Eine neue Freundin
Hannahs “Fernsehkarriere” begann mit der allseits bekannten “Biene Maja”. Zusammen mit Maja, Willi und Flip verbrachte sie so manch verregneten Nachmittag auf der Klatschmohnwiese. Danach folgte “Der kleine rote Traktor”, der sich allein schon wegen der kurzen Episoden für Zwischendurch super eignet, ohne gleich stundenlang vor der Glotze zu hocken. Etwas tragischer wurde es dann mit “Heidi”, die von ihrem geliebten Großvater aus den Bergen weg nach Frankfurt ziehen musste. Zuletzt kam nun “Nils Holgersson” dazu, der – zugegebenermaßen – für Hannah noch nicht so ganz altersgerecht ist. Trotzdem liebt sie ihn heiß und innig und überstand ihn bisher ohne psychische Beeinträchtigungen. Ganz im Gegenteil: Wie dieser Nils zu anfangs die Tiere auf dem Bauernhof seiner Eltern quält, das war ihr stets ein Dorn im Auge und entlockte so manche Gardinenpredigt ihrerseits. Für uns Eltern war stets beruhigend, dass Hannahs Interesse an den Figuren und Handlungen dieser Serien nicht am Ausschaltknopf des Fernsehers Halt machte. Eben auch und vor allem interessierte und interessiert sie sich auch für Bücher, die von ihren Helden erzählen. So zieren Hannahs Bücherschrank Werke wie “Biene Maja”, “Heidi” und “Nils Holgersson”. Selbst vom “Kleinen roten Traktor” hat sie ein Bilderbuch!
Neuerdings nun hält eine ganz neue Freundin Einzug in Hannahs Herz und die Wucht des “Einschlags” ist beeindruckend.
Bis dato kannten auch wir Eltern diese Freundin nicht und wäre daher auch nie im Leben auf die Idee gekommen, sie Hannah bekannt zu machen. Irgendwie ging die Kleine komplett an uns vorrüber. Zu verdanken haben wir die neue Bekanntschaft der Manja, die uns nicht nur reich beschenkte, sondern die vor allem auch von der Begeisterung ihrer Kleinen berichtete, wenn es um die “Kleine Prinzessin” geht. Heimtückisch, über ein wunderschönes Buch und dazu noch über ein Malbuch, pflanzte uns die liebe Manja den neuen Floh in Hannahs Ohr. Und das ist auch gut so!
Hannah liebt die “Kleine Prinzessin” , vermutlich weil sie häufig das durchlebt, was auch Hannah durchlebte oder noch immer durchlebt: Haare kämmen ist genauso doof wie den Schnulli für immer abgeben. Man wird selbst wieder zum Kind, wenn man die Geschichten der Prinzessin mitverfolgt und spätestens wenn man ihre Stimme in der Zeichentrickserie zum ersten Mal hört, muss man sich selbst als Mutter oder Vater ein verzücktes Quietschen verkneifen:
Liebe Manja, vielen Dank für diesen Floh! Nicht nur Hannah ist restlos davon begeistert.
Gesucht!
Wer kennt diesen Mann? Er raubt seit einigen Tagen immer und immer wieder die Aufmerksamkeit unserer Tochter. Er ist klein, rot, kann die Scheinwerfer bewegen und hupt hin und wieder verdächtig. Meist wird er in Begleitung eines Mannes namens Jan gesehen. Sachdienliche Hinweise bitte direkt an die verzweifelten Eltern oder Hannahs Kindergarten.
Im Einsatz für Haie
Heute Abend um 20:15 Uhr im ZDF läuft eine neue Dokumentation von und mit Hannes Jaenicke. Diesmal geht es um Haie. Ähnlich wie beim letzten Mal wird es sicherlich eine schockierende aber informative Sendung werden. Wäre schön, wenn viele gucken und sich danach Gedanken machen.
Angriff einer Freundin
Hannah liebt “ihre” Biene Maja heiß und innig. Wenn Maja zusammen mit ihrem Freund Willi und Grashüpfer Flip ihre Abenteuer bestreiten, sitzt sie gebannt vor der Flimmerkiste oder dem Kassettenrekorder und nichts auf der Welt kann ihre Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Sie leidet mit Maja, sie lacht mit ihr und sie hat Angst, wenn es auf der Klatschmohnwiese gefährlich zugeht.
So ist es kaum verwunderlich, dass Hannah auch “realen” Bienen zugeneigt ist. Sie behandelt sie zwar, wie alle Tiere (das liegt uns am Herzen) mit größtem Respekt, zeigt aber eben auch größtes Interesse. Das ist – gerade bei Kindern – sicher nichts Besonderes. Als Hannah nun eben vorhin mit Katrin unterwegs war und über eine Blumenwiese hopste, kam ihr die Idee für den Papi und allen, die ihr einfielen, einen kleinen Strauß zu pflücken. Also fasste sie ins saftige Grün um ein paar Kleeblüten abzureißen. Das bereitete ihr Freude… bis Katrin einen lauten Schrei vernahm. Man ahnt’s bereits: Auf einer der Blüten hatte sich eine Biene niedergelassen, die sicherlich aus Todesangst zustach – genau in Hannahs kleinen Finger.
Bewundernswert an dieser Geschichte ist Hannahs nachträgliche Reaktion darauf. Sie hegt keinerlei Ärger oder gar Hass auf die kleine Biene: “Babi, die hat Angst ghabt!” Tapfer ließ sie ihren Finger mit einer Zwiebel und Salbe behandeln, um dann gleich anschließend auf dem Sofa gleich mehrere (!!!) Folgen “Biene Maja” zu schauen. Hannah ist klasse!
Obama sorgt für Hoffnung
Eine Welt ohne Atomwaffen. Transatlantische Freundschaften. Eine schönere Welt. Ich werde schon wieder die Überschriften und Kommentare lesen: Obama sei ein Medienmensch. Obama sei ein Blender. Obama mache schöne Versprechen und liefere wenig. Vielleicht ist es “typisch deutsch” oder sogar “typisch Mensch” immer nur das Böse zu sehen. Ich aber habe Obamas Worte in den vergangenen Tagen genossen. Er macht Mut und Hoffnung auf eine Welt, wie wir sie (und sicherlich vor allem Eltern von Kindern Erwachsenen von morgen) uns insgeheim Wünschen. Ohne Krieg und ohne Feindseeligkeiten. Natürlich sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass das ein frommer Wunsch ist und auch bleiben wird. Natürlich wird Obama nicht der Messias sein, den manche in ihm sehen. Trotzdem kann ich es nicht mehr ertagen, wie ein Mann deshalb abgestraft wird, weil er den Menschen (wieder) Hoffnung schenkt. Wenn andere Politiker sich in Worthülsen verlieren und zwar viel sprechen, aber wenig sagen, dann hört man niemanden. Dann ist von Politikverdruss die Rede. Jetzt spricht endlich wieder einmal jemand, in kurzen Sätzen und mit viel Aussage. Und dann wird ihm vorgeworfen, er sei ein Blender. Ganz gleich, was Obama politisch umsetzen kann: Er ist ein Mensch, der seine Mitmenschen wieder mitnimmt, der in ihnen Hoffnungen und Träume weckt. All das fehlt schon viel zu lange in der Politik… und überhaupt auf dieser Welt! Und wer der Queen “einfach so” einen iPod schenkt und ausgelassene Reaktionen bei Politikprofis (wie oben auf dem Foto) hervorruft, der ist einfach anders… Und das ist Genuss genug!
Hannah aus Lönneberga
Mit wachsender Begeisterung guckt Hannah “Michel aus Lönneberga”. Bisher fand ich den blonden Kerl auch sehr amüsant und guck die Streiche immer wieder gerne mit meiner kleinen Maus zusammen an. Doch heute morgen wurde meine sichere Welt erschüttert:
wir saßen am Frühstück, Hannah verspeiste ihr geliebtes Müsli und war mit sich im Reinen. Da verließ ich für 5 Minuten die Küche und als ich wiederkam bot sich mir folgendes Szenario: mein Kind saß mit der Müslischüssel auf dem Kopf, Milch und Müsli über sich und überall im Stuhl und verkündete stolz: “wie der Michel in der Suppenschüssel”!
Die Moral von der Geschicht:
immer mit Konsequenzen rechnen oder die Küche eben nicht verlassen
Deutschland sucht den Superchauvi
Die letzten Staffeln von RTLs Talentsuche “Deutschland sucht den Superstar” haben wir mehr oder weniger regelmäßig verfolgt. Allerdings erst ab den Mottoshows, denn (ohne überheblich wirken zu wollen) das ganze teils unterirdische Auswahlverfahren ist kaum zu ertragen. Es hat sicher einen gewissen Unterhaltungswert, aber musikalisch ist es einfach nur Folter pur!
Und so hatten wir bisher auch immer unsere Favoriten, für die wir zwar fieberten aber nur mal ganz selten anriefen. Bisher waren wir auch (fast) immer mit dem neuen “Superstar” zufrieden… oder konnten zumindest damit leben. Ausnahmen wie der Medlock bestätigen die Regel.
Die aktuelle Staffel ging diesmal komplett an uns vorrüber. Bei der Vorrunde ist das, wie erwähnt, kein Wunder, aber dass wir die Mottoshows beinahe schon komplett verpasst hätten, das ist neu. Manchmal scheint man eine gewisse, unterbewußte Vorahnung zu haben. Täuscht uns der Eindruck, oder ist das (musikalische!) Niveau heuer niedriger denn je? Ein “Superstar” sollte in unseren Augen ein Allrounder sein, einer, der immer wieder überrascht und in vielen Rollen überzeugt. Was aber sehen wir da? Eine Schlager trällernde Tanzmarie, eine vollbusige Blondine, die mehr mit ihren äußeren als mit ihren stimmlichen Reizen überzeugen will, ein harfezupfendes Dirndl, einen schwulen Frisör (wenn das kein Klischee ist!
), ein zappelnder Psychopath… Hab ich was falsch verstanden oder geht es diesmal nicht mehr um die musikalische Leistung? Ich verstehe sowieso nicht, warum man die einzelnen “Disziplinen” in den Mottoshows (z.B. Big Band etc.) abgeschafft hat. Das war eine schöne Möglichkeit alle Facetten der Kandidaten zu beleuchten.
Die aktuelle Jury bestätigt aber die zweifelhafte Auswahl. Musikmanager Volker Neumüller mag ein netter Kerl sein, aber er scheint eher ein Auge auf (vor allem weibliche) Äußerlichkeiten zu werfen, als auf die künstlerischen Leistungen zu schauen. Nina Eichinger ist bestimmt ein süßes Mädel (mit einem bekannten Vater) und dumm ist sie sicher auch nicht, aber ob sie die Richtige für eine Musik-Jury ist, nur weil sie mal auf MTV durchs Bild gelaufen ist?!
Und der liebe Dieter Bohlen mag für jede Menge Unterhaltung in Form von flotten und teils beleidigenden Äußerungen sorgen, aber sein musikalischer Sachverstand ist… naja, mindestens umstritten.
Alles in allem geht es diesmal mehr denn je um plumpen, leicht durchschaubaren Kommerz. Daher sind Eklats, Sexbekundungen und Nacktfotos wichtiger als alles andere. Und insofern passen dann nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Jury. Weiterhin viel Spaß damit… Wir klinken uns an dieser Stelle aus! :cool:
“Wetten dass..?”-Erkenntnisse
- Jennifer Aniston scheint bei weitem nicht so symphatisch und locker zu sein, wie sie auf der Leinwand oder im Fernsehen wirkt.
- Die Wetten werden immer verwechselbarer und daher austauschbarer.
- Geht noch peinlicher als peinlich? Ja! Das nennt man dann Boris Becker und “seine Lilly”.
- Bei den Showacts kassierte Hape Kerkeling Uschi Blum mit Abstand den meisten Applaus. Angesichts der (eigentlich) namhaften Konkurrenz (Oasis, Reamonn und Duffy) ist das schon beinahe beängstigend!
- [Machomodus] Wer sich von (s)einer Frau während der Fahrt einen Motorradreifen montieren lässt und anschließend damit über (gefühlte) 400 km/h schnell durch die Gegend rast, der hat wirklich grenzenloses Vertrauen. Heiraten! Sofort!
[/Machomodus] - Die Sawatzki sieht langsam aus wie Nosferatu. Dafür ist sie im Gegensatz zu manchem Hollywood-Star wenigstens locker und natürlich.
- Klasse! Meister Propper hat einen Oscar bekommen!
- Eine eher seichte “Wetten dass..?”-Show ist immer noch hundertmal besser als der übrige Müll, den man heutzutage zu sehen bekommt. ;-)
Und täglich grüßt…
Irgendwie hängen wir in einer Endlosschleife fest.
Ganz so wie im kirremachenden witzigen Film mit Bill Murray, wiederholen sich hier sogar mehrmals täglich dieselben Szenen. Unvorsichtigerweise habe ich hier den “Bananenblues” von Äffle und Pferdle zum Besten gegeben. Hannah hat sich das auch angeschaut und will nun stääändig den “Nanebuse gucken”. Ich kann das Ding nicht nur in- und auswendig (“Hafer ist was, was man haben muss. Er macht das Traben trabenswert…” :shock: ), sondern es geht mir auch so dermaßen auf den Sack auf die Nerven!
Gestern dann, als meine Eltern (sprich: Hannahs Großeltern) zu Besuch waren, kam die Ernüchterung: “Jaaa, das kennen wir doch irgendwoher! Du warst da ganz genauso!” Diese Aussage an sich war nicht verwunderlich, denn ich kannte den “Bananenblues” ja wirklich aus meiner eigenen Kindheit. Aber dieses Grinsen…! :eek: Ich habe meinen Vater noch nie so grinsen gesehen. Ob das Genugtuung war?
… und jetzt ist das Wochenende wieder vorbei und ich sitz hier im Büro. :???: Das hat auch was von “Und täglich grüßt das Murmeltier”. :sad: Naja, es wird ja bald wieder Wochenende und es gibt auch noch sowas wie Urlaub.
Dann schauen wir von morgens bis abends den “Nanebuse”… und weil ich jetzt sowas wie heimelige Athmosphäre brauche, guck ich mir das Ding gleich nochmal an.
Die Nacht der Freunde
Drüben beim Bollenhut wird ja ganz konkret über eine Serien-WG sinniert.
Das, was wir gestern hier auf der Alb veranstaltet haben, könnte genau so in eben dieser WG passiert sein: Wir haben am frühen Abend mit der letzten Staffel “Friends” begonnen und wollten eigentlich “nur” ein paar Folgen gucken, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Aber wie das so ist mit letzten Staffeln, steigert sich die Spannung ja stetig weiter… eben bis zum bitteren Ende. Also konnten wir nicht aufhören und haben weitergeguckt und weitergeguckt. Bei der wirklich letzten Folge (um kurz vor zwölf) hatten wir beide dann wirklich einen Kloß im Hals. Dass diese abschließende Episode “Der Abschied, Teil 1 & 2″ heißt, spricht ja wohl schon Bände! Das war ein elend langer und irgendwie auch trauriger Abschied.
Was machen wir denn jetzt ohne die allabendlichen “Friends”… ohne Chandler, Monica, Phoebe, Joey, Ross und Rachel?
Schlafen?
Bei meinem heute Morgen aufflammenden Schlafdefizit wäre das wohl eine sinnvolle Lösung!
Aber so wie ich uns kenne, finden wir eine neue Serie… und so ganz nebenbei fällt mir auf, dass ich dann wohl so langsam doch zum lupenreinen Serienjunkie mutiere.







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