Der Frühling ist da
Woran merkt man, dass der Frühling endlich da ist?
- Die Sonne scheint und wärmt nicht nur die Luft, sondern auch die in den letzten Wochen nicht nur wegen des tristen Wetters geschundene Seele.
- Beim Wegschippen der allerletzten Schneereste kommt man erstmals ins Schwitzen.
- An den Balkongeländern hängen quasi über Nacht plötzlich allerlei Blumenkästen.
- Bei geöffnetem Fenster hört man Autostaubsauger und fegende Besen.
- Der Balkon oder die Terrasse fällt nun definitiv als Kühlschrankersatz für gerstenhaltige Getränke weg.
- “Die” Nachbarn verrichten ab sofort wieder (fast) alles an der frischen Luft. Lediglich Geschäfte aufgrund ihrer Notdurft bilden hier (zum Glück !!!) eine Ausnahme.
Rache ist süß
Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL und
SCHNEEVERWEHUNGEN
für den Kreis Reutlingen , Lagen über 400 Meter
gültig von: Dienstag, 02.02.2010 18:00 Uhr
bis: Mittwoch, 03.02.2010 10:00 Uhr
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am: Dienstag, 02.02.2010 16:00 Uhr
Von Nordwesten verbreitet aufkommende Schneefälle, oberhalb 400
Meter dabei 10 bis 20 cm Neuschnee, in Stau- und Berglagen
örtlich um 30 cm Neuschnee. Außerdem besteht durch den böigen,
im Bergland stürmischen Südwestwind (um 60 km/h, im Bergland bis
etwa 85 km/h) die Gefahr von starken Schneeverwehungen.
ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren:
Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Bäume können
unter der großen Schneelast zusammenbrechen.
Vermeiden Sie Autofahrten!
Spatzel? Du bist schuld! Du hast Frau Holle gereizt bis auf’s Blut und jetzt gibt sie uns volle Breitseite!
Wintereinbruch
In den letzten Wochen traf der Winter fast ganz Deutschland mit ordentlichen Schneefällen und eisigen Temperaturen. In den Nachrichten, in Blogs und von Freunden und Bekannten hört man Wetterberichte wie aus den Alpen – und das teils aus Gebieten, die sonst gar nicht oder kaum mit Schnee “beglückt” werden. Kurioserweise wurde “unsere” Schwäbische Alb bisher ungewöhnlich stark verschont. Zwar gab es hier auch Schnee, aber zum einen lag dessen Höhe weit unter dem, was hier üblich ist; zum anderen war von einem Chaos weit und breit nichts zu spüren.
Diese verkehrte Welt scheint sich nun seit einigen Tagen und ganz besonders extrem seit gestern wieder zu relativieren. Gestern Morgen wurden wir von einer etwa 20 Zentimeter dicken Schneedecke begrüßt. Wo zuvor noch ein bisschen gefegt und gestreut wurde, musste man nun mit Schneefräsen zu Leibe rücken. Die bloße Schneeschippe war ziemlich beschwerlich. Ein Glück, wenn der befreundete Nachbar ein solches, motorisiertes Gefährt sein Eigen nennt.
Doch half das leider bei dem hier vorherrschenden Streusalzmangel nicht wirklich weiter. Die kurze Fahrt zum Getränkemarkt war eine Abenteuerfahrt, die jede “Camel Trophy” in den Schatten stellt.
Kaum wieder in der Garage kam der nächste Schneefall… und so schneit es jetzt eigentlich seit gestern Abend nahezu ununterbrochen weiter. Kurz bevor wir uns zur Ruhe begaben herrschten sibirische Verhältnisse mit fetten Schneeflocken in der Größe einer Zwei-Euro-Münze. Im Moment kommen wieder ordentlich dicke Schneeflocken runter – nicht mehr ganz so fett wie gestern Abend, aber die Intensität ist trotzdem beeindruckend. Die Schneedecke wächst weiter und wir sind heilfroh, dass wir zumindest heute nirgendwo mehr hin müssen.
Spätestens wenn sich die Haustür nicht mehr öffnen lässt, ist ein gutes Buch unerlässlich.
Liebe Frau Holle
An
Frau Holle
Himmel 3
12345 Schneehausen
Liebe Frau Holle,
es ist der 23. Januar und – es schneit nicht. Es liegt auch sonst bemerkenswert wenig Schnee auf Feld und Flur. Nicht, dass ich Ihnen Inkompetenz oder gar Faulheit unterstellen möchte – nichts liegt mir ferner – viel eher möchte ich Sie erinnern, an das was früher mal Winter war:
- Schneetreiben und weiße Pracht von November bis März
- Tiefschneespuren am Waldrand
- Schlitten und Rodeln gut
- Wintersonne und Schneegeglitzer
Es wäre sehr, sehr schön wenn Sie sich noch vor Ende März dazu entschließen könnten, hier auf der Schwäbischen Alb das eine oder andere Schneewölkchen vorbeizuschicken.
Vielen Dank schon mal im voraus – auch im Namen meiner Tochter
Katrin Vollmer
Ski foahrn
Damit man Katrins Worten auch Glauben schenkt, hier der bildliche Beweis: Wir bleiben in der wintersportlichen Entwicklung nicht stehen. Nein, wir entwickeln uns weiter! Und so steht Hannah inzwischen auf Skiern. Bei einem Skilehrer als Opa auch keine Besonderheit.
Pistengaudi
Nach anfänglichem Respekt vor dem hölzernen Gefährt, hat Hannah nun vollends die Scheu verloren und hat richtig Spaß auf dem Schlitten. An unserem “Übungshügel”, der quasi fast direkt nebenan liegt, haben wir das mal in Form eines Videos festgehalten. In Kürze geht’s dann wohl mal zur großen Piste.
Hannahs Osterbild
Wir sind irgendwie unserer Zeit voraus… Das folgende Bild entstand mit Hannahs Hilfe und auf deren Anweisung. Es vermittelt unverhohlen eine gewisse Sehnsucht nach Sonne und Wärme. Dabei ist der Winter hier auf der Alb bisher eher gemäßigt, während ja andernorts die Menschheit im Schnee geradezu versinkt.
Aprés Schlitten
Wir waren bis eben mit Hannah Schlittenfahren. Weil wir aufgrund diverser Gebrechen nicht wirklich aktiv mitdüsen konnten und uns somit aufs bloße Zusehen beschränken mussten, wurde die ganze Aktion durch das immer längere Herumstehen stetig kälter und kälter. Da half auch Hannahs Begegnung mit einem Weidezaun nichts, die uns kurzfristig den Puls steigen ließ. Sie düste locker fröhlich mit einem Plastikbob den Hang hinunter und erst als sie immer schneller wurde, war uns klar: Sie hatte die Anweisungen zum Bremsen des Gefährts nicht wirklich verstanden. Zwar nahm der Schwung irgendwann ab, reichte aber dennoch, um mit dem Gesicht (genauer gesagt mit der Nase) an der Litze des Zauns zu bremsen. Durch die Wucht wurde sie nach hinten vom Bob gedrückt, was einerseits Spuren im Schnee und andererseits im Gesicht hinterließ. Sie weinte natürlich entsprechend, aber sie wollte mit ihrem “Porutscher” gleich nochmal den Hang hinunterdüsen. Ein tapferes Kind.
Alles in allem drängt sich ein wärmendes und zugleich beruhigendes Getränk nach so einem Nachmittag geradezu auf. Also wärmte ich mir eben kurzerhand einen schönen Glühwein. Herrlich! Die Lebensgeister kehren zurück…
Hannah und der Wintersport
Inzwischen ist Januar und hier auf der Schwäbischen Alb hält der Winter natürlich Einzug – mehr oder weniger. Es könnte sicher besser sein, sprich: mehr Schnee haben, aber das kann ja noch kommen. Jedenfalls entdeckt Hannah in diesem Jahr den Wintersport ganz anders als bisher. Sind wir im letzten Jahr mit ihr noch auf einem mit Sitz versehenem und gepolsterten Schlitten gemächlich bergab gerutscht, so ist sie heuer schon sehr viel flotter und auf “Poporutschern” und Bobs unterwegs. Und weil Hannahs Opa Skilehrer ist, gibt es da natürlich noch starke Bestrebungen, sie auch auf die beiden Bretter zu bringen… irgendwie. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz so einfach, wie sich das der “Skigroßvater” vorstellt. Skischuhe sind Hannah irgendwie unheimlich und immer dann, wenn es am Hügel gilt wieder bergauf zu marschieren, verliert sie zuerst die Lust und dann die Beherrschung. Letzteres äußert sich in teils wilden Schreiattacken, die (zumindest gestern Nachmittag) eine Mischung aus Frust, Faulheit und vor allem Müdigkeit waren. Trotzdem will sie immer wieder Schlitten- oder Bobfahren. Und heute Morgen äußerte sie sogar den Wunsch, mal das Skifahren auszuprobieren. Wieviel da letztlich dran ist, werden wir sehen.
Winterfliege
Unglaublich! Wie machen die Viecher das? Draußen ist es (zumindest hin und wieder) arschkalt verdammt kalt und dieses Ungeziefer lebt immer noch! Unglaublich!









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