Kollegen und Kollegen
Im Laufe der Jahre, in denen man seinen Job macht, lernt man viele Leute kennen, mit denen man zusammenarbeitet. Die einen sind einem ad hoc unsymphatisch und man erkennt recht schnell, dass man mit ihnen niemals richtig warm werden wird. Wenn gerade die dann wieder von der Bildfläche verschwinden, ist man entweder erleichtert oder es ist einem gleichgültig. Dann gibt es aber auch Kollegen, mit denen man mit der Zeit zusammenwächst oder bei denen man auf Anhieb spürt, dass sie auf derselben Wellenlänge unterwegs sind. Wenn Letztere dann zu neuen Ufern aufbrechen, wird man schon auch mal sprachlos.
Genau so erging es mir, als eben ein solcher zweitgenannter Weggefährte erzählte, dass er sich wegbeworben hat und auch eine Zusage erhielt. Noch ist nicht klar, wann er genau gehen wird. Auch bleibt er bei seinem alten Arbeitgeber und wechselt nur den Standort, aber die unmittelbare Nähe und somit auch der regelmäßige Kontakt wird schwinden. Natürlich wünsche ich ihm, dass alles so klappt und werden wird, wie er es sich wünscht. Ich hoffe, dass er sich dadurch weiterentwickelt und einen neuen, verlässlichen, beruflichen Hafen findet – zumal damit ein privater Umzug verbunden ist. Trotzdem bin ich – für mich – auch ein wenig traurig darüber, dass ein lieber Kollege und ein Stück weit auch eine Art Freund von der unmittelbaren Bildfläche verschwindet. Schade! Es hat immer Spaß gemacht, zusammen was durchzuziehen. ;-)
Nicht allein
Offenbar sind wir mit unseren Umzugs- und Technikproblemen bezüglich Telefon und vor allem DSL nicht allein. Wie ich nun heute hier entdeckt habe, ist dieses Theater sogar die Regel. Da ist von einer “Servicewüste” die Rede und genau das beschreibt die Erfahrung, die wir machen durften. Bis heute funktioniert unser DSL-Anschluss nicht richtig. Inzwischen wurde er ja von 16.000 auf 6.000 kbit/s gedrosselt, aber gelegentlich treten immer noch “PPPoE-Fehler” auf. Keiner kann sich erklären warum. Da wird dann schon mal offen gemunkelt, es liege (wieder mal) an uns. Aber dass die genau selbe Hardware zwei Straßen weiter, nämlich in der alten Wohnung, ohne Probleme funktionierte, hat dann auch die Herren in magenta überzeugt.
Dass in der Werbung mehr versprochen wird, als der Kunde letztlich bekommt, das beweisen ganz offensichtlich die neuesten Erhebung der Verbraucherschutzzentralen. Es ist sogar die große Ausnahme, dass jemand, der einen 6.000er Anschluss bestellt auch einen solchen bekommt. Oftmals geben die relativ alten Telefonleitungen solche Geschwindigkeiten gar nicht her. Die Anbieter verstecken sich dann clever hinter der Technik, wohl wissend, dass der Kunde oft nicht genügend Know How hat, um argumentativ dagegen zu halten. Also surft man einfach mal weiter und merkt nur selten, wie schlecht der DSL-Anschluss wirklich ist. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen: Bisher hatte ich bei jedem Anschluss, den ich in verschiedenen Wohnungen nutzte, immer irgendwelche Probleme, wenn auch oft nur zu Beginn. Hätte ich aber nicht hartnäckig nachgehakt, wäre das so geblieben.. :???:
Eine Ära geht zu Ende
Heute war es also soweit: Wir haben unsere alte Wohnung an unsere Vermieter übergeben und waren somit zum letzten Mal in den einst eigenen vier Wänden. Nicht nur, weil Hannah dort zur Welt gekommen ist, war das ein einschneidendes Ereignis. Wir haben viele schöne, aber auch viele traurige Momente dort und irgendwie hat dort die Geschichte unserer kleinen Familie erst so richtig begonnen. Viele Erinnerungen haben wir an diese sechs Jahre und insofern ging heute ohne Übertreibung eine Ära zu Ende. Natürlich freuen wir uns sehr über die neue Wohnung, die für uns heute sehr viel schöner und komfortabler ist als die alte (sonst wären wir nie umgezogen). Natürlich haben Leute wie Herr Knolle und der ein oder andere, sehr laute Untermieter dazu beigetragen, dass wir auch irgendwo liebend gern ins neue Domizil “geflüchtet” sind. Trotzdem: Ein wenig Wehmut war schon dabei. Irgendwann werden wir am bisherigen Haus vorbeispazieren und Hannah erklären: “Schau, hier hast Du das Licht der Welt erblickt.” Irgendwie komisch…
Zeichen und Wunder
Gestern, kurz nach 18 Uhr. Das Telefon klingelt… Ja, inzwischen funktioniert es!
Ein sehr freundlicher Herr von der T-Com-Technik meldet sich und stellt die verhängnisvolle Frage: “Herr Vollmer, waren Sie mit der Erledigung Ihres Umzugsauftrags zufrieden? Funktioniert alles?” Nun, ich brauche hier nicht ausführen, wie meine Antwort aussah. Zu meiner Überraschung hörte er mir aufmerksam zu, entschuldigte sich aufrichtig und versuchte mir zu erklären, wie es zu diesem Chaos überhaupt kommen konnte. Dies sei nun keine Ausrede dafür, sondern vielmehr ein Erklärungsversuch. Trotzdem oder gerade deshalb müssen wir die Umzugsgebühr in Höhe von immerhin rund 60,- EUR nicht bezahlen. Außerdem hat er unsere DSL-Leitung durchgemessen und eher miese Werte ermittelt. Deshalb gab er sofort eine Störmeldung auf, um die sich innerhalb der nächsten 24 Stunden ein Techniker vor Ort kümmert. Schon rund eine Stunde nach dem Telefonat mit dem überaus eifrigen und zum ersten Mal “normal tickenden” Herren, meldete sich die Störstelle bei uns.
Was soll ich sagen? Es geht auch anders… Leider erst viel zu spät! Ich konnte mir natürlich die Frage nicht verkneifen, warum er mich nun angerufen hat. Er erklärte mir, dass das momentan ganz grundsätzlich so gehandhabt wird und sich diese Vorgehensweise in Fällen wie dem unseren wirklich mehr als richtig erweist. Dem ist nichts hinzuzufügen…
Gemein!
Irgendwie ist es schon gemein: Die vergangene Woche über war das Wetter eher durchwachsen. Gut, wir sind umgezogen und außerdem stehen spätestens ab Donnerstag auch wieder kühlere Tage an. Aber im Moment ist es hier sonnig und warm… und ich sitz hier im Büro und muss arbeiten. Wie gemein! Letzte Woche war ich bei meinen beiden Mädels, habe (vor allem auch körperlich) gearbeitet und habe am Abend leibhaftig gesehen, was wir geleistet haben. Das klingt jetzt nicht nach “im Job aufgehen” und “das Richtige machen”, aber das kam mir im Moment sehr viel sinnvoller und befriedigender vor, als das Hocken in dieser Bude hier.
Irgendwie fehlt mir das seit gestern sehr.
Soll ich womöglich einen auf Hausmann machen?
Aber dann müsste ja Katrin (oder Hannah?!?! :???: ) stattdessen für das tägliche Brot sorgen. :neutral: Nä, das wäre dann ja wieder nix, weil dann ja nur der Spieß umgedreht werden würde… Also muss ein Millionengewinn her!
Hat jemand grad was übrig?
Au man, warum ist das Leben so ungerecht?
Protokoll einer Odyssee
Es ist unglaublich: Bereits Anfang April informierte ich die T-Com darüber, dass wir zum 01.06.2008 umziehen. Dementsprechend beauftragte ich den parallelen Umzug unserer Telefonnummer samt Internetzugang in die neue Wohnung. Bis zum heutigen Tag haben wir weder Telefon noch DSL zu Hause!
Aber beginnen wir – ganz sachlich – von vorn:
Mittwoch, 9. April 2008:
Über das Internet-Kundenportal “T-Home” beauftrage ich die T-Com mit dem Umzug unseres Telefon- und DSL-Anschlusses zum 01.06.2008. Per E-Mail wird mir der Eingang dieses Auftrags bestätigt.
Mittwoch, 16. April 2008:
Da ich eine Woche später noch keine schriftliche Auftragsbestätigung und einen definitiven Schalttermin erhalten habeund ich den pinkfarbenen Eierladen inzwischen kenne, schreibe ich eine E-Mail an den Kundenservice. Daraufhin wird mir mitgeteilt, dass das “Kundensystem” umgestellt würde und es deshalb zu Verzögerungen käme. Ob mein Auftrag ordnungsgemäß abgearbeitet wird, sagt mir keiner.
Freitag, 25. April 2008:
Auf Anfrage erhalte ich endlich eine Auftragsbestätigung und -nummer per E-Mail. Ein entsprechendes und in solchen Fällen sonst übliches Schreiben bleibt dennoch aus.
Donnerstag, 8. Mai 2008:
Weil ich Anfang Mai im Onlineportal der T-Com unter “Aufträge” unseren Umzugsauftrag noch immer nicht sehe und daher weiterhin skeptisch bleibe, frage ich telefonisch bei der T-Com-Hotline nach. Dort wird mir hoch und heilig versichert, dass wir zum 02.06.2008 Telefon und DSL in der neuen Wohnung haben werden.
Montag, 2. Juni 2008:
Nach dem Umzug. Neue Wohnung. 18 Uhr abends. Telefon tot. DSL tot. Ich rufe bei der T-Com an und frage nach, wo unser Anschluss abgeblieben ist. Mir wird verkündet, dass es gar keinen Umzugsauftrag gäbe! Ich fahre aus der Haut und fordere schnellstmöglich den Umzug der Leistung, für die wir durchweg bezahlen. Mir wird erklärt, dass die Schaltung eines Anschlusses zwischen vier und zehn (!!!) Werktage benötigt. Ich hätte mich halt rechtzeitig darum kümmern sollen. :eek: Daraufhin fühle ich mich dazu geneigt, beleidigend zu werden, bleibe aber sachlich. Nach exzessiverAuskotzereiDiskussion wird mir die Schaltung bis “Ende der Woche” zugesagt. O-Ton: “Zum Wochenende haben Sie ganz sicher Telefon und Internet.”
Freitag, 6. Juni 2008:
In unsrem Briefkasten befindet sich ein Schreiben der T-Com. Dieses ist adressiert an die alte Anschrift und kommt nur Dank des Nachsendeauftrags der Deutschen Post im neuen Domizil an. Der Telekommunikationsriese gibt uns bekannt, dass der Anschluss am Montag, den 09.06.2008 geschalten wird. Ich bekomme einen Wutanfall, danach Herzrasen und schließlich beinahe einen Kreislaufkollaps. Kunden, Überweisungen, die neuen und die alten Vermieter warten! Alle Telefonate werden kostspielig über Handys abgewickelt. Ich rufe wutentbrannt die T-Com-Hotline an. Dort wird mir erklärt, dass nichts zu machen sei und ich dann halt auf Schadenersatz klagen müsse. Als ich sage, dass ich vor allem mal kündigen sollte, wird mir geraten, dies zu tun! :eek:
Montag, 9. Juni 2008:
Im Moment kann man von unserem Anschluss aus woanders anrufen. Eingehende Anrufe und der DSL-Zugang funktioniert nach wie vor nicht. Ich hoffe für die T-Com, dass es an den noch laufenden Umschaltarbeiten liegt.
Wir dürfen gespannt sein, was heute noch so alles passiert!
Vielleicht gibt es hier dann auch bald wieder regelmäßige Beiträge und Berichte zu Umzug, neuer Wohnung…
Land in Sicht
Es ist kaum zu glauben, aber das Schlimmste ist vorbei! :grin: Das neue Heim ist bezogen, die großen Karrenzmänner wie Möbel, Waschmaschine und Wäschetrockner stehen an ihrem neuen Platz. Lediglich der Gefrierschrank muss noch umgezogen und die Umzugskisten aus der neuen Garage in die Wohnung gebracht werden. Katrin hat schon fast die ganze Küche eingeräumt, Hannahs Zimmer ist auch fast komplett fertig und im Wohnzimmer können wir schon mal SAT und DVD in der Glotze anschauen.
Musik dudelt noch aus dem tragbaren Radio, aber das ist besser als nix. ;)
Leider haben wir auch ein paar Verluste zu vermelden. :sad: Katrins Karrussellpferd, das sie von mir mal geschenkt bekommen hat (also ein echtes von einem original Kinderkarrussell) ist in der Mitte auseinandergebrochen. Aber zum Glück haben wir ja einen Schreiner in der Familie.
Der weiß nur noch nichts von seinem “Glück”.
Und (Ihr könnt’s nun glauben oder nicht) mein Auto hat schon wieder den Geist aufgegeben. Damit hat sich die blöde Kiste nun endgültig disqualifiziert. Wir werden das blöde Blech so schnell wie möglich abwerfen! :mad:
Soviel für den Moment… Hoffentlich wird morgen noch das Telefon samt Internet hier freigeschalten (denn über den PDA wird das hier auf Dauer zu teuer
), dann kann ich hier wieder regelmäßiger schreiben.
So far… Haltet die Stellung und bis in Kürze! ;)
Wegen Umzug geschlossen!
So, ab morgen ist es also soweit: Das neue Domizil wartet schon auf uns und wird morgen (wieder) mit Leben gefüllt. Die alte Wohnung wird sich hingegen nach und nach leeren. Schon die letzten Wochen ging es bei uns heiß her und Hannah half (auf ihre Art) mit, wo es nur ging. Das Beweisfoto findet man nebenstehend.
Ob sich ihre Umzugsvorstellungen immer mit den unseren deckten… naja, das kann sich jeder selbst denken und das wurde hier und da auch schon erörtert.
Jedenfalls wird es hier die nächsten Tage ruhig. Das liegt nicht mal nur an den anstehenden Arbeiten, sondern vor allem daran, dass unser Telefon- und DSL-Anschluss mit umziehen muss und dieser (hoffentlich) am 2. Juni in der neuen Bleibe wieder zur Verfügung steht. In welchem Jahr, das hat uns die T-Com allerdings nicht verraten.
Haltet hier in der Zwischenzeit die Stellung und passt schön auf unseren Blog auf. Wir melden uns wieder sobald Land in Sicht ist. ;)
Hannah’s Cottage
Es ist inzwischen wirklich unübersehbar: Der Umzug steht quasi unmittelbar bevor. Der wesentliche Vorteil in der neuen Wohnung: Wir haben endlich wieder Luft zum Atmen, das heißt, dass wir wieder richtig viel Platz haben werden. Hannah hat ein “richtiges” Kinderzimmer, wir haben wieder ein “richtiges” Büro und all das liegt nicht am oder gar im Wohnbereich. Herrlich!
Wir haben einen Balkon, wir haben (fast) dieselbe Aussicht wie vorher. Wir wohnen nicht mehr ebenerdig, was ruhiger und angesichts der Tatsache, dass momentan ein Einbrechergrüppchen sein Unwesen im Dörfchen treibt, auch beruhigender ist. Nur ein kleines Manko hat das Ganze: Der große Garten fällt weg. Gut, offengesagt haben wir den kaum (oder sogar überhaupt nicht) benutzt. Hin und wieder konnte Hannah dort schaukeln… aber das war’s dann auch schon. So ein Gemeinschaftsgarten wird dann halt doch nicht so vollends benutzt, wie man vielleicht könnte. In der neuen Wohnung ist dafür ein großer Spielplatz samt Wiese nicht weit. Zu Fuß höchstens zwei, drei Minuten.
Was uns aber sehr fehlen wird ist “Hannah’s Cottage”. Das ist leider keine von einem Großonkel vererbte Luxusvilla in der grünen Idylle von Irland, sondern “nur” ein Gartenhäuschen für Kinder. Das haben wir leihweise von Hannahs Patenonkel zur Verfügung bekommen und müssen es nun mangels Gartenplatz wieder zurückgeben. Sie hat es nie wirklich genutzt, weil sie auch die längste Zeit einfach noch zu klein dafür war. Das zeigt auch das erste Foto oben. Da konnte sie gerade mal sitzen und ein wenig krabbeln! Jetzt wäre aber langsam das Alter gekommen, in dem sie darin so richtig spielt. Nun gut, man kann nicht alles haben und wie sagte mein Vater: “Ihr wohnt nicht im Garten, sondern in Euren vier Wänden. Und da muss es vorrangig passen.” Und das passt auch! Aber so ein bisschen Wehmut darf dann doch auch sein, oder?
Konkrete Planungen
Dass es hier im Moment tagelang so ruhig ist, das liegt nach wie vor daran, dass wir mitten in die Umzugsvorbereitungen stecken. Jetzt sind es also nur noch knapp zwei Wochen und die Planungen werden immer konkreter: An nur einem Tag wird das meiste über die Bühne gehen. Dafür ist der Umzugswagen gemietet und die Helfer eingeteilt. Der Tag drauf ist als Puffer eingeplant. Aber dank Katrins unglaublicher und wirklich sagenhafter Vorarbeit, werden wir den wohl kaum brauchen. An dieser Stelle mal ein wirklich nicht übertriebenes und vor allem bewunderndes Dankeschön an meinen Schatz. Trotz Hannah und den damit verbundenen Mutterpflichten, einem Haushalt der natürlich weiterläuft und anderen Widrigkeiten, steht sie hier viel mehr als nur einen, nämlich ihren Mann. Ohne sie ging’s einfach nicht! ;) Schatz, Du bist unglaublich… und das meine ich so, wie ich es schreibe!
Tja, dann müssen nur noch Widrigkeiten wie die Umschaltung der lieben Telekom und die Wohnungsübergaben (alt und neu) reibungslos über die Bühne gehen. Ach ja, und dann geht “drüben” natürlich die Einräumaktion und somit der Umzug weiter. Hach, wenn nur schon alles wieder an seinem Platz wäre! :???: Aber so ein Umzug hat auch eine gewisse “reinigende Wirkung” und außerdem fühlt man sich dann im neuen Heim deutlich wohler, weil größer, schöner, besser… Sonst hätte man das ja niemals auf sich genommen!






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