Es weihnachtet sehr
So, die Weihnachtskarten sind verfasst, von Hannah heuer erstmals eigenhändig unterschrieben und im Briefkasten, ein Weihnachtsbaum steht parat und wartet auf seinen Einsatz und alle jüngst verpackten Geschenke sind (hoffentlich) gut versteckt und werden zwei Kinderaugen am Heiligen Abend ganz bestimmt zum Funkeln bringen. Es kann losgehen: Weihnachten 2010.
Wir wünschen allen regelmäßigen Bloglesern, zufälligen Besuchern und allen Freunden und Bekannten ein besinnliches Weichnachtsfest. Wer weiß, vielleicht werden wir den ganz normalen Feiertagswahnsinn durch ein paar Zeilen hier ausgleichen müssen. Insofern: Bis in Kürze!
Welcher Weihnachtsbaumtyp bist Du?
In den letzten Jahren hatten wir immer einen Weihnachtsbaum. Das gehört für uns einfach mit dazu. In diesem Jahr nun, in dem Hannah zum ersten mal “so richtig” Weihnachten wahrnahm, haben wir daher einen besonders schönen und großen Baum gekauft. Da wir ihn heuer hier im Ort bei Privatleuten gekauft haben, die ein Waldgrundstück besitzen, war er deutlich “frischer” als sonst. Erst gestern fing er so richtig an zu nadeln. Ja, er steht noch unser Weihnachtsbaum.
Irgendwie fällt es schwer, ihn “einfach so” abzubauen. Und außerdem weiß ich, dass meine Oma ihn immer sehr lange stehen ließ, während es anderenorts üblich war ihn pünktlich zu “Dreikönig” zu entsorgen. Dank der neuen Medien habe ich mich jetzt informiert: In überwiegend evangelisch geprägten Familien, wird am Feiertag “Heilige Dreikönige” der Baum abgebaut. Bei den Katholiken steht er bis zu “Maria Lichtmess” am 2. Februar. Man lernt nie aus! So wußte ich auch nicht, dass wir “katholisch gepärgt” zu sein scheinen.
In Wirklichkeit geht es nur um eins: Hannah (jaaaa, und auch uns) gefällt das Bäumchen und die Stimmung, die er ausstrahlt, so sehr, dass er einfach immer noch steht. Und wie ist das bei Euch?
Steht bei Dir der Weihnachtsbaum noch?
- Nein, schon lange nicht mehr! (50%, 5 Stimmen)
- Ich hatte gar keinen. (40%, 4 Stimmen)
- Ja, der steht noch. (10%, 1 Stimmen)
Stimmen: 10
Geliebte Mischpoke
Wir lieben sie (mal mehr mal weniger), wenn sie geballt auftreten herrscht absolutes Chaos, sie bringen einen zur Verzweiflung und eigentlich sind wir doch froh, dass es sie gibt: die Familie!
An Weihnachten herrscht familientechnisch absoluter Ausnahmezustand: jeder muss besucht werden, damit alle zufrieden sind, nur keinen Streit anfangen und immer schön besinnlich sein.
Jaaaa, so wie im Fernsehen hat es bei uns (vielleicht auch bei Euch??) dieses Jahr mal wieder nicht hingehauen:
- Uromas waren enttäuscht über den viel zu kurzen Besuch der Urenkelin
- der Patenonkel blieb aus Protest der ganzen Weihnachtsfeierei gänzlich fern
- die Tante hat an Heilig Abend, zu aller Unmut, das ganze Programm nochmal kurzfristig umgeschmissen
- Alkohol war reichlich im Spiel
- so manches Geschenk wurde erst gar nicht ausgepackt – in Befürchtung einer Enttäuschung
- andere Geschenke wurden verwechselt
- das Urenkelkind hat irgendwann den Dienst verweigert und gebrüllt
- und überhaupt nahm das besinnliche Chaos seinen Lauf…auf denn, bis zum nächsten Jahr
Ständchen zur Bescherung
Bedingt durch das Lampenfieber der laufenden Aufnahme klingt Hannahs Ständchen etwas gehaucht, schüchtern und leise. Normalerweise schmettert sie ihr Lieblingsweihnachtslied durch die Bude. Aber heute ist ja Heilig Abend und da soll es ohnehin etwas besinnlicher zugehen. Hier, nur für Euch:
Hinweis für alle Mitarbeiter von Amnesty International, Unicef und Greenpeace:
Bei der hier gezeigten Aufnahme kamen keine Tiere, Menschen oder gar Kinder zu Schaden. Sie entstanden ohne Einwirkung von Gewalt oder Zwang, sondern stattdessen aus freien Stücken.
Erweiterte Weihnachten
Wie es wirklich zuging, heute vor 2.009 Jahren, das weiß keiner von uns so genau. Ob die Hirten, die das neugeborene Jesuskind besuchten, Schafe oder auch Ziegen dabei hatten, das können wir allenfalls vermuten. Ob zu den Stallungen nicht auch ein Bernhardinerhund gehörte und ob nicht zufällig Eisbären, Frösche, Zebras und Pandabären des Weges kamen… wer weiß das schon? Insofern sollte man Hannahs Krippenarrangement mit ein wenig Respekt betrachten. Vieles darin mag unglaubwürdig oder zumindest unwahrscheinlich wirken, aber man weiß es nicht genau. Und so feiern wir heuer um ein paar Charaktere “erweiterte” Weihnachten.
Wir wünschen Euch allen einen geruhsamen, besinnlichen und geschenkreichen Heiligen Abend. :-)
Dein liebster Weihnachts-Popsong
Die Vorweihnachtszeit neigt sich dem Ende entgegen. Schon seit Wochen hört man vermehrt im Radio oder beim Einkaufen die “üblichen Verdächtigen” durch die Lautsprecher dudeln. Man kann mich sentimental nennen, aber das hat doch in jedem Jahr wieder was.
Weil ich mich selbst nur schwer entscheiden kann, dachte ich mir: Frag doch mal die Bloggerwelt!
Ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt. Ihr müsst Euch nur beeilen, denn nach den Feiertagen ist die Umfrage zu Ende. ;)
Welcher ist Dein liebster Weihnachts-Popsong?
- Frankie goes to Hollywood - The Power of Love (33%, 3 Stimmen)
- Melanie Thornton - Wonderful Dream (22%, 2 Stimmen)
- WHAM! - Last Christmas (11%, 1 Stimmen)
- Keiner der hier genannten (11%, 1 Stimmen)
- Chris Rea - Driving Home For Christmas (11%, 1 Stimmen)
- Band Aid - Do They Know It's Christmas? (11%, 1 Stimmen)
- Bryan Adams - Christmas Time (0%, 0 Stimmen)
- Queen - Thank God It's Christmas (0%, 0 Stimmen)
- Paul McCartney - Wonderful Christmas Time (0%, 0 Stimmen)
- John Lennon & Yoko - Happy Xmas (1%, 0 Stimmen)
Stimmen: 9
Hannahs Lieblings-Weihnachtslied
Im Kindergarten singen die Kinder jeden Tag dieses Lied, wenn sie die Kerzen am Adventskranz anzünden. Hannah singt es zuhause auch immer wieder. Und weil es so schön ist, schreib ich es jetzt hier auf:
Das Licht einer Kerze
ist im Advent erwacht.
Eine kleine Kerze
leuchtet durch die Nacht.Alle Menschen warten
hier und überall,
warten voller Hoffnung
auf das Kind im Stall.Wir zünden zwei Kerzen
jetzt am Adventskranz an.
Und beide Kerzen
sagen´s dann:Lasst uns alle hoffen
hier und überall,
hoffen voll Vertrauen
auf das Kind im Stall.Es leuchten drei Kerzen
so hell mit ihrem Licht,
Gott hält sein Versprechen.
Er vergisst uns nicht.Lasst uns ihm vertrauen
hier und überall.
Zeichen seiner Liebe
ist das Kind im Stall.Vier Kerzen hell erstrahlen
durch alle Dunkelheit.
Gott schenkt uns allen Frieden.
Macht euch jetzt bereit.Gott ist immer bei uns
hier und überall.
Darum lasst uns loben
unseren Herrn im Stall!
Gedanken zum Weihnachtsfest
Vielleicht liegt es am bevorstehenden Weihnachtsfest, das ich Dank Hannah (die das Ganze zum ersten mal “so richtig” miterlebt) wieder ganz neu erlebe. Oder es liegt an der langen Krankheit, die hinter uns liegt und deren Ausläufer wir noch immer bewältigen müssen. Wer weiß, welche Einflüsse noch für die Gedanken verantwortlich sind, die mir derzeit durch den Kopf spuken.
Das zu Ende gehende Jahr stand für mich klar unter dem großen Begriff “Selbstbewußtsein”. Dieses Wort wird häufig, ja vermutlich zu oft bemüht und in den Mund genommen. Ich habe es im vergangenen Jahr ganz neu erlebt und vermutlich erst so richtig begriffen. “Selbstbewußtsein” bedeutet dem Wort nach ja nichts anderes, als sich selbst bewußt zu sein. Selbstbewußt ist demnach, wer sich selbst beobachtet, seinen Interessen folgt und sie vor allen Dingen auch nach außen vertritt. Das muss nicht zwangsläufig im Widerspruch zu den Interessen anderer stehen, tut es aber hin und wieder. Gerade wer in schwierigen Zeiten, in denen man mit seiner Meinung eher allein ist, Kurs hält und sich seiner selbst bewußt wird und bleibt, ist “selbstbewußt”. Das ist so wichtig, denn wie sagt der allseits bekannte Spruch: Nur tote Fische schwimmen mit der Strömung. Sich selber treu zu sein und sich mit einem guten Gefühl im Spiegel anschauen zu können, war und ist mein Ziel und bleibt mein Vorsatz… nicht nur für das neue Jahr.
Alle Jahre wieder!
Alle Jahre wieder…kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Familienstress: wer feiert wann und wo mit wem und wieso.
Wie soll man eine Großfamilie inklusive 4 Urgroßeltern glücklich machen, ohne abends schweißgebadet vom Weihnachtsbesuch und total genervt von Weihnachten überhaupt heimzukommen?! Jedes Jahr das gleiche Spektakel und jedes Jahr nervt es mich mehr. Klar wollen alle Omas, Opas, Tanten, Uromas und Uropas, Cousinen und Großnichten einen an Weihnachten sehen, aber wo bleibt man selber dabei? Wäre es nicht viel schöner, am 24. Dezember gegen 16 Uhr die Türe zu verschließen und diese erst am 27. Dezember gegen 9 Uhr morgens vorsichtig wieder zu öffnen?








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