergleicht man aber die Whitney Houston der 90er Jahre mit der heutigen, dann muss man sagen, dass das zwei verschiedene Sängerinnen sind. Nein, man muss bezweifeln, dass das hier noch “Gesang” im Sinne von “der” Whitney Houston ist! Erst recht nicht zu diesen Kartenpreisen! Bleibt nur noch die Frage, warum ihr das keiner sagt… und sie davon abhält, sich so bloßzustellen! :-?

Lena – Mr. Curiosity

Mit diesem Auftritt hat mich Lena Meyer-Landruth einst vollends überzeugt. Natürlich ist sie nicht die perfekteste, begnadetste Sängerin! Aber sie bringt unglaublich viel Emotion und Ausstrahlung auf die Bühne, sodass von den Fünf- bis Neunzigjährigen (fast) alle begeistert sind. Ich bin gespannt, wo sie in Oslo landet. Aber das ist im Grunde genommen zweitrangig. Da ist ein neues Gesicht, ein wenig verrückt, vor allem aber eigenwillig und zielstrebig. Das ist erfrischend und gut die deutsche Musiklandschaft.

Heute ist übrigens auch Lenas Debutalbum “My Cassette Player” erschienen. Mir gefällt es ganz gut… Klar, man kann auch hier geteilter Meinung sein, aber besser als die stets gleich klingenden Bohlen-Produktionen der DSDS-Gewinner ist das hier allemal!

Tanz der Vampire

Letzten Sonntag, Stuttgart… Es war sooooo genial, gruselig, düster, schön… *seufz*

An deiner Seite

Ich weiß nicht warum, aber bisher blieben mir die Songs von “Unheilig” verborgen. Das ist umso erstaunlicher, weil mir diese Mischung von Musik wirklich sehr, sehr gut gefällt. Ich bin regelrecht begeistert – auch von dem neu erschienenen Album “Große Freiheit”. Geradezu erschüttert und aus den Füßen gehauen hat mich ein Song vom älteren Werk namens “Puppenspiel”. “An deiner Seite” berührt zutiefst, ist der Hammer und hat wohlbekannte Gefühle in mir geweckt, für die ich seit langer Zeit keine Worte finde. Ein grandioser Song, ein erschütternder Text und ein fassungslos-machender Hintergrund, den der Sänger “der Graf” wie folgt umreißt:

Ich habe mich damals mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt, weil es mein Herzenswunsch war, dieses Lied als Single für einen sterbenden Freund zu veröffentlichen.

Ich wollte ihm so zeigen, dass ich ihn niemals vergessen werde, egal wo er ist.

Durch mein Handeln hatte ich das Gefühl, etwas in dieser aussichtslosen Situation für ihn und seine Familie zu tun und ich konnte ebenso der Hilflosigkeit, die mich in dieser Zeit übermannte, entfliehen. Es war ein schönes Gefühl für ihn zu spüren, dass man eine gewisse Unsterblichkeit auch im Hinblick auf ein kommendes Ende erreichen kann und nicht in Vergessenheit gerät, wenn man letztendlich doch gehen muss.

Schließlich war er trotz seines Schicksals durch die vielen lieben Gedanken tausender Menschen bei den Konzerten in den letzten Monaten niemals alleine.

Ich habe dieses doch sehr private Kapitel seiner Geschichte geöffnet und in die Welt getragen und seine Geschichte durch das Singen seines Liedes erzählt. Allerdings ist es nun an der Zeit dieses Kapitel wieder zu schließen, damit alles einen Abschluss findet, so wie sein Gehen selbst.

„An deiner Seite“ erzählt mittlerweile nicht nur seine Geschichte, sondern steht für so viele Menschen, die ihre eigene Geschichte damit in Verbindung gebracht haben und das ist wunderschön. Jedoch gehören gerade diese wundervollen Momente der letzten Monate, die dieses Lied ausgelöst hat, ebenso zu diesem Lied, wie mein ursprünglicher Grundgedanke.

Aus einem Lied ist mittlerweile ein kleines Denkmal geworden, so wie ich es mir gewünscht habe. Allerdings nicht nur für meinen guten Freund, sondern es steht mittlerweile für so viele. Somit wird es „An deiner Seite“ auch nur noch mit gerade diesen schönen Erinnerungen und Momenten als Neuveröffentlichung  geben, denn sie gehören zu diesem Lied genauso wie jede einzelne Note.

Und genauso wie jener gedankliche Besitz soll diese Neuveröffentlichung ein Beispiel dafür sein, was eine doch so unscheinbar kleine Geschichte bei so vielen Menschen bewegen kann und wie wichtig jede noch so kleine Erinnerung für uns Menschen ist. Denn diese bleibt für immer und ewig.

Euer Graf

Purple Schulz – Mit dem Rücken an der Wand

Manchmal Meist sagt Musik mehr als tausend gesprochene Worte…

Er liegt wach im Bett und das Fenster ist auf,
dumpf fliegt der Lärm von der Straße herauf,
und dumpf ist das Echo aus seinem Bauch,
sein Herz ist wie die Wüste – heiß und leer.
Er schaut auf die Uhr, ob es Zeit ist zu gehen,
springt in seine Klamotten, trinkt den Kaffee im stehen,
rennt aus seinen vier Wänden, um dem Licht zu entgehen,
denn er glaubt, da draußen gäb es so viel mehr.
Er läßt sich fallen in den tiefen Rausch der Sinne
alles was er will steht auch für ihn bereit.
Er packt alles ein, und er schafft es nach Hause,
er kippt es auf den Boden, doch da ist nichts, was er braucht.

Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne,
du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermisst.
Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille,
will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt.

Dieser Blick am Morgen, sie kennt ihn genau,
steht vorm Spiegel und schminkt sich Farbe ins grau,
die Seele zersplittert, gut abgedeckt sticht in ihr Herz doch sie
geht drüber weg.
Jedes Lächeln zielt, jeder Blick überlegt, keine Bewegung, die
nicht was bewegt
hält sie sicher die Fäden in der Hand,
der Zerfall kühl berechnet und gebannt.
Sie läßt sich fallen in das Paradies der Lichter
tanzt bis der Boden unter den Füßen bebt,
fliegt durch die Nacht und sie landet vorm Spiegel,
die Farben sind zerlaufen und ihr Traum explodiert.

Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne,
du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermisst.
Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille,
will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt.

© Purple Schulz

Flöten-Hannah

Unsere Hannah hat die Musik für sich entdeckt. Musik an sich ist ja nichts Neues. Sie mag zum Beispiel “die Steffi” (von Silbermond) oder “den Mann” (Laith Al-Deen). Neu ist jedoch, dass sie selbst musizieren möchte. Und wie man das von einer Dreijährigen erwarten kann, ist das verhältnismäßig eintönig und deshalb auch auf Dauer brutalst nervtötend.

Aus Rücksicht auf die körperliche und geistige Unversehrtheit unserer Leser hier nur ein sehr, sehr kurzer Ausschnitt: :twisted:

Dein liebster Weihnachts-Popsong

Die Vorweihnachtszeit neigt sich dem Ende entgegen. Schon seit Wochen hört man vermehrt im Radio oder beim Einkaufen die “üblichen Verdächtigen” durch die Lautsprecher dudeln. Man kann mich sentimental nennen, aber das hat doch in jedem Jahr wieder was.

Weil ich mich selbst nur schwer entscheiden kann, dachte ich mir: Frag doch mal die Bloggerwelt! :mrgreen: Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt. Ihr müsst Euch nur beeilen, denn nach den Feiertagen ist die Umfrage zu Ende. ;)

Welcher ist Dein liebster Weihnachts-Popsong?

  • Frankie goes to Hollywood - The Power of Love (33%, 3 Stimmen)
  • Melanie Thornton - Wonderful Dream (22%, 2 Stimmen)
  • WHAM! - Last Christmas (11%, 1 Stimmen)
  • Keiner der hier genannten (11%, 1 Stimmen)
  • Chris Rea - Driving Home For Christmas (11%, 1 Stimmen)
  • Band Aid - Do They Know It's Christmas? (11%, 1 Stimmen)
  • Bryan Adams - Christmas Time (0%, 0 Stimmen)
  • Queen - Thank God It's Christmas (0%, 0 Stimmen)
  • Paul McCartney - Wonderful Christmas Time (0%, 0 Stimmen)
  • John Lennon & Yoko - Happy Xmas (1%, 0 Stimmen)

Stimmen: 9

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Udo Jürgens auf Abwegen?

… so gesehen bei Amazon.de!

Was der Udo im Alter noch so alles anfängt! :twisted: